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APPROVED 1 JUNE 1948 Sela e oie. TTA |
COUNTRY REPORT NO. LEAVE BLAN. if sae
GERMANY 1044-52 . ” Qe ly of 5 /
~ AIR INTELLIGENCE INFORMATION REPORK
SUBJECT /
SEE CONTENTS BELOW }
AREA REPORTED ON FROM (Agency)
SOVIET ZONE GERMANY 7350TH BASE COMPLEMENT SQUADRON
DATE OF REPORT DATE OF INFORMATION EVALUATION
22 SEPTEMBER 1952 20 SEPTEMBER 1952 NONE
PREPARED BY (Officer) SOURCE
TREFTER L. THOMAS 1ST LT. USAF WEBSTER, J.W. CAPT. USAF
REFERENCES (Control number, directive, previous report, etc., as applicable)
-_———-- Oo - - o-—- — ——_—_—_—_-—-
—_—— ———
SUMMARY: (Enter concise summary of report. Give significance in final one-sentence paragraph. List inclosures at lower left. Begin text of report on AF Form 112—Part II.)
I. CONTENTS:
Visual observation of unidentified objects in N portion of cleared
corridor in Born/Dolle Maneuver Area.
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II. SOURCE: | /, / a
A. General:
As MEME ced ccd cc bad ves bses cesadocbed sheds ne PReener, J fl,
as BORE. ed 6 dco h 05 Wb os OOK 06O 66 howe eee bs he URTOs
3, Serial BumberscsccccccessecccssccteesssehO-O749l7
his Crew Position this FIL GAC eae cass cadeecararec
5. Years as Rated Crew Member.cececcssecseell Years
Oe ASSL med LO. cia kis cc accdhueiucdboVeesnevs TAO wahels Od., Bevan,
Vé Years in SOTVECes ch bekd bac caked COhersaeee Years
8. Were Binoculars MOO oks 6 keke Robe eke
9. Were Pictures TRON ek ows Feb cack eee eeene
III. RELIABILITY OF SOURCE:
Capt. Webster is known to the undersigned and I have confidence in his
judgement. He is a mature, stable officer who can be relied upon to make a
true, accurate statement.
IV. INTERVIEWER:
A/2c. Jack L. Majors
V. REMARKS;
Source received no briefing prior to departure from home base.
_ (viens
ist Lt., USAF
Air Intelligence Officer
DISTRIBUTION BY ORIGINATOR : Ay
AC/S, A-2, Has USAFE (Orig)
AC/S, A-2, Hqs l2th AF - le
OSI DO # 3 - ley EMS SN
File - 1 cy on 7 an © as eS O4-oerS Ff awk : ’ *
Pig Timer mm w= ae ir po FORaN EAE |
NOTE: THIS DOCUMENT CONTAINS INFORMATIO APHKE PING» ONAU DEFENSE OPW HE UNITED SARS WITHIN THE MEANING OF THE ESPIONAGE ACT, 50 U. S.C—
31 AND 32, AS AMENDED. ITS TRANSMISSMQALOR EE okt \ ON NTS IN ANY MANNERSTO AN UNAUTHORIZED PERSON IS PROHIBITED BY LAW.
IT MAY NOT BE REPRODUCED IN WHOLE OR IN PA AGENCIES, EXCEPT BY PERMISSION OF THE DIRECTOR OF
INTELLIGENCE, USAF, = | ao on. sochianeiieiinatiai aa .
16—55569--1 U. S. GOVERNMENT PRINTING OFFICE
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APPROVED 1 JUNE 1948) ge
"AIR INTELLIGENCE INFORMATION REPORT
FROM (Agency) . REPORT NO.
7350 BASE COMPLEMENT SQ. | 1044-52 ey ee
Sanne —_ ——=-
lt. PREAMBLE:
source, Capt. Webster, A0-674917 was interviewed upon completion of a
scheduled courier flight from Frankfurt to Berlin. USAF C-47 type Aircraft,
Number 3722, departed Rhein/Main at 07032 and arrived TEMPELHOF at 09372,
20 September 1952. Altitude 5,500 feet, Visibility ten (10) miles with clouds.
ii. Unidentified objects in N portion of cleared corridor in Born (5222N/1128E)
Dolle (5224N/1137E) Maneuver Area.
4n undetermined number of unidentified dirt covered objects were located
at approximately (5229N/1133E) in-N portion of cleared corridor. Objects
appeared to be of an unknown structure covered by dirt with doors facing a
S direction. Objects were arranged in three (3) rows running in a E/W
direction. Dimensions undetermined.
No apparent activity.
Aircraft passed over Born/Dolle Maneuver Area at approximately 09012,
20 September 1952, TAS 150 knots.
TRYTER fo reg
lst Lt., USAF
Air Intelligence Officer
NOTE: THIS DOCUMENT CONTAINS INFORMATION AFFECTING THE NATIONAL DEFENSE OF THE UNITED STATES WITHIN THE MEANING OF THE ESPIONAGE ACT, 50 U.S. c.~
31 AND 32, ASAMENDED. ITS TRANSMISSION OR THE REVELATION OF ITS CONTENTS IN ANY MANNER TO AN UNAUTHORIZED PERSON IS PROHIBITED BY LAW.
IT MAY NOT BE REPRODUCED IN WHOLE OR IN PART, BY OTHER THAN UNITED STATES AIR FORCE AGENCIES, EXCEPT BY PERMISSION OF THE DIRECTOR OF
INTELLIGENCE, USAF,
16—55570-1 U. S. GOVERNMENT PRINTING OFFICE
Tncl #1 PTR YO~-D#3-3182-0952
Declassification Authority: NND 57565
Mlorlei Poo lichens!
Treffen der Jungen Pionierein Dresden
Im Mittelpunkt des sportlichen Lebens stand
in der vergangenen Woche vom 18. bis 95
August das Treffen der -Jungen Pioniere”,
verbunden mit den Meistersch aftskampfen zur
DDR - Meisterschaft in unserer Hauptstadt
Dresden.
Uber 22000 Junge Pioniere nahmen an den
sportlichen und kulturellen Wettkampfen bzw.
Veranstaltungen teil, um einen Sieg mit nach
Hause zu nehmen, oder gar den hdchsten
Titel eines DDR - Meisters fiir dic Heimatstadt
Zu erringen.
Auf den grdBten 2portaniagen Dresdens ka-
men die Entscheidungen im Fufball. Hand-
ball. Volleyball, Hockey und Leichtathletik zur
Austragung. Die vielen Kultur- und Tanz-
gruppen, ebenfalls im Wettkampf
standen, boten den vielen Jungen Pionieren
und Tausenden von Zuschauern trotz des un-
ginstigen Wetters durch ihre Kunst die schén-
sten Stunden.
Den Héhepunkt des Pioniertreffens bildete das
‘ GroBen Garten, wo einige
. Motor”, Sektion
w elche
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portireunde unserer BSG
Motorrennsport, den jiingsten Rennfahrern mit
Rat und Tat zur Seite standen. Die leicht-
sthletischen Veranstaltungen waren zum grdh-
ten Teil auf die Errir gung des Dreikampfab-
zeichens der Jungen Pioniere gerichtet. Dic
Jungen und Madel versuchten hier, im W. it-
sprung, Schlagballweitwurf und 60- bzw. 75-m-
Laufen sich die erforderlichen Punkte § ir
A War dies gesch
gingen sie dann stolz nach Hause.
Unsere BSG Motor Nieders« cutz war auch
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ozeichen zu holen
mit der Durchfiihrun gy der Abnahmen fiir dieses
D fiihrte
UVreikamptabzeichen beauftragt und
©5 ordnungsgem4P auf unserem Sportplatz
irc (Hierzu fo! uw01In Ger nachsten Nurs imer
noch austihrlicher Bericht.)
Aulerdem waren die Pioniere auch Gast
nseres Werkes. Im Kul-urhaus boten sie uns
zweimal ein herrliches Kulturprogramm, das
ider sehr schwach besucht war. Die sport-
lichen Méglichkeiten, wie Volleyball, Kegeln
lischtennis, Billard und Schach nahmen sie
ebenfal's mit groRer Bi geisterung wahr, und
es zeigte sid schon hierbei, da? in ihnen
manch grofer Meister steckt
Darum weiter zu neuen groien Erfolgen mit
unseren Jungen Pionieren, den Mannern und
Frauen der Zukunft und des neuen geeinten
Vaterlandes. Vorwarts durch Kampf zum Sieg!
Seid bereit”, der groBen Sache des Sozialis-
mus treu zu dienen!
im Tischtennis! Freunde aus Westdeutschland kommen zu uns!
Unsere sehr spielstarke 1. Mannermannschaft der vektion Tischtennis hat sich fiir Mittiwoch
I ©;
den 3. September 1952, um 19 Uhr im kleinen
schéne Aufgabe gestellt. Sie empfangen Gaste
Saal des Kulturhauses eine sehr groBe, doch
aus Miinchen. Der VFR Miinchen, eine schr
junge bayrische Bezirksklassenvertretung kommt in der Zeit vom 30. August - 7. September 1959
in unsere Deutsche Demokratische Republik, um Freundsch iftsspiele auszutragen, welche dazu
beitragen werden, den langersehnten gesamtdeutschen Sportverkehr fiir alle Sportler schnellstens
freizugeben und uns nichts mehr durch die Zonengrenzen trennen soll.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Freunde des herrlichen Tischten: issportes
einmal die Gelegenheit wahr und kommt zu einem Freundschafttstroten
nehmt auch ihr
um herzliche Worte
mit unseren Briidern und Schwestern ax szutauschen
Also Mittwoch, den 3 September 1959
Innerbetrieblicher sportlicher
Wettbewerb
Nach der eingelegten Ruhepause wurde der
sportliche Wettbewerb wieder erneut gestartet
Mit dem Endspiel im Handball zwischen der
Abteilung Mfam | gegen Wzb | fiel auch bereits
die Entscheidung. Durch ihren 6 : 5 Sieg iiber
die Abteilung Wzb konnte sich die Abte lung
Mfam | den Titel . Handball - Wettbewerbs -
Yieger” erringen. Hierzu sagen wir allen
Kollegen der Mfam - Handball - Manns-haft
unseren herzlichen Gliickwunsch
Die Entscheidung im Fuball wird erst Mitt
September fallen. Es steht z. Z. nur in Afs
ein Staffelsieger fest, wahrend Mfad | und
Wzb, sowie Mfam gegen Lw! noch um den
Staffelsieg kampfen miissen. Die Faustbailer
welche mit den Fuballern als dic Ak
Wettbewerb — teiln
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und in der Abteilung ad |
am_ sportlichen
Konnten ebenfalls zum
werbssieger ermitteln. Hierz:
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odiluBbericht :
Am 21. August fanden die zwei restlichen
Spiele statt, allerdings trat die Mfed nicht an
und durch den Sieg von 43: 29 iiber dio
Abteilung Mfad kam PMI mit Mfad | punkt-
gleich mit je fiinf gewonnenen Spielen. Das
sich notwendig machende Entscheidungsepie!
PM | gegen Mfad | war fiir beide Mann-
schaften wichtig, ging es doch nun um den
Titel. Hier konnte nun Mfad Revanche nehmen
und durch den knappen 927 : 24-Sieg sich
den Titel dos Wettbewerbssiegers im Faust-
ball holen.
BSG Motor Niedersedlitz. Willer
19 Uhr. kleiner
2aa Ku turhaus
Viller, BSG Motor N edersedlitz
Biichergilde Gutenberg
bietet an:
Ischukan: Menschenjagd im Pamir
520 Seiten/6.90 DM/HLw
‘amir, Dach der Welt. La: d der himmelhohen
is und ochnee! Alpenwelt voller schroffer
|
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Berge. wild zerrissener G pfel, gepanzert mit
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Feisen, durch die wilde ungebandigte Fliisse
brausen! wild und ungebGndigt waren
auch die Menschen.
langer Zeit unter der Knute der .Pir's” - der
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Herren und Urolgrundbesitzer -- bebten cin
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die hier noch vor nicht
an Drachen, Damonen und
jlaubte. Diese Me nschen sehen
Mittelpunkt eines Kampfes
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Uespenst
en, die Religion fiir ihre poli-
isnutzenden Pirs auf dar
der jungen Sowjetmacht auf
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Pamir miissen umlernen und zw
im Begriff .wir”. Wie sie lerner
er Uestalt des jungen, ungestiimer
tellt. Wie ein Heldenlied au
ve Zeit mutet uns dieses Buch
1 der Leser verfolat dio Fr-
schuras mit grdRter Spannung
Dieses Buch kann wich in unserer Betriebs
biicherei gelieh i werden
Geht es nicht
in einer anderen Tonart ?
Vor ein paar Tagen hatte ich cine Rick spra-
che mit Kollegen Vogler zwecks einer Ver-
schickung zur Erholung.
Ich hatte vom Arzt ein Attest erhalten und
wollte es Koile yen Vogler adgeben, verlangte
aber eine Quittung dafiir, da mir im vorigen
Jahr schon ein Attest abhanden gekommen
ist.
Kollege Vogler gab mir zur Antwort, dann
sollte ich das Ding eben wieder mitnehmen,
schrieb dann allerdings meine Adresse auf
einen Zettel, und sagte mir, daB meine An-
gelegenheit in einer der na&chsten Sitzungen
mit besprochen wiirde. Nun fragte ich Kollegen
Vogler noch, ob ich Bescheid erhalten wirde,
oder einmal nachfragen kénnte, die Antwort
war: .Sie werden schon merken. ob sie bis
Weihnachten fort waren oder nicht.”
Ich sehe ein, da® es nicht leicht ist, gerade in
dieser Sache es jedem recht zu tun, troizdem
glaube ich, da® Kollege Vogler etwes haflicher
sein kann Chr. Barthel, Mfa-Setzerei
Die Abtig. Arbeitsvorbereitung erhielt den }
rreis fdr die Ausschmiickung des Arh
.
zum Pioniertreflen
radmes
Lizenz-.Nr. 936 B des Amres fir Information der Deutschen Demokratischen Republik
sospartelorganisation des Sachs-nwerkes Niedersedlitz. Redaktion: Grell. Hirche, Plortner, Wagner
Druck: Druckerei . Berthold Haupt’’ resden-WNiedersedlicz
Mit der
Herausgeber
Declassification Authority: NND 57565
Mlorlei Pportticher!
Treffen der Jungen Pionierein Dresden
Im Mittelpunkt des sportlichen Lebens stand
in der vergangenen Woche vom 18. bis 95.
August das Treffen der -Jungen Pioniere”,
verbunden mit den Meisterschaftskampfen zur
DDR - Meisterschaft in unserer Hauptstadt
Dresden.
Uber 22000 Junge Pioniere nahmen an den
sportlichen und kulturellen Wettkampfen bzw.
Veranstaltungen teil, um einen Sieg mit nach
Hause zu nehmen, oder gar den héchsten
Titel eines DDR - Meisters fiir dic Heimatstadt
zu erringen.
Auf den gr&Bten Sportanlagen Dresdens ka-
men die Entscheidungen im Fufball. Hand-
ball, Volleyball, Hockey und Leichtathletik zur
Austragung. Die vielen Kultur- und Tanz-
gruppen, welche ebenfalls im Wettkampf
standen, boten den vielen Jungen Pionieren
und Tausenden von Zuschauern trotz des un-
giinstigen Wetters durch ihre Kunst die schén-
sten Stunden.
Den Héhepunkt des Pioniertreffens bildete das
Autorennen im GroBen Garten, wo einige
~portireunde unserer BSG . Motor”, Sektion
Motorrennsport, den jiingsten Rennfahrern mit
Rat und Tat zur Seite standen. Die Icicht-
uthletischen Veranstaltungen waren zum grdb-
ten Teil auf die Erringung des Dreikampfab-
zeichens der Jungen Pioniere gerichtet. Die
Jungen und MGdel versuchten hier, im Weit-
sprung, Schlagballweitwurf und 60- bzw. 75-m-
Laufen sich die erforderlichen Punkte fiir das
Abzeichen zu holen. War dies geschafft, so
gingen sie dann stolz nach Hause.
Unsere BSG Motor Niedersedlitz war auch
mit der Durchfiihrung der Abnahmen fiir dieses
Dreikampfabzeichen beauftragt und fihrte
es Ordnungsgem&® auf unserem Sportplatz
aurch. (Hierzu folgt in der nachsten Nummer
noch ausfiihrlicher Bericht.)
Auferdem waren die Pioniere auch Gaste
unseres Werkes. Im Kul-urhaus boten sie uns
zweimal ein herrliches Kulturprogramm, das
leider sehr schwach besucht war. Die sport-
lichen Méglichkeiten, wie Volleyball, Kegeln,
Tischtennis, Billard und Schach nahmen sic
ebenfal's mit groRer Begeisterung wahr, und
es zeigte sich schon hierbei, da in ihnen
manch grofer Meister steckt.
Darum weiter zu neuen grofen Erfolgen mit
unseren Jungen Pionieren, den Mannern und
Frauen der Zukunft und des neuen geeinten
Vaterlandes. Vorwarts durch Kampf zum Sieg!
. Seid bereit”, der groBen Sache des Sozialis-
mus treu zu dienen!
im Tischtennis! Freunde aus Westdeutschland kommen zu uns!
Unsere sehr spielstarke 1. Mannermannschaft der Sektion Tischtennis hat sich fiir Mittiwoch,
den 3. September 1952, um 19 Uhr im kleinen Saal des Kulturhauses eine sehr groRe, doch
schéne Aufgabe gestellt. Sie empfangen Gaste aus Minchen. Der VFR Miinchen, eine sehr
junge bayrische Bezirksklassenvertretung kommt in der Zeit vom 30. August - 7. September 1959
in unsere Deutsche Demokratische Republik, um Freundschaftsspiele auszutragen, welche dazu
beitragen werden, den langersehnten gesamtdeutschen Sportverkehr fiir alle Sportler schnellstens
freizugeben und uns nichts mehr durch die Zonengrenzen trennen soll.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Freunde des herrlichen Tischtennissportes, nehmt auch ihr
einmal die Gelegenheit wahr und kommt zu einem Freundschaftstreffen, um herzliche Worte
mit unseren Briidern und Schwestern auszutauschen.
Iso Mittwoch, den 3. September 1952, 19 Uhr. kleiner Saal Ku'turhaus.
Innerbetrieblicher sportlicher
Wettbewerb
Nach der eingelegten Ruhepause wurde der
sportliche Wettbewerb wieder erneut gestartet.
Mit dem Endspiel im Handball zwischen der
Abteilung Mfam | gegen Wzb | fiel auch bereits
die Entscheidung. Durch ihren 6 : 5 Sieg iiber
die Abteilung Wzb konnte sich die Abteilung
Mfam | den Titel . Handball - Wettbewerbs -
Sieger” erringen. Hierzu sagen wir allen
Kollegen der Mfam - Handball - Manns-haft
unseren herzlichen Gliickwunsch
Die Entscheidung im Fufball wird erst Mitte
September fallen. Es steht z. Z. nur in Afs
ein Staffelsieger fest, wahrend Mfad | und
W2b, sowie Mfam gegen Lw! noch um den
Staffelsieg kampfen miissen. Die Faustballer.
welche mit den Fufballern als die Aktivisten
am_ sportlichhen Wettbewerb _ teilnahmen.
konnten ebenfalls zum Abschiu8 gelangen
und in der Abteilung Mfad | den Wettbe-
werbssieger ermitteln. Hierzu unseren herz-
lichen Gliickwunsch.
SdiluBbericht:
Am 21. August fanden die zwei restlichen
Spiele statt, allerdings trat die Mfcd nicht an
und durch den Sieg von 43: 99 iiber die
Abteilung Mfad kam PMI mit Mfad | punkt-
gleich mit je fiinf gewonnenen Spielen. Das
sich notwendig machende Entscheidungsepiel
PM | gegen Mfad | war fiir beide Mann-
schaften wichtig. ging es doch nun um den
Titel. Hier konnte nun Mfad Revanche nehmen
und durch den knappen 27 : 24-Sieg sich
den Titel dos Wettbewerbssiegers im Faust-
ball holen.
BSG Motor Niedersedlitz, Willer
Werksphoto
Willer. BSG Motor Niedersedlitz
Biichergilde Gutenberg
bietet an:
Tschukan: Menschenjagd im Pamir
520 Seiten/6.90 DM/HLw
Pamir, Dach der Welt, Land der himmelhohen
Berge, wild zerrissener Gipfel, gepanzert mit
Eis und Schnee! Alpenwelt voller schroffer
Felsen, durch die wilde, ungebandigte Fliisse
brausen! So wild und ungebGndigt waren
auch die Menschen, die hier noch vor nicht
langer Zeit unter der Knute der .Pir's” - dor
Herren und Groftgrundbesitzer ~ bebten. Fin
Volk. weldves an Drachen, Damonen und
Gespenster glaubte. Diese Menschen sehen
sich plétzlich als Mittelpunkt eines Kampfes
zwischen den alien, die Religion fiir ihre poli-
tischen Zwecke ausniitzenden Pirs auf der
einen Seite und der jungen Sowjetmacht cuf
der anderen Seite Die Menschen des abge-
schlossenen Pamir miissen umlernen und zwar
vom .idi” zum Begriff .wir”. Wie sie lernen.
wird uns in der Gestalt des jungen, ungestiimen
Dschura dargestellt. Wie ein Heldenlied aus
alter und neuer Zeit mutet uns dieses Buch
Tschukans an, und der Leser verfolgt die Er-
lebnisse Oschuras mit grdRter Spannung.
Dieses Buch kann auch in unserer Betriebs-
biicherei gelichen werden
Geht es nicht
in einer anderen Tonart?
Vor ein paar Tagen hatte ich cine Riickspra-
che mit Kollegen Vogler zwecks einer Ver-
schickung zur Erholung.
Ich hatte vom Arzt ein Attest erhalten und
wollte es Koilegen Vogler abgeben, verlangte
aber eine Quittung dafiir, da mir im vorigen
Jahr schon ein Attest abhanden gekommen
ist.
Kollege Vogler gab mir zur Antwort, dann
sollte ich das Ding eben wieder mitnehmen,
schrieb dann allerdings meine Adresse auf
einen Zettel, und sagte mir, da® meine An-
gelegenheit in einer der nachsten Sitzungen
mit besprochen wiirde. Nun fragte ich Kollegen
Vogler noch, ob ich Bescheid erhalten wiirde.
oder einmal nachfragen kénnte, die Antwort
war: Sie werden schon merken, ob sie bis
Weihnachten fort waren oder nicht.”
Ich sehe ein, daB es nicht leicht ist, gerade in
dieser Sache es jedem recht zu tun, trotzdem
glaube ich, da® Kollege Vogler etwas haflicher
sein kann. Chr. Barthel, Mfa-Setzerei
Die Abtig. Arbeitsvorbereitung erhielt den 1
Preis far die Ausscimiickung des Arheits-
raumes zum Pioniertrefien.
Erscheint mit der Lizenz_Ny 936 B des Amre emokratischen Republik.
Herausgeber: SED Bet, iebsparcelorganisation des Sachs-nwerkes Niedersedlitz. Redaktion: Grell, Hirche, Plortner, Wagner, Peschie.
Druck: Druckerel , Berthold Haupt’:
eclassification Authority: NND 57565
s fur Information der Deutschen D
Dresden-Niedersediitz
Klarstellung zu den Ausfiihrungen des
Koll. Ullmann im SW-Spiegel Nr. 28
Zunachst ist es ndtig, darauf hinzuweisen, dal
die mir im Februar 1952 iibertragene Auf-
gabe lediglich darin bestand, geeignete Ob-
jekte zu suchen und ferner die rein formale
Abfassung der Vertrage mit den Gasthofs-
besitzern im Einvernehmen bzw
Angaben der BGL vorzunehmen
nach den
In Kratzhammer, Schénborn und Niedercolm-
nitz fanden die Verhandlungen und Festle-
gungen der Bedingungen stets in Gegenwart
von Kollegen der BGL statt
trage, auch der fiir Kratzhammer
imtliche Ver-
wurden der
BGL dann nochmals vorgelegt. von dieser in
Ordnung befunden und mit unterschrieben
Vor Abschlu8 der Vertrage erfolgte auBer-
dem noch eine Priifung der Objekte durch
einen Vertreter der FD] und durch die Leiterin
der Kinderferienlager des Vorjahres. Auf den
weiteren Verlauf der Dinge habe ich iber-
haupt keinen Einflu8 gehabt, im besonderen
nicht auf die Belegung der Heime. Im Februar
1952
Platze vorgesehen, wGhrend dann etwa 400
waren fir die Kinderferienheime 650
Kinder mehr verschickt wurden. So erfreulich
die Tatsache ist, daB so vielen Kindern diese
bereitet werden konnte, so muften
natirlich dadurch gewisse Schwierigkeiten ein-
treten,
Froude
umso mehr, als sp&terhin von mai-
gebender Seite erklart wurde. dal? die ur-
spriinglich als Kinderferienheim vorgesehene
.Olmithle”, Oberschéna. dafiir nicht in Be-
tracht kommt. Durch Notizen vom 10. 4. und
27.6. 52 habe ich darauf hingewiesen, dal?
es dringend ndtig erscheint. noch einen vierten
Gasthof zu mieten, jedoch wurde dies abge-
ehnt. Die Kratzhammer
sind bereits im Februar 1952 entworfen wor-
aut
Bedingungen fir
Grund von Verhandlungen eines
‘ f-
Vitgliedes der BG!
den
wobei der Vertrag des
Vorjahres mit dem Gasthof Niederfrauendorf
und die dort gesammelten Erfahrungen zu-
grunde gelegt wurden. Im iibrigen sind sowohl!
mir als auch anderen Stellen unseres Hauses
wiederholte Zuschriften der Gastwirte wegen
Differenzen unbekannt
bestehender villig
ts ware Pflicht des Lager- bzw. Wirtschafts-
hiervon die BGL sofort zu
unterrichten, die allein zustandig ist und dies
bestimmt sofort geordnet hatte. da ich schon
seit Monaten nichts mehr damit zu tun hatte
ielters gewesen
Lediglich der Wirt in Nie ercolmnitz hat am
21. 4.52 den Wunsch geduBert. wegen der
erhdhten Kinderzah! eine Nachzahlung zu er-
halten. Am 26.5. wurde persénlich verhan-
delt und ein Betrag von 200 DM festgelegt
womit sich der Wirt auch vorbehaltlos ein-
verstanden erklarte. Die schriftlidie Gegen-
bestatigung hierzu erfolgte am 97. §. 52
Der Betrag von 200 DM stellte eine zusatz-
liche Nachzahlung dar, die nicht hdher ge-
halten werden konnte. weil unsere Geldmitte!
beschrankt AuBerdem muB beriick-
sichtigt werden, dal} wir wirklich absolut nicht
kleinlich verfahren sind, und uns an die im
Februar 1952 vom Zentralvorstand der FD]
erhaltenen Hinweise hielten
waren
Durch Beschaffung geeigneter Gasthdfe und
Abfassung der Vertrage war meine Auf-
gabe erfillt. und ich war nicht befugt. die
Ferienlager spaterhin ohne Auftrag oder Auf
torderung aufzusuchen, da dies lediglich der
BGL bzw. der Abteilung Arbeit unter den
Kindern” zusteht
Gansauge. By
Betriebsabendschule — Schule des Sozialismus
Wenn wir uns in der Vorbereitung des 2
Lehrabschnittes der Betriebsabendschule so
intensiv mit ihr beschaftigen, so deshalb, weil
wir in der Geschichte unserer Entwicklung
groBe entscheidende Schritte getan haben
Die Il. Parteikonferenz der Sozialistischen
Einheitspartei Deutschlands hat uns die groBe
Aufgabe gestellt, den Sozialismus zu erar-
beiten und zu erkGmpfen. Das, liebe Kollegen
bedeutet nicht daB wir so wie bisher
weiterarbeiten,
nur,
ondern da8 wir alle Még-
lichkeiten ausschépfen, alle uns zur Verfiigung
stehenden Reserven ausniitzen, um den uns im
Rahmen des Aufbaues des Sozialismus ge
stellten Forderungen gerecht zu werden. Daf
aber der Aufbau des Sozialismus nicht nur
die Angelegenheit eines Teils der Menschen
in unserer Republik sein kann, erklart sich
damit. da8 der allgemeine Sammelbegriff
Aufbau des Sozialismus’ alle Nuancen
unseres Lebens enthalt. Da kann man bei-
spielsweise unsere tagliche Arbeit anfiihren
die sich wieder untergliedert in Betriebspla-
nung, Finanzplanung und dergleichen mehr
die aber auch unseren Betriebskollektivvertrag
mit enthalt, der wiederum nicht nur die Frage
unserer Produktion regelt, sondern auch Ent-
scheidendes fiir unser eigenes Wohlergehen
fir unsere persdnlichen Anspriche, festlegt.
Wie soll es uns aber méglich sein, alle diese
a :
vielen Punkte, die unbedingt beachtet werden
wenn wir nicht
miussen, zu kennen von uns
aus unser Moglichstes tun. um uns Klarheit
dariiber zu verschatfen. Und hier kommer
wir auf den Kernpunkt dieses Artikels zurGck
namlich auf die Betriebsabendschule. Unsere
jetzt errungenen Erfolge gestatten es uns. je-
dem einzelnen unserer Kollegen die Méglich-
keit zu geben. auf eben dieser Schule sich
all das Wissen anzueignen, das er unbedingt
neben seinen Fachkenntnissen braucht, damit
es ihm médglich ist, in jeder Frage entscheidend
mitzuarbeiten. Auch méchten wir in dem Zu-
sammenhang darauf hinweisen. daB die Frage
des Lebensniveaus eines jeder
n einzelnen da-
: :
wie er die Méglichker
von abhangen wird
ausgenutzt hat. sich ein gréBeres Wissen zu
erwerden Denr
wir sehen schon aus der Verordnung iber die
ErhShung der Léhne und GehGlter der quali-
fizierten Arbeiter Techniker
nieure und Wissenschaftler da8 man dazu
ibergegangen ist. eine scharfe Trennung zu
machen zwischen einem ungelernten Kolleger
und einem Gelernten. Das soll allen Ansporr
sein, sich mehr Wissen und Kénnen zu erar-
beiten, nicht nur. um sein eigenes Leben zu
verbessern, sondern dartiber hinaus das aller
Menschen unserer Deutschen Demokratischer
Republik. Deshalb méchten wir diesen Artikel
schlieen mit der Aufforderung an alle Kolle-
ginnen und Kollegen: Besucht unsere Be-
triebsabendschule und werdet da-
durch Mitarbeiter am Auf-
bau des Sozialismus
sich weiter zu qualitizieren
|
Meister inge-
.
vewubte
Herbert Hejziar. Komm. f. Kult. Massenarbei*
Wir kennen doch unseren Meister!
Im Sachsenwerk-Spiegel Nr. 29 war ein Ar-
tikel zu lesen, in welchem sich die Jugend-
brigade .,Edgar Andre” iber die ihr zugeteilte
Arbeit und ber die vom Kollegen Meister
Arnold gefiihrte Redeweise beschwert. Zu
ersterem méchte ich den Kollegen der Jugend-
brigade nur erwidern, wir sind vorwiegend
Gltere Kollegen in der Abtlg. Af und haben
alle schon andere Arbeiten ausgefiibrt. als
sie in der Abtlg. Af anfallen, und werden
wenn es Not am Mann ist, als Facharbeiter
auch mit solchen Arbeiten beschaftigt, und
fihren diese, da sie zur Effiillung unseres
Planes gehéren, jederzeit bereitwillig aus
Eine Herabsetzung Eurer Leistung war damit
bestimmt nicht gemeint
Weiterhin médite ich die Sdhreiberin des
Artikels einmal fragen. ob sie schon einma
Gelegenheit hatte. mit dem Kollegen Meiste-
Arnold zu arbeiten ?
Wir in der Abteilung Af kennen unseren Mei-
ster und zwar nur als Vorbild und jederzeit
hilfsbereiten Kollegen, der die Sprache de-
Werkstatt beibehalten hat und von uns Glteren
und jiingeren Kollegen verstanden wird. ar
den wir uns in allen Fragen vertrauensvo
wenden und in verstGndnisvoller Weise be-
raten und behandelt werden
Reinhard
KSppe. Sittner. Rentzsch, Barnert
Wonneberger, Abteilung Af
S°A F
An die BGL
des Sachsenwerkes Niedersedlitz
Im Namen meiner zwe: Geschwister méchte
id mich bedanken. Es war sehr schén in
Ferienlager Kratzhammer. Das Essen wor
sehr gut. fast jeden Tag gab es Fleisch, sc
daB mein kieiner Bruder ?
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Auch einen Dank der Betreuung des Lagers
sowie dem Lagerleiter. Wir waren stets
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Die drei Wochen Ferienaufentha!'t werden uns
eine Erinnerung bleiber
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Neues aus Kratzhammer!
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ferienlager Kratzhammer von AGL-Mitgliederr
und der Kommission fiir Arbeit der
Kindern besucht.
Es wird vor allem interessieren. wie die im
Sachsenwerkspiegel vom 8. &. bezeichneten
Mange! abgeandert wurden
unter
Do zur 2. Belegung weniger Kinder dort sind.
konnten etliche Betten weggenommen werden
so daB im Saal etwas mehr Piatz war. Der
Platzmange! in der Kiiche wurde dadurch zu
beseitigen versucht, indem in der Kranken-
stube zwei Trennwande aufgestellt wurden
Der dadurch abgetrennte Teil dient nun der
Kiiche als Absteliraum. Somit ist zwar der
Kiiche geholfen, aber die Unzulanglichkeit der
\rankenstube ist noch gréBer geworden. Das
Klosett ist nun véllig Gberdacht. so daf die
Kinder nicht mehr ein Stick unter freiem Him
mel zu laufen brauchen. Die weitereZusammen-
arbeit mit dem Wirt hat yezeigt, daB es falsch
ist, ihm den Einkauf und die Verwaltung der
Lebensmitte! zu Gberlassen. Wir sind nun der
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des Gastwirtes
Ubrigens hatte Koll. Gansauge von der Werk-
leitung nur den Auftrag, die Vertrage mit den
Wirten der Lager abzuschlieBen. Damit hatte
sich die Sache fiir ihn wieder erledigt. Daf
der Wirt und die Lagerleitung immer auf den
Besuch des Kollegen Gansauge warteten, ist
ein Zeichen datiir, daB man sie nicht richtig
orientiert hat. Die Kultu
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und hat auch von sich aus Mang
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noch eins unseres Werkes hatte
unsere Jugendleitung. Gerade vor
dem Pioniertreffen ware das
ndtig gewesen. Den Kindern und der Lager-
leitung in Kratzhammer fehlten jegliche Anlei-
tung und Unterstiitzung. Im ibrigen geniigte
bestimmt nicht, als einziges Propagandamate-
rial Plakate in die Lager zu schicken. Warum
wurden keine Fahnchen oder farbiger Karton
usw. zur Verfiigung gestellit? Die Kinder in den
Lagern h&tten sich bestimmt gern etwas selbst
o bastelt .
Die Kontrollbesuche in den Lagern waren fiir
jeden bestimmt sehr lehrreich. Das zeigen vor
allem die in meinem Bericht gesammelten
Kritiken. Sie sollen und werden helfen, nach-
stes Jahr alles noch besser zu machen. Wenn
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unsere Ferienkinder wiiBten. dak nachstes
Jahr, wie mir Kollege Ronneburger verraten
hat, als Ferienlager eine groBe Zeltstadt ge-
plant ist, wiirden sie sicher heute schon wieder
Reisefieber bekommen.
es erst einmal ein Jahr lang lernen, lernen
und nochmals lernen . . . fiir den Aufbau des
Sozialismus in unserer Heimat
Heinz Ullmann. TAN-Biro
ich finde noch nicht alles in schénster
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Antrag auf Wohnungsraum. Diesen gab ich
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besser behandelt zu werden. Kollea
schrieb im letzten SW-Spiecel
in der Hoffnung hier
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Auch ich kann den Vorschlag des Kolleger
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So eine Siedluna wie sie 1938-1942 on
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Aber bis dahin heiltt -
stand, aufzubauen. Viele unserer Kollegen
kSnnen sich dort einer schhénen Wohnung er-
freuen, die durch ihre Mithilfe und freiwilligen
Arbeitseinsatz beim Ausschachten§ erbaut
wurde Teichmann, Rf
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Declassification Authority: NND 57565
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ewerbfirden Wettbewerb in unserem Betriebe lernen.-
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Klarstellung zu den Ausfiihrungen des
Koll. Ullmann im SW-Spiegel Nr. 28
Zunachst ist es ndtig, darauf hinzuweisen, dal
die mir im Februar 1952 iibertragene Auf-
gabe lediglich darin bestand, geeignete Ob-
jekte zu suchen und ferner die rein formale
Abfassung der Vertrage mit den Gasthofs-
besitzern im Einvernehmen bzw. nach den
Angaben der BGL vorzunehmen
In Kratzhammer, Schénborn und Niedercolm-
nitz fanden die Verhandlungen und Festle-
gungen der Bedingungen stets in Gegenwart
von Kollegen der BGL statt. Samtliche Ver-
trage, auch der fiir Kratzhammer, wurden der
BGL dann nochmals vorgelegt. von dieser in
Ordnung befunden und mit unterschrieben
Vor Abschiu8 der Vertrage erfolgte auBer-
dem noch eine Priifung der Objekte durch
einen Vertreter der FD] und durch die Leiterin
der Kinderferienlager des Vorjahres. Auf den
weiteren Verlauf der Dinge habe ich iiber-
haupt keinen Einflu8 gehabt, im besonderen
nicht auf die Belegung der Heime. Im Februar
1952 waren fiir die Kinderferienheime 650
Platze vorgesehen, wGhrend dann etwa 400
Kinder mehr verschickt wurden. So erfreulich
die Tatsache ist, daB so vielen Kindern diese
Freude bereitet werden konnte. so muBten
natirlich dadurch gewisse Schwierigkeiten ein-
treten, umso mehr, als sp&terhin von mab-
gebender Seite erklart wurde. da die ur-
spriinglich als Kinderferienheim vorgesehene
.Olmihle”, Oberschéna, dafiir nicht in Be-
tracht kommt. Durch Notizen vom 10. 4. und
27.6. 52 habe ich darauf hingewiesen. dal?
es dringend ndtig erscheint, noch einen vierten
Gasthof zu mieten jedoch wurde dies abge-
lehnt. Die Bedingungen fiir Kratzhammer
sind bereits im Februar 1952 entworfen wor-
den auf Grund von Verhandlungen eines
Mitgliedes der BGL. wobei der Vertrag des
Vorjahres mit dem Gasthof Niederfrauendorf
und die dort gesammelten Erfahrungen zu-
grunde gelegt wurden. Im dbrigen sind sowohl
mir als auch anderen Stellen unseres Hauses
wiederholte Zuschriften der Gastwirte wegen
bestehender Differenzen véllig unbekannt
Es ware Pflicht des Lager- bzw. Wirtschafts-
leiters gewesen, hiervon die BGL sofort zu
unterrichten, die allein zustandig ist und dies
bestimmt sofort geordnet hatte. da ich schon
seit Monaten nichts mehr damit zu tun hatte.
Lediglich der Wirt in Niederco!lmnitz hat am
21. 4. 52 den Wunsch geGuBert. wegen der
erhdhten Kinderzah! eine Nachzahlung zu er-
halten. Am 26.5. wurde persénlich verhan-
delt und ein Betrag von 200 DM festgelegt
womit sich der Wirt auch vorbehaltlos ein-
verstanden erklarte. Die schriftlichhe Gegen-
bestatigung hierzu erfolgte am 97. 5. 59.
Der Betrag von 200 DM stellte eine zusatz-
liche Nachzahlung dar, die nicht hdher ge-
halten werden konnte, weil unsere Geldmitte!
beschrankt waren. AuBerdem muB® beriick-
sichtigt werden, daB wir wirklich absolut nicht
kleinlich verfahren sind, und uns an die im
Februar 1952 vom Zentralvorstand der FD]
erhaltenen Hinweise hielten
Betriebsabendschule — Schule des Sozialismus
Wenn wir uns in der Vorbereitung des 2
Lehrabschnittes der Betriebsabendschule so
intensiv mit ihr beschaftigen. so deshalb, weil
wir in der Geschichte unserer Entwicklung
groBe entscheidende Schritte getan haben
Die Il. Parteikonferenz der Sozialistischen
Einheitspartei Deutschlands hat uns die groBe
Aufgabe gestellt, den Sozialismus zu erar-
beiten und zu erkGmpfen. Das, liebe Kollegen
bedeutet nicht nur, daB wir so wie bisher
weiterarbeiten, sondern daB wir alle Még-
lidhkeiten ausschépfen. alle uns zur Verfiigung
stehenden Reserven ausnitzen, um den uns im
Rahmen des Aufbaues des Sozialismus ge-
stellten Forderungen gerecht zu werden. Daf
aber der Aufbau des Sozialismus nicht nur
die Angelegenheit eines Teils der Menschen
in unserer Republik sein kann, erklart sich
damit, da8 der allgemeine Sammelbegriff
Aufbau des Sozialismus’’ alle Nuancen
unseres Lebens enthalt. Da kann man bei-
spielsweise unsere tagliche Arbeit anfiihren
die sich wieder untergliedert in Betriebspla-
nung, Finanzplanung und dergleichen mehr.
die aber auch unseren Betriebskollektivvertrag
mit enthalt. der wiederum nicht nur die Frage
unserer Produktion regelt. sondern auch Ent-
scheidendes fiir unser eigenes Wohlergehen,
fiir unsere persdnlichen Anspriiche, festlegt.
Wie soll es uns aber méglich sein, alle diese
vielen Punkte, die unbedingt beachtet werden
miussen, zu kennen. wenn wir nicht von uns
aus unser Méglichstes tun. um uns Klarheit
dariiber zu verschaffen. Und hier kommer
wir auf den Kernpunkt dieses Artikels zuriick
namlich auf die Betriebsabendschule. Unsere
jetzt errungenen Erfoige gestatten es uns, je-
dem einzelnen unserer Kollegen die Méglich-
keit zu geben. auf eben dieser Schule sich
all das Wissen anzueignen, das er unbedingt
neben seinen Fachkenntnissen braucht, damit
es ihm mdglich ist, in jeder Frage entscheidend
mitzuarbeiten. Auch méchten wir in dem Zu-
sammenhang darauf hinweisen. daB die Frage
des Lebensniveaus eines jeden einzelnen da-
von abhangen wird, wie er die Médglichkert
ausgenutzt hat, sich ein grdBeres Wissen zu
erwerben, sich weiter zu qualifizieren. Denn
wir sehen schon aus der Verordnung iiber die
ErhShung der Léhne und GehGlter der quali-
fizierten Arbeiter. Meister, Techniker. Inge-
nieure und Wissenschaftler da man dazu
iibergegangen ist. eine scharfe Trennung zu
machen zwischen einem ungelernten Kolleger
und einem Gelernten. Das soll allen Ansporn
sein, sith mehr Wissen und Kénnen zu erar-
beiten, nicht nur. um sein eigenes Leben zu
verbessern, sondern dariiber hinaus das aller
Menschen unserer Deutschen Demokratischer
Republik. Deshalb méchten wir diesen Artikel
schlieBen mit der Aufforderung an alle Kolle-
ginnen und Kollegen: Besucht unsere Be-
triebsabendschule und werdet da-
durch bewuS8te Mitarbeiter am Auf-
bau des Sozialismus
Herbert Hejziar. Komm. f. Kult. Massenarbeit
Wir kennen doch unseren Meister!
Im Sachsenwerk-Spiegel Nr. 29 war ein Ar-
tikel zu lesen, in welchem sich die Jugend-
brigade .,Edgar André” iber die ihr zugeteilte
Arbeit und iiber die vom Kollegen Meister
Arnold gefiihrte Redeweise beschwert. Zu
ersterem michte ich den Kollegen der Jugend-
brigade nur erwidern, wir sind vorwiegend
ltere Kollegen in der Abtlg. Af und haben
alle schon andere Arbeiten ausgefiibrt. als
sie in der Abtlg. Af anfallen, und werden
wenn es Not am Mann ist, als Facharbeiter
auch mit solchen Arbeiten beschaftigt. und
fihren diese, da sie zur Erfiillung unseres
Planes gehédren, jederzeit bereitwillig aus
Eine Herabsetzung Eurer Leistung war damit
bestimmt nicht gemeint.
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Weiterhin méchte ich die Sdhireiberin des
Artikels einmal fragen. ob sie schon einma
Gelegenheit hatte. mit dem Kollegen Meiste-
Arnold zu arbeiten?
Wir in der Abteilung Af kennen unseren Mei-
ster und zwar nur als Vorbild und jederzeit
hilfsbereiten Kollegen, der die Sprache der
Werkstatt beibehalten hat und von uns Glteren
und jiingeren Kollegen verstanden wird. ar
den wir uns in allen Fragen vertrauensvo!
wenden und in versta@ndnisvoller Weise be-
raten und behandelt werden
Koppe. Sittner. Rentzsch, Bornert. Reinhard
Wonneberger, Abteilung Af
An die BGL
des Sachsenwerkes Niedersedlitz
im Namen meiner zwe: Geschwister méchte
wh mich bedanken. Es war sehr schén in
Ferienlager Kratzhammer. Das Essen war
sehr gut. fast jeden Tag gab es Fleisch, sc
daB mein kieiner Bruder 7 Plund mein
mittelster Bruder 6 Pfund und ich dasselbe
zunahm
Auch einen Dank der Betreuung des Lagers
sowie dem Lagerleiter. Wir waren stets zu-
frieden.
Die drei Wochen Ferienaufentha!t werden uns
eine Erinnerung bleiben
Freundschait !
Manfred. Bernd u. Siegfried Jungnicke
Neues aus Kratzhammer!
Zum 2. Male wurde am 20. 8. unser Kinder-
ferienlager Kratzhammer von AGL -Mitgliedern
und der Kommission fiir Arbeit unter den
Kindern besucht.
Es wird vor allem interessieren. wie die im
Sachsenwerkspiegel vom 8. 8. bezeichneten
Mange! abgeGndert wurden.
Deo zur 2. Belegung weniger Kinder dort sind.
konnten etliche Betten weggenommen werden
so daB im Saal etwas mehr Piatz war. Der
Platzmange! in der Kiiche wurde dadurch zu
beseitigen versucht, indem in der Kranken-
stube zwei Trennwande aufgestellt wurden.
Der dadurch abgetrennte Teil dient nun der
Kiiche als Absteliraum. Somit ist zwar der
Kiiche geholfen, aber die Unzulanglichkeit der
Krankenstube ist noch gréBer geworden. Das
Klosett ist nun villig tiberdacht. so daf die
Kinder nicht mehr ein Stiick unter freiem Him-
mel zu laufen brauchen. DieweitereZusammen-
arbeit mit dem Wirt hat gezeigt, daB es falsch
ist, ihm den Einkauf und die Verwaltung der
Lebensmittel zu iiberlassen. Wir sind nun der
Meinung, da diese Gelder dafiir auch von
uns mit erarbeite? wurden, woraus sich das
Recht ableiten 1&8t, da2 demnach auch Ein-
kauf und Verwaltung in die Hande unserer
Lagerleitung gehdren und nicht in die Hande
des Gastwirtes.
Ubrigens hatte Koll. Gansauge von der Werk-
leitung nur den Auftrag, die Vertrage mit den
Wirten der Lager abzuschlieBen. Damit hatte
sich die Sache fiir ihn wieder erledigt. Daf
der Wirt und die Lagerleitung immer auf den
Besuch des Kollegen Gansauge warteten, ist
ein Zeichen datiir, da2 man sie nicht richtig
orientiert hat. Die Kulturdirektion ist fir dic
Durchfiihrung der Kinderferieniager verant-
wortlicd) und hat auch von sich aus Mange!
abgestellt. Die Hauptarbeit leisteten allerdings
die Kolleginnen Schépe und Stier von der
BCL.
Aber noch eine Stelle unseres Werkes hatte
sich einmal um das Lager kimmern kénnen,
namlich unsere Jugendleitung. Gerade vor
und wahrend dem Pioniertreffen ware das
ndtig gewesen. Den Kindern und der Lager-
leitung in Kratzhammer fehlten jegliche Anlei-
tung und Unterstiitzung. Im ibrigen geniigte
bestimmt nicht, als einziges Propagandamate-
rial Plakate in die Lager zu schicken. Warum
wurden keine Fahnchen oder farbiger Karton
unsere Ferienkinder wiiBten. da na&chstes
Jahr, wie mir Kollege Ronneburger verraten
hat, als Ferienlager eine groBe Zeltstadt ge-
plant ist, wiirden sie sicher heute schon wieder
Reisefieber bekommen. Aber bis dahin heift.
es erst einmal ein Jahr lang lernen, lernen
und nodchmals lernen. . . fir den Aufbau des
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Heinz Ulimann,
TAN-Biro
ich finde noch nicht alles in schénster
Ordnung im SW-WohnungsausschubB
We bleibt bei mir dic auBerordentlich gewis-
senhafte Priifung meiner Wohnungsverhalt-
nisse? Seit meiner Riickkehr aus sowjetischer
Gefangenschaft im Oktober 1949 bemiihe
ich mich um eine Wohnung. Alle Instanzen
des Wohnungsamtes bin ich durch und habe
so mandies erleben miissen, woriiber ich mir
ein Urteil gebildet habe. Uberal! viel Wind
ein groBer Papierkrieg mit Antragen, Arbeits-
versGumnisse und am Schlu8 Vertréstung
Im Dezember 1951 schrieb ich nun den dritten
Antrag auf Wohnungsraum. Diesen gab ich
nun mal im SW ab, in der Hoffnung, hier
besser behandelt zu werden. Kollege Wittia
schrieb im letzten SW-Spiegel so schén, dal
die Kolleginnen und Kollegen in auBerordent-
licher Gewissenhaftigkeit an Ort und Stelle
des Gesuchstellers priifen. Bei mir ist bis jetzt
noch niemand priifen gewesen und hat dic
Dringlichkeit festgestellt. Ic) war schon
mehrmals beim AusschuB. Ich kann doch nicht
jeden Freitag laufen, dieser Arbeitsausfall ist
nicht im Sinn der Produktionssteigerung und
Erfiillung des Fiinfjahrplanes.
Auch ich kann den Vorschlag des Kollegen
Zeibig nur unterstreichen. Ich selbst habe im
Januer an unsere Direktion einen Ghnlichen
Vorschlag gerichtet. Es miiBte doch méglich
sein, so eine Siedlung wie sie 1938-1942 an
der Windmihlenstrafe in Niedersedlitz ent-
stand, cufzubauen. Viele unserer Kollegen
kOnnen sich dort einer schhoénen Wohnung er-
freuen, die durch ihre Mithilfe und freiwilligen
Arbeitseinsatz beim Ausschachten erbaut
wurde Teichmann, Rf
Himmelhoch jauchzend —
zu Tode betriibt...
sind die techn. Angesteliten. die das Pech
hatten, von der Ltinstufunaskommission nicht
beriicksichtigt zu werden. Der BeschluB des
ZK der SED iiber die Verbesserung der
Lebenslage der Facharbeiter der Lohngrup-
pen V bis VIIl und der techn. Intelligenz ist
bestimmt eine feine Sache. Hat man sich an
den zusta@ndigen Stellen innerhalb des Wer-
kes (Werkleitung, Arbeitsdirektion und BGL)
auch dariiber Gedanken gemacht, dal? die
techn. Angestellten des TAN-Biiro und der
Arbeitsvorbereitung auch Facharbeiter der
Lohngruppe V bis VIII gewesen sind, um
Voraussetzungen mit-
zubringen, die man von einem techn. Ange-
stellten verlangt? Ich war immer der Ansicht
daB der Weg vom Facharbeiter zum techn
Angesteilten einer Qualifizierung gleichkame
muB mich aber
Uberhaupt die techn
jetzt eines besseren belehren
lassen, denn die Entlohnung ist nach der
neuen Verordnung fiir einen techn. Angestell-
ten jetzt im VerhGltnis zu den Facharbeitern
in der Werkstatt die eines ungelernten Hof-
arbeiters.
Ich glaube kaum, daB so ein unwiirdiger Zu-
stand die Arbeitsproduktivitat und die Qualli-
fizierung, wie sie im neuen Kollektivvertrag
vorgesehen sind, steigert. !ch hoffe und nehme
an, def} die davon betroffenen techn. Ange-
stellten mit mir einer Meinung sind und die
zustandigen Stellen ganz konkret dazu Stel-
lung nehmen und versuchen, hier unbedingt
Abhilfe zu schaffen
Helmut Schmeck, Avmc
~Kirchméser an der Spitze
~
Durch Beschaffung geeigneter Gasthdfe und
Abfassung der Vertrage war meine Auf-
gabe erfiillt. und ich war nicht befugt. die
Ferienlager spaterhin ohne Auftrag oder Auf.
forderung aufzusuchen, da dies lediglich der
BGL bzw. der Abteilung Arbeit unter den
Kindern” zusteht
usw. zur Verfiigung gestellt? Die Kinder in den im Wettbewerb der Walzwerker!” - Das lasen wir schon oft in der | ageszeitung. Wichtig ist
Lagern hatten sich bestimmt gern etwas selbst
gebastelt.
aber hierbei, nicht nur die Uberschrift zu lesen, sondern sich auch iiber das .Wie” dieces groBen
sozialistischen Wettbewerbes zu orientieren. Hierbei fallt uns auf, da im Vordergrund die
Die Kontrollbesuche in den Lagern waren fiir
jeden bestimmt sehr lehrreich. Das zeigen vor
allem die in meinem Bericht gesammelten
Kritiken. Sie sollen und werden helfen, nach-
stes Jahr alles noch besser zu machen. Wenn Red.
kameradschaftliche Hilfe fir die Zuriickgebliebenen als eines der Hauptmerkmale des sozia-
listischen Wettbewerbes steht. Das und noch viel mehr kénnen wir aus dem Walzwerker-Wett-
bewerb firden Wettbewerb in unserem Betriebe lernen.- N&heres dariiber im nachsten SW-Spiege!
Gansauge. By ;
S°A F CE
Declassification Authority: NND 57565
Gewinner:
AGL Rundfunk
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yun adver nom ein schiechtes Deicp'e Wer
Kollege Dieter Gr&bner hat sich zu Beginn
cer Jahre sy 1952 ebx nfalls verptiichtet, 3
eines Bruttoeinkommens fiir den Aufbau
Berlin abzutiihren. Wir miissen jetzt im Monat
just. also bereits im achten Monat des
Jahres, den Kollegen Grabner einma! fragen
was er unter einer Verpflichtung versteht. Bis
heute ist von ihm noc keine Linzahlung er-
toigt aber auch keinerlei Bx gr indung abu
yeben worden, weswegen er seiner Verpflicd
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lal} in Bezug auf die Verpflichtuncen zum
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nicht nachkommt. Es ist auch bekannt
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huld gesprochen wurde. also die Kolleginner
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und Kollegen von sich aus threr Verntlichtuna
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Kollege Dieter Gr&bner. den wir als einen
rischrittlichen Kollegen kennengelernt hab ni,
n unserer Werkzeitung einmal bekannt, was
inn veraniabt hat. seiner Verpflicdhtung nicht
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‘ nal erichren, was der Sekretar der FD]
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¥ r wr oe are) ait Verstenen Wile ‘
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ginnen und Kollegen in unserem Werk, die
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destimmt diese Uelder unter gewissen Uptern
treimachen miissen, aber trotzdem auf Grund
ihres BewuBtseins diese Einschrankungen auf
sich nehmen. Wir wollen nicht hoffen. da
unserem Freund Judenfeind mangeindes Be-
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wultsein betreffs Aufbau Berlin vorwerfen
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miussen und wiinschen deshalb. dal? er hier-
zu einmal Dtellung nimmt.
en Kulturdirektic n
Foto Block
Declassification Authority: NND 57565
Alles, was lhr erarbeitet,
werden wir schiitzen
und verteidigen
Wir sehen uns veranlafst, Cudih aus unserer
Dienststelle die herzlichisten Kampfesgriifte z
ibermitteln. Wir, die wir aus Eurer Mitte in
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lis
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4
eihen der bewa}{neten Formationen gegan-
gen sind, um all das, was lhr erarbeitet. den
Fintiahrplan, die schéne deutsche Heimat und
inser nationales Kulturerbe zu schiitzen und
ve rteidigen
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Wir griiffen Euch von hier aus auj das herz
lichste und winschen Euch viel Erfolg im Kamp}
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um den Frieden und in der Erfiillung d:
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@rer Tienvnat jene Vddite sil7en welche bestrebt
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sind, nur Unruhe. Krieg und Elend liber die
lenschheit zu bringen, so sind wir doch gew
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dafs eines Tages die Stunde kommt, wo auch
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diese Herren die Starke des einheitlichen den
kratishen Deutschlands zu spriren bekommen
Wir sind bestrebt, alles zu tun, um der Ford
iid Gere ht 7u werden jeder 1 Anae rit dé
ein Meister seiner Wajle, jeder FD]ler ein
xharisciiitze. Wenn wir dies Ziel err f
h; ier I a if fi . ‘ , , I} f itt te ii Betriel 4
nd ir n der Neimen der Volk 4 izé i
lar iriset/en iif inmsvTe Betri be tiris
‘. furerin na unser de ifsc Vaterlan ‘
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[ lebs ier A imp! der dé itsdien Ar wiferkiasse
fur Fy eden inn r 3 ned Dy morratie! f s let
inser fF rdsident ler Freund und Heller der
de dtiscen fudge ile f lebe der ari he Ba situs
(ra / Ges lriederi j W Stalin /
H
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ei? A Aereidarirn
Dem wiirde ich gehGrig
auf die Finger klopfen...
Immer mehr erxonnen die Kolleginns n und
Kollegen, was es bedeutet, seinen Arbeitsplatz
einschliellich der ihnen anvertrauten Maschi-
nen in ihren persénlichen Schutz zu nehmen.
Oft, wenn ich mit den Kollegen von der Dreh-
bank oder vom Bohrwerk diskutiere, - sei es
nun in Mfc | oder in einer anderen Abteilung.
- erhalte ich Antworten wie .Wehe dem, der
sich an meiner Maschine vergreift! Demjenigen
klopfe ich gehérig auf die Finger. Von so
einem Schweinehund lasse ich mir meinen
Arbeitsplatz nicht vernichten!* Und ich bin
davon Uberzeugt. daf? die Kollegen ihren Vor-
satz auch in die Tat umsetzen wiirden. Der
Grund dafiir, da so viele Kollegen den per-
snlichen Schutz, ihres Arbeitsplatzes iiber-
nehmen, ist darin zu suchen. da® Rundfunk
und Presse durch Veréffentlidhung der Prozesse
gegen Agenten und Saboteure weitgehend
AufklGrung dariiber brachten, wie der Gegner
unseren friedlichen Aufbau hemmen und sté-
ren will. Dak es ihm nicht gelingen wird
kOnnen wir mit ruhigem Gewissen und grdfter
Zuversicht bejahen. Dazu berechtigen uns die
zahlreicher: Selbstverpflichtungen aus der Be-
legschaft, die besagen: .Wir ibernehmen den
persdnlichen Schutz unserer Arbeitsstatte”, und
tie damit einen weiteren Schritt zur Verwirk-
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chung des Sozialismus in unserer Deutschen
Demokratischen Republik darstellen.
Reimann, VP-Hotw
Unser Betriebskollektivvertrag—
eine Quelle neuer Erfolge
Am 16. August 1952 fand im grolfen Sac
des Kulturhauses die Unterzeichn: ng unseres
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etriebskollektivvertrages fiir das Jahr 1959
statt
Die Unterzeichnung war umrahmt von einer
orchester die Ouvertire zur Oper .Die Zau-
berfléte” von W. A. Mozart
Man muBte hier bemerken, daf fiir diesen
Abend zwar 400 Delegierte mit AngehGrigen
sowie Gaste geladen waren, daB jedoch ein
gro8er Teil der gewahiten Delegierten nicht
enwesend war. Das zeigt uns. dal die Dele-
gierten, die an diesem Hohepunkt fiir unseren
Betrieb die Belegschaft wiirdig vertreten soll-
ten, nicht mit der ndtigen Sorgfalt ausgewShit
worden waren. Es war gerade zu diesem
Abend eine sehr starke Nachfrage zu vei-
zeichnen, und sehr viele von unseren Kollegen
konnten keine Karten erhalten.
Boi der Wahl des Prasidiums kam es zu
zahlreichen Ovationen fir die vorgeschlagenen
Kollegen. Es folgte dann der Bericht des BGL-
Vorsitzenden, Koliegen Kirchhof, und unsere:
VW rr le ite rs, Kol egen Noack A j unserem
Kinderferienlager Schénborn war eine Abord-
nung von Jungen Pionieren erschienen, die
eine Gruladresse an die Anwes« nden richtete
Fs herrschte nichtendenwollender Jubel und
Bogeisterung, als unser Generaldirektor Ru-
ski und unsere Kollegen Noack und Kirch-
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zu bezeichnen sind, gegenwartig aber im
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dicsem Tage seinen 71. Geburtstag feierts
such ein Prasentkorb Gberreicht wurde. Im
eiteren Veriauf des Abends sang unser Ju-
jendchor und spielte unser Werkorchester
Kolleain Scherf brachte zwe ehr jute Rezi
tationen zu Gieh
Nach der Pause war jedem die Méglichkeit
geaeben, seinen Interessen nachzugehen, sei
es beim Kegeln. Billard- und Schachspielen
oder teim Tanz im kleinen Saal: auch der
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igebung mit Hochrufen auf die DDE
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AGL Rundfunk
Die Abteilung Rundfunk bekommt heute
den Stein des AnstoBes Nr. 3 Gberreicht.
Von dieser AGL zeichnen nur 5% der ge-
samten Belegschaftsstarke mit 3% ihres
Bruttoeinkommens fir die Aufbaulotterie.
wahrend sich weitere 7°% der AGL-Beleg-
schaft mit 1% und 2%, am Aufbauprogramm
Berlins beteiligen.
Kolleginnen und Kollegen der Abteilung
Rundfunk. ihr habt schon Vorbildliches gelei-
stet, wenn es darum ging. eure Plane zu er-
fiillen. Wettbewerbe zu gewinnen oder eure
Arbeit qualitatsma@ig zu verbessern. Wie ist
es miéglich. daB ihr die Notwendigkeit des
Aulbaus unserer Hauptstadt noch nicht er-
kannt hatt und ihr, das Aufbauprogramm
Berlin betreffend, mit an letzter Stelie unseres
Betriebes steht?
Wir bitten euch, Gberpriift noch einma! eure
Arbeit in dieser Angelegenheit, erhdht eure
Beteiligung, damit ihr auch beim Aufbaupro-
gramm Berlin mit an vorderste Stelle ricken
konnt.
Erfreuliches kénnen wir ouch berichten: Die
Kollegin Gottschalk aus der Betriebsbii-
cherei. die sich bisher nicht entschlieBen konnte,
an der Aufbaulotterie teilzunehmen, hat sich
doch noch bereiterklart, 3°, ithres Bruttoein-
kommens des Jahres 1952 zu zeidinen. Sie
hat sich damit ein Sparkento geschaffen, das
-———
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Ne. 3 =
—
ihr verzinst wird; gleichzeitig besteht auch die
Aussicht auf Gewinn einer Wohnung bzw.
Pramie.
Nun aber noch ein schlechtes Beispiel: Der
Kollege Dieter Gra@bner hat sich zu Beginn
des Jahres 1952 ebenfalls verpflichtet, 3°,
seines Bruttoeinkommens fiir den Aufbau
Berlin abzufihren. Wir miissen jetzt im Monat
August, also bereits im achten Monat des
Jahres, den Kollegen Grabner einmal fragen,
was er unter einer Verpflichtung versteht. Bis
heute ist von ihm noch keine Einzahlung er-
folgt aber auch keinerlei Begriindung abge-
geben worden, weswegen er seiner Verpflich-
tung nicht nachkommt. Es ist auch bekannt,
daB in Bezug auf die Verpflichttungen zum
Aufbauprogramm Berlin von einer Bringe-
schuld gesprochen wurde, also die Kolleginnen
und Kollegen von sich aus ihrer Verpflichtung
nachkommen sollten. Vielleicht gibt uns der
Kollege Dieter Grabner. den wir als einen
fortschrittlidhen Kollegen kennengelernt haben,
in unserer Werkzeitung einmal bekannt, was
ihn veranlaBt hat, seiner Verptliditung nicht
nachzukommen.
Auf dem gleichen Wege médhiten wir auch
einmal erfohren, was der Sekretar der FD]-
Betriebsgruppe. Waldo Judenfeind, dazu
sagt. Unser Jugendfreund Judenfeind ist an
einer Stelle unseres Betriebes eingesetzt, an
der eine ganz klare ideologische und fort-
schrittliche Einstellung verlangt werden mu.
Wir kénnen deshalb nicht verstehen, wie es
méiclich ist, daB ein FunktionGr unseres Be'rie-
bes in solcher Stellung nicht am Aufbaupro-
gramm Berlin beteiligt ist. Wir haben Kolle-
ginnen und Kollegen in unserem Werk, die
bestimmt diese Gelder unter gewissen Opfern
freimachen miissen, aber trotzdem auf Grund
ihres BewuBtseins diese Einschrankungen auf
sich nehmen. Wir wollen nicht hoffen, daf wir
unserem Freund Judenfeind mangeindes Be-
wuBtsein betreffs Aufbau Berlin vorwerfen
miissen und wiinschen deshalb, daB er hier-
zu einmal Stellung nimmt.
Schenk, Kulturdirektion
Foto: Block
Alles, was lhr erarbeitet,
werden wir schiitzen
und verteidigen
Wir sehen uns veranlafBt. Euch aus unserer
Dienststelle die herzlichsten Kampfesgriife zu
ibermitteln. Wir, die wir aus Eurer Mitte in
die Reihen der bewa}f{neten Formationen gegan-
gen sind, um all das, was lhr erarbeitet, den
Fiinfjahrplan, die schéne deutsche Heimat und
unser nationales Kulturerbe zu schiitzen und
zu verteidigen.
Wir griifen Euch von hier aus auf das herz-
lidiste und wiinschen Euch viel Erfolg im Kamp}
um den Frieden und in der Erfillung des
Fiinfiahrplanes. Wenn auch in einem Teil un
serer Heimat jene Madhte sitzen. welche bestrebt
sind, nur Unruhe. Krieg und Elend iiber die
Menschheit zu bringen, so sind wir doch gewi{},
daft eines Tages die Stunde kommt, wo auch
diese Herren die Starke des einheitlidien demo-
kratishen Deutschlands zu sptiren bekommen
Wir sind bestrebt, alles zu tun, um der Forde-
rung gerecht zu werden, jeder VP-Angehdrige
ein Meister seiner Wajle, jeder FD]ler ein
Sdiartschiitze. Wenn wir dieses Ziel erreicht
haben, dann werden wir, lhr in den Betrieben
und wir in den Reihen der Volkspolizei, alles
daransetzen, um unsere Betriebe, unser
Kulturerbe und unser deutsches Vaterland
siegreich zu verteidigen
Es lebe der Kamp} der deutsdien Arbeiterklasse
fair Frieden, Einheit und Demokratie! Es lebe
unser Président, der Freand und Helfer der
deutschen Jugend! Es lebe der grofe Banner-
trdger des Friedens |. W. Stalin!
Heinz Ackermann
Dem wiirde ich gehGrig
auf die Finger klopfen...
Immer mehr erkennen die Kolleginnen und
Kollegen, was es bedeutet, seinen Arbeitsplatz
einschlieBlich der ihnen anvertrauten Maschi-
nen in ihren persdnlichen Schutz zu nehmen.
Oft. wenn ich mit den Kollegen von der Dreh-
bank oder vom Bohrwerk diskutiere, - sei es
nun in Mfc I oder in einer anderen Abteilung.
- erhalte ich Antworten wie .Wehe dem, der
sich an meiner Maschine vergreift! Demjenigen
klopfe ich gehérig auf die Finger. Von so
einem Schweinehund lasse ich mir meinen
Arbeitsplatz nicht vernichten!” Und ich bin
davon iberzeugt, da® die Kollegen ihren Vor-
satz auch in die Tat umsetzen wiirden. Der
Grund dafiir, daB so viele Kollegen den per-
sSnlichen Schutz, ihres Arbeitsplatzes iiber-
nehmen, ist darin zu suchen, da® Rundfunk
und Presse durch Verdffentlidhung der Prozesse
gegen Agenten und Saboteure weitgehend
Aufklarung dariiber brachten, wie der Gegner
unseren friedlichen Aufbau hemmen und sté-
ren will. DaB es ihm nicht gelingen wird
kSnnen wir mit ruhigem Gewissen und grd8ter
Zuversicht bejahen. Dazu berechtigen uns die
zchlreichen Selbstverpflichtungen aus der Be-
legschaft, die besagen: . Wir iibernehmen den
persdnlichen Schutz unserer Arbeitsstatte”, und
die damit einen weiteren Schritt zur Verwirk-
lichung des Sozialismus in unserer Deutschen
Demokratischen Republik darstellen.
Reimann. VP-Hptw
Unser Betriebskollektivvertrag—
eine Quelle neuer Erfolge
Am 16. August 1952 fand im grofen Saal
des Kulturhauses die Unterzeichnung unseres
Betriebskollektivvertrages fiir das Jahr 1959
statt.
Die Unterzeichnung war umrahmt von einer
Programmfolge. Einleitend spielte unser Werk-
orchester die Ouvertiire zur Oper .Die Zau-
berfléte” von W. A. Mozart.
Man muBte hier bemerken, daf fiir diesen
Abend zwar 400 Delegierte mit Angehdrigen
sowie Gaste geladen waren, daB jedoch ein
gro8er Teil der gewahiten Delegierten nicht
anwesend war. Das zeigt uns, da die Dele-
gierten, die an diesem Héhepunkt fiir unseren
Betrieb die Belegschaft wiirdig vertreten soll-
ten, nicht mit der ndtigen Sorgfalt ausgewahit
worden waren. Es war gerade zu diesem
Abend eine sehr starke Nachfrage zu vei-
zeichnen, und sehr viele von unseren Kollegen
konnten keine Karten erhalten.
Bei der Wahl des Prasidiums kam es zu
zahlreichen Ovationen fiir die vorgeschlagenen
Kollegen. Es folgte dann der Bericht des BGL-
Vorsitzenden, Kollegen Kirchhof, und unseres
Werkleiters, Kollegen Noack. Aus unserem
Kinderferienlager Schénborn war eine Abord-
nung von Jungen Pionieren erschienen, die
eine GruBadresse an die Anwesenden richtete.
Es herrschte nichtendenwollender Jubel und
Begeisterung, als unser Generaldirektor Ru-
binski und unsere Kollegen Noack und Kirch-
hof BlumenstrauBe aus den Handen der Jun-
cen Pioniere erhielten. Nach der Unterzeich-
nung des Betriebskollektivvertrages konnte
eine ganze Reihe von Kollegen, die langere
Zeit im Betrieb waren und als unsere Besten
zu bezeichnen sind, gegenwartig aber im
Ruhestand leben, mit einem Prasentkorb
ausgezeichnet werden. GroBer Jube!l herrschte
ebenfalls, als unserem ehemaligen Betriebs-
ratsvorsitzenden, Kollegen Quaitsch. der an
dicsem Tage seinen 71. Geburtstag feierte,
auch ein Prasentkorb iiberreicht wurde. Im
weiteren Verlauf des Abends sang unser Ju-
gendchor und spielte unser Werkorchester.
Kollegin Scherf brachte zwei sehr gute Rezi-
tationen zu Gehér.
Nach der Pause war jedem die Méglichkeit
gegeten, seinen Interessen nachzugehen, sei
es beim Kegeln. Billard- und Schachspielen
oder teim Tanz im kleinen Saal; auch der
Fiim Es war im Mai” wurde vorgefihrt.
Diese Veranstaltung erstreckte sich bis in die
Morgenstunden des Sonntags bei einem ge-
miitlichhen Zusammensein. Gotthardt, BGL
Wiedersehenstreffen in Halle
Am 16. und 17. August trafen sich in Halle
diejenigen Freunde unseres Verbandes, die
vor einem Jahr in Westberlin fir den Frieden
und die Einheit Deutschlands demonstrierten
und dabei von den Garden Reuters zusammen-
gekniippelt wurden. Vom Sachsenwerk waren
es 99 Freunde, die am Wiedersehenstreffen
in Haile teiinahmen. Wir trafen uns am 15.
August abends und fuhren die Nacht durch.
Am Vormittag gegen 9 Unr kamen wir in
Halle an. Hier empfing uns ein Musikkorps
der Volkspolizei und ein Fanfarenzug der FD].
Als wir diesen hérten, sperrten wir Mund und
Ohren auf, denn so etwas hatten wir noch
nicht gehért. Es war namlich. wie wir erfuhren,
ein FZ mitVentilfanfaren, urd diese haben den
Vorteil, daB man auf ihnen auch halbe Tone
blasen kann. Wir hdrten unter anderem, .Bur-
schen aus Mystrina” und .Kepitan, Kapitan,
Declassification Authority: NND 57565
immer lache!n™. Wir waren hell begeistert und
zogen inguter Stimmung zu unserem Samme!-
platz.Unsere gute Stimmung kennte auch durch
die schlechte Organisation, die uns 2 Stunden
warten lieB, bis wir Quartierscheine usw. er-
halten hatten, nicht getriidt werden. Wir zogen
nun zu unserem Quartier, das sich in Sper-
lingslust, also auf dem Detchboden ein
Mietshauses, befand. Die Hausbewohner, die
uns Gbrigens sehr herzlich empfingen, haiten
zu unserer Freude alles vorbildiich eingericht«t
Am Nachmittag ging es dann zur Demon-
stration. Wir marschierten durch die sdién
geschmiickten StraBen der Stadt Halle und
kamen ins Stadion, dessen Rund bereits ven
tausenden FDJlern umsGumt war. Die Kund-
gebung begann mit einem Tagesfeuerwe:!
und FiaggenschieBen. Es war wunderschén
anzusehen, wie die Fahnen langsam. vem
Wirde getrieben, dahin schwebten. Dann be-
gann die groBe Kundgebung. Zu Beginn
sprach Franz Dahlem iiber die Bedeutung des
15. August und die gegenwGrtigen Aufgaben.
Dann gab unser Vorsitzender Eridh Honecker
unter groBer Spannung den besten Landes-
verband bekannt. Es war, wie von den sadhsi-
schen Freunden nicht anders erwartet, der
Landesverband Sachsen. Es erfolgte nun die
Ubergabe des Stalinbanners und anschlieBend
wurden die Teilnehmer an der Demonstration
in Westberlin mit der Ernst- Thalmann-Medaille
ausgezeichnet. Der folgende Sonntag bradhte
eine Reihe von Kulturveranstaltungen, und am
Nadimittag demonstrierten wir durch die Haupt-
straien der Stadt vorbei an der Ehrentribiine
und durch das Spalier der zahlreich) ver-
sammelten Bevélkerung nach dem Thalmann-
Platz. Hier kam es nochmals zu einer gewal-
tigen Kundgebung mit Hochrufen auf die DDR,
die Sowjetunion, auf unsere Volkspolizei und
unsere Freie Deutsche Jugend. Nachdem Erich
Honecker noch einmal das Wort ergriffen hatte.
formierten sich die VerbGnde zu einem gewal-
tigen Fackelzug durch die StraBen von Halle
und gcaben damit dem Wiedersehenstreffen
seinen Absdiluff.
Ritschel, BGL
-—— —— — —- —
Dor Betriebsfunk teilt allen Kolleginnen und
Kollegen mit, daB am Mittwoch die noch
tehlenden Lautsprecher eingetroffen sind und
unverziiglich mit der Montage begonnen wurde.
—— — — — —- —~— -—
5
in vielen Betrieben sind bereits Kampfprogramme erarbeitet worden. Sie dienen dem Zweck, den Betriebskoliektiy-
vertrag wirksam zu unterstiitzen, die Erfiillung und Ubererfiillung des Fiinfjahrplanes zu garantieren und den Aufbau
des Sozialismus zu férdern.
Die Leitung der Grundorganisation Vorb. Betr. lil unseres Werkes hat sich nun Gedanken gemacht, wie auch wir im
Sachsenwerk ein Kampfprogramm aufstellen kénnen. Die Genossen der Vorb. Betr. 111 legen euch folgenden Entwurf des
Programmes vor und bitten euch, durch rege Diskussiomen und Verbesserungen zu helfen, daB auch wir im Sachsen-
werk den anderen Betrieben nicht nachstehen.
Die Genossen der SED-Betriebsparteiorganisation Vorb. Betr. fil
Sachsenwerk Niedersedlitz
Kampfprogramm
der Belegschaft des Sachsenwerkes Niedersedilitz, fir einen Friedens-
vertrag, den schnelien Aufbau des Sozialismus in Deutschland gegen
Generalkriegsvertrag
Der Beschlu8 der II. Parteikonferenz der Sozialistischen Einheitspartei
Deutschlands zur gegenwartigen Lage und zu den Aufgaben im Kampf
fir Frieden, Einheit. Demokratie und Sozialismus, bedeutet fiir das
deutsche Volk eine geschichtlidhhe Wende von noch nie dagewesener
Tragweite und zugleich eine machtige Starkung des Friedenslagers der
gesamten Welt. Der iiber 100 Jahre gefiihrte harte Kampf der Arbeiter-
klasse in Deutschland fiir Sozialismus zeigt sichtbare Erfolge. erzielt
durch die Aktionseinheit der Arbeiterklasse sowie durch die selbstlose
Unterstitzung und Anleitung, die wir von unserem groBen Vorbild, der
Sowjet-Union, an der Spitze der geniale Stalin.der Fiihrer des Welt-
friedenslagers. erhalten haben
Der systematische und schnelle Aufbau des Sozialismus in Deutsch-
; : ; x f
and beginnt. Wir Sachsenwerker verpflichten uns und sind bereit, alle
4 ,
Krafte anzuspannen, um das Tempo zur Erreichung der gesteckten
Ziele zu erhdhen
Unseren Bridern in Westdeutschland wollen wir im Kampf um das
tndzie! eine starke Stitze ser
1. Verbesserung der Aufklarungsarbeit
a m eine gute und erfolgreiche Arbeit zu leisten, verpflichtet sid
Un
die Betriebsgewerkschaltsleitung in Verbindung mit dem Stadt-
bezirk der Nationalen Front des demokratischen Deutschland
m Kahmen der Nationalen Front in Verbindung mit dem betrieb-
ichen Friedenskomitee und durch Unterstiitzung der SED
einen besoncerer Lehrgang eimnzult hre r um
1 Aollegen zu quali
ron
iZieren
Grundlage der Schulung bildet die Bibliothek des Aagitators
Autklarunasschriften der Nationalen Front des demokra-
Ss h on ;
ortlichhen Funktionare fir die AutklGrunas- und Agi-
arbeit werden monatitch in einem wissenschaftlich n Semi-
nar besonders geschult, wobei grunds&tzlich die Aufklarung im
Mittelpunkt steht. Zugleich fihrt die Betriebsgewerkschaftsleitung
monatiich einen Erfahrunasaustausch ihrer Aufkl@rer durch.
Verantwortlich: BGL Kollege Herzog
r Unterstitzung der Arbeit der Aufklarer und Agitatoren er-
scheint in jeder Ausgabe der von der Parteileitung herausgege-
benen Betriebszeitung eine Rubrik . Das interessiert die Aufklarer”
Verantwortlich: Redaktions-Kommission
Genossin Grell
Kontrolle: Betriebsparteiorganisation
Zur Verbesserung der Aufkla@rungsarbeit im Stadtbezirk verpflich-
ten sich die Abteilungsgewerkschaftsleitungen mindestens zweimal
im Monat ihre FunktionGre und Kollegen in die Hauser ihrer
Aufkla@rungsbezirke zu delegieren und zwar immer die Gileichen,
sc daB ein guter Kontakt zwischen Aufkiarer und Bevilkerung
erzielt wird, in enger Zusammenarbeit mit dem Ausschu8 der
Nationalen Front des demokratischen Deutschland.
Verantwortlich: BGL Kolleae Wieche
ry ' " pp ;
Die Arbeit in den Patendérfern muf so verbessort werden
wirklich ein Biindnis zwischen Stadt und Land entsteht. Dazu mu
auf der Grundlage des Freundschaftsvertrages ein Arbeitsplan
tir drei Monate im voraus erarbeitet werden.
Die Kontrolle der It. Arbeitsplan geleisteten Arbeit obliegt drei
Kollegen, wovon einer der BGL, einer der FD] und einer dem
Patendorf angehéren. Es ist monatlich ein Protokoll im Sachsen-
werkspiege! zu verdffentlichen. Im Mittelpunkt steht die Schaffu: g
aller Voraussetzungen, um ein Beispic! einer Produktionsaenos-
senschaft zu schaffen.
Zur Zerschlagung der Rias-Hetze und zur Erzielung eines konse-
quenten Kampfes der Belegschaft gegen die Rias-Verleumdunc
2
Declassification Authority: NND 57565
wird monatlich eine Gffentlidye Lektion ber Rias-Hetze gehalten
Die Ausarbeitung der Lektion Gbernimmt die Parteileitung.
Verantwortlich : BPO, Gen. Mescheder
Die BCL verpflichtet sich. die Kulturorganisatoren besser cis bis-
her anzuleiten und durch konsequente Unterstiitzung durch die
Kulturdirektion die Belegschaft mit dem nationalen Kulturerbe
und dem der Sowjetunion besser noch als bisher vertraut zu
machen Verantwortlich : Koll. Ritschel, BGL
2. Erfiillung und Ubererfiillung des Fiinfjahrplanes
Die neuen und groBen Aufgaben, die uns der Finfjahrplan stellt, er-
fordern den systematischen Kampf gegen Produktionsverluste fiir Qua-
litatsarbeit und die Entfcltung einer planmaBigen Massenbewegung
zur Verbesserung der Fertigungsmethoden, als auch zur Sparsam-
keit mit Material und zur breiten Entfaltung der Mechanisierung in
allen Wirtschaftszweigen.
Deshalb verpflichtet sich die Belegschaft des Sachsenwerkes zur Er-
fillung und Ubererfillung ihres Betriebsplanes.
c} Die Belegschaft verpflichtet sich,
die im Betriebsplan vorgesehene Steiger:
tivitat um 229.5 % zu erfillen
Die Steigerung der Arbeitsproduktivitat bis zum 4. Quartal um
15% gegenitber der durchschnittlichhen Arbeitsproduktivitat vom
jonre 1951 zu steigern
Die Senkung der Selbstkosten bei vergleichborer Produktion um
4% zu erreichen bzw. zu iberschreiter
Die Werkleitung verpflichtet sich
fir die rechtzeitige Ausarbeitung
zutragen und spa&testens mit Beginn
Belegschaft zur Diskussion vorzulegen
Verantwortlich: Werkleitung Gen. Noack
Kontrolle: Gen. Leuteritz, BPO
= = mass ae ;
Das Ziel, ein Leben in Glick und Wohlstand. ein Leben in
Frieden, ist umsomehr zu erreichen, je intensiver wir die Metho-
den der Neuerer und Aktivisten studieren und anwenden, vor
allem nach dem Vorbild Kowaljows. Deshalb unterstiitzen wir
Sachsenwerker in jeder Beziehung den Plan der Rationalisatorer
und verpflichten uns zur Betriebsiiberpriifung, zur gegenseitiaen
Uberpriifung der Brigaden und Kollegen in den Abteilungen, da-
mit es gelingt. die vorgesehene Summe von 3 1/2 Mill. DM
einzusparen und zu vergrdBern.
Im Bereich einer jeden Abteilung des Betriebes wird wenigstens
eine gute Aktivistenschule (vier - fiinf Kollegen, die direkt am
Arbeitsplatz von Aktivisten oder Meister geschult werden) orga-
nisiert. Durch die Arbeitsdirektion wird der Erfahrungsaustausch
mit anderen Betrieben so vorbereitet. da® wenigstens einmal im
Monat ein solcher stattfindet
Der Wettbewerb zur Erfiillung unseres Betriebsplanes wird nach
neuen sozialistischen Richtlinien organisiert. Die Parteigrundein-
heiten mit den Gewerkschaftsfunktionaren schaffen alle Voraus-
setzungen, dal} eine starke Wettbewerbsbewegung von unten
neu erw&chst. Spatestens am 1. September miissen alle Pro-
duktionsabteilungen in einem festen sozialistischen Wettbewerb
tehen. Verantwortlich: BGL, Gen. Kirchof
Die Betriebsgruppe der Gesellschaft fiir Deutsch - Sowjetisch
Freundschaft verpflichtet sich, monatlich einen Studienaben
Uber Neuerer-Methoden durchzufiihren.
:
Verantwortlich: DSF, Gen. Clauss
Kontrolle: Kult. Dir., Gen. Ronneburger
Im Zuge der Weiterentwicklung unserer Erzeugnisse, unter ma®-
geblicher Beteiligung der Aktivisten und Ausniitzung von Yer-
besserungsvorschlagen ist es nicht nur erforderlich, die beste-
henden Materialverbrauchsnormen standig zu iiberpriifen/ und
avi den nevesten Stand zu bringen. sondern es wird angestrebt
die am 1.1. 1952 erreichte Menge techn. Verbrauchsnormen im
aufe des Jahres 1952 zu verdoppein
Verantwortlich: F L. Gen. Goos
Die Abteilung Arbeit verpflichtet sich, fiir die Entwicklung und
Einfihrung fortschrittlidher Arbeitsnormen zu sorgen und den
Anteil der techn. begriindeten Arbeitsnormen von zur Zeit 40°
auf 50"), und den Anteil der im Leistunasichn arbeitenden
Kollegen auf der Grundlage fortschrittlichher Normen auf 82"
zu erhdhen, in der Abteilung Wmr den Leistungsiohn einzufiihren
und 2 TAN-Bearbeiter, welche gute fachliche Voraussetzungen
haben, fiir diese Abteilung zu entwickeln.
Verantwortlichh: TAN Koll. Baumgart
Die Betriebsparteischule verpflichtet sich, monatlich eine Sffent-
lidhe Lektion Lenin und die Fragen der Arbeitsproduktivitat*
durchzufiihren Verantwortlich: BPO, Gen. Mescheder
Die Personalabteilung verpflichtet sich, in Zusammenarbeit mit
der gesamten Belegschaft dafiir Sorge zu tragen daB qualifizierte
Frauen und Jugendliche entsprechend ihren Leistungen und
F&higkeiten am richtigen Arbeitsplatz eingesetzt werden. Weiter
verpflichtet sie sich zur besseren Lenkung der Arbeitskrafte. um
die bestehenden Engpasse schnellstens zu iberwinden. Hierbei
muB engstens mit den Frauenausschissen zusammengearbeitet
io)
werden. Verantwortlich: Pa Gen. Merbitz
3. Wachsamkeit
Die in letzter Zeit durchgefiihrten Prozesse gegen Terroristen und
Saboteure, insbesondere der Fall .Anita” in unserem Betrieb, haben
uns gezeigt, mit welchen schadlidhen und ungeheuren Mittein diese
zu allem fahigen Verbrecher arbeiten. um unseren Finfjahrplan zu
hemmen und um seine Erfiillung in Frage zu stellen
Im Sinne ihrer Auftraggeber kennen sie nur ein Ziel, den Aufbau des
Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik zu verhindern.
Dieser Tatigkeit missen wir mit der Entfaltung der Massenwachsam-
keit aller Werkt&tigen unseres Betriebes und dariiber hinaus in der
ganzen DDR entgegentreten
Es gilt deshalb, durch Verpflichtungen der Werktatigen fiir den per-
Snlidhen Schutz ihres Arbeitsplatzes dieser Wachsamkeit Ausdrud
zu verleihen.
3} Die Kulturdirektion verpflichtet sich. eine Lektion auszuarbeiten
welche den Proze8 Burianek und die zum grdBten Teil aus Sach-
senwerkern zusammengesetizte Gruppe . Anita” zum Inhalt hat
und richungsweisend ist, welche Aufgabe jeder Kollege hat, um
negative Elemete in unserem Betrieb zu entlarven und Banden-
bildung in und auBerhalb des Betriebes zu verhindern. Diese
Lektion wird dann in Versammliungen an die Belegschaft heran-
getragen. Verantwortlich: Kult.-Dir. Gen. Ronneburger
Es wird mindestens aller 14 Tage eine Schulung des Betriebs-
schutzes iiber die Wichtigkeit der Produktion und der Betriebs-
anlagen durch die Werkleitung durchgefiihrt.
Verantwortlich: Werkleitung, Gen. Noad
Die immer gemeiner werdenden Ma8nahmen des Klassenfeindes
zur Zerstérung der Betricbe zwingen uns zu besonderen Gegen-
maBnahmen. Durch die Ubernchme des persdniichen Schutzes
der Maschinen und Ger&te, sowie der Anlagen durch die Werk
tatigen des Betriebes, treten wir diesen Verbrechern entgege:
Die Parteisekretare Gbernehmen Vortrage. indem sie Uber diese
Fragen sprechen, die Werkt&tigen aufklaren und besonders aut
die verantwortungsvolle Arbeit der Staatssicherheitsorgane und
die Notwendigkeit ihrer Unterstitzung durch die Bevélkerung
hinweisen Verantwortlidh: BPO, Gen. Meschede-
’
f Pan eae M : fh. « dno
Die We rKientung wird nommais darau mnweirsen, Gob Desucher
des Werkes nur in Begleitung eines Werksangehdrigen oder durd
j , ‘ + )
einen Vertreter der jeweils besuchten Abteilung Zutritt zum 3
trieb haben
. ; . ; =
Del \ erstoben gegen Gies« An ung & a die Detre tt
Verantwortung zu ziehen
Verantwortlid Werk leitung. en Nogo
-— \
Die BGL verpflichtet sich, die bereits bestehenden Beispiele d
r
Ubernahme von Anlagen, Schwerpunkten und Maschinen des
Betriebes unter persdnlichen Schutz, auf den gesamten Betriet
Zu Ubertra jen ve rantwortlich BGL Wien Kirch >
Die Werbung der nationalen Streitkrafte ist die wichtigste A
yabe zur Sicherung des Staates gegen Uberfalle der Krieg
treiber. Negative Krafte. die bewuft gegen die Verteidiguny
sind, werden mit aller Scharfe behandelt, ebenso sind Pazifiste
unbedingt zu Uberzeugen, daB neutrales Verhalten dem Klass.
teind dient und ihm den Weg zum ungehinderten Anariff fre
gibt. Jede Kollegin und jeder Kollege verpflichtet sich deshalb
positiv im Sinne der Starkung der StreitkrSfte zu diskutior
Verantwortlich : Betriebspart Janisatio
Alle Klassen der Betriebsparteischule, sowie Gewerkschaftsschule
und Betriebsfachschule behandeln in ihrem Lehrplan ¢:¢ Entfaltung
der demokratischen Wachsamkeit sowie die besonderen Aufgaber
der Jugend bei der Errichtung der nationalen Streitkrafte
V/V ‘
Verantwortlich: Schulleit inge
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im DetriedD werden to gende interessengemeinschatten aousgedau
und auf ihre besonderen Aufgaben in Bezug auf Wachsami
angeleitet und im Unterricht materiel! unterstitzt
>chieBsport, Motorsport. Funktechnik. Segelflugsport und Wass
sport Verantwortlichh: FDJ-Leitung. Gen Judenfeir
Der Betriebsschutz sowie die Betriebsfeuerwehr verptlichten sid
durch Einsetzen guter Instrukteure die Brandschutzhelfer
die freiwilligen Krafte des Hilfsalarmzuges und alle Ko lege
welche Selbstverpflichtungen eingegangen sind, loufend anzuls
ten und dber ihre Aufgaben zu schulen
Verantwortlich: Betr. Schutz-Leiter. Gen. Dietria
ts wird ein SicherheitsausschuB fir den Betrieb gebildet. welder
aus einem AngehGrigen der Werkleitung. sowie einem Genosse
der Betriebsparteiorganisation, einem jugendfreund, einem Kol
legen der BGL, sowie einem Angehorigen des Betriebsschutzes
und der Betriebsfeuerwehr besteht
tr
A ufgabe: Laufend den Stand des Betrebes auf Gufere ung
innere Sicherheit zu Uberpriifen, Mangel festzustellen und die
entsprechenden Vorschlage zur Abstellung in Verbindung mit der
Werkleitung auszuarbeiten. Verantwortlidh: BPO. Gen. Leute-itz
So stattete die Brigade Reinhardt ihre Exe zum Pioniertreffen aus
In den kapitalistischen Betriecben, wo
die Arbeiter nicht fir sich, sondern fir
die Ausbeuter arbeiten, bereichert jede
Produktionsneuerung den Kapitalisten,
sie verschledhtert die Lage der Arbeiter
und fihrt zu einer Zunahme der Ar-
beitslosigkeit. In der sozialistischen
Gesellschaft gereichen der stetige Pro-
duktionsaufstieg und die Hebung der
Arbeitsproduktivitat der ganzen Ge-
sellschaft und jedem einzelnen Werk -
tatigen zum Nutzen.”
Werksph =e) (J. Ww. Stalin)
3
in vielen Betrieben sind bereits Kampfprogramme erarbeitet worden. Sie dienen dem Zweck, den Betriebskollektiv-
vertrag wirksam zu unterstiitzen, die Erfiillung und Ubererfiillung des Fiinfjahrplanes zu garantieren und den Aufbau
des Sozialismus zu firdern.
Die Leitung der Grundorganisation Vorb. Betr. lil unseres Werkes hat sich nun Gedanken
acht, wie auch wir im
Sachsenwerk ein Kampfprogramm aufstellen kénnen. Die Genossen der Vorb. Betr. Il legen euch folgenden Entwurf des
Programmes vor und bitten euch, durch rege Diskussiomen und Verbesserungen zu helfen, daB auch wir im Sachsen-
werk den anderen Betrieben nicht nachstehen.
Die Genossen der SED-Betriebsparteiorganisation Vorb. Betr. Ill
Sachsenwerk Niedersedlitz
Kampfprogramm
der Belegschalt des Sachsenwerkes Niedersedlitz, fiir einen Friedens-
vertrag, den schnellen Aufbau des Sozialismus in Deutschland gegen
Generalkriegsvertrag.
Der Beschlu@ der Il. Parteikonferenz der Sozialistischen Einheitspartei
Deutschlands zur gegenwartigen Lage und zu den Aufgaben im Kampf
fir Frieden, Einheit, Demokratie und Sozialismus, bedeutet fir das
deutsche Volk eine geschichtlihe Wende von noch nie dagewesener
Tragweite und zugleich eine machtige Starkung des Friedenslagers der
gesamten Welt. Der iiber 100 Jahre gefiihrte harte Kampf der Arbeiter-
klasse in Deutschland fiir Sozialismus zeigt sichtbare Erfolge, erzielt
durch die Aktionseinheit der Arbeiterklasse sowie durch die selbstlose
Unterstiitzung und Anleitung, die wir von unserem groBen Vorbild, der
Sowjet-Union, an der Spitze der geniale Stalin.der Fiihrer des Welt-
friedenslagers, erhalten haben.
Der systematische und schnelle Aufbau des Sozialismus in Deutsch-
land beginnt. Wir Sachsenwerker verpflichten uns und sind bereit, alle
Krafte anzuspannen. um das Tempo zur Erreichung der gesteckten
Ziele zu erhdhen.
Unseren Briidern in Westdeutschland wollen wir im Kampf um das
Endzie! eine starke Stiitze sein
1. Verbesserung der Aufklarungsarbeit
ca} Um eine gute und erfolgreiche Arbeit zu leisten, verpflichtet sich
die Betriebsgewerkschaltsleitung in Verbindung mit dem Stadt-
bezirk der Nationalen Front des demokratischen Deutschland
im Rahmen der Nationalen Front in Verbindung mit dem betrieb-
lichen Friedenskomitee und durch Unterstiitzung der SED-Partei-
leitung einen besonderen Lehrgang einzufiihren, um die Funktio-
nare und Kollegen zu qualifizieren.
Die Grundlage der Schulung bildet die Bibliothek des Agitators
und die Aufklarungsschriften der Nationalen Front des demokra-
tischen Deutschland.
Die verantwortlichen Funktionare fiir die Aufklarungs- und Agi-
tationsarbeit werden monatlich in einem wissenschaftlidien Semi-
nar besonders geschult, wobei grunds&tzlich die Aufklarung im
Mittelpunkt steht. Zugleich fihrt die Betriebsgewerkschaftsleitung
monatlich einen Erfahrungsaustausch ihrer Aufklarer durch.
Verantwortlichh: BGL Kollege Herzog
Zur Unterstiitzung der Arbeit der Aufklarer und Agitatoren er-
scheint in jeder Ausgabe der von der Parteileitung herausgege-
benen Betriebszeitung eine Rubrik . Das interessiert die Aufklarer”.
Verantwortlich: Redaktions-Kommission
Genossin Grell
Kontrolle: Betriebsparteiorganisation
Zur Verbesserung der Aufklarungsarbeit im Stadtbezirk verpflich-
ten sich die Abteilungsgewerkschaftsleitungen mindestens zweimal
im Monat ihre FunktionGre und Kollegen in die Hauser ihrer
Aufkla@rungsbezirke zu delegieren und zwar immer die Gleichen,
so daB ein guter Kontakt zwischen Aufkiarer und Bevilkerung
erzielt wird, in enger Zusammenarbeit mit dem Ausschu8 der
Nationalen Front des demokratischen Deutschland.
Verantwortlich: BGL Kollege Wiecha.
Die Arbeit in den Patendérfern mu8 so verbessert werden, daf
wirklich ein Bindnis zwischen Stact und Land entsteht. Dazu mu
auf der Grundlage des Freundschaftsvertrages ein Arbeitsplan
fiir drei Monate im voraus erarbeitet werden.
Die Kontrolle der It. Arbeitsplan geleisteten Arbeit obliegt drei
Kollegen, wovon einer der BGL. einer der FD] und einer dem
Patendorf angehdren. Es ist monatlich ein Protokoll im Sachsen-
werkspiege! zu verdffentlichen. Im Mittelpunkt steht die Schaffung
aller Voraussetzungen, um ein Beispie! einer Produktionsgenos-
senschaft zu schaffen.
Zur Zerschlagung der Rias-Hetze und zur Erzielung eines konse-
quenten Kampfes der Belegschaft gegen die Rias-Verleumdung
2
Declassification Authority: NND 57565
wird monatlich eine éffentliche Lektion iber Rias-Hetze gehalten
Die Ausarbeitung der Lektion Gbernimmt die Parteileitung.
Verantwortlich : BPO, Gen. Mescheder
Die BGL verpflichtet sich, die Kulturorganisatoren besser als bis-
her anzuleiten und durch konsequente Unterstiitzung durch die
Kulturdirektion die Belegschaft mit dem nationalen Kulturerbe
und dem der Sowjetunion besser noch als bisher vertraut zu
machen. Verantwortlich: Koll. Ritschel, BGL
2. Erfiillung und Ubererfiillung des Fiinfjahrplanes
Die neuen und groBen Aufgaben, die uns der Fiinfjahrplan stellt, er-
fordern den systematischen Kampf gegen Produktionsverluste fiir Qua-
litatsarbeit und die Entfaltung einer planmaBigen Massenbewegung
zur Verbesserung der Fertigungsmethoden, als auch zur Sparsam-
keit mit Material und zur breiten Entfaltung der Mechanisierung in
allen Wirtschaftszweigen.
Deshalb verpflichtet sich die Belegschaft des Sachsenwerkes zur Er-
fillung und Ubererfillung ihres Betriebsplanes.
c} Die Belegschaft verpflichtet sich,
die im Betriebsplan vorgesehene Steigerung der Brutto-Produk-
tivitat um 29.5 % zu erfillen.
Die Steigerung der Arbeitsproduktivitat bis zum 4. Quartal um
15% gegeniitber der durchschnittlidhien Arbeitsproduktivitat vom
Jahre 1951 zu steigern.
Die Senkung der Selbstkosten bei vergleichborer Produktion um
4% zu erreichen bzw. zu iibersdhreiten.
Die Werkleitung verpflichtet sich :
fiir die rechtzeitige Ausarbeitung des Betriebsplanes 1953 Sorge
zutragen und spGtestens mit Beginn ab 4. Quartal 1952 der
Belegschoft zur Diskussion vorzulegen.
Verantwortlich: Werkleitung Gen. Noack
Kontrolle: Gen. Leuteritz, BPO
Das Ziel, ein Leben in Glick und Wohlstand, ein Leben in
Frieden, ist umsomehr zu erreichen, je intensiver wir die Metho-
den der Neuerer und Aktivisten studieren und anwenden, vor
allem nach dem Vorbild Kowaljows. Deshalb unterstiitzen wir
Sachsenwerker in jeder Beziehung den Plan der Rationalisatoren
und verpflichten uns zur Betriebsiiberpriifung, zur gegenseitigen
Uberpriifung der Brigaden und Kollegen in den Abteilungen, da-
mit es gelingt, die vorgesehene Summe von 3 1/2 Mill. DM
einzusparen und zu vergrdBern.
Im Bereich einer jeden Abteilung des Betriebes wird wenigstens
eine gute Aktivistenschule (vier - fiinf Kollegen, die direkt am
Arbeitsplatz von Aktivisten oder Meister geschult werden) orga-
nisiert. Durch die Arbeitsdirektion wird der Erfahrungsaustausch
mit anderen Betrieben so vorbereitet. da wenigstens einmal im
Monat ein solcher stattfindet.
Der Wettbewerb zur Erfiillung unseres Betriebsplanes wird nach
neuen sozialistischen Richtlinien organisiert. Die Parteigrundein-
heiten mit den Gewerkschaftsfunktionaren schaffen alle Voraus-
setzungen, daB eine starke Wettbewerbsbewegung von unten
neu erwichst. Spatestens am 1. September miissen alle Pro-
duktionsabteilungen in einem festen sozialistischien Wettbewerb
stehen. Verantwortlich: BGL, Gen. Kirchof
Die Betriebsgruppe der Gesellschaft fiir Deutsch -Sowjetisch
Freundschaft verpflichtet sich, monatlich einen Studienaben
Uber Neuerer-Methoden durchzufiihren.
Verantwortlich: DSF, Gen. Clauss
Kontrolle: Kult. Dir., Gen. Ronneburger
Im Zuge der Weiterentwicklung unserer Erzeugnisse, unter ma@-
geblicher Beteiligung der Aktivisten und Ausniitzung von Ver-
besserungsvorschlagen ist es nicht nur erforderlich, die beste-
henden Materialverbrauchsnormen standig zu Uberpriifen, und
avi den neuesten Stand zu bringen, sondern es wird angestrebt
die am 1.1. 1952 erreichte Menge techn. Verbrauchsnormen im
Laufe des Jahres 1952 zu verdoppein.
Verantwortlich: F L. Gen. Goos
Die Abteilung Arbeit verpflichtet sich, fiir die Entwicklung und
Einfihrung fortschrittlichher Arbeitsnormen zu sorgen und den
Anteil der techn. begriindeten Arbeitsnormen von zur Zeit 40°),
auf 50°/, und den Anteil der im Leistungslohn arbeitenden
Kollegen auf der Grundlage fortschrittlidhher Normen auf 82°/,
zu erhdhen, in der Abteilung Wmr den Leistungsiohn einzufiihren
und 2 TAN-Bearbeiter, welche gute fachliche Voraussetzungen
haben, fiir diese Abteilung zu entwickeln.
Verantwortlich: TAN Koll. Baumgart
Die Betriebsparteischule verpflichtet sich, monatlich eine offent-
liche Lektion Lenin und die Fragen der Arbeitsproduktivitat*
durchzufihren. Verantwortlich: BPO, Gen. Mescheder
Die Personalabteilung verpflichtet sich, in Zusammenarbeit mit
der gesamten Belegschaft dafiir Sorge zu tragen daB qualifizierte
Frauen und Jugendliche entsprechend ihren Leistungen und
Fahigkeiten am richtigen Arbeitsplatz eingesetzt werden. Weiter
verpflichtet sie sich zur besseren Lenkung der Arbeitskrafte, um
die bestehenden EngpGsse schnelistens zu iberwinden. Hierbei
muB engstens mit den Frauenausschissen zusammengearbeitet
werden. Verantwortlich: Pa Gen. Merbitz
3. Wachsamkeit
Die in letzter Zeit durchgefiihrten Prozesse gegen Terroristen und
Saboteure, insbesondere der Fall .Anita” in unserem Betrieb. haben
uns gezeigt, mit welchen schadlichen und ungeheuren Mittein diese
zu allem fahigen Verbrecher arbeiten. um unseren Fiinfjahrplan zu
hemmen und um seine Erfiillung in Frage zu stellen.
Im Sinne ihrer Auftraggeber kennen sie nur ein Ziel, den Aufbau des
Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik zu verhindern.
Dieser Tatigkeit miissen wir mit der Entfaltung der Massenwachsam-
keit aller Werktatigen unseres Betriebes und dariiber hinaus in der
ganzen DDR entgegentreten.
Es gilt deshalb, durch Verpflichtungen der Werktatigen fiir den per-
cénlichen Schutz ihres Arbeitsplatzes dieser Wachsamkeit Ausdruck
zu verleihen.
a) Die Kulturdirektion verpfli tet sich, eine Lektion auszuarbeiten.
welche den Proze8 Burianek und die zum grdBten Teil aus Sach-
senwerkern zusammengesetzte Gruppe . Anita” zum Inhalt hat
und richungsweisend ist, welche Aufgabe jeder Kollege hat, um
negative Elemete in unserem Betrieb zu entlarven und Banden-
bildung in und auBerhalb des Betriebes zu verhindern. Diese
Lektion wird dann in Versammlungen an die Belegschaft heran-
getragen. Verantwortlich: Kult.-Dir. Gen. Ronneburger
Es wird mindestens aller 14 Tage eine Schulung des Betriebs-
schutzes iiber die Wichtigkeit der Produktion und der Betriebs-
anlagen durch die Werkleitung durchgefiihrt.
Verantwortlich: Werkleitung, Gen. Noack
Die immer gemeiner werdenden Ma8nahmen des Klassenfeindes
zur Zerstérung der Betriebe zwingen uns zu besonderen Gegen-
So stattete die Brigade Reinhardt ihre Ecke zum Pioniertreffen aus
i)
maBnahmen. Durch die Ubernchme des persdniichen Schutzes
der Maschinen und Ger&te, sowie der Anlagen durch die Werk-
tatigen des Betriebes, treten wir diesen Verbrechern entgeger
Die ParteisekretGre Gbernehmen Vortrage. indem sie iber diese
Fragen sprechen, die Werkt&tigen aufklaren und besonders aut
die verantwortungsvolle Arbeit der Staatssicherheitsorgane und
die Notwendigkeit ihrer Unterstiitzung durch die Bevélkerung
hinweisen Verantwortlich : BPO, Gen. Meschede-
Die Werkleitung wird nochmals darauf hinweisen, da® Besucher
des Werkes nur in Begleitung eines WerksangehSrigen oder durch
einen Vertreter der jeweils besuchten Abteilung Zutritt zum Be-
trieb haben.
Bei VerstéBen gegen diese Anordnung sind die Betreffenden zur
Verantwortung zu ziehen
.Verantwortlich : Werkleitung, Gen. Noaa
Die BGL verpflichtet sich, die bereits bestehenden Beispiele de-
Ubernahme von Anlagen, Schwerpunkten und Maschinen des
Betriebes unter persénlichen Schutz, auf den gesamten Betrieb
zu Ubertragen. Verantwortlidhh: BGL, Gen. Kirchof
Die Werbung der nationalen Streitkrafte ist die wichtigste Aut-
gabe zur Sicherung des Staates gegen Uberfalle der Kriegs-
treiber. Negative Krafte, die bewuBt gegen die Verteidigung
sind, werden mit aller Scharfe behandelt, ebenso sind Pazifisten
unbedingt zu iberzeugen, daB neutrales Verhalten dem Klassen -
feind dient und ihm den Weg zum ungehinderten Angriff frei-
gibt. Jede Kollegin und jeder Kollege verpflichtet sich deshalb
positiv im Sinne der Starkung der Streitkrdfte zu diskutierer
Verantwortlich : Betriebspartesoraanisation
Alle Klassen der Betriebsparteischule, sowie Gewerkschoftsschule
und Betriebsfachschule behandeln in ihrem Lehrplan die Entfaltung
der demokratischen Wachsamkeit sowie die besonderen Aufgaber
der Jugend bei der Errichtung der nationalen Streitkrafte
Verantwortlich : Schulleitunge-
Im Betrieb werden folgende Interessengemeinschaften ausgebaut
und auf ihre besonderen Aufgaben in Bezug auf Wachsamk»
angeleitet und im Unterricht materiel! unterstiitzt.
SchieBsport, Motorsport, Funktechnik. Segelflugsport und Wasser-
sport. Verantwortlich: FDJ-Leitung. Gen. Judenfeind
Der Betriebsschutz sowie die Betriebsfeuerwehr verpflichten sic
durch Einsetzen guter Instrukteure die Brandschutzhelfer sowie
die freiwilligen Krafte des Hilfsalarmzuges und alle Kollegen
welche Selbstverpflichtungen eingegangen sind. loufend anzulei-
ten und ber ihre Aufgaben zu schulen.
Verantwortlich: Betr. Schutz-Leiter. Gen. Dietria:
Es wird ein SicherheitsausschuB fiir den Betrieb gebildet. welcher
aus einem Angehirigen der Werkleitung. sowie einem Genossen
der Betriebsparteiorganisation. einem Jugendfreund, einem Kol-
legen der BGL, sowie einem Angehdrigen des Betriebsschutzes
und der Betriebsfeuerwehr besteht.
Aufgabe: Laufend den Stand des Betriebes auf GuBere un
innere Sicherheit zu iberpriifen, Mangel festzustellen und die
entsprechenden Vorschlage zur Abstellung in Verbindung mit der
Werkleitung auszuarbeiten. Verantwortlidh: BPO, Gen. Leute-itz
~ln den kapitalistischen Betrieben, wo
die Arbeiter nicht fir sich, sondern for
die Ausbeuter arbeiten, bereichert jede
Produktionsneuerung den Kapitalisten,
sie verschledhtert die Lage der Arbeiter
und fihrt zu einer Zunahme der Ar-
beitslosigkeit. In der sozialistischen
Gesellschaft gereichen der stetige Pro-
duktionsaufstieg und die Hebung der
Arbeitsproduktivitat der ganzen Ge-
sellschaft und jedem einzelnen Werk-
tatigen zum Nutzen.~
(J. W. Stalin)
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27. August 1952 — Jahrgang 3 Nr. 31 — 5 P#
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Batriebszeitung der Belegschatt des Sachsenwerkes Niedersedlits
Herausgegeben von der SED-Betriebsparteiorganisation
Die Sowjetunion weist allen Vélkern
den Weg zum Frieden
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[erneut hat vor « enigen Taeen die Sowjetregierung eine Note an die Wi stmadite gerichtet, in welcher sie
t aller Entschiedenheit fiir cine triedlichhe Lésung der Deutschlandtrage eintritt
der Sowjetunion eeht dahin, dab spatestens im Oktober d. J. eine Viermachtekoaferenz statttinden soll, an der auch
Vertreter der Deutschen Demokratischen Republik und de: Bundesrepublik teilnehmen sollen. W ihrend sich die Westmachte
bei Viermadhteverhandlungen nur auf die Frage der Uberpriifung der Vorauss: tzungen fur Wahlen in Deutschland be
schrainken wollen, madit die Regierung der Sowietunion tir die Tagesordnung der Viermachtek: nlerenz konkrete Vorschlage
Priedensvertrag, Schaflung einer gesamtdeutschen Regierung, D irchfiihrung freier eesamtdeutscher Wahlen und Festleeuns
des Termins fiir den Abzug aller Besatzungstruppen. Damit erhalt unser patriotischer Kampf fiir Frieden und Einheit ei:
gewaltigen Auftrieb, Wir haben sieben Jahre nach Kriegsende ein Recht auf einen | tiedensvertrag und haben aud) e
Recht auf die Teilnahme an diesbeziix lichen Verl andlungen.
Begeistert stimmten die Werktatigen der neuen Note der Sowjetregierung zu, und zahlreiche Stellungnahmen zeugen davon
dali unsere Kolleginnen und Kollegen den Friedensvorschlag aus ganzem Herzen begriifen. ,,Aus der Note der Soy jet=
regierung erkennt man erneut, dali es der Sowjetunion nur um die Erhaltung des Friedens in Europa geht”, auberte Kollege
Puschkeit, F B, ,,fiir die Westmachte ist es beschamend, dal} sie einer Einigung bewult aus dem Wege gehen und sich bisher
hur immer mit irgendwelcien faden Ausreden um eine friedliche Lésung der Deutschlandfrage herumgedriickt haben.”
Unser Kampf um den Frieden und die Einheit Deutschlands muB verstarkt fortgesetzt werden. Wenn es uns mit Hilfe
der Sowietunion in den vergangenen sieben Jahren gelungen ist, den Frieden zu erhalten und unser Land wieder autzubauen.
so brauchen wir jetzt zur Verwirklichung
des Sozialismus den Frieden noch viel
notwendiger. Sozialismus und Frieden
sind untrennbar miteinander verbunden.
Uuseven Geuf In der sozialistischen Ordnung sind
Krisen und Kriege undenkbar. Deshalb
geben wir unsere ganze Krafi dem Auf-
den Delegierten zur Kreisdelegiertenkonferenz Dresden bau des Sozialismus und geloben wie
Stadt der Sozialistiscdhen Linheitspartei: Deutsdilands! unsere Thalmann-Pioniere bei der gro.
. ve ; ben Abendkundgebune aufdem I Pater
Mogen thre Besdiliisse dazu beitragen. den Aufbau des Pen Abendkundgebung aufdem Theat
. piatz Stets unersar ken tite dé n S
Soztalismus cu verwirklidien und damit unser Leben ldg-
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des Sozialismus in unser ei
lich besser und schéner zu gestalten. zutreten
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Declassification Authority: NND 57565
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Betriebszeitung der Belegschatt des Sachsenwerkes Niedersedlity
Herausgegeben von der SED-Betriebsparteiorganisation
Die Sowjetunion weist allen Vélkern
den Weg zum Frieden
Erneut hat vor wenigen Tagen die Sowjetregierung eine Note an die Westmadhte gerichtet, in welcher sie ebenso wie in
den vorangegangenen Noten mit aller E-ntschiedenheit fiir eine friedliche Lésung der Deutschlandfrage eintritt. Der Vorsdilag
der Sowjetunion geht dahin, dah spatestens im Oktober d. J. eine Viermachtekonferenz statttinden soll, an der aud)
Vertreter der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik teilnehmen sollen. Wahrend sic) die Westmachte
bei Viermachteverhandlungen nur auf die Frage der Uberpriifung der Voraussetzungen fiir Wahlen in Deutschland be-
schhranken wollen, macht die Regierung der Sowietunion fiir die Tagesordnung der Viermachtekonferenz konkrete Vorschlage:
Friedensvertrag, Schatfung einer gesamtdeutschen Regierung, Durchfithrung freier cesamtdeutscher Wahlen und Festleeune
des Termins fiir den Abzug aller Besatzungstruppen. Damit erhalt unser patriotischer Kampf fiir Frieden und Einheit eine:
gewaltigen Auftrieb. Wir haben sieben Jahre nach Kriegsende ein Recht auf einen Friedensvertrag und haben aud) ein
Recht auf die Teilnahme an diesbeziiglidhen Verhandlungen.
Begeistert stimmten die Werktatigen der neuen Note der Sowjetregierung zu, und zahlreiche Stellungnahmen zeugen davon,
dal unsere Kolleginnen und Kollegen den Friedensvorschiag aus ganzem Herzen begriifen. ,, Aus der Note der Sowjet-
regierung erkennt man erneut, dab es der Sowjetunion nur um die Erhaltung des Friedens in Europa geht”, auBerte Kollege
Puschkeit, FP B, ,,fiir die Westmachte ist es beschamend, dali sie einer Einigung bewul't aus dem Wege gehen und sich bisher
nur immer mit irgendwelcien faden Ausreden um eine friedliche Liésung der Deutschlandfrage herumgedriickt haben.”
Unser Kampf um den Frieden und die Einheit Deutschlands muB verstarkt fortgesetzt werden. Wenn es uns mit Hilfe
der Sowjetunion in den vergangenen sieben Jahren gelungen ist, den Frieden zu erhalten und unser Land wieder aufzubauen,
so brauchen wir jetzt zur Verwirklichung
des Sozialismus den Frieden noch viel
notwendiger. Sozialismus und Frieden
sind untrennbar miteinander verbunden.
Uuseeven Geup In der sozialistischen Ordnung sind
Krisen und Kriege undenkbar. Deshalb
geben wir unsere ganze Kraft dem Auf-
den Delegierten zur Kreisdelegiertenkonferenz Dresden bau des Sozialismus und geloben wie
Stadt der Sozialistishen Einheitspartei Deutsdilands! unsere Thalmann-Pioniere bei der groe
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K © DA RK. S°A FFT Y 4
Declassification Authority: NND 57565
Umfang 63.5 cm. (Als Ersatz kann ein Faust-
ball dienen.) Fiir Wett piele hat jede Mann-
schaft einen Ball zu stellen
Ersatzball.
Der Ball wird aus dem eigenen Feld durch
einen Schlag mit der offenen Hand iiber das
Netz in
Der Ball darf nie den Boden beriihren {im
Giegensatz zum Faustball)
hin- und
jesgleichen einen
das gegnerische Feld gesciagen
Er wird im Fluge
Innerhalb
Spielvorganges kann dies dreimal geschehen
Aber auch hier dart er nicht den Boden be-
tin Spieler kann den Ball zweimal
schlagen, aber nicht hintereinander, z. B. den
1. und den 3. Schlag, wahrend den 2. Schlag
ein anderer Spieler austiihren mu. Jede
Mannschaft hat die Aufgabe. den Ball zuriick-
ein Fehler gemacht wird, der
her yeschiagen. eines
‘
runren
zuschlagen bis
den Spielvorgang beendet. Die Spieler miis-
sen bemiht sein, den Ball so ber das Netz
zu bringen. dal} der Gegenseite der Riickschlag
mdglichst erschwert wird. Jeder Fehler der
aufnehmenden Partei wird der aufgebenden
mit einem Punkt berechnet. Nach einem Vor-
teil wird das neue Spiel durch Angabe des
Balles erdffnet. Macht die aufgebende Partei
einen Fehler, verliert sie die Angabe. Das
15 Punkten, bei 14:14
wird bis zum Unterschied von zwei Punkten
Spiel geht bis zu
weitergespielt. Der Sieg wird mit zwei gewon-
nenen von drei ausgetragenen Spielen ent-
schieden. Punkte k&nnen nur von der auf-
gebenden Partei gewonnen werden. Punkt-
findet statt: beim Fallenlassen des
gegnerischen Balles im eigenen Feld, aufer-
halb des Feldes und beim Beriihren des Bo-
dens (Urenz- und Mittellinie gehdren zum
eigenen Feld), bei zu langem, absichtlidhem
Halten des Balles, bei zweimaligem, hinter-
einander folgendem Schlag des gleichen Spie-
lers, beim Beriihren von Netz oder Pfosten
durch den Gegner (geschieht des durch zwei
Spieler einer jeden Partei, erfolgt neve An-
gabe), beim Uber- oder Unter-das-Netz-
reichen, um den Ball ins Gegenfeld zu schla-
gen, beim schlagen mit der Faust, Beriihren
des Balles von mehr als drei Spielern wah-
rend eines Spielvorganges. Beriihren des Kér-
pers durch den Ball unterhalb der Hiifte.
Angabe: Die Seiten werden ausgelost, der
Gewinner wahit die Das Spiel wird
durch den Gegner mit dem Anwurf begonnen.
Spieler Nr. 1 der Angabenmannschoft
schlagt den Ball mit der offenen Hand in das
Gegenfeld. Er steht mit beiden FiBen hinter
der rechten Ecke seines Spielteldes, (wie beim
Tennis)
sie im Punktgewinn ist,
nach jedem gewonnenen Punkt
Begeht die Angabenmannscaft einen Fehler,
tritt Angabenwechsel ein. Es gibt aber keinen
Punktgewinn fiir den Gegner. Spieler Nr. 1
dem
gewinn
Seite
Dix . Mannschaft gibt an, solange
Neuangabe erfolgt
der Gegenpartei beginnt mit Spiel
Kommt nun die andere Mannschaft wieder
zum Angabenrecht, ist jetzt Spieler Nr. 2 der
Angebende. Er hat den Platz des Spielers
Nr. 1 eingenommen, dieser den Platz von Nr. 6,
Nr. 6 den von Nr. 5. Der Platzwechsel er-
folgt wie der Lauf des Uhrzeigers. Nach dem
1. und 2. Satz werden die Seiten gewechselt
Angabe erfolgt durch die im vorangegan-
genen Satz Mannschoft. Wird
das Spiel wettkampfma&Big ausgetragen, er-
unterlegene
folgt ein Spiel, nach Zeit: zweimal 15 Minu-
ten. Nach unentschiedenem
Spieldauer ohne Pause nach neuem Losen,
Platz- und Ballwah! um zweimal 5 Minuten
verlangert. Ist dann noch keine Entscheidung
' ;*
Spiel wird die
gefalien, wird wieder um zweimal 5 Minuten
verlangert. Danach wird das Spiel. fo
Entscheidung erreicht ist, neu angesetzt.
Jedes Wettspiel wird von einem Schiedsrichter
; kKemne
dem zwei Linienrichter und zwei Anschreiber
zur Seite stehen, geleitet. Die Buchungen der
Anschreiber (Punktgewinn und Angabefolge}
vom Schiedsrichter Gberwadht
bend
Durch die Schaffung der beiden herrlichen
Volleyballplaétze in den Anlagen des Kultur-
sind makge-
hauses, ist es nunmehr méglich, das Volley-
balispiel regelmGBig und taglich durchzufiih
ren
Nach getaner Arbeit, spielt Volleyball als
Ausgleichssport, es gibt euch neve Kraft und
stahit den Kérper
Zur Erfiillung unseres groBen Finfjiahrplanes
brauchen wir gesunde Menschen, die uns
durch gute Sportaktivitat gegeben werden
Damit schaffen wir unsere groBe Aufgabe, dic
wir jederzeit schiitzen werden, um in einem
friedliebenden und geeinten Deutschland zu
leben.
Darum kommt zu uns, schlieBt euch der Sek-
tion Volleyball an, und ihr werdet sehen
wenn ihr selbst mitmacht, wie wichtig gerade
das Volleyballspie! fir alle Sportarten ist
Der T rainingsbetrieb findet jeden Mitt-
woch von 16.30 bis 18 Uhr im Gelande des
Kulturhauses statt.
Sektion ,,Volleyball’’ der BSG-Motor Nds
BSG-Leitung
Das Telefonieren und seine Folgen.
Im SW - Spiegel Nr. 27 war ein Artikel zu
lesen, in welchem sich die Kollegin Buln, Af |
beschwerte, nicht mit der nétigen Haéflichkeit
Am
am Telefon behandelt worden zu ¢ein.
SchiuB ihres Schreibens fordert sie von uns
eine Stellungnahme. Dies soll hiermit ge-
schehen
ich nehme davon Abstand, nochmals die Zeilen
von der Kollegin hier anzufiihren, sondern
médhite der Kollegin eine Antwort geben, wo-
raus sie ersieht, daB sie eine andere Hand-
lungsweise nicht erwarten konnte
Dieser Kollege. der am Apparat verlangt
wurde, bekommt fast taglich zwei, ja sogar
mancimal drei Gesprache, und zwar von
Kolleginnen aus dem Werk. Nun, an sich ist
es ja nichts Verwunderliches, wenn es Ge-
sprache waren, die wirklich betriebliche Fragen
oder Produktionsfragen zum Inhalt hatten.
Aber es sind dies, und das in jedem Falle,
leider nur Privatgesprache. Was wunder, wenn
Gesprachen
geschenkt wird? Auch in Zukunft werden sol-
che Gesprache von uns nicht mehr abgenom-
denn dazu ist keine Zeit vorhanden
Deshalb hatte ich auch an diesem Tag keine
Zeit dafiir. Da es sich hierbei ausgerechnet
einmal um eine wichtige Sache handelt, konnte
ich ja schlieBlich nicht wissen.
Dann ist weiterhin in diesem Artikel ein Satz
zu lesen, welcher so abgefaft ist, als
die Arbeitsdisziplin im Mfc-Priiffeld nicht eine
sehr gute. Es ist hierbei die Rede davon, da
8 Kollegen herumsitzen, sich unterhalten usw
diesen keine Aufmerksamkeit
men,
wore
Ich méchte dieser Kollegin nur eins sagen
wenn man schon einen Artikel schreibt, so
muB8 man sich die Worte vorher genau iiber-
legen, bevor man sie niederschreibt. Denn
dieses, was Kollegin Buhn da geschrieben bat,
ist vollendeter Unsinn. Ich werde auch sagen
warum: Zun&chst waren es nicht 8, sondern
nur 6 Kollegen. Die Kollegen des Mfc-Priif-
pi
Liebe Kollegen!
Erinnert ihr euch an das Strichmannlein in der
vorigen Nummer? Seht ihr, aus 12 solcher
MaGnnlein entstehen dann die fertigen Figuren
Viele werden nun sagen, was soll denn der
Blédsinn? Aber, liebe Kolleginnen, das ist kein
Unsinn. Habt ihr schon einmal etwas vom
Reigenschwimmen und Figurenlegen gehért?
Es gehért mit zum volkstiimlichen Schwimmen.
Fir alle die Frauen und Madchen, die an
keinem Schwimmwettkampf teilnehmen wollen
oder kénnen, ist dies ein schéner Sport.
Um unsere bestehende Mannschaft weiter aus-
zubauen, benétigen wir noch eine ganze
Menge Kolleginnen. Auch ist dbeabsichtigt. eine
2. Mannschaft aufzubauen. Bitte meldet euch
mit Namen und Abteilung in der BSG. Zuletzt
sei noch erwGhnt, daB die Ubungsstunden bei
uns im Bad abgehalten werden.
Hans Rudolph, Afh
feldes arbeiten in 3 Schichten und da es kurz
vor Schichtwechsel war, ist es logischerweise
ganz erklarlichh, daB du eben mehr Kollegen
anwesend sind als sonst. Deshalb méchte ich
auch diesen Satz, der unsere Arbeitsdisziplin
nicht gerade in das beste Licht stellt, mit voll-
ster Entschiedenheit zuriickweisen.
Ich mochte die Kollegin bitten, daB sie sich
diese Worte annimmt und in Zukunft danach
handelt.
Dann beschwert sich die Kollegin iber das von
uns an den Tag gelegte Benehmen. Hierzu
michte ich folgendes sagen. Es gibt ein Sprich-
wort: .Wer jung ist, soll frdhlich sein.” Ich
wiBte nicht, und ebenso die anderen Kollegen,
was wir fiir Antworten gegeben haben sollten,
deren wir uns schamen miiPten. Ist es vielleicht
ein Verbrechen, wenn wir lachen? Jawohl, wir
haben gelacht, und zwar iber das Auftreten
der Kollegin Buhn. Statt uns in ruhigem Ton
auf das nach ihrer Ansicht Falsche unserer
Handlungsweise hinzuweisen, kam sie in un-
seren Arbeitsraum hineingepoltert und lie ein
Geschrei los, das nicht mehr menschlich zu
nennen war.
Ich glaube, daB ich nun der Kollegin die von
uns gewiinschte Antwort in geniigender Form
gegeben habe. Wenn sie sich in Ruhe alles
Geschriebene iiberlegt, wird sie vielleicht die
Handlungsweise. die sie erfahren hat,verstehen.
Walter Koukolik, Mfc-Priiffeld
—
Erscheine mit der Lizenz-Nr. 9368 des Ames fir Information der Deutschen Demokratischen Republik.
Herausgeber: SED Betriebsparteiorganisation des Sachsenwerkes Niedersedlitz. Redaktion: Grell, Hirche, Pfortner, Wagner, Peschke.
Druck: Druckerei ,,Berthold Haupt’* Dresden-Niedersedlitz
K oO
D A AK
Declassification Authority: NND 57565
Umfang 63,5 cm. (Als Ersatz kann ein Faust-
ball dienen.) Fiir Wettspiele hat jede Mann-
schaft einen Ball zu stellen, desgleichen einen
Ersatzball.
Der Ball wird aus dem eigenen Feld durch
einen Schlag mit der offenen Hand iiber das
Netz in das gegnerische Feld geschiagen.
Der Ball darf nie den Boden beriihren {im
Gegensatz zum Faustball). Er wird im Fluge
hin- und hergeschlagen. Innerhalb eines
Spielvorganges kann dies dreimal geschehen.
Aber auch hier darf er nicht den Boden be-
riihren. Ein Spieler kann den Ball zweimal
schlagen, aber nicht hintereinander, z. B. den
1. und den 3. Schlag. wahrend den 2. Schlag
ein anderer Spieler ausfiihren mu. Jede
Mannschaft hat die Aufgabe. den Ball zuriick-
zuschlagen, bis ein Fehler gemacht wird, der
den Spielvorgang beendet. Die Spieler miis-
sen bemiiht sein, den Ball so ber das Netz
zu bringen, dal der Gegenseite der Riickschlag
méglichst erschwert wird. Jeder Fehler der
aufnehmenden Partei wird der aufgebenden
mit einem Punkt berechnet. Nach einem Vor-
teil wird das neue Spiel durch Angabe des
Balles erdffnet. Macht die aufgebende Partei
einen Fehler, verliert sie die Angabe. Das
Spiel geht bis zu 15 Punkten, bei 14:14
wird bis zum Unterschied von zwei Punkten
weitergespielt. Der Sieg wird mit zwei gewon-
nenen von drei ausgetragenen Spielen ent-
schieden. Punkte kdnnen nur von der auf-
gebenden Partei gewonnen werden. Punkt-
gewinn findet statt: beim Fallenlassen des
gegnerischen Balles im eigenen Feld, aufer-
halb des Feldes und beim Beriihren des Bo-
dens (Grenz- und Mittellinie gehéren zum
eigenen Feld), bei zu langem, absichtlichem
Halten des Balles, bei zweimaligem, hinter-
einander folgendem Schlag des gleichen Spie-
lers, beim Beriihren von Netz oder Pfosten
durch den Gegner (geschicht des durch zwei
Spieler einer jeden Partei, erfolgt neue An-
gabe), beim Uber- oder Unter-das-Netz-
reichen, um den Ball ins Gegenfeld zu schla-
gen, beim schlagen mit der Faust, Beriihren
des Balles von mehr als drei Spielern wah-
rend eines Spiclvorganges. Beriihren des Kér-
pers durch den Ball unterhalb der Hite.
Angabe: Die Seiten werden ausgelost, der
Gewinner wahit die Seite. Das Spiel wird
durch den Gegner mit dem Anwurf begonnen.
Spieler Nr. 1 der Angabenmannschaft
schlagt den Ball mit der offenen Hand in das
Gegenfeld. Er steht mit beiden FiBen hinter
der rechten Ecke seines Spielteldes, (wie beim
Tennis). Diese Mannschaft gibt an, solange
sie im Punktgewinn ist, Neuangabe erfolgt
nach jedem gewonnenen Punkt.
Begeht die Angabenmannscaft einen Fehler,
tritt Angabenwechsel ein. Es gibt aber keinen
Punktgewinn fiir den Gegner. Spieler Nr. 1
der Gegenpartei beginnt mit dem Spiel.
Kommt nun die andere Mannschaft wieder
zum Angabenrecht, ist jetzt Spieler Nr. 2 der
Angebende. Er hat den Platz des Spielers
Nr. 1 eingenommen, dieser den Platz von Nr. 6,
Nr. 6 den von Nr. 5. Der Platzwechsel er-
folgt wie der Lauf des Uhrzeigers. Nach dem
1. und 2. Satz werden die Seiten gewechselt.
Angabe erfolgt durch die im vorangegan-
genen Satz unterlegene Mannschoft. Wird
das Spiel wettkampfmaBig ausgetragen, er-
folgt ein Spiel, nach Zeit: zweimal 15 Minu-
ten. Nach unentschiedenem Spiel wird die
Spieldauer ohne Pause nach neuem Losen,
Platz- und Ballwahl um zweimal 5 Minuten
verlangert. Ist dann noch keine Entscheidung
gefallen, wird wieder um zweimal 5 Minuten
verlangert. Danach wird das Spiel. falls keine
Entscheidung erreicht ist. neu angesetzt.
Jedes Wettspiel wird von einem Schiedsrichter,
dem zwei Linienrichter und zwei Anschreiber
zur Seite stehen, geleitet. Die Buchungen der
Anschreiber (Punktgewinn und Angabefolge)
vom Schiedsrichter iiberwacht, sind mafkge-
bend.
Durch die Schaffung der beiden herrlichen
Volleyballplétze in den Anlagen des Kultur-
hauses, ist es nunmehr méglich. das Volley-
ballspiel regelm&Big und taglich durchzufiih
ren.
Nach getaner Arbeit, spielt Volleyball als
Ausgleichssport, es gibt euch neve Kraft und
stahit den Kérper.
Zur Erfiillung unseres groBen Fiinfiahrplanes
brauchen wir gesunde Menschen, die uns
durch gute Sportaktivitat gegeben werden.
Damit schaffen wir unsere groBe Aufgabe, die
wir jederzeit schiitzen werden, um in einem
friedliebenden und geeinten Deutschland zu
leben.
Darum kommt zu uns, schlie®t euch der Sek-
tion Volleyball an, und ihr werdet sehen.
wenn ihr selbst mitmacht. wie wichtig gerade
das Volleyballspiel fir alle Sportarten ist.
Der Trainingsbetrieb findet jeden Mitt-
woch von 16.30 bis 18 Uhr im Gelande des
Kulturhauses statt.
Sektion .,Volleyball’’ der BSG-Motor Nds.
BSG-Leitung
Das Telefonieren und seine Folgen.
Im SW-Spiegel Nr. 27 war ein Artikel zu
lesen, in welchem sich die Kollegin Buhn, Af I,
beschwerte, nicht mit der ndtigen Haflichkeit
am Telefon behandelt worden zu sein. Am
Schiu8 ihres Schreibens fordert sie von uns
eine Stellungnahme. Dies soll hiermit ge-
schehen.
Ich nehme davon Abstand, nochmals die Zeilen
von der Kollegin hier anzufiihren, sondern
médchte der Kollegin eine Antwort geben, wo-
raus sie ersieht, daB sie eine andere Hand-
lungsweise nicht erwarten konnte.
Dieser Kollege, der am Apparat verlangt
wurde, bekommt fast taglich zwei, ja sogar
mandimal drei Gesprache, und zwar von
Kolleginnen aus dem Werk. Nun, an sich ist
es ja nichts Verwunderliches, wenn es Ge-
sprache waren, die wirklich betriebliche Fragen
oder Produktionsfragen zum Inhalt hatten.
Aber es sind dies, und das in jedem Falle,
leider nur Privatgesprache. Was wunder, wenn
diesen Gesprachen keine Aufmerksamkeit
geschenkt wird? Auch in Zukunft werden sol-
che Gesprache von uns nicht mehr abgenom-
men, denn dazu ist keine Zeit vorhanden.
Deshalb hatte ich auch an diesem Tag keine
Zeit dafiir. DaB es sich hierbei ausgerechnet
einmal um eine wichtige Sache handelt, konnte
ich ja schlieBlich nicht wissen.
Dann ist weiterhin in diesem Artikel ein Satz
zu lesen, welcher so abgefaft ist, als ware
die Arbeitsdisziplin im Mfc-Priiffeld nicht eine
sehr gute. Es ist hierbei die Rede davon, da®
8 Kollegen herumsitzen, sich unterhalten usw.
Ich méchte dieser Kollegin nur eins sagen,
wenn man schon einen Artikel schreibt, so
mu8 man sich die Worte vorher genau iiber-
legen, bevor man sie niederschreibt. Denn
dieses, was Kollegin Buhn da geschrieben hat,
ist vollendeter Unsinn. Ich werde auch sagen
warum: ZunGchst waren es nicht 8, sondern
nur 6 Kollegen. Die Kollegen des Mfc-Priif-
h
Liebe Kollegen!
Erinnert ihr euch an das Strichmannlein in der
vorigen Nummer? Seht ihr, aus 12 solcher
MGnnlein entstehen dann die fertigen Figuren.
Viele werden nun sagen, was soll denn der
Blédsinn? Aber, liebe Kolleginnen, das ist kein
Unsinn. Habt ihr schon einmal etwas vom
Reigenschhwimmen und Figurenlegen gehért?
Es gehért mit zum volkstiimlichen Schwimmen.
Fir alle die Frauen und Madchen, die an
keinem Schwimmwettkampf teilnehmen wollen
oder kénnen, ist dies ein schéner Sport.
Um unsere bestehende Mannschaft weiter aus-
zubauen, bendtigen wir noch eine ganze
Menge Kolleginnen. Auch ist beabsichtigt. eine
2. Mannschaft aufzubauen. Bitte meldet euch
mit Namen und Abteilung in der BSG. Zuletzt
sei noch erwGhnt, daB die Ubungsstunden bei
uns im Bad abgehalten werden.
Hans Rudolph, Afh
feldes arbeiten in 3 Schichten und da es kurz
vor Schichtwechse!l war, ist es logischerweise
ganz erklarlich, daB du eben mehr Kollegen
anwesend sind als sonst. Deshalb méchte ich
auch diesen Satz, der unsere Arbeitsdisziplin
nicht gerade in das beste Licht stellt, mit voll-
ster Entschiedenheit zuriickweisen.
Ich mochte die Kollegin bitten, daB sie sich
diese Worte annimmt und in Zukunft danach
handelt.
Dann beschwert sich die Kollegin iiber das von
uns an den Tag gelegte Benehmen. Hierzu
michte ich folgendes sagen. Es gibt ein Sprich-
wort: .Wer jung ist, soll frdhlich sein.” Ich
wiBte nicht, und ebenso die anderen Kollegen,
was wir fiir Antworten gegeben haben sollten,
deren wir uns schamen miiBten. Ist es vielleicht
ein Verbrechen, wenn wir lachen? Jawohl, wir
haben gelacht, und zwar iiber das Auftreten
der Kollegin Buhn. Statt uns in ruhigem Ton
auf das nach ihrer Ansicht Falsche unserer
Handlungsweise hinzuweisen, kam sie in un-
seren Arbeitsraum hineingepoltert und lie8 ein
Geschrei los, das nicht mehr menschlich zu
nennen war.
Ich glaube, daB ich nun der Kollegin die von
uns gewiinschte Antwort in geniigender Form
gegeben habe. Wenn sie sich in Ruhe alles
Geschriebene iiberlegt, wird sie vielleicht die
Handlungsweise.die sie erfahren hat,verstehen.
Walter Koukolik, Mfc-Priiffeld
NN eee
Erscheine mit der Lizenz-Nr. 936 B des Amees fir Information der Deutschen Demokratischen Republik.
Herausgeber: SED Betriebsparteiorganisation des Sachsenwerkes Niedersedlitz. Redaktion: Grell, Hirche, Pfértner, Wagner, Peschke.
Druck: Druckerei ,,Berthold Haupt’ Dresden-Niedersedilitz
Declassification Authority: NND 57565
daB bei der n&chsten Lohn- resp. Gehalts-
zahlung von jedem Werksangehérigen der
Werksausweis vorzulegen sei. Alle Ausweise
ohne roten Stempel! sollten eingezogen und
sofort der Personalabteilung zugestellt werden.
und alle Inhaber eines weifen Interimsaus-
weises soliten aufgefordert werden, sich
schnelistens ein Lichtbild beim Werksfotogra-
ten anfertigen zu lassen. Aber auch diese
Anweisung wurde wieder von einigen Abtei-
lungen der Absdhnitte Il und Ill nicht durch-
gefiihrt. Den Verantwortlichen dieser Abtei-
lungen fehit also das Verstandnis fiir dic
auBerordentliche Wichtigkeit der Durchfithrung
dieser Aufnahme. Auferdem entsteht Ver-
Grgerung unter den Kollegen, die schon so
lange auf ihren Werksausweis warten.
Nun wird von seiten des Betriebsschutzes
dazu iibergegangen, bei der Torkontrolle alle
nicht ordnungs yemGten Werksausweise ab-
zunehmen, damit sie endlich in Ordnung
gebracht werden.
Weiterhin konntefestgestellt werden, dal einige
Kollegen ihren Werksausweis wic irgend ein
wertloses Stiick Papier behandeln. Das trifft
vor allem auf einige Lehrlinge zu, denn bereits
sechs Monate nach der Nevausstellung wurde
der Ausweis in etwa zehn Stiicke gerissen vor-
gelegt und ein never Ausweis verlangt. Andere
Ausweise waren wieder derartig verschmutzt
und verschmiert, da kein Buchstabe mehr zu
erkennen war. Bei diesen Ko legen kénnte
man annehmen, da mehr vorliegt als Lieder
lichkeit oder Leichtfertigkeit.
Kolleginnen und Kollegen, beachtet bitte noch
einmal, jeder Werksausweis mul einen roten
Stempel tragen und mit einem im Werk an-
gefertigten Lichtbild versehen sein. Jeden
Dienstag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr ist
Gelegenheit zum Fotografieren. Wor eben
durch seine Abteilung nicht verstandigt wurde,
aber schon langere Zeit nur einen Interimsaus-
weis besitzt, geht von selbst zum Werksfoto-
grafen; gegen Vorlegung des Interimsaus-
weises wird das Lichtbild angefertict
Jeder Werksangehérige mu elelalelesMigele ili tr
so schnell wie midglich in den Besitz eines
ordnungsgemaBen Werksausweises zy gelan-
gen, denn auch dadurch hilft er mit. dem
Betriebsschutz seine Aufgaben zu erleichtern
und unsere Produktionserfolge vor den Feinden
unseres Aufbaues zu sichern
Kadner, Pa
Lernaktiv .Rosa Luxemburg”
Kulturdirektion, nun aber ran an den Wohnungsbau
Irn neuen Bx triebs- ollektiv vertrag ist die
unter den sozialen Leistungen angefiihrte
Verptiichtung zu finden, den ehemaligen
Gasthof Luga zu Wohnungen auszubauen.
DM sind dafiir vorgesehen - und
DM haben wir uns erwartet. Bei
ie und Bedeutung des Werkes ware
rasentativere Summe am Platze ge-
noch mehr, bei der Vielzahl
ysuchenden Kollegen hatte
Seachtung gefunden fiir soviel
. Aber dem ist nicht ganz
sehr oft, daB man diesem
unliebsamen Thema wenig Interc sse entgegen-
bringt, besonders wenn man nicht selbst von
Wohnungssorgen betroffen ist. Ich erinnere
daran, da’ nach den Anordnungen unserer
Regierung die Betriebe zum Wohnungsbau
angewk sen sind.
i . .
Und nun zum Lugaer Gasthof. Bei ihm handelt
es sich um einen Innenausbau und damit ent-
fallt zeitraubende Projektiarung. Ich rege an,
: ofort erit: Wege Zu beschreiten, die die Bau-
austiihrung erfordert. Ich schlage vor, einen
Lernaktiv I La Passionaria r
Durchfiihrungsplan zy entwickeln, der es er-
mdglicht, den Umbau bis 15. Dezember 1959
schliisselfertig auszufiihren. Um Erschwerungen
bei der Baustoffbeschaffung durch die Bau-
ausfiihrenden zu beseitigen, ist die Méglich-
keit zu untersuchen, betriebliche Reserven
bereitzustellen. Dieser Durchfiihrungsplan mu
im Sachsenwerk-Spiegel verdffentlicht werden
und wird damit der dffentlichen Kontrolle unter-
stellt. Es muB ein Verantwortlichor benannt
und Termine fiir die Etappe seiner Realisierung
festgelegt, sowie zu den Terminen im Sachsen-
werk-Spiegel Rechenschaft iibor den Stand
der Durchfihrung gegeben werden. BGL und
alle Massenorganisationen rufe ich an, meinen
Vorschlag zu priifen und praktisch Nachdruck
zu verleihen.
Zum Schlu® ist dem Genossen Leuteritz zu
erwidern, daB die Mitarbeiter des Werks-
Wohnungsausschusses ein hohes Ma von
Idealismus sowie gesellschaftliches BewuBtsein
mitbringen, um helfend die Not der Wohnung-
suchenden zu steuern.
Um den falschen Vorstellungen von der Arbeit
des Werks -Wohnungsausschusses entgegen-
Zutreten, erklare ich, da® wir nur im betricb-
lichen Rahmen die Wohnungsfragen_priifen
und zur koordinierten Arbeit mit dem Woh-
nungsamt verpflichtet sind. Die Vergebung
von Wohnungen und andere MaBnahmen ge-
schieht ausschlieBlich auch weiterhin durch das
Wohnungsamt und dessen Vergabeausschuf.
Rimmelspacher, Werks-Wohnungsausschu
Am Sonnabend
Heraus zur
GroBkundgebung
Staatsprasident Wilhelm Pieck
spricht zu 60000 Jungen Pionieren
Sachsenwerker stellen 18.15 Uhr
Stiibelallee, Spitze Fucikplatz
Obt Kritik an den Arbeiten unserer Kiinstler!
Die Kanstler Schumann und Hasse, sowie die Studenten Paul Hausler und Erich
Hering von der Hochschule _ Fir bildende Kunst“ Dresden gestalteten in unserem
Auftrage Sichtwerbungen anlaBlich des Piontertreffens.
Vier Maler haben Motive aus dem Leben unserer »ungen Pioniere” festgehalten
und in Wandbildern ausgefihrt. Die Arbeiten sind vor dem Kulturhaus und an
der Hauptfront unseres Werkes aufgestellt worden.
Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen, zu diesen Arbeiten Stellung zu neh-
men, und sprechen besonders die Jugendlichen unseres Betriebes an. an den
Arbeiten Kritik zu tben, da es Motive aus ihrem eigenen Leben sind. die von
unseren Kiénstlern gestaltet wurden.
Bitte teilt uns schriftlid: oder mindlich mit:
Wie gefallen eudh die Bilder?
Warum gefallt euch das eine Bild besser als das andere?
Was gefapflt euch an den Bildern im einzelnen nidbt?
Wir bitten, die Beurteilung bis zum 30. August 1952 an die Kulturdirektion ein-
zureichen und hofien auf zahlreiche Zusdhiriften.
Pohl, Kulturdirektion
Achtung, Leseratten!
Unsere Betriebsbiicherei ist um-
gezogen und befindet sich ab
21. August in den Raéumen un-
seres Kulturhauses.
Schaukdsten
und Wandtafeln!
Bekanntlich sind Schaukasten und Wand-
tafeln dazu da, daB sie allen Werksange-
hérigen immer das Neueste und Wichtigste
am laufenden Band bringen sollen.
Doch wie sieht dies in den meisten Schau-
kasten usw. aus?
Es ist immer das alte Ubel, wenn schon et-
was hineingehGngt wird, so wird es meist
-fast™ vergessen, es wieder herauszunehmen
und hat den wahren Sinn verfehit.
Ein kleines, sehr naheliegendes Beispiel:
Gleich am Haupttor, beim Hinausgehen linker
Hand, hangt ein Kasten. Man kann es noch
schwach erkennen, es hei®t .Kulturdienst”,
was an dem Kasten steht.
Die schénsten und herrlichsten Fotos zeigen
uns noch heute die Bilder vom groBen Erleben
des 1. Mai aus Dresden. Ja, wollen hier die
Verantwortlichen warten, bis wieder 1. Mai
wird, damit sie mit der Ausgestaltung gleich
vorzeitig fertig sind? - Dann allerdings wir-
den wir ihnen raten, sich doch mal! einen
kleinen Staublappen zu nehmen und diesen
Kasten zu sGubern, damit der anfallende
Schmutz nicht doch noch die Fotos iberdeckt. -
Dorum sagen wir, wenn schon Schaukasten
verwendet werden, - so miissen sie dann
auch das Spiegelb.ld der betreffenden Or-
ganisation bleiben. '
Einige Kollegen der Mfa
gez. Arnold
Aus dem Wettbewerb
anlaBlich des Pioniertreffens gin-
gen folgende Kollegen als Sieger
hervor:
Die besten Abteilungen:
1. Arbeitsvorbereitung 150,— DM
. Lehrwerkstatt 100,— DM
3. Af-Hodhspannung 75,.— DM
. Rundfunk-Band 60,.— DM
5. Werkzeugbau 40,— DM
Die besten Arbeitsplatze:
1. Brigade Edgar André Af-Hodhspan-
nung 50,-DM
2. Brigade Reinhardt Af-Eingangskon-
trolle 30,-DM
3.Kollegin) Buhn Af-Hochspannung
20,-DM
Budiprimien erhalten
Kollegin Kohn, Hy, Kollegin Elly
Bauer, Kf-Aufbereitung, Kollege
Horst Unger, Lw, Wickelei Ramm.
Brigade Hanke. Wzb, 1. LehrjahrLw-
/eichensaal leuerwehr.
Die Biicherstube Gutenberg
empfiehlt:
Gomarra: Kinder des schwarzen
Brotes, 196 Seiten / DM 4,307 HLw.
Der Verfasser fiihrt uns in ein altes Haus am
Ufer der Garonne und schildert das kGrgliche
Leben seiner Bewohner. Sie stehen noch unter
dem Schatten des letzten Krieges. Was wird
geschehen . . . Es gibt Zweifler und Mutlose
Aber daneben gehen mit klaren Gesichtern
jene Menschen, die ein festes Zie! haben
Immer mehr stoBen zu ihnen, auch die Zwei-
felnden beschreiten den Weg, der unaufhalt-
sam vorw@rts fiihrt, und von dem sie niemand
mehr abbringen kann.
Neben der uralten Melodie des Stromes und
des Windes ertént cin neues Lied: Brot und
Frieden. Dies ist ein Buch. das durch seinen
Lebensinhalt und die klare Art der Darstellung
fesseln wird.
AnlaBlich des Wettbewerbes der Volkskunst erhielt unser Kollege Rudolf
Hermann fir seine ausgestellten Holzsdinitzarbeiten auf der Laienkunst-
ausstellung in Berlin 1952 eine Anerkennung fér gute Leistungen auf dem
Cebiete .Bildende Kunst".
Wir beglickwinschen unseren Kollegen Hermann und hoffen. da® er diese
Auszeichnung als Ansporn nimmt, um weitere Erfolge auf dem Gebiete der
Laienkunst zu erreichen.
Pohl, Kulturdirektion
Declassification Authority: NND 57565
Wenn doch jeder Kollege
Kritik so gut
verstehen wiirde!
Bei ember Angriffiibung der Betriebsfeuerwehr
im Abschnitt 3 auf das Ollager stand der
E-Karrenfdhrer, Koll. Helmut Hiller, von der
Transportgpteilung mit seinem E-Karren auf
StraBenmitte an der Schleudergrube in Ab-
schnitt 3. TAéptz mehrmaligen Hupens raumte
er nicht die StraBe; erst nach einer scharfen
Drohung machte er die StraBe frei. Dieses
Verhalten war keinesfalls richtig: denn jeder
Fahrer wei, da® die StraBen frei zu halten
sind oder zumindest, wenn ein Fahrzeug an-
rollt, freigemacht werden miissen
Nun, der Koliege machte dann die Strafe
frei, und wir konnten unsere Ubung mit einer
kurzen Verzégerung durchfihren
Am selben Tage gegen 16.30 Uhr meldete
sich der E-Karrenfahrer im Geschaftszimmer
der Feuerwehr. Der Kollege kam nicht. um
sich wegen der groben Worte zu beschweren,
die an ihn gerichtet wurden. sondern um sich
zu entschuldigen. Er hatte seinen Fehler ein-
gesehen, und wir freuen uns sehr ber den
Kollegen. so daf ich im Namen aller Kame-
raden sagen darf, daB er durch seine Selbst-
kritik in uns die besten Freunde gefunden
hat.
Weiter so, Freund Helmut!
Hochmann, Fw
Hast du
schon einmal
Volleyball gespielt ?
Viele, die den Namen Volleyball’ lesen,
werden fragen: Was ist das fiir ein Ballspiel?
Noch nie davon gehért! Dabei gehért Volley-
ball zu den beliebtesten Ballspielen in fast
allen Landern der Welt — am meisten jedoch
wird es in der Sowjetunion gespielt. In jedem
Dorf, in jeder Stadt ist Volleyball beliebt wie
kein anderes Ballspiel. Auch ihr werdet dieses
schéne Spiel, das Gewandtheit und Geistes-
gegenwart fordert, liebgewinnen
Zu einem Spiel gehdren zweimal sechs Spieler.
AuBer diesen kénnen je Mannschaft sechs
Ersatzspieler gestellt werden, die aber immer
nur nach Beendigung eines Spielvorganges
die Stelle des ausscheidenden Spielers ein-
nehmen kénnen. Der Schiedsrichter mu8 do-
von in Kenntnis gesetzt werden. Der ausge-
schiedene Spieler darf erst im folgenden Satz
wieder teilnehmen. Nagelschuhe und Schuhe
mit Hacken sind verboten.
Das Spielfeld ist ein Rechteck von 18,30 bis
27,50 m Lange und 9,10 dis 13.75 m Breite.
Uber der Mittellinie, die das Spielfeld in zwei
Felder teilt, befindet sich in der Hdhe von
2.44 m ein engmaschiges Netz. Es ist 1 m
breit und mu dber die ganze Breite des
Feldes straff gespannt sein. Die Netzstander
stehen mindestens 1m von der Seitengrenze
entfernt. Die Mittellinie und die Grenzlinie
sind deutlich sichtbar zu machen (5 cm breit},
sie gehéren zum Spielfeld. Ein Ball der sie
berishrt. ist im Spiel.
Der Ball ist ein leichter Hohiball, der vallig
rund und straff aufgepumpt sein mu. Das
Gewicht zu Beginn 200 bis 280 Gramm, der
5
= —oe we ee Or oe oe ee -
daB bei der nachsten Lohn- resp. Gehalts-
zahlung von jedem Werksangehérigen der
Werksausweis vorzulegen sei. Alle Ausweise
ohne roten Stempel! soliten eingezogen und
sofort der Personalabteilung zugestellt werden,
und alle Inhaber eines weiBen Interimsaus-
weises soliten aufgefordert werden, sich
schnelistens ein Lichtbild beim Werksfotogra-
fen anfertigen zu lassen. Aber auch diese
Anweisung wurde wieder von einigen Abtei-
lungen der Abschnitte Il und Ill nicht durch-
gefihrt. Den Verantwortlichen dieser Abtei-
lungen fehit also das Verstandnis fiir dic
auBerordentliche Wichtigkeit der Durchfithrung
dieser Aufnahme. AuBerdem entsteht Ver-
Grgerung unter den Kollegen, die schon so
lange auf ihren Werksausweis warten.
Nun wird von seiten des Betriebsschutzes
dazu iibergegangen, bei der Torkontrolle alle
nicht ordnungsgem&Ben Werksausweise ab-
zunehmen, damit sie endlich in Ordnung
gebracht werden.
Weiterhin konntefestgestellt werden, da einige
Kollegen ihren Werksausweis wie irgend ein
wertloses Stiick Papier behandeln. Das trifft
vor allem auf einige Lehrlinge zu, denn bereits
sechs Monate nach der Neuausstellung wurde
der Ausweis in etwa zehn Stiicke gerissen vor-
gelegt und ein neuer Ausweis verlangt. Andere
Ausweise waren wieder derartig verschmutzt
und verschmiert, daB kein Buchstabe mehr zu
erkennen war. Bei diesen Kollegen kénnte
man annehmen, da mehr vorliegt als Lieder-
lichkeit oder Leichtfertigkeit.
Kolleginnen und Kollegen, beachtet bitte noch
einmal, jeder Werksausweis muf einen roten
Stempel tragen und mit einem im Werk an-
gefertigten Lichtbild versehen sein. Jeden
Dienstag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr ist
Gelegenheit zum Fotografieren. Wer eben
durch seine Abteilung nicht verstandigt wurde,
aber schon langere Zeit nur einen Interimsaus-
weis besitzt, geht von selbst zum Werksfoto-
grafen; gegen Vorlegung des Interimsaus-
weises wird das Lichtbild angefertigt.
Jeder Werksangehérige mu danach trachten*
so schnell wie méglich in den Besitz eines
ordnungsgemaBen Werksausweises zu gelan-
gen, denn auch dadurch hilft er mit. dom
Betriebsschutz seine Aufgaben zu erleichtern
und unsere Produktionserfolge vor den Feinden
unseres Aufbaues zu sichern.
Kadner, Pa
Lernaktiv .Rosa Luxemburg”
Kulturdirektion, nun aber ran an den Wohnungsbau
Im neuen Betriebs-Kollektivvertrag ist die
unter den sozialen Leistungen angefiihrte
Verpflichtung zu finden, den ehemaligen
Gasthof Luga zu Wohnungen auszubauen.
20000 DM sind dafiir vorgesehen - und
200000 DM haben wir uns erwartet. Bei
der GréBe und Bedeutung des Werkes ware
eine reprasentativere Summe am Platze ge-
wesen, und noch mehr, bei der Vielzahi
unserer wohnungsuchenden Kollegen hatte
das jubelnde Beachtung gefunden fiir soviel
soziales Verstandnis. Aber dem ist nicht ganz
so. Wir spiiren sehr oft, daB man diesem
unliebsamen Thema wenig Interesse entgegen-
bringt, besonders wenn man nicht selbst von
Wohnungssorgen betroffen ist. Ich erinnere
daran, daB nach den Anordnungen unserer
Regierung die Betricbe zum Wohnungsbau
angewiesen sind.
Und nun zum Lugaer Gasthof. Bei ihm handelt
es sich um einen Innenausbau und damit ent-
fallt zeitraubende Projektizrung. Ich rege an,
sofort alle Wege zu beschreiten, die die Bau-
cusfihrung erfordert. Ich schlage vor, einen
Lernaktiv .La Passionaria”
Durchfiihrungsplan zy entwickeln, der es er-
méglicht, den Umbau bis 15. Dezember 1959
schliisselfertig auszufiihren. Um Erschwerungen
bei der Baustoffbeschaffung durch die Bau-
ausfiihrenden zu beseitigen, ist dic Méglich-
keit zu untersuchen, betriebliche Reserven
bereitzustellen. Dieser Durchfihrungsplan mu
im Sachsenwerk-Spiegel veréffentlicht werden
und wird damit der dffentlichen Kontrolle unter-
stellt. Es mu ein Verantwortlicher benannt
und Termine fiir die Etappe seiner Realisierung
festgelegt, sowie zu den Terminen im Sachsen-
werk-Spiegel Rechenschaft iiber den Stand
der Durchfithrung gegeben werden. BGL und
alle Massenorganisationen rufe ich an, meinen
Vorschlag zu priifen und praktisch Nachdruck
zu verleihen.
Zum SchluB ist dem Genossen Leuteritz zu
erwidern, daB die Mitarbeiter des Werks-
Wohnungsausschusses ein hohes Ma8 von
Idealismus sowie gesellschaftliches BewuBtsein
mitbringen, um helfend die Not der Wohnung-
suchenden zu steuern.
Um den falschen Vorstellungen von der Arbeit
des Werks -Wohnungsausschusses entgegen-
zutreten, erklare ich, da wir nur im betrieb-
lichen Rahmen die Wohnungsfragen _priifen
und zur koordinierten Arbeit mit dem Woh-
nungsamt verpflichtet sind. Die Vergebung
von Wohnungen und andere Manahmen ge-
schieht ausschlieBlich auch weiterhin durch das
Wohnungsamt und dessen Vergabeausschuf.
Rimmelspacher, Werks-Wohnungsausschu8
Am Sonnabend
Heraus zur
GroBkundgebung
Staatsprisident Wilhelm P ieck
spricht zu 60000 Jungen Pionieren
Sachsenwerker stellen 18.15 Uhr
Stiibelallee, Spitze Fucikplatz
UObt Kritik an den Arbeiten unserer Kiinstler!
Die Kanstler Schumann und Hasse, sowie die Studenten Paul Hausler und Erich
Hering von der Hochschule , Fir bildende Kunst“ Dresden gestalteten in unserem
Auftrage Siditwerbungen anlaGlich des Pioniertreffens.
Vier Maler haben Motive aus dem Leben unserer , Jungen Pioniere” festgehalten
und in Wandbildern ausgeféhrt. Die Arbeiten sind vor dem Kulturhaus und an
der Hauptfront unseres Werkes aufgestellt worden.
Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen, zu diesen Arbeiten Stellung zu neh-
men, und sprechen besonders die Jugendlichen unseres Betriebes an. an den
Arbeiten Kritik zu Gben, da es Motive aus ihrem eigenen Leben sind, die von
unseren Kénstlern gestaltet wurden.
Bitte teilt uns schriftlich oder mindlic: mit:
Wie gefallen euch die Bilder?
Warum gefallt euch das eine Bild besser als das andere?
Was Sy euch an den Bildern im cinzelnen nicht?
Wir bitten, die
eurteilung bis zum 30. August 1952 an die Kulturdirektion eia-
zureichen und hoffen auf zahlreiche Zusdhriften.
Pohl, Kulturdirektion
Achtung, Leseratten!
Unsere Betriebsbiicherei ist um-
gezogen und befindet sich ab
21. August in den Raumen un-
seres Kulturhauses.
Schaukdsten
und Wandtafeln!
Bekanntlich sind Schaukasten und Wand-
tafeln dazu da, da® sie allen Werksange-
hdrigen immer das Neueste und Wichtigste
am laufenden Band bringen sollen.
Doch wie sieht dies in den meisten Schau-
kGsten usw. aus?
Es ist immer das alte Ubel, wenn schon et-
was hineingehGngt wird, so wird es meist
fast” vergessen, es wieder herauszunehmen
und hat den wahren Sinn verfehit.
Ein kleines, sehr naheliegendes Beispiel:
Gleich am Haupttor, beim Hinausgehen linker
Hand, hangt ein Kasten. Man kann es noch
schwach erkennen, es heift .Kulturdienst”,
was an dem Kasten steht.
Die schénsten und herrlichsten Fotos zeigen
uns noch heute die Bilder vor groBen Erleben
des 1. Mai aus Dresden. Ja, wollen hier die
Verantwortlichen warten, bis wieder 1. Mai
wird, damit sie mit der Ausgestaltung gleich
vorzeitig fertig sind? - Dann allerdings wir-
den wir ihnen raten, sich doch mal einen
kleinen Staublappen zu nehmen und diesen
Kasten zu sGubern, damit der anfallende
Schmutz nicht doch noch die Fotos iiberdeckt. -
Darum sagen wir, wenn schon Schaukasten
verwendet werden, - so miissen sie dann
auch das Spiegelb.ld der betreffenden Or-
ganisation bleiben. '
Einige Kollegen der Mfa
gez. Arnold
— —_- +
Aus dem Wettbewerb
anlaBlich des Pioniertreffens gin-
gen folgende Kollegen als Sieger
hervor:
Die besten Abteilungen:
1. Arbeitsvorbereitung 150,— DM
2. Lehrwerkstatt 100,— DM
3. Af-Hodhspannung 75,— DM
4. Rundfunk-Band 60,— DM
5. Werkzeugbau 40,— DM
Die besten Arbeitsplatze:
1. Brigade Edgar André Af-Hochspan-
nung 50,-DM
2. Brigade Reinhardt Af-Ringangskon-
trolle 30,-DM
3.Kollegin’) Buhn Af-Hochspannung
20,-DM
Budchpramien erhalten:
Kollegin Kohn, Hv, Kollegin Elly
Bauer, Rf-Aufbereitung, Kollege
Horst Unger, Lw, Wickelei Ramm,
Brigade Hanke. Wzb, 1. LehrjahrLw-
7eichensaal, Feuerwehr.
Die Biicherstube Gutenberg
empfiehlit:
Gamarra: Kinder des schwarzen
Brotes, 196 Seiten / DM 4,30/ HLw.
Der Verfasser fiihrt uns in ein altes Haus am
Ufer der Garonne und schildert das kargliche
Leben seiner Bewohner. Sie stehen noch unter
dem Schatten des letzten Krieges. Was wird
geschehen . . . Es gibt Zweifler und Mutlose.
Aber daneben gehen mit klaren Gesichtern
jene Menschen, die ein festes Zie! haben.
Immer mehr stoBen zu ihnen, auch die Zwei-
felnden beschreiten den Weg, der unauthalt-
sam vorwGrts fiihrt, und von dem sie niemand
mehr abbringen kann.
Neben der uralten Melodie des Stromes und
des Windes ertdnt cin neues Lied: Brot und
Frieden. Dies ist ein Buch. das durch seinen
Lebensinhalt und die klare Art der Darstellung
fesseln wird.
sss
AnlaBlichh des Wetthewerbes der Volkskunst erhielt unser Kollege Rudolf
Hermann fir seine ausgestellten Holzsdinitzarbeiten auf der Laienkunst-
ausstellung in Berlin 1952 eine Anerkennung fir gute Leistungen auf dem
Gebiete .Bildende Kunst*.
Wir beglickwiinschen unseren Kollegen Hermann und hoffen, da® er diese
Auszeichnung als Ansporn nimmt, um weitere Erfolge auf dem Gebiete der
Laienkunst zu erreichen.
Pohl, Kulturdirektion
Declassification Authority: NND 57565
Wenn doch jeder Kollege
Kritik so gut
verstehen wiirde!
Bei ether Angriffiibung der Betriebsfeuerwehr
im Abschnitt 3 auf das Ollager stand der
E-Karrenfdhrer, Koll. Helmut Hiller, von der
Tranportapcung mit seinem E-Karren auf
StraBenmitle an der Schleudergrube in Ab-
schnitt 3. Téptz mehrmaligen Hupens raumte
er nicht die StraBe; erst nach einer scharfen
Drohung machte er die StraBe frei. Dieses
Verhalten war keinesfalls richtig; denn jeder
Fahrer wei8. da8 die StraBen frei zu halten
sind oder zumindest, wenn ein Fahrzeug an-
rollt, freigemacht werden miissen.
Nun, der Koliege machte dann die Strafe
frei, und wir konnten unsere Ubung mit einer
kurzen Verzégerung durchfihren.
Am selben Tage gegen 16.30 Uhr meldete
sich der E-Karrenfahrer im Geschaftszimmer
der Feuerwehr. Der Kollege kam nicht, um
sich wegen der groben Worte zu beschweren,
die an ihn gerichtet wurden, sondern um sich
zu entschuldigen. Er hatte seinen Fehler ein-
gesehen, und wir freuen uns sehr Gber den
Kollegen, so daB ich im Namen aller Kame-
raden sagen darf, daB er durch seine Selbst-
kritik in uns die besten Freunde gefunden
hat.
Weiter so, Freund Helmut!
Hochmann, Fw
Hast du
schon einmal
Volleyball gespielt ?
Viele. die den Namen .Volleyball” lesen,
werden fragen: Was ist das fiir ein Ballspiel?
Noch nie davon gehért! Dabei gehért Volley-
ball zu den beliebtesten Ballspielen in fast
allen Landern der Welt — am meisten jedoch
wird es in der Sowjetunion gespielt. In jedem
Dorf, in jeder Stadt ist Volleyball beliebt wie
kein anderes Ballspiel. Auch ihr werdet dieses
schéne Spiel, das Gewandtheit und Geistes-
gegenwart fordert, liebgewinnen.
Zu einem Spiel gehéren zweimal sechs Spieler.
AuBer diesen kénnen je Mannschaft sechs
Ersatzspieler gestellt werden, die aber immer
nur nach Beendigung eines Spielvorganges
die Stelle des ausscheidenden Spielers ein-
nehmen kénnen. Der Schiedsrichter mu8 da-
von in Kenntnis gesetzt werden. Der ausge-
schiedene Spieler darf erst im folgenden Satz
wieder teilnehmen. Nagelschuhe und Schuhe
mit Hacken sind verboten.
Das Spielfeld ist ein Rechtek von 18,30 bis
27,50 m Lange und 9,10 dis 13.75 m Breite.
Uber der Mittellinie, die das Spielfeld in zwei
Felder teilt, befindet sich in der Héhe von
2.44 m ein engmaschiges Netz. Es ist 1 m
breit und muB ber die ganze Breite des
Feldes straff gespannt sein. Die Netzstander
stehen mindestens 1m von der Seitengrenze
entfernt. Die Mittellinie und die Grenzlinie
sind deutlich sichtbar zu machen (5 cm breit),
sie gehéren zum Spielfeld. Ein Ball der sie
beriihrt, ist im Spiel.
Der Ball ist ein leichter Hohiboll, der vallig
rund und straff aufgepumpt sein mu8. Das
Gewicht zu Beginn 200 bis 280 Gramm, der
5
Welche Aufgaben soll
Lic be Kolleg nnen! Uber das Wesen und dix
Bedeutung der Frauenausschiisse bestehen
immer noch Unklarheiter .Was ist das
wieder fiir eine neue Organisation?” hért
man oft die Kolleginnen fragen. Die Frauen
ausschisse sind aber keine Organisation mit
einem bestimmten Programm und Statut. sie
kassieren keine Beitrage, haben keinen Vor-
stand, keinen hauptamtlichen Apparat und
keine ibergeordnete Leitung. Ein Frauenaus
schu8 ist das Organ aller Frauen eines Re-
triebes. Er wird sich praktisch mit allen Fragen
kultureller, sozialer, betrieblicher und politischer
Art beschaftigen. Wie viele Frauen und Mad-
chen gibt es noch, die von den vielen gesetz-
lid) verankerten Rechten keinen Gebrauch
machen. Das Ziel der |
daher, alle Frauen fiir
Interessen zu mobilisicren. Weiter ist es die
Aufgabe der Frauenausschiisse, durch dis
Entfaltung einer ernsthaften Kritik dafiir zu
sorgen, da die Forderungen der Frauen auf
Qualifizic rung und auf die Schaffung sozialer
Einrichtungen usw. verwirklicht werden. Uber
nausschisse ist
Vertretung ihrer
all diese Fragen werden wir noch oft in der
Betriebszeitung zu berichten haben.
Liebe Kolleginnen, ihr habt die besten und
aktivsten Frauen in euren Abteilungen selbst
gewahit. Der Frauenausschu unseres Betrix
bes setzt sich demnach aus folgenden Kolle-
ginnen zusammen:
Apparatefabrik
Kollegin Buhn, Af |
s Jun j2@, Af |
Riidiger, Af Il
Winkler, Dreherei
Gérlt, Bohrerei
Breitling, Lackiererei
Wehnert, Lager 16
Buresch, Fraserei
KannegieBer, Kontrolle
. Kiihne Verwaltung
Mfa-Stanzerei
Kollegin Zimmermann
Zocher
Miller
Tschai
Schlesiger
Dorowa
BGL
Kollegin Schépe
Rundfunk
Kollegin Lindner
Polster
Hilliger
Bartlau
G&rtner
Vorber. Betr. V/I
Kollegin Kaden My
Erlor Umspinnerei
Wegener, Weareneingang
Grell, Ré« daktion
Schlameus Finkauf
Vorber. Betr. VII
Kollegin Zepper RK und NK
. Linke, RK und NK
Herzog, Wm
Schatz, Tz
Sperling, Einkauf
Hofrichter, La
Fahrenbach. La
Metzner, Hausv.
Schwenke, Abt
2
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Augen auf,
Kolleginnen!
Noch viel laft sich
verbessern, verein
fachen oder irgend-
wie rationeller ge
stalten.
Mfa-Wickelei |
Kollegin Kunze
Rohmer
Richter
Mfa-Wickelei I
Kollegin Witczorek
Seibt
Wea ter
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Kraft
Keller
Lehnhard
G&rtner, Rf
unser FrauenausschuR haben?
ee
+
Elsa Lindemann, Rf
Betr.: Bodenplatte ER 84892 fiir
Olympia 502W
Bisher wurde die Bodenplatte mit 3 Holz-
schrauben am Gehause befestigt.
Die Kollegin schlug vor:
Die mittlere der 3 Schrauben wegzulassen und
die an den Schmalseiten befindlichen Lacher
auf Mitte zu setzen.
Vorteil: Zeit- und Holzschraubenein-
sparung (Engpaft)
Gesdhatzte Jahreseinsparung DM 500,—
Pramie DM 50,—
Unser FrauenausschuB tagte...
Uber die Bedeutung und die Aufgaben des
Frauenausschusses sprach zu uns die Kollegin
Charlotte Brauer von der Betriebsparteischule
am 22. 7. 52 in der Kantine Ost.
Liebe Kolleginnen, ich selbst bin Mitglied dic-
ses Ausschusses und méchte in kurzen Zeilen
dazu Stellung nehmen.
Wir Frauen begrii8en diese Einrichtung, weil
sie unbedingt erforderlich ist. In den meisten
GroRbetrieben unserer DDR bestchen schon
langst Frauenausschiisse und sind Helfor
unserer werktGtigen Frauen. - Liebe Kol-
leginnen, ich bin der Meinung, da8 auch bei
uns im Sachsenwerk der Frauenausschu8 gute
Arbeit leisten kann. Wir Frauen machen noch
viel zu wenig Anspruch auf unsere Rechte. die
uns unsere Regierung in Gesetzen verankert.
Die Kollegin Brauer wies auf die fachliche und
gesellschaftliche Qualifizierung der Frauen hin.
Es stehen uns so viele Mitte! zur Verfiigung
(Abendschule usw.), um uns weiter zu bilden.
Viele Madchen und Frauen haben einen Ar-
beitsplotz, wo man sagen kann, diese Kolle-
gin kSnnte besonderes oder besseres leisten,
sie hat das Zeug dazu. Sie méchte auch ger
ne, hat aber Hemmungen.
Kolleginnen, macht mehr Gebrauch von dem
Gesetz der Gleichberechtigung der Frauen. -
Viele unserer Kollegen sind noch nicht einver-
standen mit diesem Gesetz. Sie meinen,
Gleichberechtigung der Frau heift, da die
Frau das gleich schwere Stiick Eisen schlep-
pen muB wie die Kollegen, aber bezahit be-
kommen sie immer noch den geringeren Lohn.
Auch dieser Angelegenheit nimmt sich der
Frauenausschu8 an.
Liebe Kolleginnen, das Thema .Verbesse-
rungsvorschlage” médhte ich noch einmal ganz
besonders erw&hnen. Ist der Vorschlag auch
noch so klein und unscheinbar, reicht ihn ein.
Unsere Kollegen Ingenieure und Techniker
verwenden ihn. Ihr helft damit dem Aufbau
und der Erfiillung unseres Finfjahrplanes.
Liebe Kolleginnen, ich richte die Bitte an euch,
kommt mit euren Sorgen zu uns, seien sie
personlich, am Arbeitsplatz oder gesellschaft-
lich. Der Frauenausschu8 ist immer bemitht,
euch zu helfen.
Unsere Betriebsleitung und die SED-Betriebs-
parteileitung werden uns in unserer Arbeit
unterstitzen.
Lieselotte Buhn, Af |
Uber den nebenstehenden Brief unserer Kin-
der aus Kratzhammer haben wir uns sehr
gefreut, zeigt er uns doch erneut, da keiner
zu klein ist, um beim Aufbau tatkraftig mit-
helfen zu kénnen.
4. Berufswettbewerb der deutschen
Jugend
Vom 15. November 1951 bis 30. Juli 1952
wurde der 4. Berufswettbewerb der deutschen
Jugend durchgefiihrt.
Nach anfanglichen Schwierigkeiten nahmen
schlieBlich alle Lehrlinge unseres Betriebes
daran teil. Sie waren insgesamt in 36 Lern-
oktive aufgeteilt. Leider war es uns nicht
méglich, fiir jedes Lernaktiv einen Kollegen
des Betriebes als Paten zu gewinnen, und
wir hoffen sehr, daB sich in Zukunft mehr
Kollegen zur Verfiigung stellen.
Am 5. Marz 1952 fiihrten wir eine Zwischen-
wertung durch und zeichneten die besten
Lehrlinge ihres Aktivs und das beste Lern-
aktiv jedes Lehrjahres aus. Dabei erlebten
wit die Oberraschung, daB in jedem Lehrjahr
die Starkstrommonteure das beste Aktiv
stellten. Das Bild hatte sich jedoch bis zur
Endbewertung am 30. Juni 1952 grundlegend
geandert. Keines der vorgenannten Aktive
konnte sich fiir die Entscheidung qualifizieren.
Die anderen Lernaktive hatten ihre Leistun-
gen gesteigert und die Bilder zeigen die am
5. Juli 1952 anlaBlich der AbschluBfeier im
Kulturhaus ausgezeichneten Lernaktive,
Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen auf,
sich mehr als bisher fiir die Lehrlingsaus-
bildung zu interessieren und hoffen und
wiinschen, daB wir in Zukunft mehr als bisher
von BGL, FD] und Parteileitung unterstiitzt
werden, um die Durchfiihrung des 5. Berufs-
wettbewerbes, der im Oktober beginnt, rei-
bungsloser durchfiihren zu kdnnen.
Vergessen wir nicht, daB der Wetttewerb ein
wichtiges Mittel zur Steigerung der Arbeits-
produktivitat und gesteigerte Arbeitsprodukti-
vitat die Voraussetzung fiir den Aufbau des
Sozialismus ist. Kihnelt, Ausbildungsleiter
. “se f* @
Pee a Soh
St
a
Am Montag, dem 11. 8. 1952, fiihrten wir eine Krdutersammlung durch. Die meisten Kinder
unseres Lagers kannten das Johanniskraut noch nicht, so da es unser Lagerleiter Wilfried noch
einmal zeigen mufste. Nach dem Fahnenappell gingen wir los. Jede Helfergruppe sammelte am
Vormittag und am Nadimittag. Die Gruppe. die am meisten gesammelt hat, bekommt eine
Pramie. Am Dienstag, dem 12. 8, wurde das Johanniskraut von der Donath-Kelterei abge
holt. Wir sammelten 180 kg und bekamen dafiir 33,- DM. Die Jungen der Gruppe 3 gewannen
den Wettbewerb und bekommen die Pramie. So haben auch wir Jungen und Méddel einen Bei-
trag zum Wirtschaftsplan geleistet, und damit sprechen wir unseren Dank an die Regierung
der Deutschen Demokratischen Republik aus, die uns diese frohen Ferientage gegeben hat
Karla Ertelt, 11 Jahre, Barbel Weifs, 12 Jahre
Lernaktiv ~Kurt Schenk”
Kollege, ist dein Werksausweis
in Ordnung?
In Bezug auf die Wachsamkeit im Betrieb
muB die Gewahr gegeben sein, daf keine
unbefugte Person unser Werk betreten kann
Deshalb ist es erforderlich, daB jeder Werks-
angehGrige im Besitz eines ordnungsgema&Ben
Werksausweises ist. Aus diesem Grunde
wurden die Ausweise abteilungsweise einge-
zogen, Uberprift und mit einem roten Stem-
pel versehen. Unkenntlich gewordene Licht-
bilder und solche, die nicht von unserem
Werksfotografen angefertigt waren, wurden
entfernt und die betreffenden Kollegen zum
Werksfotografen bestellt. Bis zur Beschaffung
eines neuen Lichtbildes wurde einstweilen ein
weiBer Interimsausweis ausgehandigt. Den
Abteilungen wurden die Namen der Kollegin-
nen und Kollegen, die ein neues Lichtbild beim
Werksfotografen anfertigen lassen muften,
telefonisch oder schriftlich mitgeteilt, ja wieder-
holt mitgeteilt. Doch leider wurden diese Mit-
teilungen durch die Werkstattschreiberinnen
nur zum Teil oder gar nicht an die Kollegen
weitergegeben. Es betrifft einige Abteilungen
im Abschnitt Il und Ill, Mfc, Kastenbau, Ath,
Afo.So tritt der Zustand ein, daB eine Anzahl
Lernaktiv . Motor”
Der Wettbewerb unserer Jugend im
Wilhelm Pieck-Aufgebot geht weiter
racticon nee eee Serena Kolleginnen und Kollegen schon 5 - 6 Monate
Augenblicklicher Stand: nur mit einem Interimscusweis herumlaufen
1. Lw3 und noch nichtzumFotografengeschickt wurden.
2. Mfc I Um nun alle Kollegen zu erfassen, wurden
3. Mfc ll Anfang Juli alle Meistereien und Abteilungen
durch die Personalabteilung angeschrieben
3
Declassification Authority: NND 57565
Liebe Kolleginnen! Uber das Wesen und die
Bedeutung der Frauenausschiisse bestehen
immer noch Unklarheiten. Was ist das
wieder fir eine neue Organisation?” hért
man oft die Kolleginnen fragen. Die Frauen-
ausschiisse sind aber keine Organisation mit
einem bestimmten Programm und Statut. sie
kassieren keine Beitrage, haben keinen Vor-
stand, keinen hauptamtlichhen Apparat und
keine iibergeordnete Leitung. Ein Frauenaus-
schuB ist das Organ aller Frauen eines Be-
triebes. Er wird sich praktisch mit allen Fragen
kultureller, sozialer, betrieblicher und politischer
Art beschaftigen Wie viele Frauen und Mad-
chen gibt es noch, die von den vielen gesetz-
lich verankerten Rechten keinen Gebrauch
machen. Das Ziel der Frauenausschiisse ist
daher, alle Frauen fii¢ die Vertretung ihrer
Interessen zu mobilisieren. Weiter ist es die
Aufgabe der Frauenausschiisse, durch die
Entfaltung einer ernsthaften Kritik dafiir zu
sorgen, daB die Forderungen der Frauen auf
Qualifizierung und auf die Schaffung sozialer
Einrichtungen usw. verwirklicht werden. Uber
all diese Fragen werden wir noch oft in der
Betriebszeitung zu berichten haben.
Liebe Kolleginnen, ihr habt die besten und
aktivsten Frauen in euren Abteilungen selbst
gewGhit. Der Frauenausschu? unseres Betric-
bes setzt sich demnach aus folgenden Kolle-
ginnen zusammen:
Apparatefabrik
Kollegin Buhn, Af |
Junge, Af |
Rudiger, Af Il
Winkler, Dreherei
Gérlt, Bohrerei
Breitling, Lackiererei
Wehnert, Lager 16
Buresch, Fraserei
KannegieBer, Kontrolle
Kiihne, Verwaltung
Mfa-Stanzerei
Kollegin Zimmermann
- Locher
Miller
Tschai
Schlesiger
Dorowa
BGL
Kollegin Schépe
Rundfunk
Kollegin Lindner
Polster
Hiiliger
Bartlau
» G&rtner
Vorber. Betr. V/I
Kollegin Kaden, Mv
- Erler, Umspinnerei
- Wegener, Wareneingang
Grell, Redaktion
: Schlameus, Einkauf
Vorber. Betr. V/Il
Kollegin Zepper, RK und NK
Linke, RK und NK
Herzog, Wm
Schatz, Tz
Sperling, Einkauf
Hofrichter, La
Fahrenbach, La
Metzner, Hausv.
Schwenke, Abt.
2
Augen auf,
Kolleginnen!
Noch viel lat sich
verbessern, verein-
fachen oder irgend-
wie rationeller ge-
stalten.
Mfa-Wickelei |
Kollegin Kunze
* Rodhmer
. Richter
Mfa-Wickelei I
Kollegin Witezorek
‘ Seibt
~ Walter
. Thieme
Kraft
Keller
Lehnhard
Gartner, Rf
VV 2994
Elsa Lindemann, Rf
Betr.: Bodenplatte ER 8482 fir
Olympia 502W
Bisher wurde die Bodenplatte mit 3 Holz-
schrauben am Gehause befestigt.
Die Kollegin schlug vor:
Die mittlere der 3 Schrauben wegzulassen und
die an den Schmalseiten befindlichen Locher
auf Mitte zu setzen.
Vorteil: Zeit- und Holzschraubenein-
sparung (Engpaf)
Geschatzte Jahreseinsparung DM 500,—
Pramie DM 50,—
Unser FrauenausschuB tagte...
Uber die Bedeutung und die Aufgaben des
Frauenausschusses sprach zu uns die Kollegin
Charlotte Brauer von der Betriebsparteischule
om 22. 7. 52 in der Kantine Ost.
Liebe Kolleginnen, ich selbst bin Mitglied die-
ses Ausschusses und méchte in kurzen Zeilen
dazu Stellung nehmen.
Wir Frauen begriiBen diese Einrichtung, weil
sie unbedingt erforderlich ist. In den meisten
GroRbetrieben unserer DDR bestehen schon
langst Frauenausschiisse und sind Helfer
unserer werkt&tigen Frauen. - Liebe Kol-
leginnen, ich bin der Meinung, da8 auch bei
uns im Sachsenwerk der Frauenausschu8 gute
Arbeit leisten kann. Wir Frauen machen noch
viel zu wenig Anspruch auf unsere Rechte. die
uns unsere Regierung in Gesetzen verankert.
Die Kollegin Brauer wies auf die fachliche und
gesellschaftliche Qualifizierung der Frauen hin.
Es stehen uns so viele Mitte! zur Verfiigung
(Abendschule usw.), um uns weiter zu bilden.
Viele Madchen und Frauen haben einen Ar-
beitsplatz, wo man sagen kann, diese Kolle-
gin kénnte besonderes oder besseres Ieisten,
sie hat das Zeug dazu. Sie méchte auch ger
ne, hat aber Hemmungen.
Kolleginnen, macht mehr Gebrauch von dem
Gesetz der Gleichberechtigung der Frauen. -
Viele unserer Kollegen sind noch nicht einver-
standen mit diesem Gesetz. Sie meinen,
Gleichberechtigung der Frau hei@t, da® die
Frau das gleich schwere Stiick Eisen schlep-
pen muB wie die Kollegen, aber bezahit be-
kommen sie immer noch den geringeren Lohn.
Auch dieser Angelegenheit nimmt sich der
Frauenausschu8 an.
Liebe Kolleginnen, das Thema .Verbesse-
rungsvorschlage” méchte ich noch einmal ganz
besonders erw&hnen. Ist der Vorschlag auch
noch so klein und unscheinbar, reicht ihn ein.
Unsere Kollegen Ingenieure und Techniker
verwenden ihn. lhr helft damit dem Aufbau
und der Erfiillung unseres Finfjahrplanes.
Liebe Kolleginnen, ich richte die Bitte an euch,
kommt mit euren Sorgen zu uns, seien sie
personlich. am Arbeitsplatz oder gesellschaft-
lich. Der Frauenausschu8 ist immer bemiht,
euch zu helfen.
Unsere Betriebsleitung und die SED-Betriebs-
parteileitung werden uns in unserer Arbeit
unterstitzen.
Lieselotte Buhn, Af!
Uber den nebenstehenden Brief unserer Kin-
der aus Kratzhammer haben wir uns sehr
gefreut, zeigt er uns doch erneut, daB keiner
zu klein ist, um beim Aufbau tatkraftig mit-
helfen zu kénnen.
oe
4. Berufswettbewerb der deutschen
Jugend
Vom 15. November 1951 bis 30. Juli 1952
wurde der 4. Berufswettbewerb der deutschen
Jugend durchgefiihrt.
Nach anfanglichen Schwierigkeiten nahmen
schlieBlich alle Lehrlinge unseres Betriebes
daran teil. Sie waren insgesamt in 36 Lern-
oktive aufgeteilt. Leider war es uns nicht
méglich, fiir jedes Lernaktiv einen Kollegen
des Betriebes als Paten zu gewinnen, und
wir hoffen sehr, daB sich in Zukunft mehr
Kollegen zur Verfiigung stellen.
Am 5. Marz 1959 fihrten wir eine Zwischen-
wertung durch und zeichneten die besten
Lehrlinge ihres Aktivs und das beste Lern-
aktiv jedes Lehrjahres aus. Dabei erlebten
wir die Oberraschung, da in jedem Lehrjahr
die Starkstrommonteure das beste Aktiv
stellten. Das Bild hatte sich jedoch bis zur
Endbewertung am 30. Juni 1952 grundlegend
geandert. Keines der vorgenannten Aktive
konnte sich fiir die Entscheidung qualifizieren.
Die anderen Lernaktive hatten ihre Leistun-
gen gesteigert und die Bilder zeigen die am
5. Juli 1952 anlaBlich der AbschluBfeier im
Kulturhaus ausgezeichneten Lernaktive.
Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen auf,
sich mehr als bisher fiir die Lehrlingsaus-
bildung zu interessieren und hoffen und
wiinschen, daB wir in Zukunft mehr als bisher
von BGL, FD] und Parteileitung unterstiitzt
werden, um die Durchfiihrung des 5. Berufs-
wettbewerbes, der im Oktober beginnt, rei-
bungsloser durchfiihren zu kénnen.
Vergessen wir nicht, da der Wetitewerb ein
wichtiges Mittel zur Steigerung der Arbeits-
produktivitat und gesteigerte Arbeitsprodukti-
vitat die Voraussetzung fiir den Aufbau des
Sozialismus ist. Kihnelt, Ausbildungsleiter
ge 2OsVO SWE Os
ve
ae
Am Montag, dem 11. 8. 1952, fihrten wir eine Krdéutersammlung durch. Die meisten Kinder
unseres Lagers kannten das Johanniskraut noch nicht, so das es unser Lagerleiter Wilfried noch
einmal zeigen mufte. Nach dem Fahnenappell gingen wir los. Jede Helfergruppe sammelte am
Vormittag und am Nachmittag. Die Gruppe. die am meisten gesammelt hat, bekommt eine
Pramie. Am Dienstag, dem 12. 8., wurde das Johanniskraut von der Donath-Kelterei abge
holt. Wir sammelten 180 kg und bekamen dafiir 33,- DM. Die Jungen der Gruppe 3 gewannen
den Wettbewerb und bekommen die Pramie. So haben auch wir Jungen und Mddel einen Bei-
trag zum Wirtschaftsplan geleistet, und damit sprechen wir unseren Dank an die Regierung
der Deutschen Demokratischen Republik aus, die uns diese frohen Ferientage gegeben hat.
Karla Ertelt, 11 Jahre, Barbel Weis, 12 Jahre
Lernaktiv . Motor”
Der Wettbewerb unserer Jugend im
Withelm Pieck-Aufgebot geht weiter
bis zur Erfiillung des Verbandsauf-
trages.
Augenblicklicher Stand:
1. Lw3
2. Mfc I
3. Mfc il
Declassification Authority: NND 57565
Lernaktiv .Kurt Schenk’
Kollege, ist dein Werksausweis
in Ordnung?
In Bezug auf die Wachsamkeit im Betrieb
muB die Gewahr gegeben sein, da8 keine
unbefugte Person unser Werk betreten kann.
Deshalb ist es erforderlich, daB jeder Werks-
angehGrige im Besitz eines ordnungsgemaGen
Werksausweises ist. Aus diesem Grunde
wurden die Ausweise abteilungsweise einge-
zogen, Uberpriift und mit einem roten Stem-
pel versehen. Unkenntlich gewordene Licht-
bilder und solche, die nicht von unserem
Werksfotografen angefertigt waren, wurden
entfernt und die betreffenden Kollegen zum
Werksfotografen bestellt. Bis zur Beschaffung
eines neuen Lichtbildes wurde einstweilen ein
weiBer Interimsausweis ausgehandigt. Den
Abteilungen wurden die Namen der Kollegin-
nen und Kollegen, die ein neues Lichtbild beim
Werksfotografen anfertigen lassen muften,
telefonisch oder schriftlich mitgeteilt, ja wieder-
holt mitgeteilt. Doch leider wurden diese Mit-
teilungen durch die Werkstattschreiberinnen
nur zum Teil oder gar nicht an die Kollegen
weitergegeben. Es betrifft einige Abteilungen
im Abschnitt Il und Ill, Mfc, Kastenbau, Ath,
Afb.So tritt der Zustand ein, daB eine Anzahl
Kolleginnen und Kollegen schon 5 - 6 Monate
nur mit einem Interimscusweis herumlaufen
und noch nichtzumFotografengeschickt wurden.
Um nun alle Kollegen zu erfassen, wurden
Anfang Juli alle Meistereien und Abteilungen
durch die Personalabteilung angeschrieben,
3
21. August 1952 — Jahrgang 3 Nr. 30 — 5 Pf.
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Heese
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e#aenrnrrve
Betriebszeitung der Belegschaft des Sachsenwerkes, Niedersedlity
Herausgegeben von der SED-Betriebsparteiorganisation
gehen Inge, Klaus und Rosemarie und die vielen tausend Jungen Pioniere
unserer Deutschen Demokratischen Republik, deren Delegierte am Dienstag
im Rudolf-Harbig-Stadion unserem Ministerprasidenten Otto Grotewohl zu-
jubelten. Keiner von uns GroBen, die diese Feierstunde miterleben durften,
wird den Augenblick vergessen, als unsere Kinder in vorbildlicher Disziplin in
das weite Rund des Stadions einmarschierten. Hell strahlten ihre Augen und
ein festlicher Glanz lag auf ihren Gesichtern. Und jeder von uns dachte wohl
dasselbe: Diese Jugend wird es schaffen. Schon jetzt sind in ihren Reihen hervor-
ragende junge Kampfer, die sich durch Flei8, Tapferkeit und Unerschrocken-
heit auszeichnen. Sie werden sich des stolzen Namens ,ERNST THALMANN’,
den der Verband der Jungen Pioniere durch Otto Grotewohl erhielt, wiirdig
erweisen und im Sinne dieses treuesten Sohnes der Arbeiterklasse ihre Auf-
gaben beim Aufbau des Sozialismus erfiillen. Unsere Pflicht ist es, alles zu
tun, ihnen den Frieden zu erhalten, ihr junges Leben zu schiitzen und gegen
alle Angriffe zu verteidigen und ihnen so den Weg ebnen, den Weg in eine
gliickliche Zukunft.
Damit unseren Jungen Pionieren
der Weg zum Sozialismus offen steht. . .
verpflichten wir uns, den persénlichen Schutz unseres Arbeitsplatzes zu iiber-
nehmen ~ schreibt Kollege Friebel aus der Brigade Wendt. - Solche und Ghn-
liche Verpflichtungen gingen zahlreich bei uns ein. Die Erzieher und Ausbilder
unserer Lehrwerkstatt, Ziegler, Hartel, Lintner, Biirger, Kithnelt und Wagner
verpflichten sie sich, bis zum Pioniertreffen die Bedingungen fiir das SchieB-
abzeichen abzulegen. Gleichzeitig verpflichten sie sich zum persénlichen Schutz
ihres Arbeitsplatzes und zur Uberwachung des Durchgangsverkehrs in und
zur Lehrwerkstatt. - Viele Kolleginnen und Kollegen wollen durch die Spende
eines Stundenlohnes zum Gelingen des groBen Pioniertreffens beitragen, so
als erste die Kolleginnen und Kollegen der Brigade Reinhardt in der AF-E-
Kontrolle, die auch gleichzeitig ihre Arbeitsplatze vorbildlich geschmiickt haben
so da sie mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Ebenso spendeten einen
Stundenlohn die Kolleginnen und Kollegen des Lages 16.
Lied der Jungen Pioniere
Wir marschieren Hand in Hand
finden alles interessant,
woraus wir viel lernen kénnen.
Mit uns wdchst die groBe Kraft,
die den Sozialismus schattt,
zu ihm woll’n wir uns bekennen.
Und es ist fiir unser Lernen
jetzt der allerschénste Lohn,
diirfen wir den Namen tragen,
von des Volkes bestem Sohn.
Der auf allen uns'ren Wegen
unser gr6Btes Vorbild ist —
von Ernst Thélmann, unserem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
Es ist fiir uns héchgtes Gliick,
in der ganzen Republik
wird die Jugend ernst genommen.
Vor uns liegt der Weg so frei,
und es hilft uns die Partei,
daB wir immer vorwGrtskommen.
Tief im Herzen wiachst die Liebe
und sie stGrkt das junge Blut.
Gibt dem ernsten Leben Freude,
gibt ihm Halt und gibt ihm Mut:
Liebe zu des Volkes Stdrkstem,
der uns allen Vorbild ist —
zu Ernst Thélmann, unserem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
Fahr'n wir weit hinaus auf See
oder iiber weiBen Schnee,
oder lernen wir das Fliegen,
immer wird in unseren Reihn
Heiterkeit und Frohsinn sein
und die feste Freundschaft siegen.
Und in jede Friedensarbeit
legen wir viel Kraft hinein;
denn der Name, den wir tragen,
soll uns stets Verpflichtung sein:
Ja, der Name unseres Besten,
der uns allen Vorbild ist —
von Ernst Thalmann, unsrem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
lrene Scherf, VP
Declassification Authority: NND 57565
21. August 1952 — Jahrgang 3 Nr. 30 — 5 Pf.
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Betriebszeitung der Belegschaft des Sachsenwerkes, Niedersedlity
Herausgegeben von der SED-Betriebsparteiorganisation
gehen Inge, Klaus und Rosemarie und die vielen tausend Jungen Pioniere
unserer Deutschen Demokratischen Republik, deren Delegierte am Dienstag
im Rudolf-Harbig-Stadion unserem Ministerprasidenten Otto Grotewohl zu-
jubelten. Keiner von uns GroBen, die diese Feierstunde miterleben durften,
wird den Augenblick vergessen, als unsere Kinder in vorbildlicher Disziplin in
das weite Rund des Stadions einmarschierten. Hell strahiten ihre Augen und
ein festlicher Glanz lag auf ihren Gesichtern. Und jeder von uns dachte wohl
dasselbe: Diese Jugend wird es schaffen. Schon jetzt sind in ihren Reihen hervor-
ragende junge Kampfer, die sich durch Flei8, Tapferkeit und Unerschrocken-
heit auszeichnen. Sie werden sich des stolzen Namens ,ERNST THALMANN’,
den der Verband der Jungen Pioniere durch Otto Grotewohl erhielt, wiirdig
erweisen und im Sinne dieses treuesten Sohnes der Arbeiterklasse ihre Auf-
gaben beim Aufbau des Sozialismus erfiillen. Unsere Pflicht ist es, alles zu
tun, ihnen den Frieden zu erhalten, ihr junges Leben zu schiitzen und gegen
alle Angriffe zu verteidigen und ihnen so den Weg ebnen, den Weg in eine
gliickliche Zukunft.
Damit unseren Jungen Pionieren
der Weg zum Sozialismus offen steht...
verpflichten wir uns, den persdnlichen Schutz unseres Arbeitsplatzes zu iiber-
nehmen - schreibt Kollege Friebel aus der Brigade Wendt. - Solche und Ghn-
liche Verpflichtungen gingen zahlreich bei uns ein. Die Erzieher und Ausbilder
unserer Lehrwerkstatt, Ziegler, Hartel, Lintner, Birger, Kiihnelt und Wagner
verpflichten sie sich, bis zum Pioniertreffen die Bedingungen fiir das SchieB-
abzeichen abzulegen. Gleichzeitig verpflichten sie sich zum persdnlichen Schutz
ihres Arbeitsplatzes und zur Uberwachung des Durchgangsverkehrs in und
zur Lehrwerkstatt. - Viele Kolleginnen und Kollegen wollen durch die Spende
eines Stundenlohnes zum Gelingen des groBen Pioniertreffens beitragen, so
als erste die Kolleginnen und Kollegen der Brigade Reinhardt in der AF-E-
Kontrolle, die auch gleichzeitig ihre Arbeitsplatze vorbildlich geschmiickt haben
so daB sie mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Ebenso spendeten einen
Stundenlohn die Kolleginnen und Kollegen des Lages 16.
Lied der Jungen Pioniere
Wir marschieren Hand in Hand
finden alles interessant,
woraus wir viel lernen kénnen.
Mit uns wdchst die groBe Kraft,
die den Sozialismus schafft,
zu ihm woll’n wir uns bekennen.
Und es ist fiir unser Lernen
jetzt der allerschénste Lohn,
diirfen wir den Namen tragen,
von des Volkes bestem Sohn.
Der auf allen uns'ren Wegen
unser gréBtes Vorbild ist —
von Ernst Thélmann, unserem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
Es ist fiir uns héchgtes Gliick,
in der ganzen Republik
wird die Jugend ernst genommen.
Vor uns liegt der Weg so frei,
und es hilft uns die Partei,
daB wir immer vorw&rtskommen.
Tief im Herzen wachst die Liebe
und sie stdrkt das junge Blut.
Gibt dem ernsten Leben Freude,
gibt ihm Halt und gibt ihm Mut:
Liebe zu des Volkes Stdrkstem,
der uns allen Vorbild ist —
zu Ernst Thélmann, unserem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
Fahr'n wir weit hinaus auf See
oder iiber weiBen Schnee,
oder lernen wir das Fliegen,
immer wird in unseren Reihn
Heiterkeit und Frohsinn sein
und die feste Freundschaft siegen.
Und in jede Friedensarbeit
legen wir viel Kraft hinein;
denn der Name, den wir tragen,
soll uns stets Verpllichtung sein:
Ja, der Name unseres Besten,
der uns allen Vorbild ist —
von Ernst Thalmann, unsrem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
lrene Schert, VP
Declassification Authority: NND 57565
. August 1952 — Jahrgang 3 Nr. 30 — 5 Pf.
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Betriebszeitung der Belegschaft des Sachsenwerkes. Niedersedlits
Herausgegeben von der SED-Betriebsparteiorganisation
gehen Inge, Klaus und Rosemarie und die vielen tausend Jungen Pioniere
unserer Deutschen Demokratischen Republik, deren Delegierte am Dienstag
im Rudolf-Harbig-Stadion unserem Ministerprasidenten Otto Grotewohl zu-
jubelten. Keiner von uns GroBen, die diese Feierstunde miterleben durften,
wird den Augenblick vergessen, als unsere Kinder in vorbildlicher Disziplin in
das weite Rund des Stadions einmarschierten. Hell strahlten ihre Augen und
ein festlicher Glanz lag auf ihren Gesichtern. Und jeder von uns dachte wohl
dasselbe: Diese Jugend wird es schaffen. Schon jetzt sind in ihren Reihen hervor-
ragende junge Kampfer, die sich durch Flei8, Tapferkeit und Unerschrocken-
heit auszeichnen. Sie werden sich des stolzen Namens ,ERNST THALMANN’,
den der Verband der Jungen Pioniere durch Otto Grotewohl erhielt, wiirdig
erweisen und im Sinne dieses treuesten Sohnes der Arbeiterklasse ihre Auf-
gaben beim Aufbau des Sozialismus erfiillen. Unsere Pflicht ist es, alles zu
tun, ihnen den Frieden zu erhalten, ihr junges Leben zu schiitzen und gegen
alle Angriffe zu verteidigen und ihnen so den Weg ebnen, den Weg in eine
gliickliche Zukunft.
Damit unseren Jungen Pionieren
der Weg zum Sozialismus offen steht. . .
verpflichten wir uns, den persénlichen Schutz unseres Arbeitsplatzes zu iiber-
nehmen - schreibt Kollege Friebel aus der Brigade Wendt. - Solche und Ghn-
liche Verpflichtungen gingen zahlreich bei uns ein. Die Erzieher und Ausbilder
unserer Lehrwerkstatt, Ziegler, Hartel, Lintner, Biirger, Kiihnelt und Wagner
verpflichten sie sich, bis zum Pioniertreffen die Bedingungen fiir das SchieB-
abzeichen abzulegen. Gleichzeitig verpflichten sie sich zum persdnlichen Schutz
ihres Arbeitsplatzes und zur Uberwachung des Durchgangsverkehrs in und
zur Lehrwerkstatt. - Viele Kolleginnen und Kollegen wollen durch die Spende
eines Stundenlohnes zum Gelingen des groBen Pioniertreffens beitragen, so
als erste die Kolleginnen und Kollegen der Brigade Reinhardt in der AF-E-
Kontrolle, die auch gleichzeitig ihre Arbeitsplatze vorbildlich geschmiickt haben
so daB sie mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Ebenso spendeten einen
Stundenlohn die Kolleginnen und Kollegen des Lages 16.
Lied der Jungen Pioniere
Wir marschieren Hand in Hand
finden alles interessant,
woraus wir viel lernen kénnen.
Mit uns wachst die groBe Kraft,
die den Sozialismus schafft,
zu ihm woll’n wir uns bekennen.
Und es ist fiir unser Lernen
jetzt der allerschénste Lohn,
diirfen wir den Namen tragen,
von des Volkes bestem Sohn.
Der auf allen uns'ren Wegen
unser gréBtes Vorbild ist —
von Ernst Thdélmann, unserem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
Es ist fiir uns héchgtes Gliick,
in der ganzen Republik
wird die Jugend ernst genommen.
Vor uns liegt der Weg so frei,
und es hilft uns die Partei,
daB wir immer vorw&rtskommen.
Tief im Herzen wachst die Liebe
und sie stdrkt das junge Blut.
Gibt dem ernsten Leben Freude,
gibt ihm Halt und gibt ihm Mut:
Liebe zu des Volkes Starkstem,
der uns allen Vorbild ist —
zu Ernst Thaélmann, unserem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
Fahr'n wir weit hinaus auf See
oder iiber weiBen Schnee,
oder lernen wir das Fliegen,
immer wird in unseren Reihn
Heiterkeit und Frohsinn sein
und die feste Freundschaft siegen.
Und in jede Friedensarbeit
legen wir viel Kraft hinein;
denn der Name, den wir tragen,
soll uns stets Verpilichtung sein:
Ja, der Name unseres Besten,
der uns allen Vorbild ist —
von Ernst Thalmann, unsrem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
lrene Scherf, VP
Declassification Authority: NND 57565
21. August 1952 — Jahrgang 3 Nr. 30 — 5 Pf.
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p Herausgegeben von der SED-Betriebsparteiorganisation
gehen Inge, Klaus und Rosemarie und die vielen tausend Jungen Pioniere
unserer Deutschen Demokratischen Republik, deren Delegierte am Dienstag
im Rudolf-Harbig-Stadion unserem Ministerprasidenten Otto Grotewohl zu-
jubelten. Keiner von uns GroBen, die diese Feierstunde miterleben durften,
wird den Augenblick vergessen, als unsere Kinder in vorbildlicher Disziplin in
das weite Rund des Stadions einmarschierten. Hell strahlten ihre Augen und
ein festlicher Glanz lag auf ihren Gesichtern. Und jeder von uns dachte wohl
dasselbe: Diese Jugend wird es schaffen. Schon jetzt sind in ihren Reihen hervor-
ragende junge Kampfer, die sich durch Flei8, Tapferkeit und Unerschrocken-
heit auszeichnen. Sie werden sich des stolzen Namens ,ERNST THALMANN’,
den der Verband der Jungen Pioniere durch Otto Grotewohl erhielt, wiirdig
erweisen und im Sinne dieses treuesten Sohnes der Arbeiterklasse ihre Auf-
gaben beim Aufbau des Sozialismus erfiillen. Unsere Pflicht ist es, alles zu
tun, ihnen den Frieden zu erhalten, ihr junges Leben zu schiitzen und gegen
alle Angriffe zu verteidigen und ihnen so den Weg ebnen, den Weg in eine
gliickliche Zukunft.
Damit unseren Jungen Pionieren
der Weg zum Sozialismus offen steht . . .
verpflichten wir uns, den persénlichen Schutz unseres Arbeitsplatzes zu iiber-
nehmen - schreibt Kollege Friebel aus der Brigade Wendt. - Solche und Ghn-
liche Verpflichtungen gingen zahlreich bei uns ein. Die Erzieher und Ausbilder
unserer Lehrwerkstatt, Ziegler, Hartel, Lintner, Biirger, Kihnelt und Wagner
verpflichten sie sich, bis zum Pioniertreffen die Bedingungen fiir das SchieB-
abzeichen abzulegen. Gleichzeitig verpflichten sie sich zum persénlichen Schutz
ihres Arbeitsplatzes und zur Uberwachung des Durchgangsverkehrs in und
zur Lehrwerkstatt. - Viele Kolleginnen und Kollegen wollen durch die Spende
eines Stundenlohnes zum Gelingen des groBen Pioniertreffens beitragen, so
als erste die Kolleginnen und Kollegen der Brigade Reinhardt in der AF-E-
Kontrolle, die auch gleichzeitig ihre Arbeitsplatze vorbildlich geschmiickt haben
so daB sie mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Ebenso spendeten einen
Stundenlohn die Kolleginnen und Kollegen des Lages 16.
Lied der Jungen Pioniere
Wir marschieren Hand in Hand
finden alles interessant,
woraus wir viel lernen kénnen.
Mit uns wichst die groBe Kraft,
die den Sozialismus schatft,
zu ihm woll’n wir uns bekennen.
Und es ist fiir unser Lernen
jetzt der allerschénste Lohn,
dirten wir den Namen tragen,
von des Volkes bestem Sohn.
Der auf allen uns'ren Wegen
unser gréBtes Vorbild ist —
von Ernst Thélmann, unserem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
Es ist fiir uns héchgtes Gliick,
in der ganzen Republik
wird die Jugend ernst genommen.
Vor uns liegt der Weg so frei,
und es hilft uns die Partei,
daB wir immer vorw&rtskommen.
Tief im Herzen wachst die Liebe
und sie stdérkt das junge Blut.
Gibt dem ernsten Leben Freude,
gibt ihm Halt und gibt ihm Mut:
Liebe zu des Volkes Starkstem,
der uns allen Vorbild ist —
zu Ernst Thélmann, unserem Helden,
den das Volk niemals vergiBt.
Fahr'n wir weit hinaus auf See
oder iiber weiBen Schnee,
oder lernen wir das Fliegen,
immer wird in unseren Reihn
Heiterkeit und Frohsinn sein
und die feste Freundschaft siegen.
Und in jede Friedensarbeit
legen wir viel Kraft hinein;
denn der Name, den wir tragen,
soll uns stets Verpilichtung sein:
Ja, der Name unseres Besten,
der uns allen Vorbild ist —
von Ernst Thélmann, unsrem Helden,
den das Volk niemals vergiBbt.
Irene Scherf, VP
Declassification Authority: NND 57565
Liebe in die Ferne,”
so heiBt ein schénes Gedicht von Goethe. an,
das ich am 15. Juli erinnert wurde, als fi
einen besonders dringenden Transport von
Federstahidraht aus Thiringen nach unserem
Werk ein kleiner Lieferwagen gebraucht wurde.
Federstahidraht ist heute so selten und kost-
bar wie Gold, und von seinem rechtzeitigen
Eintreffen kénnen, wie im vorliegenden Falle.
etliche tausend Mark Produktionserfiiliung ab-
hangen. Nun, es war leider kein Lieferwagen
verfiigbar. Als ich den Dingen auf den Grund
ging. erhielt ich die fiir einen GroBbetrieb des
Schwermaschinenbaues recht seltsam anmu-
tende Auskunft: .Mit dem kleinen Lieferwa-
gen fahrt doch die Ilona nach Zwickau. um
zu heiraten!* Ich zerbrach mir den Kopf und
hielt das ganze zunachst fiir einen regelrechten
Hundstagsscherz. Wer war Ilona, und wieso
muBten wir sie mit einem kleinen Kastenwagen
zur Hochzeit fahren? SchlieBlich erfuhr ich
da8 unsere reizende, rassige Schaferhiindin
Ilona nach Zwickau gebracht werden mufte.
um dort - errdtet Kolleginnen! - gedeckt zu
werden, wobei unser kleiner Lieferwagen als
Hochzeitskutsche fungieren muBte.
Nun, Kollegen. es sei fern von mir, die Zwik-
kauer Heirat kritisch zu beleuchten, obwohl
ich bei den kiirzlichen hervorragenden Leu-
bener Schaferhundvorfiihrungen so viele sché-
ne, stattliche und gelehrige Hundemanner ge-
sehen habe, daB ich llonas Drang nach Siid-
westsachsen doch fiir etwas verstiegen halte.
Nun, ich verstehe nicht viel vom Hundeleben
und von Rassenfragen, und man sieht ja oft
genug. wo die Liebe hinfallt. Aber: Ware es
mdglich gewesen, in einem solchen Falle die
Eisenbahn als Transportmittel zu wahlen.
ohne befiirchten zu miissen, da® darunter dic
Heiratsfreude unserer Ilona gelitten hatte?
Wenn wir uns auch diesmal noch in letzter
Minute durch eine geschickte Verkniipfung der
beiden Transporte (Ilona + Federstahidraht)
geholfen haben, - es mu kiinftig in jedem
Falle, und das gilt beileibe nicht nur fiir Trans-
porte unserer vierbeinigen Freunde, dafiir
gesorgt sein, daB der verfiigbare Transport-
raum in erster Linie den Zwecken der Pro-
duktion vorbehalten bleibt.
Fischer
Unsere Fahrt mit dem Werk-Autobus
Als es bekannt wurde, da® wir von der Fahr-
abteilung des Werkes die Zusage bekamen,
fiir den 27. Juli den Werkautobus zu einer
Fahrt beniitzen zu kénnen, herrschte unter
den Kolleginnen und Kollegen grofe Freude,
alle konnten kaum den Tag erwarten.
Endlich kam der 97. Juli. Frih 7.30 Uhr stand
alles bereit, wir konnten unsere Fahrt be-
ginnen. Keiner wuBte, wohin es ging. da es
als Blaufahrt angesetzt war. Von Niedersed-
litz_ ging es nach Stolpen, wo die Burg-Be-
sichtigung stattfand. Nach einer reichlichen
Stunde Aufenthalt fuhren wir weiter nach
Neustadt, hier war Mittagspause. Als nun
jeder seinen Hunger gestillt hatte, setzten
wir unsere Fahrt fort, iber Sebnitz und Nieder-
hermsdorf durch das Kirnitzschtal nach Schan-
dau, weiter Gber Kénigstein nach der Otto-
miihle. Eine Stunde Kaffeepause wurde ein-
gelegt. Nach der Versorgung des leiblichen
Wohles ging die Fahrt nach Markersbach zu.
In Markersbach angekommen, blieben wir, um
dem Fahrer eine Ruhepause zu génnen. Bei
einem kleinen T&nzchen und unter Scherz
waren die 3 Stunden schnell zu Ende. Unserer
Musikkapelle, welche aus einem Mann bestand,
sei fir ihre reichlichhe Unterhaltungsmusik.
welche unsere Fahrt noch verschénerte, unser
Dank dafiir. Zugleich sagen wir Kollegen
Léwe unseren Dank fiir sein ruhiges, sicheres
Fahren und hoffen im nachsten Jahr mit ihm
wieder so eine schéne Blaufahrt durchfiihren
zu kdnnen. Kollege Fischer mahnte zum Auf-
bruch, so da wir 21.30 Uhr losfuhren. In
flotter Fahrt ging es iiber Pirna nach Nieder-
sedlitz, wo die schén gelungene Blaufahrt ihr
Ende fand. Jeder, vor allem auch unsere Um-
siedler, haben ein Stiick von unserer schénen
Heimat kennengelernt, sind mit dem Bewuft-
sein nach Hause gegangen, fiir die Erhaltung
des Vaterlandes noch aktiver mitzukampfen,
fiir ein geeintes Deutschland und einen dauer-
haften Frieden.
Brigade Birger, Automatenstanzerei
Kollege, wie denkst du dariiber?
Ob Abschlag oder Restzahlung, immer nur
grofies Geld, 50-DM- und 100-DM-Scheine
in der Lohntdte.
Also nur grofes Geld, - wo bleibt das
Kleingeld ?
Jeder Geschaftsmann, ~ auch unsere Bee
triebs-HO, ~ muf taglich abrechnen und
darf nur 50 DM in der Ladenkasse haben.
Wenn nun Kollegen bei Lohnzahlungen
im HO oder anderen Geschaften einkau-
fen wollen (und das kann man nur bei
Lohnauszahlungen), hangt es nur vom
Kleingeld ab. — ,,Haben Sie es passend,
dann — “
Also, bitte bei den nachsten Lohnzahlun-
gen mehr Kleingeld in die Lohntate.
GSdldner, Wek
Obt Wachsamkeit!
Zur Wachsamkeit gehért auch das Freihalten
der Ausgange, damit bei Feuergefahr die
Feuerwehr ungehindert an den Brandherd
kann.
Wie sieht es aber am Ausgang der Kontrolle
Af 601 und 602 aus? Dort kann man mit-
unter kaum mit den Hubwagen durch, ganz
abgesehen vom Zugang zu den neuen Ma-
schinen.
Ich schlage vor, da8 man, obwohl der einge-
reichte Vorschlag abgelehnt wurde. etliche
Kubikmeter Erde abgrabt und eine provisori-
sche Uberdachung schafft, damit die abzu-
fahrende Fertigarbeit bis zum Abtransport
dort lagern kann. Der Windfang, von dem
man bei der Ablehnung des Vorschlages
schrieb, ist, seit ich den Ausgang kenne, vor-
handen. Ich bin seit Dezember 1949 in Afb
beschaftigt.
Sdimidt, Af Ill
Hier vorne
Am 12. 7. 1952, 8.30 Uhr, wurde die Be-
triebsfeuerwehr verstandigt: Feuer, Gebaude
100, Fertigmacherei
Die Betriebsfeuerwehr riickte 1:8 831 Uhr
nach dem gemeldeten Brandort aus. Da die
StraBe im Werkgelande nach der Kiiche West
aufgerissen und nicht betahrbar ist, muBten wir
zum Tor 20 an dem Gebaude 100 einfahren.
Dort angekommen, steliten wir auf dem Hof
am Geb. 112 starke Rauchentwicklung fest.
Es war jedoch von der Entfernung nicht fest-
zustellen, was brannte.
Also der Brandort war nicht Geb. 100. son-
dern Geb. 112 und durch die falsche Meldung
entstand ein groBer Zeitverlust. lm vorstehen-
den Fail konnte man von Gliick reden. da@
die Gefahr einer Brandiibertragung auf ein
anderes GebaGude oder auf leicht entziind-
bares Material nicht so schnell bestand.
Verschiedene Kollegen hatten vor unserer An-
kunft bereits versucht, mit Handfeuerléscher
CO 2 den Brand zu bekampfen, und das
ist anerkennungswert. Aber dazu muf ge-
sagt werden, daB man bei einem derartigen
Brand mit einem Léscher nicht ausreicht, son-
dern es miiBten dann mehrere zu gleicher Zeit
eingesetzt werden.
Vor allen Dingen darf nicht in die Flamme
gespritzt werden, sondern man mu8 versuchen.
das Brandnest. in diesem Falle die Feuerung,
abzuléschen. Nun, dieser Brand ist nach
allerhand Zeitverlust mit dem Spezialkohlen-
sGureléschger&t abgeléscht worden. Nach an-
schlieBender Ermittlung betreffs Feuermeldung
wurde folgendes festgestellt:
Der Elektokarrenfahrer Gileditsch bemerkte
das Feuer, als er mit seinem Elektrokarren
um die Ecke am Gradierwerk fuhr und rief
dem BS-Angehérigen am Haupttor zu: .Hier
vorne brennts!*
Darauthin rief dieser nach der Wache: . Schnell
die 100, die Feuerwehr alarmieren.” Und von
brennt’s!
dort aus ging die Meldung ab: .Feuer im
GebGude 100, Fertigmacherei.” Hier kommt
es also darauf an, eine Feuermeldung ruhig.
sachiich und mit genauen Angaben, wo und
was brennt, durchzugeben, zum Beispie!
- Feuer Gebaude 1 12 Fertigmacherei, Tecrfal
Arbeiter Gleditzch.~ Vor allem ist es wichtig
den Namen mit durchzugeben.
Eine unklare Meldung bedeutet Zeitverlust in
der Brandbekampfung und kann einen Ent-
stehungsbrand zu einem GroSbrand werden
lassen. Den Arbeitern der Firma Horn, Bremer
StraBe, sei gesagt: .Laft den Kessel nicht
unbewacht und feuert nicht so stark, dal
dieser zum Uberkochen neigt. Es war eine
fahriassige Handlung von euch, und Fahrlas-
sigkeit kann nach § 310a StGb mit Gefang-
nis oder Geldstrafe bis 150 DM bestraft
werden.
Kolleginnen und Kollegen. noch eins zum
SchluB. In letzter Zeit wurde auf dem Appa-
rat 100 mehrere Male die Betriebsfeuerwehr
angerufen, um andere Angelegenheiten zu
regeln. Wir weisen deshalb noch einmal dar-
auf hin: Bei Feuer im Werk Ruf 100!
Bei allen anderen Gesprachen hat die Feuer-
wehr Ruf 300. Der Apparat 100 mu unbe-
dingt freiliegen nur fiir Feuermeldungen im
Werk. Wenn auf dem Apparat 100 andere
Meldungen durchgegeben werden. besteht die
Gefahr, da8 bei einer Feuermeldung wesent-
licher Zeitverlust entstcht.
Wir sind jederzeit bereit, unsere Ausriickezeit
zu verkirzen und wertvolles Volksvermigen
vor der Vernichtung durch Feuer zu schiitzen.
Kolleginnen und Kollegen! Gebt Feuermel-
dungen ruhig, sachlich und konkret durch. Thr
unterstutzt uns damit bei einer schnellen und
sicheren Brandbekaémpfung.
Bei Feuer im Werk: Ruf 100
Feuerwehr-Geradtehaus: Ruf 300
Feuerwehr-Geschaftszimmer: Ruf 355
Uhlig Fw
VerSffentlicht unter der Lizenz-Nr. 936 8 des Amtes fiir Information der Deutschen Demokratischen Republik.
Herausgeber: SED Betriebsparcteiorganisation des Sachsenwerkes Niedersedlicz, Sonder-Redaktionskollektiv
Druck: DRUCKERE! ,. BERTHOLD HAUPT« Dresden-Niedersedlitz
Declassification Authority: NND 57565
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Liebe in die Ferne,”
so heiBt ein schénes Gedicht von Goethe. an,
das ich am 15. Juli erinnert wurde, als fi
einen besonders dringenden Transport von
Federstahidraht aus Thiringen nach unserem
Werk ein kleiner Lieferwagen gebraucht wurde.
Federstahidraht ist heute so selten und kost-
bar wie Gold, und von seinem rechtzeitigen
Eintreffen konnen, wie im vorliegenden Falle,
etliche tausend Mark Produktionserfiiliung ab-
h&ngen. Nun, es war leider kein Lieferwagen
verfiigbar. Als ich den Dingen auf den Grund
ging, erhielt ich die fiir einen GroBbetrieb des
Schwermaschinenbaues recht seltsam anmu-
tende Auskunft: .Mit dem kleinen Lieferwa-
gen fahrt doch die Ilona nach Zwickau, um
zu heiraten!” Ich zerbrach mir den Kopf und
hielt das ganze zunachst fiir einen regelrechten
Hundstagsscherz. Wer war Ilona, und wieso
muBten wir sie mit einem kleinen Kastenwagen
zur Hochzeit fahren? SchlieBlich erfuhr ich
daB unsere reizende, rassige Schaferhiindin
Ilona nach Zwickau gebracht werden miubte,
um dort - errdtet Kolleginnen! - gedeckt zu
werden, wobei unser kleiner Lieferwagen als
Hochzeitskutsche fungieren muBte.
Nun, Kollegen, es sei fern von mir, die Zwik-
kauer Heirat kritisch zu beleuchten, obwohl
ich bei den kirzlichen hervorragenden Leu-
bener Schaferhundvorfiihrungen so viele sché-
ne, stattliche und gelehrige Hundemanner ge-
sehen habe, daB ich Ilonas Drang nach Siid-
westsachsen doch fiir etwas verstiegen halte.
Nun, ich verstehe nicht viel vom Hundeleben
und von Rassenfragen, und man sieht ja oft
genug, wo die Liebe hinfallt. Aber: Ware es
miglich gewesen, in einem solchen Falle die
Eisenbahn als Transportmittel zu wahlen,
ohne befiirchten zu miissen, da® darunter die
Heiratsfreude unserer Ilona gelitten hatte?
Wenn wir uns auch diesmal noch in letzter
Minute durch eine geschickte Verkniipfung der
beiden Transporte (Ilona + Federstahlidraht)
geholfen haben, - es mu kiinftig in jedem
Falle, und das gilt beileibe nicht nur fiir Trans-
porte unserer vierbeinigen Freunde, dafiir
gesorgt sein, daB der verfiigbare Transport-
raum in erster Linie den Zwecken der Pro-
duktion vorbehalten bleibt.
Fischer
Unsere Fahrt mit dem Werk-Autobus
Als es bekannt wurde, da wir von der Fahr-
abteilung des Werkes die Zusage bekamen,
fiir den 27. Juli den Werkautobus zu einer
Fahrt beniitzen zu kénnen, herrschte unter
den Kolleginnen und Kollegen groBe Freude,
alle konnten kaum den Tag erwarten.
Endlich kam der 97. Juli. Frih 7.30 Uhr stand
alles bereit, wir konnten unsere Fahrt be-
ginnen. Keiner wuBte, wohin es ging, da es
als Blaufahrt angesetzt war. Von Niedersed-
litz ging es nach Stolpen, wo die Burg-Be-
sichtigung stattfand. Nach einer reichlichen
Stunde Aufenthalt fuhren wir weiter nach
Neustadt, hier war Mittagspause. Als nun
jeder seinen Hunger gestillt hatte, setzten
wir unsere Fahrt fort, ber Sebnitz und Nieder-
hermsdorf durch das Kirnitzschtal nach Schan-
dau, weiter Gber Kénigstein nach der Otto-
miihle. Eine Stunde Kaffeepause wurde ein-
gelegt. Nach der Versorgung des leiblichen
Wohles ging die Fahrt nach Markersbach zu.
In Markersbach angekommen, blieben wir, um
dem Fahrer eine Ruhepause zu génnen. Bei
einem kleinen Tanzchen und unter Scherz
waren die 3 Stunden schnell zu Ende. Unserer
Musikkapelle, welche aus einem Mann bestand,
sei fir ihre reichliche Unterhaltungsmusik.
welche unsere Fahrt noch verschdnerte, unser
Dank dafiir. Zugleich sagen wir Kollegen
Léwe unseren Dank fiir sein ruhiges, sicheres
Fahren und hoffen im nachsten Jahr mit ihm
wieder so eine schéne Blaufahrt durchfihren
zu kénnen. Kollege Fischer mahnte zum Auf-
bruch, so dof wir 21.30 Uhr losfuhren. In
flotter Fahrt ging es iiber Pirna nach Nieder-
sediitz, wo die schin gelungene Blaufahrt ihr
Ende fand. Jeder, vor allem auch unsere Um-
siedler, haben ein Stiick von unserer schénen
Heimat kennengelernt, sind mit dem Bewult-
sein nach Hause gegangen, fiir die Erhaltung
des Vaterlandes noch aktiver mitzukampfen,
fiir ein geeintes Deutschland und einen dauer-
haften Frieden.
Brigade Birger, Automatenstanzerei
Kollege, wie denkst du dariiber ?
Ob Abschlag oder Restzahlung, immer nur
grofies Geld, 50-DM- und 100-DM-Scheine
in der Lohntdte.
Also nur grofes Geld, - wo bleibt das
Kleingeld ?
Jeder Geschaftsmann, ~ auch unsere Bee
triebss-HO, ~ muf taglichh abrechnen und
darf nur 50 DM in der Ladenkasse haben.
Wenn nun Kollegen bei Lohnzahlungen
im HO oder anderen Geschaften einkau-
fen wollen (und das kann man nur bei
Lohnauszahlungen), hangt es nur vom
Kleingeld ab. — ,,Haben Sie es passend,
dann — “
Also, bitte bei den nachsten Lohnzahlun-
gen mehr Kleingeld in die Lohntite.
Gdldner, Wek
Obt Wachsamkeit!
Zur Wachsamkeit gehdrt auch das Freihalten
der AusgGnge, damit bei Feuergefahr die
Feuerwehr ungehindert an den Brandherd
kann.
Wie sieht es aber am Ausgang der Kontrolle
Af 601 und 602 aus? Dort kann man mit-
unter kaum mit den Hubwagen durch, ganz
abgesehen vom Zugang zu den neuen Ma-
schinen.
Ich schlage vor, da8 man, obwohl der einge-
reichte Vorschlag abgelehnt wurde, etliche
Kubikmeter Erde abgrabt und eine provisori-
sche Uberdachung schafft, damit die abzu-
fahrende Fertigarbeit bis zum Abtransport
dort lagern kann. Der Windfang. von dem
man bei der Ablehnung des Vorschlages
schrieb, ist, seit idi den Ausgang kenne, vor-
handen. Ich bin seit Dezember 1949 in Afb
beschaftigt.
Schmidt, Af Ill
sess
Hier vorne brennt’s!
Am 12. 7. 1952, 8.30 Uhr, wurde die Be-
triebsfeuerwehr verstandigt: Feuer, Gebaude
100, Fertigmacherei.
Die Betriebsfeuerwehr riickte 1:8 8.31 Uhr
nach dem gemeldeten Brandort aus. Da die
StraBe im Werkgelande nach der Kiiche West
aufgerissen und nicht betahrbar ist, muBten wir
zum Tor 20 an dem Gebaude 100 einfahren.
Dort angekommen, stellten wir auf dem Hof
am Geb. 112 starke Rauchentwicklung fest.
Es war jedoch von der Entfernung nicht fest-
zustellen, was brannte.
Also der Brandort war nicht Geb. 100, son-
dern Geb. 112 und durch die falsche Meldung
entstand ein groBer Zeitverlust. Im vorstehen-
den Fail konnte man von Gliick reden, daf
die Gefahr einer Brandiibertragung auf ein
anderes Gebaude oder auf leicht entziind-
bares Material nicht so schnell bestand.
Verschiedene Kollegen hatten vor unserer An-
kunft bereits versucht, mit Handfeuerléscher
CO @ den Brand zu bekampfen, und das
ist anerkennungswert. Aber dazu mu ge-
sagt werden, da8 man bei einem derartigen
Brand mit einem Léscher nicht ausreicht, son-
dern es miBten dann mehrere zu gleicher Zeit
eingesetzt werden.
Vor allen Dingen darf nicht in die Flamme
gespritzt werden, sondern man muB8 versuchen,
das Brandnest, in diesem Falle die Feuerung,
abzuléschen. Nun, dieser Brand ist nach
allerhand Zeitverlust mit dem Spezialkohlen-
sGureléschgerat abgeléscht worden. Nach an-
schlieBender Ermittlung betreffs Feuermeldung
wurde folgendes festgestellt:
Der Elektokarrenfahrer Gleditsch bemerkte
das Feuer, als er mit seinem Elektrokarren
um die Ecke am Gradierwerk fuhr und rief
dem BS-Angehérigen am Haupttor zu: . Hier
vorne brennts!*
Daraufhin rief dieser nach der Wache: . Schnell
die 100, die Feuerwehr alarmieren.” Und von
dort aus ging die Meldung ab: .Feuer im
Gebaude 100, Fertigmacherei.” Hier kommt
es also darauf an, eine Feuermeldung ruhig,
sadhlich und mit genauen Angaben, wo und
was brennt, durchzugeben, zum Beispiel
- Feuer Gebaude 1 12 Fertigmacherei, Tecrfal,
Arbeiter Gleditzch.” Vor allem ist es wichtig,
den Namen mit durchzugeben.
Eine unklare Meldung bedeutet Zeitverlust in
der Brandbekampfung und kann einen Ent-
stehungsbrand zu einem Gro8brand werden
lassen. Den Arbeitern der Firma Horn, Bremer
StraBe, sei gesagt: .LaBt den Kessel nicht
unbewacht und feuert nicht so stark, dal
dieser zum Uberkochen neigt. Es war eine
fahrlassige Handlung von euch, und Fahrias-
sigkeit kann nach § 310a StGb mit Gefang-
nis oder Geldstrafe bis 150 DM bestraft
werden.
Kolleginnen und Kollegen. noch eins zum
SchiuB. In letzter Zeit wurde auf dem Appa-
rat 100 mehrere Male die Betriebsfouerwehr
angerufen, um andere Angelegenheiten zu
regeln. Wir weisen deshalb noch einmal dar-
auf hin: Bei Feuer im Werk Ruf 100!
Bei allen anderen Gesprachen hat die Feuer-
wehr Ruf 300. Der Apparat 100 mu8 unbe-
dingt freiliegen nur fiir Feuermeldungen im
Werk. Wenn auf dem Apparat 100 andere
Meldungen durchgegeben werden. besteht die
Gefahr, da8 bei einer Feuermeldung wesent-
licher Zeitverlust entstcht.
Wir sind jederzeit bereit, unsere Ausriickezeit
zu verkiirzen und wertvolles Volksvermagen
vor der Vernichtung durch Feuer zu schiitzen.
Kolleginnen und Kollegen! Gebt Feuermel-
dungen ruhig, sachlich und konkret durch. thr
unterstitzt uns damit bei einer schnellen und
sicheren Brandbekampfung.
Bei Feuer im Werk: Ruf 100
Feuerwehr-Gerdtehaus: Ruf 300
Feuerwehr-Geschaftszimmer: Ruf 355
Uhlig, Fw
Verdffentlicht unter der Lizenz-Nr.936 B des Amtes fir Information der Deutschen Demokratischen Republik.
Herausgeber: SED Betriebsparteiorganisation des Sachsenwerkes Niedersedlitz,
Sonder-Redaktionskollektiv
Druck: DRUCKERE! ,,BERTHOLD HAUPT« Dresden-Niedersedlitz
Declassification Authority: NND 57565
Zwei begliickende Stunden
im Musikzirkel
Ja sie waren es in ler Tat, und weil « ich dix
meisten das Vergniigen.« ntgehe nN heen, wellor
wir ihnen etwas davon erzGhlen. An einem
Freitag war's.am11 dic 3@5 Monats, driickende
Hitze schon den ganzen Tag und eigentlich
verstandlich, daf jeder nach Feicrabend einem
kihleren Flecke zustr bte, als er in unserem
Kulturhaus vorzufinden vx rmeinte. Einige we-
nige leBen sich aber doch v« rieneA im kleinen
Saa! Platz zu nehm« n; denn den vergangenen
Zitkelabenden nach zu urteilen, mute man
auch diesma! wieder auf Seme Ko ten k mMmNen
H.W. Finke. ein bx kannter Dresdner Musik-
lehrer und Pianist, be jann uber das Volkslied
zu plaudern, kurz. mit kleinen Beispiel nam
Fliigel. Er hat dabei cine S0 liebenswerte Art
dals sich jeder gleich in die rechte Stimm ing
versetzt fishit und sofort aufnahmebs reit ist
fir das, was uns der V ttragende zu sagen
hat. Diesmal gab’s aber m hr zu héren, Ge-
sangiiches, denn iiberraschenderweise weoren
zwei Dolisten gebeten, die aus ur serem alten
Volksliederschatz die schonsten Weisen brach-
ten; Robert Sch manr enn ich frih in den
Garten geh*, Brahm Da unten im Tale
Dvorak und vieles ar if Ubwohl es
anfangs scien. daf d Frau Herta
Hadlich, in nicht besor ders stimmilicher
Verfassung ware ~ feing zart n setzte
Sie Zu krGltig aon-, SO getiel s mit der Reihe
der von Herrn Finke wunderhii! sch getroffenen
Auswahl des Liedgute s mehr und mehr. zu-
mal es ihr an Temperament und Ausdruck
nicht fehlte. Gut gelungen war das Abendlied
.Der Mond ist aufgegangen”, nach C audius.
Herrn Herbert Lange mit seinem wi nd
weichen, lyrischen Bariton zuzuhdren
gerade zum Vortrag von Volksliedern
te, war ein besonderer Genufl.
Der Applaus, den natiirlich infolge des gerin-
gen Besuches nur wenige Hande spenden
konnten, kam aus dankbaren Herzen Ein jeder
tihite sich beschenkt und ain } troh und be-
uckt nach Hause. Herrn Finke sei an dieser
esonders fiir die mithevolle Zu: ammen-
1g des Vortragsmaterials gedankt. ks
ware schon deshalb wiinschenswert. we nn sich
ein groberer Hérerkreis findet damit sich diese
Mithe auch wirklich lohnt. - Der Kommission
fir kulturelle Ma senarbeit méchten wir raten
an einem Abend nicht zu viel kulturelle Vor-
anstaltungen starten zu lassen da dies bis-
her mit ein Grund fiir die geringe Beteili jung
an unseren Zirkelabenden war.
Wo 74 nknecht j M
Hilfe! ich verdurste!
Unser Kulturhaus hat nun seit seiner Erdffnung
schon viele Kolleginnen und Kollegen
auch deren Angehérige schéne Stun
leben lassen. So war es auch am Sonn
dem 28. 6. 52. unter Mitw rkung d
jC
gemeinschalt GroBer’’, unseren . 4 B;
und der Hauskapelle Funke. Es war ein
schones Wochenende nach einem hx ien End
spurt in der Weorkstatt zum Quartalse nde
Aber ein Schatten lag iiber dem Abend und
hiermit sollen die verantwortlichen Kollegen ein-
mal davon in Kenntnis gesetzt und gleichzeitig
zur Abhilfe bzw. zu einer daidigen Stellung-
nahme im SW-Spiege! veranlakt we rden.
10
bei
war nicht
zwar nicht
er in einer HO-Caststitte auch
Magen sorgen kann, bringt man sich
mit At er , f sig , den d e
irste, nach denen man auch
{
‘ 7
ochiange stehen’’ muBte (eben weil die
ing versagte), waren bald vergriffen
rch k! ir daft di r Bedarf an Bock-
sw. zumal am Monatsende nach
nzahlung bei einem Tanzabend, der
geht, ein anderer ist als bei
wortuhrung, nach der der grdPte
ucher nach Hause geht. Hat man
‘ , . ~
n nicht gemerkt oder wurde die HO
ferriants t?
'
vicler Kolleginnen und Kollegen
W Miers i Mfc-Wickelei
Junge Pioniere pflegen unser nationales Kulturerbe!
.Tag der jungen Kin
h in unserem Kulturhaus durchgefiihrt wird
Freunde aus der CSR sowie aus der Volksdemokratie Ungarn
Lommen zu uns,
um mit uns iiber die Kulturarbeit zu diskutieren!
[2s war fiir uns alle eine erofe (lberrasd
als wir erfuhren, dai am Freitag, den
Juli 1952, einige Vertreter fair die Kultur
arbeit aus der CSR sowie aus der Volks
demokratie Ungara zu uns kommen wiir-
den, um mit uns Gber kulrurelle Fr gen zu
diskutieren, und wir haben alie gern der Auf
forderung Fo'ge geleistet, an der Beer if ing
mit teilzunehmen Die Giste wurden von
Koilesen Ronnebureer begréft und von
Anfang an entspann sich ein lebhatier Gee
dan+enaustausch. Bei der anschiiefenden
Diskussion zeigten unsere Gaste beson lers
grofes Interesse fur unser grobes Werks«
orchester sowie alle anderen Gruppen
der Musik, die wir pflegen. Kollege Ronne-
burger bat daher Kolleze Biittoer vom
Werksorchester, ausfilrlich hierGberzube
richten, und man merkte es an de
reihen Zwischenfragen, wie
insere Gaste den interessante
rungen unseres Kollegen Bitr:
Es wurde tiber alles gesprochen insbesone
dere iber Musiksté i e. hewir jetzt spielen
vor allem auch Gber klassischhe Musik. K
lege Battner teilte in diesem Zusammen-
hange mit, dah es im Augenblick noch be
sondere Schwierigkeiten bereite. Schosta
kowitschh zu spielen. Auf Befracen von
Kollece B ittner tei te ertreter | In
garns mit, dali dort auch sehr viel die deut
sche klassischhe Musik, insbesondere B<
hoven gespielt werde, jedoch Eisler noch
nicht zudem stan
hore, man aber ;
?
ci*
klassishe Musik bevorzu
pact - { Ti.
pr whe uber dieses Th
loca iia lt lagin Ante + foe Spotl K Ady
iMCTEMe NO een Ant von cde aatl. inom
mission fir Kunstaneelegenheiten in Dres-
den ein, dah wir uns immer noch. wenn z. B
von ungarischher Musik die Rede sei, an
Léhar und Kalman erinnern, diB diese
Operettenweisen aber niemals etwas mit
dem wirklidien Ungarn. dem Ungarn von
heute, zu tun haben. Ungarn ist wie wir,
ein aufbliihendes Land und die Pufta, wie
> immer wieder in den alten Liedern be-
sungen wird, gibt es Gberhaupt nicht mehr,
denn Dank des Fleibes des ungarischen
Volkes entwickelt sid dort, wo einst die
Pubta sich ausbreitete, jetzt ein erfolge
reicher Reisbau. Darum wollen wir in Zu-
kunt. wenn wir ungarischhe Musik héren
wollen, grehr an Liszt und die alten, unga-
rishen Veciksweisen denken. Im dbrigen
wurde uns bei dieser Gelegenheit von Kol
legin Anft noch empfohlen, uns wegen neu
zeitlidher Musik -Literatur an die Straatl.
Musik - Bibliothek, Berlin C 2. Breite Strafe,
zu wenden,
LInd dann kamen wir auf unsere Chor-
Arbeit zu sprechen, und es wurde den
Gasten dabei auf Befragen mitgetei!r, da8
ir jetzt auch dabei sind, neue eigene Kom-
positionen einzustudieren. Lebhaftes In-
teresse bestand insbesondere fir unseren
Jugendchor. Beztiglicdh unseres Jugendchor-
lesters, der immer von Leipzig herdber
kommen mul, empfahl uns die Kollegin
Antt,uns doch wegen eines Dirigenten aus
Dresden mit der Staatl. Hochschule far Mus
sik in Verbindung zu setzen.
AnschlieBend stand unser /sorgenkind”,
ci: Volkstanzgruppe, zur Debatte, und ic
glaube, hier kGonen wir von unseren Freune
den noch sehr, sehr viel lernen. Auch sie
berichteten von der, Schwierigkeiten, die
sie antanglich mit d:esen Gruppen gehabt
haben. und insbesondere, dah vor allem
geaau wie bei uns) junge Burschen hierfér
nur schwer zu gewinnen waren. Die stellver=
tretenden Direktorendes Inst tutsfirVolkse
tanzkunst in der CSR berichteten sehr ane
schaulich hierzu, da anfangs, beispiel.weise
auth in Aussig, Gberhaupt keine Volks«
fanzgruppen vorhanden waren, daf es ihr
aber dinn doch nach und nach selungen ist,
anknipfend an die Entstehung des Volkse
liedes, gewissermaben in spie erischher W eise
die Jugend, und vor allem auch die jungen
Manner, an den Volkstanz heranzufihren,
so dal} gerade diese Gruppen jetzt ganz in
ihrer Arbeit aufgehen und wirklich Gutes
leisten. Der Verireter von Ungarn berich-
tete hierzu, da} in Ungarn zwar eine
Tradition im Volkstanz bestehe, und alle
Manner, bzw. solche, die es noch werden
wollen!!,im Alter von 11 bis 70 Jahren das
Tanzbein, vor allem in dem zum Volks
gut gewordenen ,,Soldatentanz* schwingen,
daf es aber trotzdem einige Schwierigkeiten
zu Uberwinden gab, um die jungen Bur-
schen in den Stadten zum gemeinsamen
Volkstanz zu bewegen. Doch auch diese
Schwierigkeiten seien jetzt langst tber-
wunden. Koll. Anft erkundigte sich in die-
sem Zusammenhange, ob wir bei der Eine
studierung unserer Volkstanze auf altes
Volksgut zurdckgreifen und die entsprechen-
den Sitten und Gebrauche zu ergriinden
versuchen. Leider ist dies eine Licke,
die bei uns noch klafft, und wir werden
uns daher in Zukunft eingehend mit der
Tradition des Volkstanzes beschaftigen
miissen. Ich glaube, im Einvernehmen mit
allen zu handeln, w enn ich hier den Wunsch
ausspreche, einmaleine tsch echhoslowakische
oder ungarische Volkstanzgruppe zu einem
Besuch zu uns einzuladen. Ich denke mir,
dah wir hierdurch sehr, sehr viel Anre-
gungen erhalten kénnten. Es wurde dann
noch eingehend iiber unsere Kindertanz-
gruppe, die sich schon durch gute Arbeit
bewahrt hat, gesprochen und in diesem
Zusammenhange erwahnt, daB wir beab-
sidhtigten, spaterhin auch eine Kinder-Mu-
sikgruppe ins Leben zu rufen.
In weiteren Verlauf des Abends, an dem
dann auch unser ,,Held der Arbeit“, Koll.
MSnnig, von den Gasten freundig be-
grabt, erschien, wurde dann weiter noch
eingehend itiber das Schaffen unserer
Laienspielgruppe, unseres Maler-
Zirkels, unseres Schnit zereZirkels usw.
gesprochen. Koll. Ronneburger fahrte hter-
zu aus, daf bei unserer Laienspielgruppe,
hervorgerufen durch mehrmaligen W echsel
in der Leitung, auch gewisse Schwierigkei-
ten zu Gberwinden waren. Die Gruppe
hat sich jetzt zur Aufgabe gestellt, aufer
dem Laienspiel auch die Rezitation zu
pflegen und Kolleginnen und Kollegen als
Sprecher bzw. Rezitatoren heranzubilden.
Augenblicklidhh wird unter Leitung von
Koll. Menscel ,,Der Biberpelz“ von Ger-
hard Hauptmann einstudiert.
Zum ScluB schnitt Koll. Herbst noch die
Theaterfrage in den befreundeten Landern
an, und es wurde hierzu sowohl von der
Vertreterin der CSR als auch von dem
Vertreter Ungarns mitgeteilt, daB dort eine
Institution wie unsere Volksbihne nicht
bestehe, in der CSR wird es so gehand-
habt, da§ die Gewerkschaften gemeinsame
Theaterbesuche organisieren unddann midge
lichst ganze Vorstellungen auskaufen, da
nur dann ein verbilligter Kartenverkauf in
Frage kommt. Der Preis fir Theater-Be-
such und Kino bewegt sich in der CSR
in dem Verhaltnis 2:1. Der Vertreter
Ungarns bemerkte hierzu noch besonders,
daBh dort der Theaterbesuch far jedermann
ershwinglihh sei, was auch schon daraus
hervorgehe. dafi die Oper, insbesondere
aber die Ballett- Abende immer ausverkauft
seien. Im dbrigen wird es dort auch so
wie in der CSR gehandhabr, daf die
Gewerkschaften geschlossen Theaterkarten
bestellen und auch immer bevorzugt be-
liefert werden. Der Preis zwischen Theater-
besuch und Kino bewegt sich ebenfalls in
dem Verhaltnis 2:1.
Ansdiliefiend an die sehr rege und auf-
schlubreichhe Diskussion folgte unter Lei=
Wie erfolgt die theoretische Ausbildung zum Meister?
Bedingt durch die rasche Entwicklung unserer
Volkswirtschaft und die damit verbundenen
immer gréBer werdenden Aufgaben ist auch
in der Heranentwicklung der Fachkrafte eine
Anderung eingetreten. Sie liegt unter anderem
auch auf dem Gebiete der weiteren Qualifi-
zierung.
Bisher konnten Interessenten fiir dic Industrie-
meisterpriifung mitHilfe vonVolkshochschullehr-
gangen die entsprechende Reife zum Ablegen
der Priifung erlangen. Mit Beginn des Jahres
1952 verGnderte sich dies nun dahingehend
daB die Ausbildung von Industriemeistern an
entsprechenden Fachschulen erfolgt. Das Stu-
dium dauert 2 Semester. jeder Teilnehmer
ist also den Studenten gleichgestellt
Diese Mafnahme war erforderlich, weil sich
in den Abend- und Wochenendkursen entschoi-
dende Ma&ngel zeigten. Dieselben lagen nicht in
der Durchfiihrung, sondern bezogen sich auf die
Méglichkeiten eines intensiven Lernc ns. Die
Teilnehmer standen neben ihrem Lernen in
der beruflichen Arbeit. So konnte es oft pas-
sieren, daB infolge Ubermiidung oder anderer
Umstande das Lernen vernachlassigt wurde
Um alle hinderlicdhen Momente auszuschalten,
werden nun die an der Meisterpriifung inter-
essierten Kollegen fiir ein Jahr nur auf die Sehule
gehen und unbelastet von der Berufsarbeit das
Studium betreiben. Dasselbe hilft ihnen. sich
ein solch groBes Wissen zu erarbeiten, dal
sie ebenfalls an dem grofen Werke unseres
sozialistischen Aufbaues entscheidend mitar-
beiten kénnen.
Bewerbungen gehen iiber Personalabts ilung,
Koll. Ulbrich.
Hoffmann, Kulturdirektion
tung von Kollegen Ronneburger eine Fih-
rung durch unser Kulturhaus, und es war
fir uns alle eine Freude zu bemerken,
welche Begeisterung unser schénes Kulture
haus bei unseren Gasten hervorrief. Die
Vertreterinder CSR teilte mir auf Befragen
noch mit, dah es derartig schéne und neue
Kulturhauser inder CSR noch nicht gabe,
ein Grund mehr, besonders stolz ,/aut un-
ser Kulturhaus” zu sein und alle Sparten
der Kunst mit Eifer und Begeisterung,
aber auch mitdem nétigen Ernst zu pflegen.
Johanna Krippa, PMW
Offene Kritik
Zu der am 14. 7. 52 abgehaltenen Ge-
werkschaftskollektivtagung sehe ic mich
veranlaht wie folgt Stellung zu nehmen.
Ich bitte, meine Stellungnahme so aufzuneh-
men, wie sie gemeint ist. Als erstes bedaure
ich, daft bei unseren Kollegen Funktionaren
so wenig Interesse vorhanden ist fiir unsere
Gewerkschafisversammlungen, und daf sie
als beauftragte Vertreter der Belegschaft
nicht einmal zu den angesetzten Versamme
lungenerscheinen. Mit einer solchen Passivi«
tat unterstdtzt ihr die imperialistischen
Zersetzungsversuche und helft bei den
Vorbereitungen zum 3. Weltkrieg — es
sollte zur Sache gesprochen werden. Was
aber war tatsachlichh der Fall? Heift das
zur Sache gesprochen, wenn Kollegen Funk-
tionare nicht zum Kollektivvertrag sprechen,
sondern ihre persénlichen Leibschmerzen zur
Kenntnis geben?
Folgendes michte ich Kollegen Leuteritz
mit auf den Weg geben:
Ware es nicht angebrachter gewesen, statt
in dieser Versammlung Kollegen Wittig
anzugreifen, zur Sache zu sprechen und
einen unseren Kollektivvertrag betreffenden
Vorschlag oder Antrag zu stellen, z. B.
die Forderung einer termingemafen,
ordentlihhen monatlichen Berichterstattung.
Stattdessen hast Du Kollegen Wittig her-
ausgefordert und auch die Wohnungs-
kommission angegriffen. Gerade die
W ohnungsfragen bedeuten eine schhwierige
und undankbare Aufgabe. doch hat sich
Kollege Wittig gemeinsam mit der Kom-
mission immer bemiht, diese Aufgaben
befriedigend zu lésen. Aber wer ist un-
fehlbar? Wollen wir fieber alles daran-
setzen, durch niichterne, helfende Kritik am
gecigneten Platz unsere Entwicklung vor-
wartszutreiben.
Das spricht zu euch ein Kollege, welcher in
seinem ganzen Leben nichts anderes getan
hat, als sich fair die Interessen der Arbeiter-
schaft einzusetzen und fir ein menschen-
wirdiges Dasein in der Zukunft zu kampfen.
Richard Siegel, Mfc
Stellungnahme
zum Beschlu8 des Schiilerkollektivs
des Lehrganges der Betriebspartei-
schule vom 3. 6. bis 2. 7. 19592
Die Genossen des Lehrganges wiinschen eine
Aufklarung iiber die Pramienverteilung in un-
serem Betrieb.- Gerade in dieser Zeit waren
die Vorbereitungen fiir die Kinderferienaktion
unseres Betriebes kurz vor dem Abschlu®, und
es erforderte den gesamten und restlosen Fin-
satz aller Kollegen der BGL.
Ich war der Meinung, daB die Genossen auf
der Betriebsparteischule sich im klaren sind.
tiber das Leistungsprinzip und damit iber die
Verteilung von Pramien. Ic sehe aber ein.
daB es falsch und schlecht von mir war, den
Genossen in dieser Frage nicht die erforder-
liche AufklGrung gegeben zu haben. Fest steht
allerdings auch, da nur eine Parteileitung,
sei es die Betriebsparteileitung oder die Lei-
tung unserer Grundorganisation, einen der-
artigen Beschlu8 fassen kann. Das soll selbst-
verstandlich nicht heifen, daB ich als Genosse
in der Gewerkschaftsbewegung nur meine Auf-
gabe erledige, wenn ein Beschlu® dariiber vor-
liegt. Aber die Genossen Parteischiiler miissen
trotz der grofen Bedeutung unserer Betriebs-
parteischule auch erkennen, da verantwort-
lidhe Genossen nicht immer auf Abruf bereit-
stehen kénnen. Das Schlechte von mir als Ge-
nosse war, daB ich den Genossen nicht zu-
mindest telephonisch absagte oder einen an-
deren Termin mitteilte. - Ich bitte die Genossen
dieses Lehrganges, mit mir einen Termin zu
vereinbaren, an dem ich iber diese Fragen
erschépfende Auskunft geben will.
Kirchhof, BGL
Eltern und Erzieher!
Helft das Treffen derJungen Pioniere vom 18. bis 25. Augustin Dresden zu einem
einzigen Festtag auch fiir eure Kinder werden zu lassen!
Declassification Authority: NND 57565
11
Zwei begliickende Stunden
im Musikzirkel
Ja. sie waren eg in der Tat, und weil sich dic
meisten das Vergniigen entgehen lieRen, wollen
wit ihnen etwas davon erzahlen. An einem
Freitag war's,am 11 dieses Monats, driickende
Hitze schon den ganzen Tag und eigentlich
verstandlich, daB jeder nach Feicrabend einem
kihleren Flecke zustrebte, als or in unserem
Kulturhaus vorzufinden vermeinte. Einige we-
nige lieBen sich aber doch verleitoA im kleinen
Saal Platz zu nehmen; denn den vergangenen
Zitkelabenden nach zu urteilen, muBte man
auch diesmal wieder auf seine Kosten kommen.
H. W. Finke, ein bekannter Dresdner Musik-
lehrer und Pianist, begann Gber das Volkslied
zu plaudern, kurz, mit kleinen Beispielen am
Fliigel. Er hat dabei eine so lhebenswerte Art.
da8 sich jeder gleich in die rechte Stimmung
versetzt fihit und sofort aufnahmebercit ist
fir das, was uns der Vortragende zu sagen
hat. Diesmal gab’s aber mehr zu héren, Ge-
sangliches, denn iiberraschenderweise waren
zwei Solisten gebeten, die aus unserem alten
Volksliederschatz die schnsten Weisen brach-
ten; Robert Schumann: . Wenn ich friih in den
Garten geh*, Brahms: .Da unten im Tale”,
Dvorak und vieles andere mehr. Obwohl es
anfangs scien, da® die S&ngerin, Frau Herta
Hadlich, in nicht besonders guter stimmlicher
Verfassung ware ~ feine, zarte Stellen setzte
sie zu kraftig an -, so gefiel sie mit der Reihe
der von Herrn Finke wunderhiibsch getroffenen
Auswahl des Liedgutes mehr und mehr. zu-
mal es ihr an Temperament und Ausdruck
nicht fehite. Gut gelungen war das Abendlied
-Der Mond ist aufgegangen”, nach Ciaudius.
Herrn Herbert Lange mit seinem wunderbar
weichen, lyrischen Bariton zuzuhdren, der sich
gerade zum Vortrag von Volksliedern gut
eignete, war ein besonderer Genul.
Der Applaus, den natiirlich infolge des gerin-
gen Besuches nur wenige Hande spenden
konnten, kam aus dankbaren Herzen. Ein jeder
fiihite sich beschenkt und ging froh und be-
gliickt nach Hause. Herrn Finke sei an dieser
Stelle besonders fiir die mihevolle Zusammen-
stellung des Vortragsmaterials gedankt. Es
wGre schon deshalb wiinschenswert, wenn sich
ein gréBerer Hérerkreis findet, damit sich diese
Miihe auch wirklich lohnt. - Der Kommission
fir kulturelle Massenarbeit méchten wir raten,
an einem Abend nicht zu viel kulturelle Vor-
anstaltungen starten zu lassen, da dies bis-
her mit ein Grund fiir die geringe Beteiligung
an unseren Zirkelabenden war.
Wagenknecht, PM
Hilfe! Ich verdurste!
Unser Kulturhaus hat nun seit seiner | rdffnung
schon viele Kolleginnen und Kollegen und
auch deren Angehdrige schdne Stunden er-
leben lassen. So war es auch am Sonnabend,
dem 28. 6. 52. unter Mitwirkung der ,,Spiel-
gemeinschaft GroBer’’, unseren ..4 Brummers”
und der Hauskapelle Funke. Es war ein sehr
schénes Wochenende nach einem heifen End-
spurt in der Werkstatt zum Quartalsende.
Aber ein Schatten lag iiber dem Abend, und
hiermitsollen die verantwortlichen Kollegen ein-
mal davon in Kenntnis gesetzt und gleichzeitig
zur Abhilfe bzw. zu einer baidigen Stellung- «
nahme im SW-Spiegel veranlaBt werden.
10
Der Sonnabend war ein heifer Te j. und
jeder brachte groBen Durst mit. und da ver-
sagte die Bedienung. Es dauerte 45 Minuten.
bevor der Ober in der Lage war, mir mein
Helles” zu bringen. Ein Koll je bekam so-
gar erst nach 1! » Stunde sein Glas Bier. In
der Pause nach dem kulturellen Teil, die der
geeignete Zeitpunkt fiir die Bedi nung ge-
wesen ware, wartete man vergeblich. Dafiir
setzte aber bereits wahrend der musikalischen
Darbietung eine Wan Jerung nach dem HO-
Ausschank ein. Man war 1a zur Selbstbe-
dienung gezwungen. Viele wanderten ouch
voriibergehend in die naheliegenden Lokale,
um dort den Durst zu léschen.
Und was war die Ursache? Es fohlic an Per-
sonal, denn drei Bedienungen fiir den groBen
Saal sind den Anforderungen nicht gewachsen.
Liegt es nun daran, daft nicht genigend Be-
dienungspersonal auf die Beine gebracht
werden kann, oder hat man noch nicht fost-
gestellt, dc® der HO-Ausschank stets bei
solchen Veranstaltungen (denn es war nicht
das erste Ma!) dberfilltist, und zwar nicht
nur in den Pausen.
Da man ferner in einer HO-Gaststatte auch
fir den Magen sorgen kann, bringt man sich
natirlich nichts mit. Aber .,Essig”, den die
wenigen Bockwiirste, nach denen man auch
noch ,.Schlange stehen’’ muBte (eben weil die
Bedienung versagte), waren bald vergriffen.
Es ist doch klar. daB der Bedarf an Bock-
wirsten usw. zumal am Monatsende nach
der Lohnzahlung bei einem Tanzabend, der
bie 2 Uhr geht, ein anderer ist als bei
einer Filmvorfihrung, nach der der grdGte
feil der Besucher nach Hause geht. Hat man
das noch nicht gemerkt oder wurde die HO
nicht unterrichtet?
im Sinne vicler Kolleginnen und Kollegen
W. Miersch, Mfc-Wickelei
-_——-
Junge Pioniere pflegen unser nationales Kulturerbe!
Zum ,,Tag der jungen Kinstler”, der zum Tei! auch in unserem Kulturhaus durchgefiihrt wird.
-_ — —
~-——
Freunde aus der CSR sowie aus der Volksdemokratie Ungarn
kommen zu uns,
um mit uns iiber die Kulturarbeit zu diskutieren!
Es war fiir uns alle cine grove UI erraschung
als wir erfuhren, da} am Freitag, dem 11.
Juli 1952, einige Vertreter far die Kulture
arbeit aus der CSR sowie aus der Volks-
demokratie Ungara zu uns kommen wiir-
den, um mit uns Gber kulrurelle Fr gen zu
diskutieren, und wir haben alie gern der Auf-
forderung Fo'ge geleistet, an der Begriibung
mit teilzunehmen. Die Gaste wurden von
Koilegen Ronneburger begri$t. und von
Anfang an entspann sich ein lebhafier Gee
danhenaustaush. Bei der anschiieBenden
Diskussion zeigten unsere Giste besonders
grofes Interesse far unser grobes Werks
orchester sowie alle anderen Gruppen
der Musik, die wir pflegen. Kollege Ronnes
burger bat daher Kolleze Bittner vom
Werksorchester, ausfihrlich hieraberzube-
richten, und man merkte es an den zahl-
reihen Zwischenfragen, wie aufmerksam
unsere Gaste den interessanten Ausfih-
rungen unseres Kollegen Bittner folgten.
Es wurde tber alles gesprochen insbeson-
dere tiber Musikstiicke, die wir jetzt spielen,
vor allem auch Gber klassischhe Musik. Ko!
lege Battner teilte in diesem Zusammen-
hange mit, dah es im Augenblick noch be-
sondere Schwierigkciten bereite, Schosta-
kowitschh zu spielen. Auf Befragen von
Kollege Battner teilte der Vertreter Un-
garns mit, dafi dort auch sehr viel die deut-
sche klassische Musik, insbesondere Beet-
hoven gespielt werde, jedoch Eisler noch
nicht zudem standigen Musikrepertoir ce-
hSre, man aber auch sehr viel sowijetische
klassischhe Musik bevorzuge. Bei der Aus
sprache fiber dieses Thema warf insbeson-
deredie Kollegin Anft von derSraatl. Kom-
nission fiir Kunstangelegenheiten in Dres-
den ein, dah wir uns immer noch, wenn z. B.
von ungarischher Musik die Rede sei, an
Léhar und Kalman erinnern, diB diese
Operettenweisen aber niemals etwas mit
dem wirklicdhen Ungarn. dem Ungarn von
heute, zu tun haben. Ungarn ist wie wir,
ein aufblihendes Land und die Pufta, wie
sie immer wieder in den alten Liedern be-
sungen wird, gibt es Gberhaupt nicht mehr,
denn Dank des Fleibes des ungarischen
Volkes entwickelt sich dort, wo einst die
Puta sich ausbreitete, jetzt ein erfolge
reicher Reisbau. Darum wollen wir in Zu-
kunft. wenn wir ungarishe Musik héren
wollen, gehr an Liszt und die alten, unga-
rishen Veciksweisen denken. Im dbrigen
wurde uns bei dieser Gelegenheit von Kol-
legin Anft noch empfohlen, uns wegen neu-
zeitlidhher Musik Literatur an die Sraatl.
Musik - Bibliothek, Berlin C 2, Breite Strafe,
zu wenden.
Und dann kamen wir auf unsere Chor-
Arbeit zu sprechen, und es wurde den
Gasten dabei auf Befragen mitgetei!t, dab
wir jetzt auch dabei sind, neue eigene Kom-
positionen einzustudieren. Lebhaftes In
teresse bestand insbesondere far unseren
Jugendchor. Beziiglich unseres Jugendchor-
leiters, der immer von Leipzig herdber-
kommen mul, empfahl uns die Kollegin
Anti, uns doch wegen eines Dirigenten aus
Dresden mit der Staatl. Hochschule fir Mu
sik in Verbindung zu setzen.
AnschlieBbend stand unser /sorgenkind”,
ci: Vo'kstanzgruppe, zur Debatte, und ich
glaube, hier kGonen wir von unseren Freun-
den noch sehr, sehr viel lernen. Auch sie
berichteten von den Schwierigkeiten, die
sie anfanglich mit diesen Gruppen gehabt
haben, und insbesondere, dah vor allem
(genau wie bei uns) junge Burschen hierfar
nur schwer zu gewinnen waren. Die stellver«
tretenden Direktorendes Inst tuts farVolkse
tanzkunst in der CSR berichteten sehr an-
schaulich hierzu, daf anfangs, beispiel.weise
auh in Aussig, Gberhaupt keine Volks«
tanzgruppen vorhanden waren, daf es ihr
aber dann doch nach und nach gelungen ist,
anknipfend an die Eotstehung des Volks«
liedes, gewissermaben in spielerischer W eise
die Jugend, und vor allem auch die jungen
Manner, an den Volkstanz heranzufihren,
so dal} gerade diese Gruppen jetzt ganz in
ihrer Arbeit aufgehen und wirklich Gutes
leisten. Der Verireter von Ungarn berich-
tete hierzu, da} in Ungarn zwar eine
Tradition im Volkstanz bestehe, und alle
Manner, bzw. solche, die es noch werden
wollen!!,im Alter von 11 bis 70 Jahren das
Tanzbein, vor allem in dem zum Volks-
gut gewordenen ,,Soldatentanz* schwingen,
daf es aber trotzdem einige Schwierigkeiten
zu liberwinden gab, um die jungen Bur-
sthhen in den Stadten zum gemeinsamen
Volkstanz zu bewegen. Doch auch diese
Schwierigkeiten seien jetzt langst dber-
wunden. Koll. Anft erkundigte sich in die-
sem Zusammenhange, ob wir bei der Ein-
studierung unserer Volkstanze auf altes
Volksgut zurdckgreifen und die entsprechen-
den Sitten und Gebrauche zu ergriinden
versuchen. Leider ist dies eine Liicke,
die bei uns noch klafft, und wir werden
uns daher in Zukunft eingehend mit der
Tradition des Volkstanzes beschaftigen
missen. Ich glaube, im Einvernehmen mit
allen zu handeln, w enn ich hier den Wunsch
ausspreche, einmaleine tsch echhoslowakische
oder ungarischhe Volkstanzgruppe zu einem
Besuch zu uns einzuladen. Ich denke mir,
daBh wir hierdurch sehr, sehr viel Anre-
gungen erhalten kénnten. Es wurde dann
noch eingehend aber unsere Kindertanz-
stuppe, die sich schon durch gute Arbeit
bewahrt hat, gesprochen und in diesem
Zusammenhange erwahnt, daB wir beab-
sichtigten, spaterhin auch eine KindereMu-
sikgruppe ins Leben zu rufen.
In weiteren Verlauf des Abends, an dem
dann auch unser ,,Held der Arbeit“, Koll.
MSnnig, von den Gasten freundig be-
grabt, erschien, wurde dann weiter noch
eingehend Gber das Schaffen unserer
Laienspielgruppe, unseres Maler-
Zirkels, unseres Schnitzer-Zirkels usw.
gesprochen. Koll. Ronneburger fahrte hter-
zu aus, daf bei unserer Laienspielgruppe,
hervorgerufen durch mehrmaligen Wechsel
in der Leitung, auch gewisse Schwierigkei-
ten zu dberwinden waren. Die Gruppe
hat sich jetzt zur Aufgabe gestellt, aufer
dem Laienspiel auch die Rezitation zu
pflegen und Kolleginnen und Kollegen als
Sprecher bzw. Rezitatoren heranzubilden.
Augenblicklich wird unter Leitung von
Koll. Menschel ,,Der Biberpelz“ von Ger-
hard Hauptmann einstudiert.
Zum Sdiluf schnitt Koll. Herbst noch die
Theaterfrage in den befreundeten Landern
an, und es wurde hierzu sowohl von der
Vertreterin der CSR als auch von dem
Vertreter Ungarns mitgeteilt, daB dort eine
Institution wie unsere Volksbihne nicht
bestehe, in der CSR wird es so gehand-
habt, dah die Gewerkschaften gemeinsame
Theaterbesuche organisieren und dann midge
lichst ganze Vorstellungen auskaufen, da
nur dann ein verbilligter Kartenverkauf in
Frage kommt. Der Preis fir Theater-Be-
suh und Kino bewegt sich in der CSR
in dem Verhaltnis 2:1. Der Vertreter
Ungarns bemerkte hierzu noch besonders,
dah dort der Theaterbesuch fir jedermann
erschwinglich sei, was auch schon daraus
hervorgehe. dafi die Oper, insbesondere
aber die Ballett- Abende immer ausverkauft
seien. Im dbrigen wird es dort auch so
wie in der CSR gehandhabr, dab die
Gewerkschaften geschlossen Theaterkarten
bestellen und auch immer bevorzugt be-
liefert werden. Der Preis zwischen Theater-
besuch und Kino bewegt sich ebenfalls in
dem Verhaltnis 2:1.
Anschliefiend an die sehr rege und auf-
schlubreichhe Diskussion folgte unter Lei=
Wie erfolgt die theoretische Ausbildung zum Meister ?
Bedingt durch die rasche Entwicklung unserer
Volkswirtschaft und die damit verbundenen
immer gréBer werdenden Aufgaben ist auch
in der Heranentwicklung der Fachkrafte eine
Anderung eingetreten. Sie liegt unter anderem
auch auf dem Gebiete der weiteren Qualifi-
zierung.
Bisher konnten Interessenten fiir die Industrie-
meisterpriifung mitHilfe vonVolkshochschullchr-
gGngen die entsprechende Reife zum Ablegen
der Priifung erlangen. Mit Beginn des Jahres
1952 veranderte sich dies nun dahingehend,
daB die Ausbildung von Industriemeistern an
entsprechenden Fachschulen erfolgt. Das Stu-
dium dauert 2 Semester. jeder Teilnehmer
ist also den Studenten gleichgestellt.
Diese MaBnahme war erforderlich, weil sich
in den Abend- und Wochenendkursen entschei-
dende Mangel zeigten. Dieselben lagen nicht in
der Durchfiihrung, sondern bezogen sich auf die
Méglichkeiten eines intensiven Lernens. Die
Teilnehmer standen neben ihrem Lernen in
der beruflichen Arbeit. So konnte es oft pas-
sieren, daB infolge Ubermiidung oder anderer
Umstande das Lernen vernachlassigt wurde.
Um alle hinderlichen Momente auszuschalten,
werden nun die an der Meisterpriifung inter-
essierten Kollegen fiir ein Jahr nur auf die S¢hule
gehen und unbelastet von der Berufsarbeit das
Studium betreiben. Dasselbe hilft ihnen, sich
ein solch groBes Wissen zu erarbeiten, dak
sie ebenfalls an dem grofen Werke unseres
sozialistischen Aufbaues entscheidend mitar-
beiten kénnen.
Bewerbungen gehen iiber Personalabteilung,
Koll. Ulbrich.
Hoffmann, Kulturdirektion
tung von Kollegen Ronneburger eine Fiih=
rung durch unser Kulturhaus, und es war
fér uns alle eine Freude zu bemerken,
welche Begeisterung unser schénes Kulture
haus bei unseren Gasten hervorrief. Die
Vertreterin der CSR teilte mir auf Befragen
noch mit, dah es derartig schéne und neue
Kulturhauser inder CSR noch nicht gabe,
ein Grund mehr, besonders stolz ,,aut un-
ser Kulturhaus” zu sein und alle Sparten
der Kunst mit Eifer und Begeisterung,
aber auch mitdem nétigen Ernst zu pflegen.
Johanna Krippa, PMW
Offene Kritik
Zu der am 14. 7. 52 abgehaltenen Ge-
werkschaftskollektivtagung sehe ich mich
veranlaft wie folgt Stellung zu nehmen.
Ich bitte, meine Stellungnahme so aufzuneh-
men, wie sie gemeint ist. Als erstes bedaure
ich, daft bei unseren Kollegen Funktionaren
so wenig Interesse vorhanden ist fiir unsere
Gewerkschafisversammlungen, und daf sie
als beauftragte Vertreter der Belegschaft
nicht einmal zu den angesetzten Versamme
lungenerscheinen. Mit einer solchen Passivi-
tat unterstitzt ihr die imperialistischen
Zersetzungsversuche und helft bei den
Vorbereitungen zum 3, Weltkrieg — es
sollte zur Sache gesprochen werden. Was
aber war tatsachlichh der Fall? Heift das
zur Sache gesprochen, wenn Kollegen Funk-
tionare nicht zum Kollektivvertrag sprechen,
sondern ihre persdnlichen Leibschmerzen zur
Kenntnis geben?
Folgendes michte ich Kollegen Leuteritz
mit auf den Weg geben:
Ware es nicht angebrachter gewesen, statt
in dieser Versammlung Kollegen Wittig
anzugreifen, zur Sache zu sprechen und
einen unseren Kollektivvertrag betreffenden
Vorschlag oder Antrag zu stellen, z. B.
die Forderung einer termingemafen,
ordentlichhen monatlichen Berichterstattung.
Stattdessen hast Du Kollegen Wittig her-
ausgefordert und auch die Wohnungs-
kommission angegriffen. Gerade die
Wohnungsfragen bedeuten eine schwierige
und undankbare Aufgabe, doch hat sich
Kollege Wittig gemeinsam mit der Kom-
mission immer bemiht, diese Aufgaben
befriedigend zu lésen. Aber wer ist un-
fehlbar? Wollen wir fieber alles daran-
setzen, durch niichterne, helfende Kritik am
geeigneten Platz unsere Entwicklung vor-
wartszutreiben.
Das spricht zu euch ein Kollege, welcher in
seinem ganzen Leben nichts anderes getan
hat, als sich far die Interessen der Arbeiter-
schaft einzusetzen und fir ein menschen-
wirdiges Dasein in der Zukunft zu kampfen.
Richard Siegel, Mfc
Stellungnahme
zum Beschlu8 des Schiilerkollektivs
des Lehrganges der Betriebspartei-
schule vom 3. 6. bis 2. 7. 1959
Die Genossen des Lehrganges wiinschen eine
Aufklarung iiber die Pramienverteilung in un-
serem Betrieb.- Gerade in dieser Zeit waren
die Vorbereitungen fiir die Kinderferienaktion
unseres Betriebes kurz vor dem Abschlu8, und
es erforderte den gesamten und restlosen Fin-
satz aller Kollegen der BGL.
Ich war der Meinung, da® die Genossen auf
der Betriebsparteischule sich im klaren sind,
iiber das Leistungsprinzip und damit dber die
Verteilung von Pramien. Ich sehe aber ein,
daB es falsch und schlecht von mir war, den
Genossen in dieser Frage nicht die erforder-
liche AufklGrung gegeben zu haben. Fest steht
allerdings auch, daB nur eine Parteileitung,
sei es die Betriebsparteileitung oder die Lei-
tung unserer Grundorganisation, einen der-
artigen Beschlu8 fassen kann. Das soll selbst-
verstandlich nicht heiBen, daB ich als Genosse
in der Gewerkschaftsbewegung nur meine Auf-
gabe erledige, wenn ein Beschlu® dariiber vor-
liegt. Aber die Genossen Parteischiler miissen
trotz der groBen Bedeutung unserer Betriebs-
parteischule auch erkennen, da verantwort-
liche Genossen nicht immer auf Abruf bereit-
stehen kénnen. Das Schiechte von mir als Ge-
nosse war, daB ich den Genossen nicht zu-
mindest telephonisch absagte oder einen an-
deren Termin mitteilte. - Ich bitte die Genossen
dieses Lehrganges, mit mir einen Termin zu
vereinbaren, an dem ich iber diese Fragen
erschépfende Auskunft geben will.
Kirchhof, BGL
Eltern und Erzieher!
Helft das Treffen derJungen Pioniere vom 18. bis25.August in Dresden zu einem
einzigen Festtag auch fiir eure Kinder werden zu lassen!
Declassification Authority: NND 57565
11
Unsere Fertigung ist noch von ge-
wissen Zufilligkeiten abhingig. die
einen geregelten Arbeitsablauf nicht
zulassen
Mit dieser Begriindung erhalte ich einen Ver-
besserungsvorschlag (3168): ..Bessere Orga-
nisution des Arbeitsablaufes’’ als abgelehnt
zuriick. Ferner schreibt man weiter, die von
mir genannten Verhdltnisse waren hinreichend
bekannt und die Abstellung der bestehenden
Mancel wGre durch eire Selbstv« rpf chtung
des fritheren Kollegen Kallenbach in Aussicht
genommen worden. Damit kann ich mich
aber nicht abfinden, Kolle 3c Koller ba h ist
bereits mindestens 6 bis 7? Monate nicht mehr
bei uns im Bet-ieb, und was wurde in B Zug
auf Transport realisiert ? Die Man jel bestehen
nach wie vor. Die Arbeit kommt an die Ma-
schinen, kaum haben vielfach die Kollegen
mit der Arbeit begonnen, werden die Ma-
schinen umgestellt, es mu die vor yesehene
Arbeit von der Maschine weg und neue ran.
Ein derartiger Arboitsablauf steht direkt im
Widerspruch zum Beschlu® der Il. Partoi-
konterenz. Im Beschlu8 der Il. Partoikonferenz
heiBt es wértlich: .Eine agewaltige Rolls im
Kampf um die Erfiillung und Ubererfii'lun 3 des
Fiinfjahrplanes missen die Mafnahmen zur
Steigerung der Arbeitsproduktivirat. zur Sen-
kung der Selbstkosten, zur Q salitaisverbesse-
rung der Produktion und zur Fin! ihrung eines
strerngen Sparsamkeitsre jimes in allen Zwoi-
gen der Vo kiwirtschaft sowie in allen Giiedern
der wirtschaftlichen und staatlichen Verwalt: ng
spielen.”
Als Leitungsmitglied der Grurdorganisation
kann ich es mm’ meinem G VISS2N NiCnt vore
antworten, daB sich die Soibstkosten durch
einen d srartigen Arbeitsab!lauf Ssteigern und
die Plane nur auf Kosten c& r Gesundheit der
Kollegen erfiillt werden missen.
Ferner méchte ich noch darauf hinweisen, da?
es mir, wie bereits im Biro fir Vorbosser ings-
wesen schon ausgesagt, nicht auf eine P: amie,
sondern auf die Senkung der Seibstkosten un j
die Wiesur dheit der Kolleax nm ankommt,
Ich méchte die Parteileitung bitten, sich ein-
mal ernsthaft mit dieser Angelegenheit 2 be-
facsen. In diesem Zusammenh ing liee sich
bestimmt auch das ideolojische Niveay der
Kollegen bedeutend heben.
Schmidt, Af Ill
Dreiviertelstunde Mittagspause ?
In der letzten Nummer unserer Setriedszeitung
erdffnet unser Kulturdirektor unter der Odor.
schrift ~Gesundheitliche Vorteile durch eine
verlangerte Mittagspause” - die Diskussi ”n
Uber eine fiir die Beolegsch aft Sehr wichtige
Frage, die Frage, ob die B egschaft taulich
eine Viertelstunde larger im Betrieb bleiben
will,
Der Artikel unseres Botriossamby! tioriums be-
ginnt: Es ist einwandiroi erwiesen, dal? nach
tinnahme der Hauptmahizeit der O ga-
nismus Ruhe fir die Vor TWuun sVOrgange
braucht.” Gegen diese Grztliche Foststel ung
wollen wir nichts einwenden. Auch wir haben
schon die Erfahru g gemacht. dal! wenn wir
sonntags einen richtiggehse nden Brat nm mit
allem. was drum und dran ist verdrickt haben,
dann ein Stiindchen Schlaf sehr zur Verdauung
beitraat.
Nun glauben wir aber behaupten zu kdnnen,
daB unser Betriebs-Mittagessen zur Zeit fir
den iibergroBen Teil dor Essenteilnehmer
durchaus nicht die Ha iptmahtizeit — ist.
Sie nehmen ihre Hauptmahizeit erst nach Ar-
beitsschlu8 zu Hause ein, ebenso die Nicht-
Essenteilnehmer.
8
Der vorbeugende Brandschutz
eine Waffe im Kampf um den Frieden!
Brandstifter und Saboteure, die im Solde
imperialistischer Auftraggeber stehen, ver-
suchen, die Errungenschaften und Erfolge
unserer friedlichen Arbeit, sowie den jetzt be-
ginnenden planmGBigen Aufbau des Sozia-
lismus in der Deutschen Demokratischen
Republik in erhdhtem Mae zu saboticren,
indem sie b sonders die Fahrl&csigkeit und
Unachtsamkeit der Bevdikerung ausniutzen,
um ihr verbrecherisches Handwerk durchzu-
tihren.
Kolleginnen und Kollegen!
Tragt durch erhShte Wachsamkeit mit dazu
ber, den Brandstiftern, Saboteuren und Agen-
ten ihr schdnaliches Handwerk zu legen.
Um die Wachsamkeit im Betrieb zu erhdhen
und alle Angriffe der Sabotage- und Agenten-
tatigkeit zu verhindern, mu folgendes be-
achtet werden:
Der Gegner niitzt Fahrlassigkeit und Unacht-
samkert bei den Werkt&tigen Gus.
1. Unbedingte Sauberkeit in den einzelnen
Abteilungen!
Fluchtwege und AnfahrtsstraBen unbedingt
fre i ha ten I
Wasseren‘nahmestellen (Hydranten) nicht
v -rstellen!
NotausgSnge sind in den Abteilun gen
fr. 1 Zu halten!
Anderungen oaulicher Art in den Abtei-
lungen beachten und die Betriebsteuerwehr
verstandigen!
Alarmwesen innerhalb dos Workes beach-
ten. Bei Feuer im Werk Ruf: 100 wahien,
klare, sachliche und ruhige Meldung durch-
geben. Name des Meidenden nicht ver-
gessen
Beispiel: Fouer Geb. 301, Lackiererei,
Meister Gerhauser
7. Handfeuerléscherund|Innenhydranten muB
jeder WerksangehGrige in seiner Abtei-
lung kennen, um einen Entstehungsbrand
sofort bek@mpfen zu kénnen.
Die Gebaude-Nummer seiner Abteilung
muB jeder wissen, um eine ordnungsge-
ma&Be Feuermeldung durchgeben zu kén-
nen.
Beachtet das Rauchverbot in den dafiir
bestimmten Abteilungen.
VergeB: nicht, nach Arbeitsschlu8 Bunsen-
brenner. Gaskocher, Hartedfen oder Lét-
koloen auf der Werkbank auszuschalten.
Uberzeugt euch nach Arbeitsschlu8, ob
alles an euren Arbeitsplatzen in Ordnung
ist. Einen nicht abgestellten Bunsenbren-
ner oder Létkolben kann der Gegner
ausniitzen, um einen Brand anzustecken
und dadurch den Verdacht der Brand-
stiftung auf den Betreffenden zu richten, der
die Fahrlassigkeit oder Unachtsamkeit
begangen hat.
Macht Platz, wenn das Martinshorn er-
t6nt und macht Platz an der Brandstelle,
doB die Bet-iebsfouerwehr gut, schnell
und sicher an die Brandbekampfung
aehen kann.
Beachtet ihr alle diese Dinge, dann werden
wir gemeinsam die groBen Ziele des vorbeu-
genden Brand -chutzes erreichen, und es wird
uns gemeinsam gelingen. die Angriffe des
Gegners unschadlich zu machen.
Verst@rkt die Wachsamkeit im Betrieb. daf
eine G-uppe Anita” nicht wieder in unserem
Betrieb ihre unmenschlichen Plane schmieden
bzw. ausfihren kann.
Der vorbeugende Brandschutz mu® zur Mas-
senbasis werden!
Uhlig, Fw
Und das ist der <pringe+de Punkt: Mit d'eser
F. s stellung ist eigentlich die tn dem etal) <)
entha'tene Grztli h-wissenschaftliche Propa-
gierung einer 45-Minuten-Mittaaspause ge-
genstandslos. Am Schiu8 des Arike's heilt
es: ,,Bei gittigen und verantwortunasvolien
Arbeiten kommt eine Viertelstun le Rast tir
dem Gesamtbefinden
zustatten.”” Nun, gerade um unserer Nerven
willen wollen wir Werkst&ttenarbeiter den
Aufenthalt im Betrieb nicht un Stig verlangern,
denn der Mittags-Aufenthaltsra im fiir sie ist
und bleibt far unabsehbare Zeit die Workstatt
Wir glauben, mit unserer Ab! hnung der Ver-
' ! e 8
die Nerven ebenfalls
l@ngerung der Mittagspause mit dem Fest-
halten an der haibsiiintigen Pause den
Wunsch von &U der Bek aschoft auszu-
€prechen, und falls mon uns hier nicht glaubt,
schlagen wir vor, eine Urabstimmung dariiber
vorzunehmen. Quaitzsch, Mfc
4. Berufswettbewerb
Der 4. Borufswettheworb ging vom 15. No-
vember 1951 bis 3 ». Juli 1952. Es war nicht
leicht, den Lehrling genau nach den Vorechriften
zu bewerten, denn wir hatten keineNG
kontrolle. Da muBte jeder Ausbil Jer mit se
Lehrlingen die Bewertung selbst durdMi
und das ist vom Lehrling und auchwwo
Ausbilder nicht mit dem n@tigen Ernst
gemacht’ worden. Der Lehrling fiihrte
sein Leistungsbla:t schlecht verschiedene hatten
es 10 Tage im neuen Monat moch zu House
liegen. Das ist ein Zeichen dafiir, daB8 die
Zusammenarbeit nicht gut gewesen ist. Auch
die FD] hat sich zu wenig um den 4. Rerufs-
wettbewerb gekiimmert Dudurch ist die Be-
wertung jeden Monat zu spat fertig geworden.
Die Grundlage fiir die Bewertung der Le stun-
gen der Lehrlinge war die Einhaltung der fiir
die anzufertigenden Arbeiten vorgeschriebenen
Arbeit: zeit unter besonder.r Beriicks chtigung
der Quaii:Gt dor Arbeit. Bei der Bewertung
der Leistungen waren zu beriicksichtigen: Die
O-dnung am Arbeitsplatz, der richtige Um-
gang mit dem Material. den Werkzeugen
und Vorrichtungen, sowie dic Pflege der Ma-
schinen, die Organisierung der Arbeit, das
Einreichen von Ve. besserungsvorschlagen und
die Anwendung neuer Arbeitsmethoden. Als
Auszeichnung bekam jeder Lehrling eines
jeden Lernaktivs der besten Einzelleistung
monatlich einen Wanderwimpel verlichen. Das
beste Lernaktiv eines jeden Lehrjahres wurde
ebenfalls monatlich mit einem Wanderwimpel
ausgezeidinet.
In den Abteilungen, in denen Lehrlinge ar-
beit« n, ist die Bow ertung der Lehrlinge schlecht
durchgetiihrt worden. Wenn die Lehrlinge dem
Meister das Leistungsblatt vorlegten, wurden
einfach 100 %, eingetragen oder der Bogen
blieb liesen. Es ist noch nicht richtig erkannt
worden daB der Lehrling durch den 4. Be-
rufswettbewerh besser lernen und ein ausge-
zeichneter Facharbeiter werden soll. Nur mit
ganzem Kénnen und Wissen. mit Begeisterung
und FieiB soll jeder an der Erfiillung unseres
groBen Finfjahrplanes mitarbeiten.
Max Semper, Lehrlingsausbilder
Die Schiiler des ersten Propagandistenlehrganges
nehmen Stellung.. .
Vom 5. Juli bis 25. Juli 1952 fand der erste
Propagandistenlehrgang in der Betriebspar-
teischule .Franz Latzel” der Stadtbezirke 3
und 4 statt. Hieran nahmen 23 Genossen teil.
Sie kamen aus Betrieben und Verwaltungen.
Unter den Schiilern befand sich keine Genossin.
Wo bleibt die aktive Mitarbeit der Genossinnen,
und wonn denken unsere Cenossinnen thr
Recht von der Gieichberechtigung der Frau in
Anspruch zu nehmen? Liegt es an der Anlei-
tung?
Die Leitung dieses Propagandist«nlehrganges
war der Genossin Cnrarlotte Braver doertra-
gen. Sie hat es verstanden, ein guies Verhait-
tris durch ihre Verbundenheit mit den Werk-
tGtigen herzusieiien. Nach den Kichuinien des
ZK war ein Lekiions= und Zeitpian von der
Kreisieitung ausgeardenet worsen, der senr
umfangreith war, wozu alierdings auch die Un-
terstutzung der Kreisietung noug gewesen
wGre. Wie san es aoer in Wirkiincet aus?
Die Kreisleitung hieit es nicht tur notwendig,
wenig tens einmal den Lehrgang zu besugien.
Die do ge um die Lektoren Nat die Genossin
aniangs tast stundiich besaiGtiugt. Eine voile
Untersiitzung ermeit sie yegen tnde der er-
sten Wome des Lenrganyes Gur den Uenos-
sen Heimut Franke. beide en:talteten eine sehr
gute Koliektivaroeit, dre positive trgeonisse
zeigie.
D.e Lehrgangsteilnehmer waren bemiht, durch
INteNSives DweiOststudium den geootenen Stott
zu verarbeiten. Es besiand ein gutes Koliek-
tiv, Gas sich Gurch eine gute Urdnung und
Diszipiin Guszeichnete.
In dem Lehrpian waren geniigend Pausen
vorgesehen, die unvedingt zur Auttrischung
unseres Geisies benougt wurden. Der Park
solite uns aie Moguchkett hiertur Dieten. Ader,
hat sich die Kusturkommission einma! den Park
ongesehen, bzw. wonn ist das letzte Mai ein
Vertreter der Kulturkommision in cem Park
spazieren geganygen. Das Auikiarungs onal
der jungen Pioniere im Pavilion wurde 0.4 der
Einweihung durch Presse und Kunctunk als
Musterveispiel in der DDK hingesteiut. Ber
Beginn des Lehrganges war es wenigstens
durch ein Piakat kennuich gemadit, aber jetzt
dient es ais Fanr:adautdewanrunysraum. Wit
es nichts mehr autzukiGren? Unmitteioer da-
vor Delindet sich eine | anzdiele, die nicht mehr
benutzt werden kann. Die 50 m* Bretter konn-
ten einem nutzlichen Zweck Zuygetunrt werden.
Die Parkaniage, Kasenticcien, Weye, blumen-
rabatten, Rosengarten usw. betinden sich in
einem verwahriosten Zustand.
AuBerdem madhten wir die Feststellung, daf
des Kiubheim in keiner Weise den Antorderun-
gen einer Betriebspartetschule entspricnt. Das
Symbo! unserer Partei, unsere rote Fahne, ist
weder bei Beginn des Lehrgonges, noch bei
tesonderen Anidssen, Il. Parte onterenz, Tag
der SpanienkGmpfer usw. autgezogen worden.
Im GebGude und in den Schulungsraumen
fehien jegiiche tortschrittlichen Losungen. Den
Genossen aus den anderen Betrieben war es
nicht ohne we:teres moglich, die Betriedspartei-
schule zu finden. Es tenite ein sichtbarer Hin-
weis. Am Eingang betindet sich ein massives
Messingsd ud, was kaum erkennbar ist. Das
gemaite Suuid an der Giebelwand ist vom
Wein Gberwuchert und vom Regen verwaschen,
das Schild am Bolkon ist stark verrostet, die
Aufsdhrift .Klubheim des Sechsenwerkes” ist
nicht mehr zutreffend. Wir machen den Vor-
schiag, das Messingscild der Buntmetall-
sammlung zuzufthren und ein neues Emaille-
schild mit dem Emb em
dem Namen unseres
Franz Latzel anzubringe
schon ftir die Ausgestaltur
fir das Parteile hrj nr Destim
stellt, so halten wir es tir unbeding
lich, daB in den Schulungsraumen der Betriebds-
parteischu @ mindes'ens Lo: ungen uber cen
Sinn unseres Stuciums des Marxismu ;- Ler i-
nismus angebracht werden. |: ventarmabig
oculungsraum durch ge-
mute der groke
eignete, moderne Dchu!lmodbe! aus je rustet wer-
den, da beriicksichtigt werden mu. dab in
ccht aufeinanderfolgenden Stunden ein inten-
sives Studium betriebe verden mu. Zum
omulungsraum mul sagt rden, dals er
UNQUNSTIG Heagt, 3c den starKken otrabe
verkehr der Unterricht s« beeintlu
Lektor orga
Podium ist eine weit
knarrt und quietscht i:
In der Mittagspaus«
reicht, agcs von Montag
gleichen Geschmack hat (Einheitstunks .
Erfahrung: aoustousdi n ar fer O>Kucien
durch Austausd cer ongereat
(VEB Sachsenwerk Rag t Auch getdiit
uns mct die Form, wie Gos Essen Gusyege-
ben wird. Wir schlagen vor, dal die Koli gin
Gitte! mit der E senausagabe beoaultraygt und
demenisprechend hygienischh einwandire: a«
kleidet wird (weies Haubchen und weiBe Kit-
tel chirz }. Die Autos wahrung Ges Ueschirres
und der Bestecke ist nicht hygienisch einwand-
frei.
Wir hoffen, durch unsere Kritik entsprechende
A regungen gegedven Zu haben, um die be-
stehenden MGnuel zu beseiti yen und nehmen
a‘, dav die Teilnehmer der n&disten Lehr-
gange eine wirkiih wuraige Parteischule vor-
finden, in der das Studium des Ma: xismus-
Leninismus zur Freu je wird, und wir unser
grdBeres Wissen ok Propagar jisten fir den
Aufoau des Soziaiismus der Parte: zur Ver-
fugung stellen kénnen,
Die 23 Triinehmer des ersten Propagan-
distenlehrganges im Ill. Parteilehrjahr.
Lehrgangsleitung
Keine Ahnung...
... hette Koilege QueiBer, als wir ihn em
6. 8. nach dem Stand des Wettbewerbes zur
besten Ausgestaltung der Abteilungen und
Arbeitsplatze anlaBlich des Treffens dk rjungen
Pioniere fragten.
War an seiner Ahnungslosigkeit nun die
Hitze schuld, oder woran lag es sonst?
Dessenungeachtet hat die Abteilung Af-Boh
rerei/Dreherei bereits mit dem Anbringen von
Transparenten begonnen.
Beeilt euch, Kolleginnen und Kollecen, diesem
Beispiel nachzufolgen!
Der 18. August, der 1. Tag des Treffens der
Jungen Pioniere ist nicht mehr fern.
Die Redaktion
Declassification Authority: NND 57565
Die Wachsamkeit
unserer Betriebsfeuerwehr
Im Sochsenwerkspiegel vom 18. Juli bringt
Jer Ay 3eho'we der Fe serwehr Seewald einen
Artikel und Bilder Gber F&lle mangelnder
Waaisamkeit und Sorg osigkeit im Betrieb
Es sieht mir darin bald aus, als wenn jemand
den Brunnen zudecken will, wa@hrend das Kind
schon hinein jelclien ist
Ist es nicht eine Schildbirgerei, wenn einige
Meter von der Feuerwehr entfernt vor der
SjAlauchkammer eine Baugrube ausgehoben
und ein Betonsockel gesetzt wird, und dieses
merkt die Fe rerwehr erst. als sie vom Feuer
kommt und thr Schlauchmaterial ernevern
will? Wo bleibt denn da die Wach amkeit der
Fouerwehr selb:« tl, und wann ubs rpriitt sie denn
ihre Lager? Der Sockel ist nicht Gb«r Nocht
und auch nicht in tunt Minuten gesetzt worden
Man hatte sofort bei einem Kon roligang
loB vor dem Fingang der
gegraben wurde. Da hébtte
Notige veraniassen missen
und nicht erst weiterarbeiten lassen, um dann
den Photographen zu holen, um eine Aduf-
nehme zu machen. Dasselbe gilt fir das Ge-
nm Absdhinitt IIL Das hat man sich viel-
angesehen, wie es gebaut wurde und
ses Qt: Loft nur dix Gas abt
wn Artikel m SW -Spiegel.”’ Das
schiechte Arbeit in der Soli-Erfillung
Artikel-cheiben fiir den OW - Spiegel
Zu diesem Eindruck komme ich, denn an bei-
nannten jwkten gehen die Feuer-
ite bald stiindlich vorbei, und das Ge-
nebentails nicht die Heinzelma@nnchen
nt gebaut
W *Zu ome cht Jenn d © Feuerwehr Kontrollen.
wenn sie selber thre Eins atzbereitschaft so ge-
fahrdet? Es ist sda} einige Male im Sachsen-
werk« plegel von der Fy verwehr darauf hin-
cewilesen worden, da” bauliche Ver@nderungen
(Strale aulreiden usw.) thr ar gezeigt werden
sollen. Fur die Z istcnd gkeit dieser Arbeiten
hommt nach meiner Ansicht n ir eine Stelle
im Werk in Fra je: wenn es diese unterlabt,
von baulichen Veranderungen der Feuerwehr
Mitteilung zu geben. wozu diese verpflichtet
ist, so ist das ein Zeichen schlechter Zusam-
menarbert zwischen diesen be den Stellen, und
Cle Fe serwehr miltte einen anderen Wey ein-
schiagen, um zu ihrem Ziel zu kommen.
Statt des vorgenann’‘en Artikels h&ite ich er-
wortet, von der Betricb-teuerwehr einen Be-
richt zu finden tGber den letzten Kohlen-
brand im Abschnitt lil. Was fir Schaden wur-
de angeri-htet und wie hat man die Verant-
wortlichen zur Rechenschaft gezogen? Was
gedenkt man zu tun, um so etwas zu ver-
meiden? Denn dort verbrennt Volksvermédgen.
Fiir die Kohlenlager ing gibt es behéGrdliche
restimmungen. Warum verlangt die Betriebs-
teverwehr nicht konsequent ihre Durchfihrung?
Oder sind diese etwa fiir das SW nicht maB-
gebend? Das ist doch eine Aufgabe der
Feuerwehr, hier vorbeugend einz igreifen und
schon durch Kontro len und Streifen beim
Ausiaden der Kohle aus den Waggons dar-
auf zu achten, da diese Bestimmungen ein-
gehalten und die Kohle ordnun sgema ge-
lagert wird Beim letzten Brand konnte ich
38 das nicht der Fall ist. Wer ist
ar s :
datir verantwortlicd)? Wenn diese Bestim-
feststel end
mungen nicht ein yeha ten werden, so solite
man sie nicht nur auf dem Papier stehen las-
sen, sondern die Verantwortlichen ohne An-
sehen der Person zur Verantwortung ziehen
und nétigenfalls bestrafen.
Alfred Zocher, Af
9
—— ee ee er re we eee ee
Unsere Fertigung ist noch von ge-
wissen Zufdlligkeiten abhingig. die
einen geregelten Arbeitsablauf nicht
zulassen
Mit dieser Begriindung erhalte ich einen Ver-
besserungsvorschlag (3168): ,.Bessere Orga-
nisution des Arbeitsablaufes’’ als abgelehnt
zuriick. Ferner schreibt man weiter, die von
mir genannten Verhaltnisse waren hinreichend
bekannt und die Abstellung der bestehenden
Mancel ware durch eire Selbstverpfiichtung
des friiheren Kollegen Kallenbach in Aussicht
genommen worden. Damit kann ich mich
aber nicht abfinden, Kollege Kollenbach ist
bereits mindestens 6 bis 7 Monate nicht mehr
bei uns im Bet-ieb, und was wurde in Bozug
auf Transport realisiert ? Die Mangel bestehen
nach wie vor. Die Arbeit kommt an die Ma-
schinen, kaum haben vielfach die Kollegen
mit der Arbeit begonnen, werden die Ma-
schinen umgestellt, es mu die vorgesehene
Arbeit von der Maschine weg und neue ran.
Ein derartiger Arboitsablauf steht direkt im
Widerspruch zum Baschlu® der Il. Partei-
konferenz. Im Beschlu8 der Il. Porteikonferenz
heiBt es wértlichh: Eine gewaltige Rolls im
Kampf um die Erfiillung und Ubererfii'lung des
Finfjahrplanes miissen die Manahmen zur
Steigerung der Arbeitsproduktivirat, zur Sen-
kung der Selbstkosten, zur Q salitatsverbesse-
rung der Produktion und zur Einfihrung eines
strengen Sparsamkeitsre jimes in allen Zwei-
gen der Vo'kswirtschaft sowie in allon Gliedorn
der wirtschaftlichen und staatlichen Verwaltung
spielen.”
Als Leitungsmitglied dor Grurdorganisation
kann ich es mt meinem Gowisson nicht vor-
antworten, daB sich die Seibstkosten durch
einen derartigen Arbeitsablauf steigern und
die Plane nur auf Kosten der Gesundheit der
Kollegen erfiillt werden missen.
Ferner mdchte ich noch darauf hinweisen, da
es mir, wie bereits im Biro fiir Vorbosserungs-
wesen schon ausgesagt, nicht auf eine P: amie,
sondern auf die Senkung der Seibstkosten und
die Gesundheit der Koilegen ankommt.
Ich méchte die Parteileitung bitten, sich ein-
mal ernsthaft mit dieser Angelegenhoit 2 be-
fassen. In diesem Zusammenh ing lieBe sich
bestimmt auch das ideologische Niveau der
Kollegen bedeutend heben.
Schmidt, Af Ill
Dreiviertelstunde Mittagspause ?
In der letzten Nummer unserer Betriedszeitung
erdffnet unser Kulturdirektor unter der Usor-
schrift .Gesundheitliche Vorteile durch eine
verlangerte Mittagspause” - die Diskussion
iber eine fiir die Belegschaft sehr wichtige
Frage, die Frage, ob die Belegschaft taglich
eine Viertelstunde larger im Betrieb bleiben
will,
Der Artikel unseres Betriobsambulatoriums be-
ginnt: -Es ist einwandfrei erwiesen, dal nach
tinnahme der Hauptmahizeit der Orga-
nismus Ruhe fiir die Verdauungsvorgange
braucht.” Gegen diese Grztliche Feststellung
wollen wir nichts einwenden. Auch wir haben
schon die Erfahru:.g gemacht.da’ wenn wir
sonntags einen richtiggehenden Braten mit
allem, was drum und dran ist, verdrinckt haben,
dann ein Stiindchen Schlaf sehr zur Verdauung
beitrdgt.
Nun glauben wir aber, behaupten zu kdnnen,
daB unser Betriebs-Mittagessen zur Zeit fir
den iibergroBen Teil dor Essenteiinchmer
durchaus nicht die Hauptmahizeit _ ist.
Sie nehmen ihre Hauptmahizeit erst nach Ar-
beitsschlu8 zu Hause ein, ebenso die Nicht-
Essenteilnehmer.
8
Der vorbeugende Brandschutz
eine Waffe im Kampf um den Frieden!
Brandstifter und Saboteure, die im Solde
imperialistischer Auftraggeber stehen, ver-
suchen, die Errungenschaften und Erfolge
unserer friedlichen Arbeit, sowie den jetzt be-
ginnenden planmGBigen Aufbau des Sozia-
lismus in der Deutschen Demokratischen
Republik in erhdhtem Mae zu sabotieren,
indem sie b sonders die Fahrlacsigkeit und
Unachtsamkeit der Bevéikerung ausniitzen,
um ihr verbrecherisches Handwerk durchzu-
fihren.
Kolleginnen und Kollegen!
Tragt durch erhdhte Wachsamkeit mit dazu
bei, den Brandstiftern, Saboteuren und Agen-
ten ihr schGndliches Handwerk zu legen.
Um die Wachsamkeit im Betrieb zu erhdhen
und alle Angriffe der Sabotage- und Agenten-
tatigkeit zu verhindern, muB folgendes be-
achtet werden:
Der Gegner niitzt Fahrlassigkeit und Unacht-
samkeit bei den Werkt&tigen aus.
1. Unbedingte Sauberkeit in den einzelnen
Abteilungen!
2. FluchtwegeundAnfahrtsstraBen unbedingt
frei halten!
3. Wasserentnahmestellen (Hydranten) nicht
v-rstellon!
. Notausgénge sind in den Abteilungen
froi zu halten!
. Anderungen daulicher Art in den Abtei-
lungen beachten und die Betriebsteuerwehr
verstandigen!
. Alarmwesen innerhalb des Workes boach-
ten. Bei Feuer im Werk Ruf: 100 wahien,
kiare, sachliche und ruhige Meldung durch-
geben. Name des Maidenden nicht ver-
gessen.
Beispiel: Fouer Geb. 301, Lackiorerei,
Meister Gerhduser
Und das ist der springesde Punkt: Mit dieser
Fes'steliung ist eigentlich dio in dem Artikel
enthaltene rztlich-wissenschaftliche Propa-
gierung einer 45-Minuten-Mittagspause ge-
genstandslos. Am Schiu8 des Arike's heift
es: ,,Bei giftigen und verantwortunasvollen
Arbeiten kommt cine Viertelstunde Rast fir
die Nerven ebenfalls dem Gesamtbefinden
zustatten.“’ Nun, gerad2 um unserer Nerven
willen wollen wir Werkstattenarbeiter den
Aufenthalt im Betrieb nicht unndtig verlangern,
denn der Mittags-Aufenthaltsraum fiir sie ist
und bleibt fir unabsehbare Zeit die Werkstatt.
Wir glauben, mit unserer Ablehnung der Ver-
la@ngerung der Mittagspause mit dem Fest-
halten an der haibstiintigen Pause den
Wunsch von 80% dor Belegschoft auszu-
sprechen, und falls mon uns hier nicht glaubt,
schlagen wir vor, eine Urabstimmung dariiber
vorzunehmen. Quaitzsch, Mfc
4. Berufswettbewerb
Der 4. Borufswetthewerb ging vom 15. No-
vember 1951 bis 30. Juli 1959. Es war nicht
leicht, den Lehrling genau nach den Vo riften
zu bewerten, denn wir hatten keine
kontrolle. Da muBte jeder Ausbilder mit oj
Lehrlingen die Bewertung selbst durdMeij
und das ist vom Lehrling und auch
Ausbilder nicht mit dem ndtigen Ernst.
gemacht worden. Dor Lehrling fiihrte
sein Leistungsblart schlecht. verschiedene hatten
es 10 Tage im neuen Monat moch zu Hause
liegen. Das ist ein Zeichen dafiir, da die
7. HandfeuerléscherundInnenhydranten mu8
jeder WerksangehGrige in seiner Abtei-
lung kennen, um einen Entstehungsbrand
sofort bekampfen zu kénnen.
. Die Geb&ude-Nummer seiner Abteilung
muB jeder wissen, um eine ordnungsge-
m&Be Feuermeldung durchgeben zu kén-
nen.
. Beachtet das Rauchverbot in den dafir
bestimmten Abteilungen.
. VergeBt nicht, nach Arbeitsschlu8 Bunsen-
brenner. Gaskocher, Hartedfen oder Lat-
koloen auf der Werkbank auszuschalten.
. Uberzeugt euch nach Arbeitsschlu8, ob
alles an euren Arbeitsplatzen in Ordnung
ist. Einen nicht abgestellten Bunsenbren-
ner oder Létkolben kann der Gegner
ausniitzen, um einen Brand anzustecken
und dadurch den Verdacht der Brand-
stiftung auf den Betreffenden zu richten, der
die Fahrlassigkeit oder Unachtsamkeit
begangen hat.
- Macht Platz, wenn das Martinshorn er-
t6nt und macht Platz an der Brandstelle,
daB die Bet-iebsfeuerwehr gut. schnell
und sicher an die Brandbekampfung
gehen kann.
Beachtet ihr alle diese Dinge, dann werden
wir gemeinsam die groBen Ziele des vorbeu-
genden Brand -chutzes erreichen, und es wird
uns gemeinsam gelingen, die Angriffe des
Gegners unschadlich zu machen.
Verstarkt die Wachsamkeit im Betrieb, da
eine G-uppe Anita” nicht wieder in unserem
Betrieb ihre unmenschlichen Plane schmieden
bzw. ausfiihren kann.
Der vorbeugende Brandschutz muf zur Mas-
senbasis werden!
Uhlig, Fw
Zusammenarbeit nicht gut gewesen ist. Auch
die FD] hat sich zu wenig um den 4. Rerufs-
wettbewerb gekiimmert. Dudurch ist die Be-
wertung jeden Monat zu spat fertig geworden.
ie Grundlage fiir die Bewertung der Le stun-
gen der Lehrlinge war die Einhaltung der fir
die anzufertigenden Arbeiten vorgeschriebenen
Arbeit-zeit unter besonderer Beriicksichtigung
der Quali:Gt der Arbeit. Bei der Bewertung
der Leistungen waren zu beriicksichtigen: Die
O-dnung am Arbeitsplatz, der richtige Um-
gang mit dem Material, den Werkzeugen
und Vorrichtungen, sowie die Pflege der Ma-
schinen, die Organisierung de Arbeit, das
Einreichen von Vex besserungsvorschlagen und
die Anwendung neuer Arbeitsmethoden. Als
Auszeichnung bekam jeder Lehrling eines
jeden Lernaktivs der besten Einzetleistung
monatlich einen Wanderwimpel verlichen. Das
beste Lernaktiv eines jeden Lehrjahres wurde
ebenfalls monatlich mit einem Wanderwimpel
ausgezeichnet.
In den Abteilungen, in denen Lehrlinge ar-
beiten, ist die Bewertung der Lehzlinge schlecht
durchgetiihrt worden. Wenn die Lehrlinge dem
Meister das Leistungsblatt vorlegten, wurden
einfach 100 %, eingetragen oder der Bogen
blieb liezen. Es ist noch nicht richtig erkannt
worden daB der Lehrling durch den 4. Be-
rufswettbewerb besser lernen und ein ausge-
zeichneter Facharbeiter werden soll. Nur mit
ganzem Kénnen und Wissen, mit Begeisterung
und FieiB soll jeder an der Erfillung unseres
groBen Finfjahrplanes mitarbeiten.
Max Semper, Lehrlingsausbilder
Die Schiiler des ersten Propagandistenlehrganges
nehmen Stellung .. .
Vom 5. Juli bis 25. Juli 1952 fand der erste
Propagandistenlehrgang in der Betriebspar-
teischule .Franz Latzel” der Stadtbezirke 3
und 4 statt. Hieran nahmen 23 Genossen teil.
Sie kamen aus Betrieben und Verwaltungen.
Unter den Schiilern befand sich keine Genossin.
Wo bleibt die aktive Mitarbeit der Genossinnen,
und wann denken unsere Genossinnen ihr
Recht von der Gleichberechtigung der Frau in
Anspruch zu nehmen ? Liegt es an der Anlei-
tung?
Die Leitung dieses Propagandistcnlehrganges
wor der Genossin Cnariotte Brauer voertra-
gen. Sie hat es verstanden, ein guies Verhait-
tais durch ihre Verbundenheit mit den Werk-
tatigen herzusielien. Nach den Richtinien des
ZK war ein Lekiions- und Zeitpian von der
Kreisleitung ausgearbveret woraen, der sehr
umfangreich war, wozu allerdings auch die Un-
terstitzung der Kreisiettung noug gewesen
wGre. Wie san es ader in Wirkiincet aus?
Die Kreisleitung hieit es nicht tur notwendig,
wenig tens einmal den Lehrgang zu besucien.
Die Dorge um die Lektoren nat die Genossin
aniangs tast stiindiich bescGtiugt. Eine voile
Unterstitzung ermeit sie yeyen tnde der er-
sten Wome des Lenrganges durch den Genos-
sen Helmut Franke. beide en:talteten eine sehr
gute Koliextivarbeit, die positive Ergeonisse
zeigte.
Die Lehrgangsteilnehmer waren bemiht, durch
intensives Seioststudium den gevotenen Stott
zu verarbeiten. Es besiand ein gutes Koliek-
tiv, das sich durch eine gute Ordnung und
Diszipiin auszeichnete.
In dem Lehrpian waren geniigend Pausen
vorgesehen, die unvedingt zur Aultrischung
unseres Geisies benougt wurden. Der Park
solite uns aie Moguchkeit hiertur bieten. Ader,
hat sich die Kusturkommuission einmai den Park
angesehen, bzw. wann ist das letzte Mai ein
Vertreter der Kulturkommission in aem Park
spazieren geganyen. Das Auvikiarungs onal
der jungen Pioniere im Pavilion wurde 0.1 der
Einweihung durch Presse und Kunatunk als
Musterveispiel in der DDR hingestem. Ber
Beginn des Lehrganges war es wenigstens
durch ein Piakat kennuich gemacht, aber jetzt
dient es ais Fahr:adautbewanrunysraum. Uibt
es nichts mehr autzukiGren? Unmitteioar da-
vor betindet sich eine | anzdiele, die nicht mehr
benutzt werden kann. Die 50 m* Bretter kénn-
ten einem nutzlichen Zweck zugetuhrt werden.
Die Parkaniage, Rasentiachen, Wege, Biumen-
rabaiten, Rosengarten usw. betinden sich in
einem verwahriosten Zustand.
AuBerdem machten wir die Feststellung, daB
das Kiubheim in keiner Weise den Antorderun-
gen einer Betriebsparterschule entspriant. Das
Symbol! unserer Partei, unsere rote Fahne, ist
weder bei Beginn des Lehrgonges, noch bei
tesonderen Anidssen, Il. Parte onterenz, Tag
der SpanienkGmpter usw. autgezogen worden.
Im GebGude und in den Schulungsraumen
fehien jegiiche tortschrittlichen Losungen. Den
Genossen aus den anderen Betrieben war es
nicht ohne we:teres mdylich, die Betriedspartei-
schule zu finden. Es fenite ein sichtbarer Hin-
weis. Am Eingang betindet sich ein massives
Messingschiid, was kaum erkennbar ist. Das
gemaite Sauid an der Giedelwand ist vom
Wein Gberwuchert und vom Regen verwaschen,
das Schild am Balkon ist stark verrostet, die
Aufschrift .Kiubheim des Sachsenwerkes™ ist
nicht mehr zutreffend. Wir machen den Vor-
schlag, das Messingschild der Buntmetall-
sammlung zuzufihren und ein neues Emaille-
schild mit dem Emblem unserer Partei und
dem Namen unseres ermordeten Genossen
Franz Latzel anzubringen. Wenn unsere Partei
schon fiir die Ausgestaltung der Schulraume
fir das Parteilehrjahr bestimmte Forderungen
stellt, so halten wir es tir unbedingt erforder-
lich, daB in den Schulungsraumen der Betriebs-
parteischule mindes‘ens Losungen fiber den
Sinn unseres Studiums des Marxismus-Leni-
nismus angebracht werden. Inventarmabig
miBte der groBe Schulungsraum durch ge-
eignete, moderne SchulmSbel ausgeriistet wer-
den, da beriicksichtigt werden mu8, daB in
ocht aufeinanderfolgenden Stunden ein inten-
sives Studium betrieben werden muB. Zum
Schulungsraum muB gesagt werden, daf er
unginstig liegt, da durch den starken Stratlen-
verkehr der Unterricht sehr beeinflut und der
Lektor organisch stark beansprucht wird. Das
Podium ist eine weitere Sidrungsquelile, es
knarrt und quietscht in allen Fugen.
In der Mittagspause wird ein Es-en verab-
reicht, das von Montag ris Sonnabend den
gleichen Geschmack hat (Einhe:tstunke). Ein
Erfahrungsaustausch mit anderen Gro&kiichen
durch Austausch der Kéche wid angeregt
(VEB Sachsenwerk Radebers). Auch getaile
uns nicht die Form, wie des Essen ausgege-
ben wird. Wir schlagen vor, dai die Koliegin
Gitte! mit der E.senausgabe beauftragt und
demenisprechend hygienisch einwandirei ge-
kleidet wird (we:iBes Haubchen und weiBe Kit-
tel chiirze). Die Aufoewahrung des Geschirres
und der Bestecke ist nicht hygienisch einwand-
frei.
Wir hoffen, durch unsere Kritik entsprechende
Anregungen gegeben zu haben, um die be-
stehenden MaGngel zu beseitigen und nehmen
a’, daB die Teilnehmer der n&disten Lehr-
gange eine wirklich wirdige Parteischule vor-
finden, in der das Studium des Marxismus-
Leninismus zur Freude wird, und wir unser
gréBeres Wissen als Propagandisten fiir den
Autoau des Sozialismus der Partei zur Ver-
figung stellen kénnen.
Die 23 T-ilnehmer des ersten Propagan-
distenlehrganges im Ill. Parteilehrjahr.
Lehrgangsleitung
Keine Ahnung...
... hatte Kollege QueiBer, als wir ihn am
6. 8. nach dem Stand des Wettbewerbes zur
besten Ausgestaltung der Abteilungen und
Arbeitsplatze an!aBlich des Treffens der Jungen
Pioniere fragten.
War an seiner Ahnungslosigkeit nun die
Hitze schuld, oder woran lag es sonst?
Dessenungeachtet hat die Abteilung Af-Boh-
rerei/Dreherei bereits mit dem Anbringen von
Transparenten begonnen.
Beeilt euch, Kolleginnen und Kollecen, diesem
Beispiel nachzufolgen!
Der 18. August, der 1. Tag des Treffens der
Jungen Pioniere ist nicht mehr fern.
Die Redaktion
Declassification Authority: NND 57565
Die Wachsamkeit
unserer Betriebsfeuerwehr
Im Sochsenwerkspiegel vom 18. Juli bringt
der Angehé:ige der Feuerwehr Seewald einen
Artikel und Bilder Gber F&lle mangelnder
Waaisamkeit und Sorglosigkeit im Betrieb.
Es sieht mir darin bald aus, als wenn jemand
den Brunnen zudecken will, wahrend das Kind
schon hineingefalien ist.
Ist es nicht eine Schildbirgerei. wenn einige
Meter von der Feuerwehr entfernt vor der
S.hlauchkammer eine Baugrube ausgehoben
und ein Betonsockel gesetzt wird, und dieses
merkt die Feuerwehr erst, als sie vom Feuer
kommt und thr Schlauchmaterial erneuern
will? Wo bleibt denn da die Wachsamkeit der
Feuerwehr selbst, und wann iberpriift sie denn
ihre Lager? Der Sockel ist nicht ibs r Nacht
und auch nicht in finf Minuten gesetzt worden.
Man hatte sofort bei einem Konitroligang
fe-tstellen miissen, doB vor dem Eingang der
Schlauchkammer gegraben wurde. Da hatte
man sofort das Nétige veraniassen miissen
und nicht erst weiterarberten lassen, um dann
den Photographen zu holen, um eine Auf-
nahme zu machen. Dasselbe gilt fir das Ge-
rast im Abschnitt Ill. Das hat man sich viel-
leicht angesehen, wie es gebaut wurde und
hat sich gesagt: ,,LoBt nur die. das aibt
wieder einen Artikel im SW-Spiegel.” Das
ware eine schiechte Arbeit in der Soll-Erfillung
im Artikel-cheiben fir den SW-Spiegel.
Zu diesem Eindruck komme ich, denn an bei-
den genannten O jekten geben die Feuer-
wehrleute bald stiindiich vorbei, und das Ge-
rst haben ebenfalls nicht die Heinzeimannchen
iiber Nacht gebaut.
Wozu macht denn die Feuerwehr Kontrollen,
wenn sie selber ihre Einsatzbereitschaft so ge-
fahrdet? Es ist sco» einige Male im Sachsen-
werkspiegel von der Feuerwehr darauf hin-
gewiesen worden, da” bauliche Veranderungen
(StraBe aufre:Ben usw.) thr angezeigt werden
sollen. Fir die ZustGndigkeit dieser Arbeiten
kommt nach mener Ansicht nur eine Stelle
im Werk in Frage; wenn es diese unterlaft,
von baulichen Veranderungen der Feuerwehr
Mitterlung zu geben. wozu diese verpflichtet
ist, so ist das ein Zeichen schlechter Zusam-
menarbeit zwischen diesen beden Stellen, und
die Feuerwehr miiBte einen anderen Wey ein-
schlagen, um zu ihrem Ziel zu kommen.
Statt des vorgenann’en Artikels haite ich er-
wartet, von der Betrieb-teuerwehr einen Be-
richt zu finden ber den letzten Kohlen-
brand im Abschnitt lil. Was fir Schaden wur-
de angerichtet und wie hat man die Verant-
wortlichen zur Rechenschaft gezogen? Was
gedenkt man zu tun, um so etwas zu ver-
meiden? Denn dort verbrennt Volksvermdgen.
Fiir die Kohleningerung gibt es behdrdliche
Pestimmungen. Warum verlangt die Betriebs-
feuerwehr nicht konsequent ihre Durchfihrung?
Oder sind diese etwa fiir das SW nicht maf-
gebend? Das ist doch eine Aufgabe der
Feuerwehr, hier vorbeugend einzugreifen und
schon durch Kontrollen und Streifen beim
Ausiaden der Kohle aus den Waggons dar-
auf zu achten, da diese Bestimmungen ein-
gehalten und die Kohle ordnungsgema8 ge-
lagert wird Bem letzten Brand konnte ich
feststel en, daB das nicht der Fall ist. Wer ist
dafir verantwortlich? Wenn diese Bestim-
mungen nicht eingeha'ten werden, so sollte
man sie nicht nur auf dem Papier stehen las-
sen, sondern die Verantwortlichhen ohne An-
sehen der Person zur Verantwortung ziehen
und ndtigenfalls bestrafen.
Alfred Zocher, Af
9
tee?
Zu Besuch in unseren Kinderferienlagern
Mitglieder der BGL und AGL haben
P ,
unseren Kinde rferien agern Aratznammer
und Niedercolmnitz cing Lagerkont:
durchgefihrt. Dab i haben sic ma: ch
Gute und Positive aber auch m } ‘
testgestelit, ber die nad hend f{
t erichtet wird
Unser Bus kommt, unser Bus kommt!
Mit diesem einstin migen J ibelruf wurden
von den Kindern in Niedercolmnitz beariiftt
Eine Menge Kinder drangte sid) an den
heran, und lebhaft wurde jeder Aussteiger
begriBt. Die Kinder
einen sehr lebhaft frdhlichen und aufgeschios-
senen Eindruck
Trotzdem
Freudenrufe der Kinder un sere Ankunft
Wir lieben das frihliche Leben”
Unter dieses Motto kann man
bei Jen Loa jern ste llen Der im gqeregeiten
Zeit slan fos tlic gende Toaue sverlauf be ginnt
f
frih 7 Uhr. Der Vor- und N ichmittag ist mit
: ; cgi :
Sport, Spiel und kleinen Wand rungen aus
madhten auf uns alk
In Kratzhammer hatten wir
> : ‘ ‘
das vermilt auch dort begleiteten
’ | t
cas Leven in
ae fille. Langs weile gibt es nicht Bs ischik aitem
Wetter sorgen Biicher und Viirfelspiele und
dé ral iche n
Mi:tagsruhe aehalten. Wenn unser
ur Abwechs lung 2 Stunden wird
Kinder
abends vom Tumme'n Tale vielen To nm si h
miide niederlegen, ist die Zeit auf 90 Uhr
vorgeriickt. Manchmal machen sie auch 1anz-
tagige Wanderungen. Von Kratzhammer aus
sind sie z. B. einmal nach Geising geweondert,
und in Niedercolmnitz erzahite man mir bo-
geistert von einem Besuch der Tals perre
Klingenberg. Auf meine Frage nach dem Essen
bekam ich in beiden Lagern diesclbe Antu ort:
Prima. Es
Wirkdnnen manchmal gar nicht alle:
Wir haben uns iiberzc ugen kénnen, das
sibt auch Braten und Pudding.
at fo Sen.
rssen
ist wirklich groBartig in Kraizhammer ist das
Essen, seitdem die Helferin Hantsch in der
Kiiche mit tatig ist, zum aquten Qualit&ts-
essen geworden. Mit den
Helfern halten es die Kinder Uberhaupt, weil
sie Vertrauen zu ihnen haben. Boson rs in
Niedercolmnitz machen die Helfer alics mit
sve
Hy vernnen un d
und stellen keine Pensionot rzivher mit ¢« wig
drohend erhobenem Zeigefinger dar. Der
Kollege Pros chold ‘ rzahite mir: M ch he
ben
sie schon einmal ihrer 5 an den Armen. 3 an
. ~~ ,
den Beinen, in den Bach geschleift, dics:
Bande.” Ja, es geht in dem Lager recht frdh-
lich zu. Aber es wird auch ernsthaft gearbei-
tet und gelernt. Viele hat n sich gas | ouri-
ristenabzeichen erworben. Schéne Funde in
einem Schaukasten, wie z. B. Vogelfedern
Ra ipen, Teichmuscheln und Insekt: nwaben,
sind die Beweise aufmerksamer By trachtung
Geschrieben wird
auch fleiBig. Sogar Schreibstunden sind an-
gesetzt. damit die Eltern zu Hause nicht zu
kurz kommen. - Disziplin mu® freilid) auch
Wer unfolgsam war, mu sich
schlafen legen, w&hrend die anderen frohe
| t?
Spiele machen. Auch werden die Ungezogenen
° : al
der sie um@ge er nd n Natur
herrschen.
von den Wand. rungen ausgeschlossen, und
wenn es ganz schlimm ist, dirfen sie nicht an
fer Abschlufeier teiinehmen. In Niederco!lm-
nitz haben sich die Kinder einen Freundschaft
rat cus ihren ci yenen Reihen gewa&h
hat kiirzlich einen sehr harten Entschlu® ax
2 Kinder, dic
Hause
zur Stunde unseres Besuches nicht geschehen
aestohien hait n, sollen nac
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ges cnickt werden Da wor over bi
.Kommen die Diebe heute fort?’
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‘ ‘ rik ‘ ¥ soe af i NSers
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ry L nat , or nm ; cd mt <« by ¢ P tor
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trag jesa nm, as hm den Einkauf der
| ricer tt } R« rar ng 4< rseioen in Gic
H ‘ egt ( ‘ ha prt 3t Ger W rt dort
immer s standige Red art Der Herr
Giansa hat gesagt - Der Herr Gansauge
hat bestimmt sw. Wir fragen nun: W hat
hn Kolleg Wansauge eigentiichh cedacht
Er hat sich namlich, seit dem die Kir Jer in den
Lacern dort sind. noch ni nt ein einziges Mal
sehen lassen. In Nied,« mnitz ft der Ver-
tra uher 140 Kinder, aber 197 sind ohen
D. r Wirt ver'angt nun berechtigter W »
eine entsp hende V<¢ tragsa@nderung. Des-
halb ist aud hon einige Male an unser
Werk gesdiricber rden. Kollege Gansauge
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nische Schrift erforderlich. Fs ist vo rgekommen,
daB ein Madchen den deut chgeschriebenen
Brief ihrer Mutti sé lost nicht lesen konnte. Ist
es nicht besser, wenn die Eltern ihre Kinder
in den Lagern nicht bx suchen? Dieser Bericht
BGL und AGL inten-
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Meinung, do ihr ein Recht habt, dariiber be-
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Heinz Ullmann. TAN-Béro
Helft Dresden aufbauen!
Beteiligt euch alle am Auftausonntag,
dem 10. 8.1959.
Declassification Authority: NND 57565
—— oe -
-——- -e---
Zu Besuch in unseren Kinderferienlagern
Mitglieder der BGL und AGL haben in
unseren Kinderferienlagern Kratzhammer
und Niedercolmnitz eine Lagerkontrolle
durchgefihrt. Dab_i haben sie manches
Gute und Positive aber auch manche Mance!
festgestellt, Gber die nachsichend folgendes
berichtet wird:
Unser Bus kommt, unser Bus kommt!”
Mit diesem einstimmigen Jubelruf wurden wir
von den Kindern in Niedercolmnitz begriift.
Eine Menge Kinder drangte sid) an den Bus
heran, und lebhaft wurde jeder Aussteigende
begribt. Die Kinder machten auf uns alle
einen sehr lebhaft frdhlichen und aufgeschlos-
senen Eindruck. In Kratzhammer hatten wir
das vermi@t. Trotzdem, auch dort begleiteten
Freudenrufe der Kinder unsere Ankuntt.
»Wir lieben das fréhliche Leben”
Unter dieses Motto kann man das Leben in
beiden Lagern stellen. Der im geregelten
Zeitplan festliegende Tagesverlauf beginnt
frih 7 Uhr. Der Vor- und Nachmittag ist mit
Sport, Spiel und kleinen Wanderungen aus-
gefillt. Langeweile gibt es nicht. Bei schlechtem
Wetter sorgen Biicher und Wiirfelspiele und
dergleichen fiir Abwechslung. 2 Stunden wird
Mittagsruhe aehalten. Wenn unsere Kinder
abends vom Tumme'n und vielen Tollen sich
mide niederlegen, ist die Zeit auf 20 Uhr
vorgeriickt. Manchmal machen sie auch ganz-
tagige Wanderungen. Von Kratzhammer aus
sind sie z. B. einmal nach Geising gewandert,
und in Niedercolmnitz erzGhite man mir be-
geistert von einem Besuch der Talsperre
Klingenberg. Auf meine Frage nach dem Essen
bekam ich in beiden Lagern dieselbe Antwort:
-Prima. Es cibt auch Braten und Pudding.
Wir k6nnen manchmal gar nicht allesaufessen.”
Wir haben uns iiberzeugen kénnen, das Essen
ist wirklich groBartig In Kraizhammer ist das
Essen, seitdem die Helferin Hantsch in der
Kiche mit tatig ist, zum quten Qualitats-
essen geworden. Mit den Helferinnen und
Helfern halten es die Kinder iberhaupt, weil
sie Vertrauen zu ihnen haben. Besonders in
Niedercolmnitz machen die Helfer alles mit
und stellen keine Pensionaterzicher mit ewig
drohend erhobenem Zeigefinger dar. Der
Kollege Préschold erzahite mir: .Mich haben
sie schon einmal ihrer 5 an den Armen, 5 an
den Beinen, in den Bach geschleift, diese
Bande.” Ja, es geht in dem Lager recht frdh-
lich zu. Aber es wird auch ernsthaft gearbei-
tet und gelernt. Viele haben sich das Touri-
ristenabzeichen erworben. Schéne Funde in
einem Schaukasten, wie z. B. Vogelfedern,
Raupen, Teichmuscheln und Insektenwaben,
sind die Beweise aufmerksamer Betrachtung
der sie umgebenden Natur. Geschricben wird
auch fleiBig. Sogar Schreibstunden sind an-
gesetzt, damit die Eltern zu Hause nicht zu
kurz kommen. - Disziplin mu® freilid) auch
herrschen. Wer unfolgsam war, mu sich
schlafen legen, wahrend die anderen frohe
Spiele machen. Auch werden die Ungezogenen
von den Wanderungen ausgeschlossen, und
wenn es ganz schlimm ist, diirfen sie nicht an
der Abschluffeier teilnehmen. In Niedercolm-
nitz haben sich die Kinder einen Freundschafts-
rat cus ihren eigenen Reihen gewahlt. Dieser
hat kiirzlich einen sehr harten Entschlu8 gefalt:
2 Kinder, die gestohien hatten, sollen nach
Hause geschickt werden. Das war aber bis
zur Stunde unseres Besuches nicht geschehen.
.Kommen die Diebe heute fort?”
So fragte ein kleines Madchen on!aBlich unseres
Besuches und glaubte, wir wirden die beiden
Kinder mit zuriicknehmen, da sie doch eigent-
lich schon langst h&tten miissen abgeho'!t sein.
Diese Unterlassun } ist ein mehrfacher Fehler!
Erstens sind die Kinder. die durch die Arbeit
ihres Freundschaftsrates die Wirkuna eines
einigen Willens kennenlernen sollen, in diesem
Falle direkt um ihren Erfolg betrogen und
somit enttGuscht worden. Weiterhin ist die
Rickfihrung diesor beiden Kinder schon des-
halb notwendig, um dadurch den Kindern ein
Schulbeispiel unter der SchluGfelgerung zu
schaifen: Wer stichit, stellt sic) auerhalb
unserer Gemeinschaft und hat deshalb nichts
unter uns zu suchen. AuBerdem gibt das
negative Verha'ten der hierfiir Vorantwortlichen
den ewigen Meckerern und Miesmachern nur
neuen N&hrstoff, abdfa lig Uber unser Kinder-
lager zu sprechen. Als einzelne BGL-Mitglieder
davon Kenntnis erhielten, erkannten diese nicht
die Notwendigkeit. die Kinder in ihrem Be-
sthlu8 zu starken und sorgten nicht fiir die
Rickfihrung der beiden Kinder. Auch von
der Werkleitung wurde keine entsprechende
MaB8nahme gefordert. (Auf Grund unseres
Besuches wurden die beiden Kinder am nach-
sten Morgen abgeholt.}
»~Wenn wir fiir die Kinder Bonbons
kaufen wollen, miissen wir erst mit
dem Wirt verhandelin’,
sagte uns der Lagerleiter in Kratzhammer.
Das klingt zwar unmédglich, ist aber leider
Tatsache. Der Beauftragte dor Werkleitung,
Koil. Gansauge, hat mit dem Wirt einen Ver-
trag cbgesdilo« sen, der ihm den Einkauf der
Lebensmittel und Bezahlung derselben in die
Hande legt. Uberhaupt sagt der Wirt dort
immer als standige Redensart: .Der Herr
Gansauge hat gesagt - Der Herr Gansauge
hat bestimmt” usw. Wir fragen nun: Was hat
sich Kollege Gansauge eigentlich gedacht?
Er hat sich namlich, seit dem die Kinder in den
Lagern dort sind, noch nicht ein einziges Mal
sehen lassen. In Niedercolmnitz lault der Ver-
trag Gher 140 Kinder, aber 197 sind oben.
Der Wirt veriangt nun berechtigter Weise
eine entsprechende Vertragsanderung. Des-
halb ist auch schon einige Male an unser
Werk gesdirieben worden. Kollege Gansauge
schweigt und l&8t sich auch nicht sehen.
Wenigstens bis zur Stunde unseres Besuches
wor es so.
Aber auch Mangel in der Unterbrin-
gung und Raumlichkeit
sind zu verzeichnen. Besonders in Kratzham-
mer ist dies der Fall. Der ols Schiaf- und
Aufenthaltsraum dienende Saal ist mit 198
Kindern viel zu stark belegt. Der Krankenraum
zu ebener Erde mit SteinfuBboden ist viel zu
kalt und unfreundlich. Ich ha'te ihn fiir diese
Zwecke sogar fiir untragbar. Eine ganz schlaue
Konstruktion ist dort der Abortbau. Er ist nur
teilweise tiberdacht, so daf die Kinder ein
Stiick uniiberdachten Gang durchlaufen miis-
sen. Das ist natiirlich nachts, wenn die Kinder
aus dem Bett kommen.sehr ungiinstig. Hoffent-
lich ist das bis zur zweiten Belegung geandert.
Die Waschgelegenheit ist in Kratzhammer
auch nicht giinstig. Sie waschen sich im Bach
und bekommen nur zum Z&hneputzen warmes
Wasser. Die Kiiche ist fir diesen Betrieb viel
zu klein. Auf dem Herd kocht es nur auf
einer Stelle. 3 groBe Tapfe aber miissen zum
Zubereiten einer Mahizeit gekocht werden.
SpoB macht es dort keinem, in der Kiiche zu
arbeiten. Dor Wirt hat auch noch keine Kiichen-
hilfe gefunden. Ein scheinbarer Ausweg wurde
nun dadurch gefunden, indem unsere Helfe-
rin Hantsch in der Kiiche mitarbeitet und somit
dem Wirt sein Geld verdienen hilft! Schan ist
in Kratzhammer ein groB8er Wiesenhang am
Gasthof und in zirka 100 m Entfernung eine
Sport- und Spielwiese. In Niedercol-mnitz gibt
es dagegen nur eine kleine Wiese. Auf dieser
steht nun auch noch eine Baracke als Speise-
raum fiir die Madchen. (Sie ist Gbrigens villig
kahl. Kein Bild oder Spruch oder sonstige
Ausschmiickung ist angebracht. Wird sich das
bald Gndern ?) Sonst aber ist die Raumlichkeit
in Niedercolmnitz besser. Dort gibt es auch
Wasser im Waschbecken. Eine andere Frage
ist in beiden Lagern die Uniibersichtlid:keit in
den Salen durch die ziemlich eng stehenden
Doppelstockbetten. Dadurch haben die Helfer
besonders wahrend der Schlafzeiten wenig
Ueberblick. Einfache Betten waren besser.
In diesem Zusammenhang mu nun aber der
Eifer und Flei8 hervorgehoben werden mit
dem die Lagerleitung, die Helferinnen und
Helfer trotz dieser schwierigen Umstande den
Kindern ein paar frohe Ferienwochen bereiten.
Ein Lob auch den beiden Volkspolizisten, die
sich in Kratzhammer fast stiindlich intensiv um
das Lager kiimmern und ihre Aufgabe darin
sehen, es zu schiitzen.
Noch ein Wort an die Eltern
Gebt den Kindern nicht zuviel Geld mit!
3.-DM geniigen vollkommen. Sie haben wirk-
lich satt zu essen und setzen dann viel Geld
bloB in Zuckerzeug um. Ubrigens bekommen
sie genug Zuckerzeug vom Lager aus. Ebenso
ist es unndtig. den Kindern ERpakete zu schik-
ken. Viel richtiger ist es, geniigend Briefmarken
mitzugeben. Besonders wichtig ist, da auch
die Eltern viel schreiben. Dabei ist aber latei-
nische Schrift erforderlich. Es ist vorgekommen,
daB ein Madchen den deutschgeschriebenen
Brief ihrer Mutti selbst nicht lesen konnte. Ist
es nicht besser, wenn die Eltern ihre Kinder
in den Lagern nicht besuchen? Dieser Bericht
beweist doch, da die BGL und AGL inten-
sive Kontrollen durchfihren und nach dem
Rechten sehen und somit dic Werkleitung un-
terstutzen. Mangel werden aufgedeckt und
deren Abstellung gefordert.
Liebe Eltern, warum diese Mahnungen? Bitte
berlegt einmal: Vie! Geld, Efpakete und Fl-
ternbesuch erzeugen doch nur Neid und Mi@-
gunst bei den Kindern; letzteres schirt unter
Umstanden das Heimweh. Wir haben doch
bestimmt clie Vertrauen zu unseren Helforn
und den Lagerleitungen, denn sie sind dor
Meinung, do ihr ein Recht habt, dariiber be-
ruhigt zu sein: Eure Kinder sind in guten
Handen, wahrend thr im Werk eurer schweren
Arbeit nachgeht und heft, den Sozialismus
aufzubauen allen unseren Feinden zum Trotz.
Am Schlu8 sei gesagt: Diese frohen gliickli-
chen Ferientage miissen wir unseren Kindern
in aller Zukunft sichern. Noch klingt es mir in
den Ohren, was die Kinder bei frohem Spiel
dort sangen .Laft uns in Frieden weiter
ziehn und wandern. . .*
Heinz Ullmann, TAN-Biro
Helft Dresden aufbauen!
Beteiligt euch alle am Auftausonntag,
dem 10. 8.1959.
Declassification Authority: NND 57565
——-—
Wissen ist Macht
Sowohl im Leben des Einzelmenschen wie
auch im Leben der Vélker und der ganzen
menschlichen Gesellschaft ist Wissen die un-
erlafliche Vora sssetzung und die treibende
Kraft jeglichen Fortschritts Das Wissen ist es,
das aus stumpfen Arbeitsmenschen kritisch
denken fe, Se'Dstandige und selbstbewufte
Wesen macht, und Wissen ist die H Juptur-
sache des gewaltigen Aufschwungs von Tech-
nik, Wirtschaft und Kultur. Es ist deshalb
Klug und notwendig, dal in fortschrittlichen
Staaten Gusreichende Bildungsméglichkeits n
fir joden geschaffen werden und dof der
einzelne nach seiner F&higkeit von dieser
Méglichkeit Gebrauch macht.
Auch bei uns ist; ach Jahrhunderten, in denen
die Bildung praktisch nur einer kleinon Ober-
schicht vorbehalten war, der Weg zum Wissen
fir jedermann frei gemacht worden. Nun gilt
es, die ate jlichkeiten Zu nutzen Deshal hat
die Regierung der DDR gerade in fletzter
Zeit mit einer Reihe von MaBnahmen zur
Quoalifizierung d irch W; sen aut jefordert,
und deshalb wird von einer .Atmosphére
des Lernens* gesprochen, die notwendig ist,
um weiter vorwGrts zu kommen.
Auch in uns« rem Betrieh liegen noch viele.
sehr viele geistige Krafte und Fah gkeiten
brach. Gar mancher, der liber seinen au jen-
blicklict en Wissensstand nom wesentlich hin-
Guswachsen und damit sich selbst und der
Aligemeinheit nutzen kénnte, ist in diesem
Sinne aus Man 321 an Gelegenheit und An-
regung, aus Tra gheit, falscher Z iruckhaltung
oder Unterschétzuna dor eigenen Kraft noch
uninteressiert und untatig.
Um diesen Zustand zu verbessern, ist ein
aus Aktivisten und Vertretern der technischen
Intelligenz zusammencesetzter Technischer
Rat gegriindet worden, dor es sich freiwillig
und ehrenamtlich zur Aufgabe machen will,
allen Koliegen bei ihrer beruflichen Weitor-
bildung behilflich zu sein. Die Massenorgani-
sationen und die Kammer der Technik stehen
bei dieser Ansicht Pate, dic Werk eitung hat
weitgehende Unterstiitzung zugesagt.
Im Kulturhous wird cin sogenanntes Tech-
nisches Kabinett eingerichtet werden. in
dem neben standig wechselnden Lehrschauen
technische Zirkel und Beratungen stattfinden,
Der Wirkungskreis dieses Technischen Kabi-
netts umfaltt:
0) Technische Aust ildung
{\ orrage Zirk« ' Lehrgange, Verbreitung
entsprechender Literatur)
Einrichtung eines Ausstellungs- und Be-
ratungsraumes
(wechselnde Au sstellungen aus der Arbeit
im Betrieb Abhaltung regelmGBiger Be-
ratungsstunden)
¢) crfahrungsaustausch
{inner- und Uderbetrieblich, Studium von
Neverermethoden und fortschrittlicher Ak-
tivistenleistungen)
Unterstiitzung der Rationalisatorenbewe-
gung
(Beratung bei Verbesserungsvorschlagen,
Paten- und Anw altschaften)
Um der Vi lfaltigkeit der Arbeit und der
Interessen in unserem Werk gerecht zu uw er-
den, und um die Arbeit do Technischen Ka-
binetts auf modglichst breiter Grund age durch-
zufihren, werden verschiedene technische
Aktivs gegriindet, die, durch die Betriebsarbeit
angereyt, jeweils in ihrem Spezialgebiete
als freiwillige Arbeitsgemeinschaft Kenntnisse
erwerben und vermitteln sollen.
4
Kollegen, die die Sprechstunde abhalt nN, sich
Es] felt sich um fol le Interessenaebiete:
$s hangelt sich um folgende Interessenaebiete:
ihr eigenes Wissen ebenfalls miihsam und
Wickelei Leiter Koll. Pester :
, oft
Scholtanlagen : - Blaschke mnaiatte ;
Rundfunk Legler werden missen. Wir glauben alco, vs rsprechen
vt G . e a &?
Groimaschinen . Lésel
Hochspannung . Schafer
Mech. Fertigung . Pfitzner
Materialfragen Fischer
Werkzeuge Ehrlich . , ig
Vorrichtungen und Die ersten Beratungsstunden finden im Kul-
‘ ' iS a) ’
Werkzeugmaschinen . Berthold turhaus (1. S:ock Zi. 6) jeweils von 16.30 bis
SchweiRerei : Licbschor 17.30 Uhr statt:
Donnerstag, 14. Aug. Koll Pommer, Sch&fer
91 e - Noack Forster
28. - - Blaschke Peter
4. Sept. . Maénnig.Berthold
Sie werden dann rc gelm&Big jeden Donners-
tag durchgefiihrt.
gegen grdéfere Widerstande haben er-
zu kOnnen, dal sie euch bei allen Fragen in
kameradschaftlicher Art und mit der ndtigen
Geduld zur Seite stehen werden. Es lik gt nur
an euch, oft und mdglichst zahlreich von
diesem Angebote Gebrauch zy machen
Hausen
Ja hmenn
rartmann
Elektr. Prifung : ‘
Qualitat (mech. Kontro!! ).
Org anisationsfragen
Neben diesen Arbeitsgemeinschaften wird von
jeweils zwei Kollegen des Techni shen Rates
wochentlihh eine t chnische Beratun sstunde ; P
abg halten werden. In dieser Stun do kann Liebe Koll jen, wit Glie wissen, da Deutsch-
land als ein Land ohne groBe natiirliche
Reichtiimer nach dem furchtbaren Zusammen-
bruch mehr al jedes andere Volk auf die
und soll schlechthin alles gefragt werden, was
den Sachsenwerkern wissenswert erscheint.
Ob einer beim Studium eines technischen ot ; .
Buches, bei einem Lehrgang, in der Schule Uehirne und die geschickte “s Hande —
oder bei seiner Arbeit im Retrich Schwierig- Werkiatigen ange wiesen ist. um in der Welt
keiten, Unklarheiten oder don Wunsch zu - Wieser zu bestehen: Wir wissen auch, do
erweitertem Unterricht hat, ob er iberha pt die Erfolge unserer Bemiihungen um Bildung
erst einmal erfahren will, wie man an cin if unserem Stacto nicht mehr irgenduelchen
bestimmtes Wissensgebiet am besten hi ran- = anonymen Gieidsdcken, sondern dem Volke
kommt, oh or Lehrling, Meister, At teilungs- zugute kommen. Und schlieBlich ist gewik,
dof ein hédherer Stand des Wissens dem
leiter, ob or Jugendlicher, Mann oder Fray vane
einzeinen ohne Cinshrankung die Médyi chkeit
ist - jeder soll mit seinen ti chnischen Sorgen
und Problemen in dic Beratungsstunde Lennie hSherer Aufgaben und damit hdheren Ver-
men, etwa genau so, wie er zum Arzt geht, dienstes sichert.
wenn er kGrperliche Beschwerden hat. Wir Darum Koliegen, beteiligt euch zu eurem und
wissen, daB es dabei eine Reihe von Hem- zum Nutzen des Ganzen zahir- ich und mit
mungen geben kénnte. Und deshalb Sel es Eifer, FleiQ und Ausdauer on der Arbeit
schon hier vorweggenommen: Es gibt keine des Technischen Kabinetts. Tretet umgehend
sogenannten .dummen” Fragen. Denn selbst mit den Leitern des euch interessierenden
die .allerdiimmste” Frage zu stellen, ist noch Technischen Aktivs in Verbindung urd be-
zehnmal kliiger, als aus ipgendwelchem Grun- sucht die Beratungsstunden im Technischen
de eine Unklarheit oder Unsicherhoit im Wissen Kabinett.
ungefragt bestehen zu lassen. Man bra cht ~=Wissen muB® unsere Macht werden!
sich also niemals zu genieren, zuma! alle Pommer
Putzt die Hauser — schmiickt die StraRen!
In der Zeit vom 18, bis 95. August 1952 wird in Dresden nach dem Beschlu8 des IV. Parlae
mentes der Freien Deutschen Jugend das Tretfen dor Jungen Pionicre durchgeliihrt. Unter der
Losung ..Vorwérts fiir Frieden, Einheit, Demokratie und Soziclismus!” wird dieses groBe Tref-
fen 22500 Pioniere aus dor Deutschen Demokratischen Republik und den volksdemokratischen
Landern in Dresden vereinen. Die Jungen Pionicre werden hier den neuen Piomerauftrag er-
halten, der dio q samte erzieherische Arbeit unserer demokratischen Schule richtungweisend
beeinflussen wird.
Die Festwoche, in der taglich Kulturveronstaltungen, Botriebsbesichtigungen, Dampferfahrten
(sofern unsere Elbe mitmacht ), Theater- und Kinovorstellungen statrfinden werden, wird gleich-
zeitig cine groke Leistungsschau auf allen Gebieten dor Pionierarbeit sein. Junge Techniker,
junge Touristen, junge Naturforscher, junge Kunstler, junge Flug- und Schiffsmode lbauer wer-
den ihre Leistungen zeigen, ihre Erfahrungen austauschen und danach ihre Arbeit noch verbessern.
Wissenschaftler, Kiinstler. Aktivisten werden mit den Jungen Pionieren diskutieren und ihnen
von ihrem Schaffen erzdhien.
Jeder Tag wird das Wissensgebiet einer bestimmten Arbeitsgemeinschaft zum Gogenstand
haben. Am 23. August wird als Héhepunkt der Festwoche eine Kundgebung staittinden, an
der unser Prasident Wilhelm Pieck zu den Jungen Pionieren sprechen und ihnen ihre nachsten
Aufgaben erklaren wird. Am Sonntag, dem 24. August, findet eine groBe Demonstration von
50000 Jungen Pionieron statt. und anschlieBend werden Volksfeste im Groen Garten und
auf den Elbewiesen veranstaitet.
UnvergeBlich werden diese Tage fiir unsere Kinder bleiben! Daf unsere klcinen Gaste, die
jingsten Erbauer des Sozialismus, hier wahre Freudentage verleben werden, wird von der
Mitarbeit jedes einzelnon von uns abhangen. Boi don Vorbereitun 3en werden viele Hande
gebraucht. Sagt deshalb nicht Nein”, wenn die Jugendfreunde an euch herantreten und um
eure Mithife bitten.
Seid bereit zum Empfang unserer jungen Freunde! Schmiickt Hauser und StraBen! Schmiickt
Werkst&tten und Arbeitsp!a'ze! (Die beste Abteilung und der beste Arbeitsplatz werden
pramiiert. N&heres beim AGL-Leiter.)
Macht das Treffen dor Jungen Pioniere zy eurer eigenen Sache! Seid bereit!
D. Red.
Wir sahen die Stalinallee
Eine Delegation von 30 Sachsenwerkern fubr
am 13. Juni d. J. im Autobus des Werkes nach
Berlin-Lichtenberg, um im Maxim-Gorki-Saal
des Kulturhauses von Siemens-Plania an der
Qualitatskonferenz der SAG Kabol teilzu-
nehmen. Am Kontrollpunkt Wa tersdorf wurde
uns wieder einmal die Zerrissenhoit unserer
Heimat und die daraus entspringenden Ge-
fahren fiir die Sicherheit unseres Daseins klar.
Kontrolistelien an den Einfahrten nach der
Hauptstadt Deutschlands, eine Tatsache, die
mit der Einheit Deutschlands wieder ver-
schwinden wird.
Nach beendeter Konferenz fuhr uns unser
Omnibusfchrer nach der Stalinallee, weil wir
einmutig sehen wollten, wo die Anteile auch
vieler Sachsenwerker am Aufbau Berlins in
neue Hauserblicke verwandelt werden. Wir
Sind die lange Flucht der Stalinallee entiang
gegangen, sahen, wie himmelhohe Krane
Baumate-ial heranbrachten und waren aie
tief beeindruckt von der GrdBe dieses Bau-
platzes Bauaufziige, die mit geradezu phan-
tastischer Geschwindigkeit Karren und Mate-
rial transportieren, waren so recht eine lilustra-
tion fur diein manchen Baubuden angebrachte
Parole: .Wir kampfen um das Bannor der
Stalinaliee!” Sowei: das Auge reicht: Neubau
reiht sich an Neubau, dazwischen bereits be-
zogene Hauser. Die typische AtmosphGre des
Bauplatzes umgidt uns, es riecht nach Kaik,
Zement, Holz.
Man tihit: hier arbeitet nicht ein Unternch-
mer, um 2u spekulieren mit Boden und W>h-
nungen, nein, hier baut der Bauherr Volk.
Hier baut eine Nation an ihrer Gegenwart
und fir ihre Zukunft im Sozialismus.
Dann wird beim Weiterschreiten iiber Schwel-
len und Schienen, vorbei an Dieselloks und
Materialstapeln, durch eine Like in der
Hauserflucht das Hochhaus an der Webor-
wiese sichtbar. Denn nicht nur der StraBenzug
entsteht ne., auf dem Gelade hinter der
Stalinallee en'steht mit ihr selbst eine neue
Stadt. Hochauf reckt sich das Hochhaus,
flankiert von Gebauden im gleichen Stil, mit
wirklich schinen, mafvoll ornamentierten
Fassaden. Am Haupteingang recken sich ge-
waltige schwarze Saulen edion Materale Das
Hochhaus ist bereits bewohnt; einige Meter
davon erhebt sich cine Ba thiitte, an deren
Wand ein Text dic Uberschrift tragt: .Wer
wohnt in diesem Hochhaus?” Da ist die
Naherin, der Lehrer, der In jenieur, der Geistes-
schaffende, nicht eine d «rch Reng und Geburt
bevorzugte Clique, sondern Werkt&tige wie
wir alle. - Propaganda? - Nun, cine solche
-Propaganda” wie die Tatsachen der Stalin-
allee, wird thre Wark ing nicht verfehion. -
Héuser wurden schon immer gebaut ? - Gewi8,
aber wenn schon immer H&éuser gedaut waren
unter den Voraussetzungen der Sta inallee,
Hauser, an denen sich das ganze Volk boe-
teiligt, fir deren Bau etwa Plano entwickelt
worden wGren wie der Pian der Aktivisten
Rubbel und Naumann vom Trafo- y. Réntgen-
werk Dresden, - wo S'Gnden wir heute?
Mégen sich die Propagandisten in den Sen-
dern der Rias-Sorte Uberschreien und vor Wut
zerreiBeon, mogen sie mit lronie oder Bosh: it,
mit schleimigem Hohn oder b ssiger Kritsk ver-
suchen, unsere Werktatigen zu Sabota ge und
Ablehnung zu bringen - die S alinallee al ein
ist Beweis ruhiger Uberlegenheit und fried-
lichen Schaffens genug. Mit diesen Hauser-
zeilen und anderen Bauten in der DDR werden
S&tze in der deutschen Geschichte geschrieben,
die dem verbissensten Gegner unserer Weilt-
anschauung und unseres Handelns die ver-
logenen Argumente aus den wutbebenden
GriiRe aus Zittau
Liebe Freunde!
Zittau, den 24. 7 52
Ich bin nun schon 4 W. chen hier in Zittau und habe meinen Schritt zur VP noch nicht bereut
und werde ihn nie bereuen Mir geht es hier sehr gut, und ici bin zufrieden. Hier } it man
eine systematische und gute Ausbil dung, sei es politischh oder Jachlich”. Wir kdnnen uns nicht
,
; ;
liber Langeweile beklagen, und der Dienst ist auch anstrengend, aber befriedigend) Was macht
Fuer Sd ief’zirkel?
Ich werde Exch schon einmal besuchen, dann kénnen wir uns ausgiebig unterhalien, jetzt ist
ndmlich gleich die ( horprobe
Allen Bekannten im Betrieh - und auch den Jugendchor nicht ver jessen = richtet bitte viele ( sriiBe aus
Und Euch wiinsche ich recht viel Erfolg bei Eurer Arbeit in der Betrieb ~fJruppe
Die herzlid
Handen schla3t. Diese Arbeit, diesen 8 auplatz,
kann man durch dic gerissensten Goebbels-
methoden weder widerlegen noch bagatelli-
sieren, sie sind Argumente ous Stahl und
Beton, aus lebendiger, freier Arbeit und des-
halb unwiderlegbar.
Wir wissen: wo die Arbeit im Mittelpunkt des
geselischaftlichen Gi schehens steht, wo dic
Arbeit den Zweck hat, materielle Vorqus-
setzungen fiir das Leben in Frieden und Freiheit
zu schaffen, da ist die Arbeit die Voraus-
setzung fiir das bessere Leben.
Wir sahen die Staling lee im Zustand ihrer
Entstehung. Schon dieser Anblick lGBt die
Umrisse unserer Stadte ahnen, die bei erfolg-
reicher Verteidigung des Friedens beim Auf-
bau des Sozialismus entstehen werden.
Es wird gut sein, wenn wir Sachsenwerker
noch mehr tun, Berlin zy helfen, Berlin zy or-
neuern. Jede Erfahrung jener Riesenbaustelle
Stalinallee wird uns he fen, auch andere
Stadte zu gestalten. Verbessern wir unsere
Arbeit, unsere Organisation der Arbeit die
Quoalitét unserer Arbeit, dic Menge unserer
Produktion! Aus unseren Verbesserungen wird
sich mancher Beitrag ergeben in der groBen
Aktion zum Aufbau Berlins und damit zum
Aufbau eines einheit ichen, demokratischen,
friedlicbenden, soztalistischen Deutschlands.
Geor Hinrichsen, Af-Kontr.
yg
Berlin wird aufgebaut...
und nicht nur Berlin. Dor Bauplatz an
der Stalinallee ist zwar der erste
sozialistische Bauplatz in unserer DDR,
aber nicht der einzige. Uberall werden
solche Bauplétze entstehen, und nach
dem Vorbild des Komsomol werden
unsere Jungen und Madel in der
Organisation, Dienst fiir Deutschland”
am sozialistischen Aufbau unserer
Heimat teilhaben,.
Es ist cine Ehre fiir jeden jungen
Biirger der Deutschen Demokratischen
Republik, fiir die Dauer von sechs
Monaten im . Dienst fiir Deutschland”
seiner Heimat und dem Volke zy
dienen”, heiBt es in dem Aufruf des
Zentralrats der FD] an die deutsche
Jugend. Dienst fiir Deutschland -
das ist der Ausdruck der patriotischen
Tat der Jugend im Kampf fiir Frieden,
Einheit, Demokratieund Sozialismus!”
Declassification Authority: NND 57565
sten Urifse von Eurem einstmaligen Funktionar
Christian Habner
,
/
“Die Diskussion
inn rha'bunseresB ‘triebesiiherden, Dienst
fir Deurschland” ist inmanchen Abteiiungen
noch negativ. Noch nicht al ¢ Kollegen vere
stehen, daB der ,,Dienst fiir Deutschland’
mit dem nazistishen RAD nidits gemein
hat.
Wir erkennen daran, daf die Aufklarungs-
arbeit noch ungendgend ist und verdffent
lichen daher gern den Diskussionsbeitrag
uaseres Kollegen Peschke:
Am 24. Juli 1952 wurde vom M nisterrat
d r DDR der » Dienst tur Deutschland“
fir unsere Jugend aut freix ihiger Grund
lage eingefuhrr, D idurch is! jedem Jug nd«
lidhhen die Mégi disci segeben, an den
entsch idesden Grofbauten des Soziatis-
mis mt zuwirken. Dutch die gemeinsame
Arbeit wird das Bewuft em von der Bee
deutung des Volkseigentums bei j dem
einzeln-n gestarkt werden. Alle Ber. iligten
missen stolz sein an diesen oder jenen
Bauren mitcearh netzu haben Atle Bay
ten st d Bauren des Sozialismus und die-
nen zum Nutzen des ean-en Voli es, nicht
wie in de kapitaltstischen Land. rn zum
Gewinn tar die Mon pol sten. Ex ist eine
Arbeit des re tlichen Aufbaus sie bringt
Uns einen hoheren Lebensstand ard und vine
bessere Zukuntt. Durch taelichen Sport
und eine gemeinsame Unrerha tung in cer
Freizeit wird de Gesun theit und die enge
Zusammengehéri keit 2 einem gemeine
samen Ganzea weitgehendst getérdert
werden
Dur th den ,,Dienet far Deutschland“ were
des neue grobe Werte dem Vo ks Verinde
gen zuvefGhrt werden. Es wird jeder dat n
auch genti.end Verstandn:s datir haben,
dais al! diese, far alle Werktatneen be-
stehenden Errun. enschaften bis zum aufere
sten zu verteidigen sind.
Die Herren der kapitalistiséenLander vere
suchen mit allen Mr reln.den fried chen Auf-
bau zu stéren. Spaze!l und § iboveure sind
immer wieder zu tinden. Durch He zreden
wird vers cht, Uneinigkeit in die Massen
der Werktivicen zu bringen. Es ist deshalb
immer grohere Wachsamkeit eeboten Une
sere bes en Agiratoren mtissen immer und
immer wieder autklarend auf de Koile-
ginnen und Kollegen wirken. W rf besitzen
schon grofe Errungenschaften. Fs gibt bei
uns keine Monopoe und Konzerne mehr.
Die Junker sind davongejagt Durch das
Geserz zum Aufbau des SOzialismus were
dn noch gerdfere Werte dazukommen. Bei
jedem Werktatigen ist das Phiichthewubte
sen zum Volksvermégen, das ja wie sein
Eigentum zu betrachten ist. sO zu festigen,
d-f er es achtet und gegebenenfalls gegen
jelen Angreifer verteidict
Seid beret zur Arbeit und Verteidigung
des Friedens! Kurt Peschke, Mfast
5
— <r ee
Wissen ist Macht
er und der ganzen
menschlichen Gesellschaft ist Wissen die un-
erlaBliche Voraussetzung und die treibende
Kraft jeglichen Fortschritts. Das Wissen ist es,
das aus stumpfen Arbeitsmenschen kritisch
denken fe, selbstandige und selbstbewufte
Wesen macht, und Wissen ist dic Hauptur-
sache des gewaltigen Aufschwungs von Tech-
nik, Wirtschaft und Kultur. Es ist deshalb
klug und notwendig, da® in fortschrittlichen
Staaten ausreichende Bildungsméglichkeiten
fir jeden geschaffen werden und dof der
einzelne nach seiner Fahigkeit von dieser
Méglichkeit Gebrauch macht.
Auch bei uns ist nach Jahrhunderten, in denen
die Bildung praktisch nur ciner kleinen Over-
schicht vorbehalten war, der Weg zum Wissen
fir jedermann freigemacht worden. Nun gilt
es, die Méglichkeiten zu nutzen Deshalb hat
die Regierung der DDR gerade in letzter
Zeit mit einer Reihe von MaBnahmen zur
Quoalifizierung durch Wissen aufgefordert,
und deshalb wird von einer .Atmosphére
des Lernens” gesprochen, dio notwendig ist,
um weiter vorwGrts zu kommen.
Auch in unserem Betrich liegen noch viele,
sehr viele geistige Krafte und F&higkeiten
brach. Gar mancher, der iibor seinen augen-
blicklichen Wissensstand noch wesentlich hin-
Guswachsen und damit sich selbst und der
Aligemeinheit nutzen kSnnte, ist in diesem
Sinne aus Mangel an Gelegenheit und An-
regung, aus Tra zheit, falschor Zuriickhaltung
oder Unterschatzung dor eigenen Kraft noch
uninteressiert und untdtig.
Um diesen Zustand zy verbessern, ist ein
aus Aktiisten und Vertretern dor technischen
Intelligenz zusammencesetzter Technischer
*@* gegriindet worden, der es sich freiwillig
und ehrenamtlich zur Aufgabe machen will,
allen Koliegen bei ihror beruflichen Weiter-
bildung behilflich zu sein. Dic Massenorgani-
sationen und die Kammer dor Technik stehen
bei dieser Ansicht Pate, dic Werk eitung hat
weitgehende Unterstiitzung zugesagt.
Im Kulturhous wird cin sogenanntes Tech-
nisches Kabinett eingerichtet werden, in
dem neben standig wechselnden Lehrschauen
technische Zirkel und Beratungen stattfinden,
Der Wirkungskreis dieses Technischen Kabi-
netts umfabt:
0) Technische Ausbildung
(Vorirage, Zirkel, Lehrgange, Verbreitung
entsprechender Literatur
b) Einrichtung eines Ausstellungs- und Be-
ratungsraumes
(wechselnde Ausstellungen aus der Arbeit
im Betrieb, Abhaltung regelm&iger Be-
ratungsstunden)
¢) crfahrungsaustausch
linner- und Uberbetrieblich, Studium von
Neuerermethoden und fortschrittlicher Ak-
tivistenleistungen)
d) Unterstiitzung der Rationalisatorenbewe-
gung
(Beratung bei Verbesserungsvorschlagen,
Paten- und Anwaltschaften)
Um der Vi Ifaltigkeit der Arbeit und der
Interessen in unserem Werk gerecht zu wer-
den, und um die Arbeit dos Technischen Ka-
binetts auf maglichst breitor Grundiage durch-
zufihren, werden verschiedene technische
Aktivs gegriindet, die, durch die Betriebsarbeit
angereyt, jeweils in ihrem Spezialgebiete
als freiwillige Arbeitsgemeinschaft Kenntnisse
erwerben und vermitteln sollen.
4
Es handelt sich um folgende Interessengebiete: Kollegen, die die Sprechstunde abhalten, sich
Wickelei Leiter Koll. Pestor ihr eigenes Wissen ebenfalls miihsam und
Scholtanlagen Blaschke oft gegen grdéBere Widerstande haben er-
Rundfunk Legler werben missen. Wir glauben als oO, versprechen
GroBmaschinen Lee! zu kénnen, da® sie euch bei allen Fragen in
Hochspannung Schafer kameradschaftlicher Art und mit der NStigen
Mech. Fertigung Pfitener Geduld zur Seite stehen werden. Es liegt nur
Materialfragen Fischer an euch, oft und méglichst zahlreich von
Werkzeuge Ehrlich diesem Angebote Gebrauch zu machen. ;
Vorrichtungen und Die ersten Beratungsstunden finden im Kul-
Werkzeugmaschinen ‘ Berthold turhaus (1. S:ock Zi. 6) jeweils von 16.30 bis
SchweiBerei - Liebschor 17.30 Uhr statt: ;
Elektr. Priifung Hausen Donnerstag, 14. Aug. Koll. Pommer, Schafer
Qualitat (mech. Kontrol.) . ~ Jachmann . St. ~ Noack Férster
Org anisationsf . Hart * TB. « m Blaschke Peter
a bl i as * 4. Sept. . Ménnig. Berthold
Sie werden dann regelm&Big jeden Donners-
tag durchgefiihrt.
Liebe Kollegen, wir alle wissen, daQ Deutsch-
und soll schlechthin alles gefragt werden, was = land als ein Land ohne grofe naturliche
den Sachsenwerkern wissenswert erscheint. _ Reichtiimer nach dem furchtbaren Zusammen-
Ob einer beim Studium eines technischen Oruch mehr als jedes andere Voik auf die
Buches, bei einem Lehrgang, in der Schule Gehirne und die geschickten Hande seiner
oder bei seiner Arbeit im Betrieb Schwiorig- Werkiatigen angewiesen ist. um in der Welt
keiten, Unklarheiten oder den Wunsch zu Wieder zu bestehen: Wir wissen auch, daB
erweitertem Unterricht hat, ob or iiberha spt die Erfolge unserer Bemiihungen um Bildung
erst einmal erfahren will, wie man an ein ' unserem Staate nicht mehr irgendu elchen
bestimmtes Wissensgebiet am besten heran- anonymen Geldstcken, sondern dem Volke
kommt, oh or Lehrling, Meictor, Abteilungs- zugute kommen, Und schlieBlich ist gewiR,
letter, ob or Jugendlicher, Mann oder Braii dof ein hdherer Stand des Wissens dem
ist - jeder soli mit seinen technischen Sorgen einzelnen ohne Einschrankung die Méylichkeit
und Problemen in die Beratungsstunde kom- hdherer Aufgaben und damit héheren Ver-
men, etwa genau so, wie er zum Arzt geht, dienstes sichert.
wenn er kérperliche Boschwerden hat. Wir Darum Kollegen, beteiligt euch zu eurem und
wissen, daB es dabei cine Reihe von Hem- zum Nutzen des Ganzen zahir-ich und mit
mungen geben kénnte. Und deshalb sei es Eifer, Flei® und Ausdauer on der Arbeit
schon hier vorweggenommen: Fs gibt keine des Technischen Kabinetts. Tretet umgehend
Sogenannten .dummmen” Fragen. Denn selbst mit den Leitern des euch interessierenden
die .allerdimmste” Frage zu stellen, ist noch Technischen Aktivs in Verbindung urd be-
zehnmal kliiger, als aus irgendwelchem Grun- sucht die Beratungsstunden im Technischen
de eine Unklarheit oder Unsicherhoit im Wissen Kabinett.
ungefragt bestehen zu lassen. Man bra cht Wissen mu unsere Macht werden!
sich also niemals zu genieren, zuma! alle Pommer
ey
Putzt die Hauser — schmiickt die StraRen!
In der Zeit vom 18, bis 95. August 1952 wird in Dresden nach dem Beschlu8 des IV. Parlae
mentes der Freien Deutschen Jugend das Treffen der Jungen Pionicre durchgefiihrt. Unter der
Losung ..Vorwarts fiir Frieden, Einheit, Demokratic und Sozialismus!” wird dieses groBe Tref-
fen 22500 Pioniere aus der Deutschen Demokratischen Republik und den volksdemokratischen
Landern in Dresden vereinen. Die Jungen Pioniere werden hier den neuen Pionterauftrag er-
halten, der dic qsamte erzieherische Arbeit unserer demokratischen Schule richtungweisend
beeinflussen wird.
Die Festwoche, in der taglich Kulturveronstaltungen, Betriebsbesichtigungen, Dampferfahrten
(sofern unsere Elbe mitmacht!), Theater- und Kinovorstellungen stattfinden werden, wird gleich-
zeitig eine groBe Leistungsschau auf allen Gebieten der Pionicrarbeit sein. Junge Techniker,
junge Touristen, junge Naturforscher, junge Kistler, junge Flug- und Schilfsmode Ibauer wer-
den ihre Leistungen zeigen, ihre Erfahrungen austauschen und danach ihre Arbeit noch verbessern.
Wissenschaftler, Kiinstler, Aktivisten werden mit den Jungen Pionicren diskutieren und ihnen
von ihrem Schaffen erzahlen.
Jeder Tag wird das Wissensgebiet einer bestim
haben. Am 93. August wird als Héhe
der unser Prasident Wilh
Aufgaben erklaren wird.
50000 Jungen Pionieren statt,
auf den Elbewiesen veranstaltet.
UnvergeBlich werden diese Tage fiir unsere Kinder bleiben! Da® unsere kleinen Gaste, die
jingsten Erbauer des Sozialismus, hier wahre Freudentage verlebon werden, wird von der
Mitarbeit jedes einzelnen von uns abhéngen. Bei den Vorbereitunzen werden viele Hande
gebraucht. Sagt deshalb nicht .. Nei “, wenn die Jugendfreunde an euch herantreten und um
eure Mithi'fe bitten.
Seid bereit zum Empfang unserer jungen Freunde! Schmiickt Hauser und StraBen ! Schmiickt
Werkst&tten und Arbeitsplatze! (Die beste Abteilung und der beste Arbeitsplatz werden
pramiiert. Naheres beim AGL-Leiter.)
Macht das Treffen der Jungen Pioniere zy eurer eigenen Sache! Seid bereit!
Neben diesen Arbeitsgemeinschaften wird von
jeweils zwei Kollegen des Technischen Rates
wochentlich eine technische Beratungsstunde
abgehalten werden. In dieser Stunde kann
D. Red.
Wir sahen die Stalinallee
Eine Delegation von 30 Sachsenwerkern fubr
am 13. Juni d. J. im Autobus des Werkes nach
Berlin-Lichtenberg, um im Maxim-Gorki-Saal
des Kulturhauses von Siemens-Plania an der
Qualitatskonferenz der SAG Kabel teilzu-
nehmen. Am Kontrollpunkt Waltersdorf wurde
uns wieder einmal die Zerrissenhoit unserer
Heimat und die daraus entspringenden Ge-
fahren fiir die Sicherheit unseres Daseins klar.
Kontrollstelien an den Einfahrten nach der
Hauptstadt Deutschlands, cine Tatsache, die
mit der Einheit Deutschlands wieder ver-
schwinden wird.
Nach beendeter Konferonz fuhr uns unser
Omnibusfahrer nach der Stalinallee, weil wir
einmitig sehen wollten, wo die Anteile auch
vieler Sachsenwerker am Aufbau Berlins in
neue Hauserblécke verwandelt werden. Wir
sind die lange Flucht der Stalinallee entlang
gegangen, sahen, wie himmelhohe Krane
Baumate-ial heranbrachten und waren alle
tief beeindruckt von der GrdRe dieses Bau-
Platzes Bauaufziige, die mit geradezu phon-
tastischer Geschwindigkeit Karron und Mate-
rial transportieren, waren so recht eine lilustra-
tion fiir die in manchen Baubuden angebrachte
Parole: .Wir kampfen um das Banner der
Stalinaliee!” Soweir das Auge reicht: Neubau
reiht sich an Neubau, dazwischen bereits be-
zogene Hauser. Die typische Atmosphare des
Bauplatzes umgibt uns, es riecht nach Kalk,
Zement, Holz.
Man tihit: hier arbeitet nicht cin Unterneh-
mer, um zu spekulieren mit Boden und W>h-
nungen, nein, hier baut der Bauherr Volk.
Hier baut eine Nation an ihrer Gegenwart
und fiir ihre Zukunft im Sozialismus.
Dann wird beim Weiterschreiten Gber Schwel-
len und Schienen, vorbei an Dieselloks und
Materialstapeln, durch eine Liicke in der
HGuserflucht das Hochhaus an der Weber-
wiese sichtbar. Denn nicht nur der StraBenzug
entsteht ne., auf dem Goidr-de hinter der
Stalinallee en‘steht mit ihr selbst cine neue
Stadt. Hochauf reckt sich das Hochhaus,
flankiert von Gebauden im gleichen Stil, mit
wirklich schénen, mafvoll ornamentierten
Fassaden. Am Haupteingang recken sich ge-
waltige schwarze Saulen edien Mater'als. Das
Hochhaus ist bereits bewohnt: einige Meter
davon erhebt sich eine Bauhiitte. an deren
Wand ein Text die Uberschrift tragt: .Wer
wohnt in diesem Hochhaus?” Da ist die
N&herin, der Lehrer, der Ingenieur, der Geistes-
schaffende, nicht eine d «rch Reng und Geburt
bevorzugte Clique, sondern Werkta&tige wie
wir alle. - Propaganda? - Nun, cine solche
-Propaganda” wie die Tatsachen der Stalin-
allee, wird thre W.rkung nicht verfehion. -
Héuser wurden schon immer gebaut? - Gewi8,
aber wenn schon immer Hauser gebaut waren
unter den Voraussetzungen der Stalinalloe,
Héuser, an denen sich das ganze Volk be-
teiligt, fir deren Bau etwa Plane entwickelt
worden waren wie der Pian der Aktivisten
Rubbel und Naumann vom Trafo- u. Réntgen-
werk Dresden, - wo st@nden wir heute?
Mégen sich die Propagandisten in den Sen-
dern der Rias-Sorte diberschreion und vor Wut
zerreiBen, mdgen sie mit lronie oder Bosheit,
mit schleimigem Hohn oder bissiger Kritik ver-
suchen, unsere Werktatigen zu Sabotage und
Ablehnung zu bringen - die S alinallee allein
ist Beweis ruhiger Uberlegenheit und fried-
lichen Schaffens genug. Mit diesen Hauser-
zeilen und anderen Bauten in der DDR werden
S&tze in der deutschen Geschichte geschrieben,
die dem verbissensten Gegner unserer Weit-
anschauung und unseres Handelns die vor-
logenen Argumente aus den wutbebenden
GriiBe aus Zittau
Liebe Freunde!
Zittau, den 24. 7. §2
Ich bin nun schon 4 Wochen hier in Zittau und habe meinen Schritt zur VP noch nicht bereut
und werde ihn nie bereuen. Mir geht es hier sehr gut, und ich bin zufrieden. Hier hat man
eine systematische und gute Ausbildung, sei es politisch oder faclich”. Wir kénnen uns nicht
liber Langeweile beklagen, und der Dienst ist auch anstrengend, aber befriedigend Was madht
Euer Schie?zirkel?
Ich werde Euch schon einmal besuchen, dann kénnen wir uns ausgiebig unterhalien, jetzt ist
ndmlich gleich die Chorprobe.
Allen Bekannten im Betrieh - und auch den Jugendchor nicht vergessen ~ richtet bitte viele Griife aus.
Und Euch wiinsche ich recht viel Erfolg bei Eurer Arbeit in der Betriebsgruppe
Die herzlichsten GriiBe von Eurem einstmaligen Funktionar
Christian Hibner
f
Handen schla3t. Diese Arbeit, diesen Bauplatz, ‘Die Diskussion
kann man durch dic gerissensten Goebbels-
methoden weder widerlegen noch bagatelli-
sieren, sie sind Argumente ous Stahl und
Beton, aus lebendiger, freier Arbeit und des-
halb unwiderlegbar.
Wir wissen: wo die Arbeit im Mittelpunkt des
geselischaftlichen Geschehens steht, wo die
Arbeit den Zweck hat, materielie Voraus-
setzungen fiir das Leben in Fricden und Freihoit
zu schaffen, da ist die Arbeit dic Voraus-
setzung fiir das bessere Leben.
Wir sahen die Stalinallee im Zustand ihrer
Entstehung. Schon dieser Anbiick 1a8t die
Umrisse unserer Stadte ahnen, die bei erfolg-
reicher Verteidigung des Friedens beim Auf-
bau des Sozialismus entstehen werden.
Es wird gut sein, wenn wir Sachsenwerker
noch mehr tun, Berlin zu helfen, Borlin zu er-
neuern. Jede Ertahrung jener Riesenbaustelle
Stalinallee wird uns he'fen, auch andere
Stadte zu gestalten. Verbessern wir unsere
Arbeit, unsere Organisation der Arbeit, die
Qualitat unserer Arbeit, dio Menge unserer
Produktion! Aus unseren Verbesserungen wird
sich mancher Beitrag ergeben in der groBen
Aktinn zum Aufbau Berlins und damit zum
Aufbau eines einheitlichon, demokratischen,
friedliebenden, sozialistischen Deutschlands.
Georg Hinrichsen, Af-Kontr.
Berlin wird aufgebaut...
und nicht nur Berlin. Der Bauplatz an
der Stalinallee ist zwar der erste
sozialistische Bauplatz in unserer DDR,
aber nicht der einzige. Uberall werden
solche Bauplatze entstehen, und nach
dem Vorbild des Komsomol werden
unsere Jungen und Mdadel in der
Organisation, Dienst fiir Deutschland”
am sozialistischen Aufbau unserer
Heimat teilhaben.
»Es ist eine Ehre fiir jeden jungen
Biirger der Deutschen Demokratischen
Republik, fiir die Dauer von sechs
Monaten im ..Dienst fiir Deutschland”
seiner Heimat und dem Volke zy
dienen”, hei®t es in dem Aufruf des
Zentralrats der FD} an die deutsche
Jugend. .Dienst fiir Deutschland -
das ist der Ausdruck der patriotischen
Tat der Jugend im Kampf fir Frieden,
Einheit, Demokratieund Sozialismus!”
inn rha'bunseresB -triebes Giherden, Dienst
fdr Deurschland” ist in manchen Abteiiungen
noch negativ. Noch nicht ai e Kollegen vere
stehen, dab der ,,Dienst fir Deutschland”
mit dem nazistishen RAD nichts gemein
hat.
Wir erkennen daran, daf die Aufklarungs-
arbeit noch ungendigend ist und verdffent-
lichen daher gern den Diskussionsbeitrag
uaseres Kollegen Peschke:
Am 24. Juli 1952 wurde vom Monisterrat
der DDR der , Dienst fir Deutschland“
fir unsere Jugend aut freiwittiger Grund-
lage eingefuhrt. Dadurch ist jedem Jugend.
lichen die Mégi dineit regeben, an den
entsh idevden Grofbauten des Soziatis-
mis mi zuwirken. Dutch die gemeinsame
Arbeit wird das BewuBt-ein von der Bee
deutung des Volkseigentums bei j dem
einzeln-n gestarkt werden. Alle Bet. iligten
miissen stolz sein an diesen oder jenen
Bauren mitvearbeitet zu haben Atle Bau-
ten si d Bauren des Sozialismus und die-
nen zum Nutzen des eancen Volkes, nicht
wie in de» kapiralistischen Land. rn zum
Gewinn tar die Mon pol sten. Es ist eine
Arbeit des re tlichen Aufbaus. <ie bringt
uns einen hoheren Lebensstand rd und « ine
bexsere Zukunft. Durch taelichen Sport
und eine gemeinsame Unrerha tung in ver
Freizeit wird die Gesun theit und die enge
Zusammengehéri.keit 24 einem grmeine
samen Ganzea weitgehendst seférdert
werden
Dur th den ,,Dienst far Deutschland” were
den neue grofe Werte dem Vo ks vermé-
gen zucefGhrt werden. Es wird jeder dann
auch genti.end Verstandn:s datdr haben,
dal ali diese, far alle Werktangen bee
s'ehenden Errun. enschaften bis zum aufer-
sten zu verteidigen sind.
Die Herren der k apitalistist enLander vere
suchen mit allen Mr teln,den friediichen Aufe
bau zu stéren. Sptzel und Saboveure sind
immer wieder zu tinden. Durch He zreden
wird vers cht, Uneinigkeit in die Massen
der Werktivicen zu bringen. Es ist deshalb
immer grofere Wachsamkeit eeboten. Une
sere bes en Agitatoren miissen immer und
immer wieder autklarend auf de Koile-
ginnen und Kollegen wirken. W r besitzen
schon grofe Errungenschaften. Ex gibt bei
uns keine Monopoe und Konzerne mehr.
Die Junker sind davongejagt Durch das
Gese'z zum Aufbau des Sozialismus were
dn noch grifere Werte dazukommen. Bei
jedem Werktatigen ist das Pfiichthewubte
sen zum Volksvermégen, das ja wie sein
Eigentum zu betrachten ist, so zu festigen,
d «fi er es achtet und gegebenenfalls gegen
jeden Angreifer verteidict
Seid terest zur Arbeit und Verteidigung
des Friedens! Kurt Peschke, Mfast
5
Declassification Authority: NND 57565
Urlaub in Ungarn
Wer schmiedet nicht schon weit vor der Uriaubs-
zeit seinen Ferienplan? Sehr verschieden sind
die Wiinsche und Anspriiche. Den einen zicht
es in die Berge, den anderen an die See. Dem
Uberwiegenden Teil unserer werktatigen Beval-
kerung ist heute Gelegenheit gegeben,durch den
Feriendienst unserer Gewerkschaft. den Urlaub
in einem schénen Ferienheim verbringen zu
kénnen. Und warum ist dics mdglich? Weil
durch die groBen Erfoige unseres Wirtschafts-
aufbaues in standig steigendem Mafe erheb-
liche Mittel fiir das Erholungs- und Gesund-
heitswesen bereitgestellt werden kénnen. Diese
Voraussetzung ist aber noch nicht fiir das
gesamtdeutsche Volk gegeben. Wahrend hier
bei uns in der DDR dic Erfolge der Arbeiter
dem ganzen Volke zugute kommen, steckt in
Westdeutschland noch die Ausbeuterklasse den
Gewinn in ihre Taschen.
Selbst die Méglichkeit, seinen Urlaub jenseits
der Zonengrenzen verleben zu kdnnen, ist durch
die Spaltung Deutschlands unmédglich. Und
wer hatte nicht das Verlangen, auch dort wieder
einmal seinen Urlaub zu verbringen?
Meine Freude war darum riesengroB, als ich
am 8. Juni 1952 vom Bundesverstand des
FDGB, Feriendienststelle. die Mitteilung erhielt.
daB auf Einladung der ungarischen Gewerk-
schaften cm 14. Juni 1952 im Rahmen des
internationalen Urlaubsaustausches eine
Urlaubsdelegation nach der Volksrepublik
Ungarn abfahre und ich daran teilnchmen
kénne. Was also in Deutschland auf Grund
der Spaltung nicht méglich ist, ist méglich mit
Landern, die von dem deutschen Faschismus
schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Und
warum wurde dies méglici?
Weil seit 1945 die deutsche Arbeiterklasse in
freundschaftlichhen und briiderlichen Bezie-
hungen zur internationalen Arbeiterklasse.
insbesondere aber mit der Sowjetunion und
den volksdemokratischen Landern. lebt.
Der Urlaubsaustausch ist ein wahrer Ausdruck
des proletarischen Internationalismus. Ge-
meinsam kampfen die Valker unter der Fiih-
rung der groBen Sowjetunion um den Frieden,
gemeinsam schreiten sie von Erfolg zu Erfolg
und verbringen gemeinsam ihren Urlaub.
GroB ist das Vertrauen der internationalen
Arbeiterklasse, gro8 ist darum unsere Ver-
pflichtung. Das ungarische Volk. vor 1945 von
den ungarischen Kapitalisten und Gro8grund-
besitzern ausgebeutet, von den auslandischen
Imperialisten an seiner selbstandigen natio-
nalen Entwicklung gehindert und bewut in
Unwissenheit gehalten. wurde im Zuge des
Krieges gegen die Vernichtung des Faschismus
durch die heldenhaft kampfende Sowjetunicn
und durch die eigene freiheitliche Bewegung
vom Faschismus befreit.
Die Arbeiterklasse und die Bauern befreiten
sich nicht nur vom Faschismus. sondern auch
von ihren eigenen Kapitalisten und Ausbeutern.
Darin, liebe Kollegen, ist die groBe Kraft zu
sehen, die das ungarische Volk aufbringt fiir
den Aufbau seiner Heimat. Es hat das Land
aus einem zuriickgebliebenen Agrarland in
ein modernes Industrieland verwandelt.
Alle Werktatigen haben die Schmach der
Unterdriickung und Ausbeutung zu spiren
bekommen, deshalb sind sie jetzt gliicklich Gber
ihre jetzige Freiheit und die Entwicklung zum
Sozialismus.
In der ungarischen Volksdemokratie iibt die
Arbeiterklasse die Diktatur des Proletariats
aus und baut den Sozialismus auf. Die alten
Formen der Herrschaft sind verschwunden. Fs
gibt bei ihnen keine Ausbeutung mehr. Uberall
sieht man neve. groBe und moderne Betriebe
2
Tiit se rden mov
iT Le Mensdsheit
vol de hil ( litergang bewahtren
> ;
ind den z trieden erhall sn!
{ femmes
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
ihr werdet euch erinnern, daft das Zentrale
Friedenskomitee und die Abteilungsfriedens-
komitees unseres Werkes am 1. Juli eine
GruBadresse an die auBerordentliche Tagung
des Weltfriedensrates mach Berlin gesandt
haben. Sie ist im Betriebsfunk bekanntgege-
ben und auch auf der Titelseite der Nr. 25
unseres SW-Spiegels am 11. Juli. verdffent-
licht worden.
Mit Stolz und Freude kdnnen wir euch heute
mitteilen. daB der Weltfriedensrat auf die
GruBadresse unseres Friedenskomitees geant-
wortet hat in einem Schreiben, das vom
Generalsekretar Jean Laffitte unterzeichnet
ist, welches wie folgt lautet:
AuRerordentliche Tagung Berlin 1. bis 5. Juli 1952
-Liebe Freunde!
Eure Botschaft ist uns zugestellt worden
und wir sind bewegt von Euren Winschen
far das Gelingen unserer Arbeit. von den
Verpflichtungen, die lhr zur Verteidigung
des Friedens iibernommen habt.
Die tausende Botschaften, die aus ganz
Deutschland an die Aufserordentliche
Tagung des Weltfriedensrates gelangen.
zeigen den Willen und die mutige Be-
miihung des deutschen Volkes fir den
Frieden, sie bilden ihrerseits eine wert-
volle Ermutigung fir uns.
Wir sind sicher, daB Ihr dem verstarkten
gemeinsamen Kamp} aller Vélker der
Erde vorbehaltlos Eure aktive Unterstiit-
zung geben werdet, so das die Besdhliisse
des Weltfriedensrates dem ganzen deut-
schen Volk zur Kenntnis gebradht und in
Eurem schénen Lande lebendig werden.
Gemeinsam werden wir die Mensdtheit
vor dem Untergang bewahren und den
Frieden erhalten.
Fiir den Weltfriedensrat
Jean Laffitte
Generalsekretar*
Kolleginnen und Kollegen!
Der Weltfriedensrat hat beschlossen, zum
5. Dezember 1952 einen groBen Kongre8 der
Volker fiir den Frieden nach Wien einzube-
rufen. Die Rolle, die dieser KongreB fiir dic
Rettung des Friedens spielen wird, die Frage
seines Erfolges oder MiGerfolges, wird von der
Arbeit der Friedensbewegung aller Lander in
den nachsten Monaten abhangen. Das be-
deutet. da8 auch wir deutschen Patrioten, dic
um den Frieden ringen, eine gewaltige Ver-
antwortung tragen. Der Frieden kann gerettet
werden - der Frieden mu gerettet werden!
Das Zentrale Betriebsfriedenskomitec
entstehen. Jetzt arbeitet das ungarische Volk
an der Erfiillung des 1950 begonnenen
Finfjahrplanes. Wie bei uns ist in Ungarn das
Jahr 1952 das Jahr der Investition und des
Aufbaus. Erst nachdem die Investitionen in
der Schwerindustrie richtig angewendet sind,
wird der Aufbau der Leichtindustrie und der
Bedarfsindustrie leichter und schneliler von-
statten gehen.
Das, was ich wahrend meines Urlaubes in
Ungarn gesehen und in Erfahrung gebracht
habe, hat meine Erwartungen weit iibertroffe>
im einzelnen auf alle Punkte der Zielsetzung
und Entwicklung einzugehen oder Zahlen des
Fiinfjahrplanes zu nennen, halte ich hior nicht
fir zweckm@Big. Im groBen und ganzen ge-
sehen, kann der Weg Ungarns ja kein anderer
sein, als ihn alle anderen volksdemokratischon
Lander beschreiten. In ihrem Kampf um die
Freiheit, wie beim Aufbau des Sozialismus,
wendet das ungarische Volk dic Erfahrungen
der Sowjetunion an und erhalt von ihr ge-
nau wie wir in der Deutschen Demokratischen
Republik die weitgehendste Unterstiitzung.
Unser Urlaubsziel war Balutonlelle. Dort. wo
friiher die Bourgeoisie ihre aus den Arbeitern
herausgeschundenen Reichtiimer verprabte,
erholen sich heute ungarische, tschechoslowe-
kische, rumGnische, bulgariscdhe und deutsche
Arbdeiter. Sie verbringen dort gemeinsam ihren
Urlaub und tauschen ihre Gedanken aus. Balu-
tonlelle ist ein kleiner Kurort am Plattensec.
Herrlich gelegen und geradezu ideal, um
sich zu erholen. Dort verbrachten wir wunder-
schéne Tage mit ungarischen und tschechoslo-
wakischen Freunden. Taglich wurde es uns
klarer, was es heift, internationale Solidaritat
zu tiben und Freunde zu besitzen, die bor
die Grenzen des eigenen Landes hinausgehen.
Tschechoslowakische Freunde sagten: ,,Schaut
nicht in euren Riicken, dort stehen Freunde,
die euch immer helfen werden, wenn es not-
wendig.*”
In allen Kultur- und Freundschaftsveranstal-
tungen zeigte sich die briiderliche Verbunden-
heit zwischen den ungarischen, den tschecho-
slowakischen und deutschen Urlaubern. Wir
haben uns intensiv uber gemeinsame Fragen
der Produktion unterhalten, und hier machte
ich die mich sehr beeindruckende Feststellung,
daB das ungarische Volk die Erfolge seines
Aufbaues viel besser anerkennt, als es bei
uns der Fall ist, obwohl sic unter ebenso
schwierigen Verhdltnissen anfangen muBten,
ihre Wirtschaft aufzubauen. Bei unseren Un-
terhaltungen steht immer und immer wieder
die Interessiertheit Gber den gegenwartigen
Kampf und den Aufbau bei uns in der DDR
im Vordergrund.
Was zeigt uns das? Das sie unseren Kampf
als den ihrigen betrachten und in uns ein
groBes Vertrauen setzen. An uns allen liegt
es, jetzt noch fester zuzufassen. Wenn in Un-
garn und den anderen volksdemokratischen
Landern schon eher die Voraussetzungen zum
Aufbau des Sozialismus gegeben waren, ist
es jetzt am historischhen Wendepunkt einer
neuen Epoche in Deutschland, wenn auch nur
vorerst in einem Teil, der DDR, jedes ein-
zelnen Pflicht, sic) mit aller Kraft dafiir ein-
zusetzen, den Beschlu® der Il. Parteikonferenz
der SED, der fiihrenden Partei der deutschen
Arbeiterklasse, miglichst schnell in die Tat
umzusetzen. Sinnlos waren aber alle An-
strengungen, wenn wir unsere bisher erarbei-
teten Erfolge durch Sorglosigkeit leichtfertig
aufs Spiel setzen wiirden.
Wenn uns die Sowjetunion, wie alle volks-
demokratischen Lander in jeder Beziehung
Unterstiitzung beim Aufbau gegeben haben
und weiter noch in verstarktem MaBe beim
Aufbau des Sozialismus helfen werden, miis-
sen wir zur Sicherung und Verteidigung der
Heimat gegen die GuBeren Feinde, zum
Kampf gegen den Imperialismus, selbst et-
was beitragen.
Durch Schaffung nationaler Streitkrafte ge-
ben wir nicht nur uns den Schutz, sondern
tragen mit dazu bei. das Weltfriedenslager
zu starken und das in uns gesetzte Vertrauen
unserer Freunde zu erhdhes und zu recht-
fertigen. Gemeinsam mit ihnen werden wir
den Sieg erringen. Ernst Friebel, Af
Mit Recht wart ihr ungehalten dari
uber, liebe Kollegen, da in der Woche vom 21. bis 27. Juli d
erschien. Heute geben wir'als teilweise Entschadigung dafiir die Nr. 28 mit 12 Seiten herau:
Meister haben sich nicht entmutigen lassen. Wenn auch dic
wertung auf Grund zu vieler Bedingungen beim Meisterwettbewerb
bisher Schwierigkeiten machte, so wurde doch lang und ausgiebig
diskutiert, um neue Wettbewerbsbedingungen fir die Meister auszu-
irbeiten, die eine Bewertung leicht und exakt gestatten.
r o o
Zum ,,Tag des Meisters am 2. August 1952 wurden die neuen
b
edingungen einstimmig angenommen und damit beschlossen, ab
1. August den Wettbewerb durchzufiihren
Der Wettbewerb nach don neuen Bedingungen ist unbedingt bei
Meistern durchfithrbar, dic direkt fiir die Produktion arbeiten. Einige
ochwierigkeiten bestehen fiir dic Bewertung des Punkt 1. in Meistereien
wie: Werkzeugbau, Werkzeugmaschinenreparatur. Aber auch dort
wird es miglich sein, durch dic Betriebs- oder Abteilungsleiter in
Verbindung mit der W; rksleitung das Soll wertmafig festzulegen
Natirlich sind wir alle dor Uberzeugung, dal die Erfahrungen, die
jetzt im Monat August bei diesem neuen Wettbewert
gesammelt
werden, die Grundlage bilden, um schon im September weitere Ver-
besserungen durchzufiihren.
; : :,
Wir freuen uns, da sich die M ster von den anfangjlichen Schwierig -
keiten nicht entmutigen lieRen, sondern mit gutem Beispiel in der
W ettbewerbsbewegung in unserem Werk vorangehen. Wir wiinschen
ihnen viel Erfolg!
Nachfolgend geben wir gleichzeitig fiir alle Kollegen die Wettbewerbs-
bedingungen bekannt, nach denen jetzt der Meisterwettbewerb durch-
gefiihrt wird Ronneburger
Meisterwettbewerb
Bowertet wird:
1. Stand der Planerfiillung
Bewertet wird nach dem Plan, wie er vom Betriebsleiter auf-
geschlisselt vorliegt. In gemeinsamer Absprache zwischen den
Meistern und dem Abteilungsiciter wird festgelegt, bis zu wel-
chem Tag die Abteilungen Liefertermin haben. Die Termine
mussen so festgelegt werden, daf Montage und Priiffeld bis
Monatsende ohne Uberstunden ihren Plan erfiillen kénnen.
Art der Bewertung
Bei Unter- oder Ubererfiillung werden die ors
sten 5%, je Prozent
mit 5 Punkten bewertet, 6-10'% je 10 Punkte, ab 11% mit
je 15 Punkten. Die Auswertung erfolgt bis zum 6. des folgen-
genden Monats durch den Betriebsleiter mit einem Meister des
Abschnittes und einem Meister des Meisteraktivs, der einem
Wie kamen wir zu unserer Auszeichnung?
anderen Abschnitt angehért. Rei Nichterfiillung dos Planes
wird vom Meister der Grund mit an yegeben, warum er den
Plan nicht erfiillen konnte. Dieser Cirund
leiter best&tigt werden
2. Die Pflege der Maschinen und Werkstatten
Die Bewertung erfolgt durch den Kolle.
Meisteraktiv. Der gute bi:
mul? vom Betriebs-
3on Berthold und das
; schiechte Zustand kann mit 15 Pi
iuS-
oder Minuspunkten bewertet werden
3. Die Senkung der Selbstkosten der Abteilung
ys rf ’ ] ’
Die GUrundlage dazu bilden dic Kostenstellen im Be triebsab-
rechnungsbogen. Die einzelnen Positionen werden gemeinsam
vom Betriebsleiter und den Meistern verteilt. Als Au
wertung wird derMonatsdurchschnitt des j
Uberschreitungen, dio durch grundlegende Verandc rungen be
dingt sind, werden vom Betriebsleiter im inverstGndnis mit
dem Werksleit r abgesetzt. F;
Dieselben Kollegon wie fiir Py
Monats
Jong der Be-
ahres19451 genommen
ir die Auswertung verantwortlich
unkt 1. Au: wertung bis 23. jedos
4. Die Anzahl der personlichen Konten, auf denen
im
Bewertungsmonat Eintragungen erfolgt sind
Jede Eintragung wird mit 5 Punkten bewertet. Dio Au vertung
erfolgt durch die Arbeitsdir: ktion.
5. Die nachweisbare Senkung der Unfille
Die Bewertung erfolat anhand der Statistik, wobei dic Anzahl
der Unfalle der A tellung im ersten Halbjahr 1959 die Grund-
lage bildet. Die Auswertung erfolgt durch den Sicherheit
ingenieur, Kollegen Schrader
G~-
Bewertung:
1% Senkung oder Steigerung der Unfalle = 10 Punkto plu:
oder minus.
6. Die Bildung und Durchfiihrung von Aktivistenschulen
auBerhalb der Arbeitszeit
Die Aktivistenschulen miisson als solche von der Arbeitsdirck-
tion anerkannt sein. Jede sich iiber cine ~tunde erstreckende
Ausbildung in der Aktivistenschule wird mit 5 Punkten bewertet
Besteht fiir die Aktivist nschulen eine Patenschaft durch Kollegen
er Meister die Aktivist nschule selbst
durch, so wird diese mit 10 | unkten bewertet.
| ’ : ; *
Auswertung in jedem Monat erfolgt durch die Arbeitsdirektion
der Intelligenz, oder fiihrt d
Beginn des Wettbewerbes: 1. August 1959
In der Erkenntnis. def die Erfiillung unseres
Fiinfjahrplanes eine weser tliche Hebung un-
; ;
seres Wohistandes bedeuk t, machten wir uns
Gedanken Jariiber, wie wir tatkraftig mit
=»
2 dazu helfen kénnen. Wir kame n zu dem Ent-
schlu?, da neben der Ubererfiillung der Norm
y auch eine gute O jalitatsarbeit und eine mi }
lichst groBe Mat rialeinsparung die Voraus-
os setzungen dazu schaffen. An dem Brigaden-
wettdbewerb vom 1. Oktober bis 31. Dezember
1952 nahmen wir unter fol jenden Bedingun-
gen teil: Die Norm mit 135% zu erfiillen.
eine ausschulfreie Arbeit zu lieforn und die
~elbstkosten um 8% zu senkon Am Ende
des Wettbewerbes hatten wir Igende
nis erzielt: Die Durchschnitt: normerfillung be-
trug 143'%. es wurde eine ausschulfrocic
Arbeit geliefert, und durch fre
S i r jeb-
iwillige Norm-
ad ' ;
erhdhungen. Verbesser ingsvorschl@ge und
Materialeinsparungen wurde eine Selbst-
t _
Kostensenkung von 13°, erreicht.
Dieses Ergebnis brachte uns den Titel . Brigade
der ausgezeichneten Qualitat*
7 ' ; s
Wir sind bestret t, in diesem Sinne weiter zu
h yroer< Erfol jJezu ¢ rreichen
'
ardeiten, um no
Brigade Haufe
d. J. euer . Sachs nwerk-Spiegel” nicht
3. Einverstanden? Das hofft eure Red aktion
3
MB
Declassification Authority: NND 57565
Urlaub in Ungarn
Wer schmiedet nicht schon weit vor der Uriaubs-
zeit seinen Ferienplan? Sehr verschieden sind
die Wiinsche und Anspriiche. Den einen zicht = 007 dem lutergang bewahren
es in die Berge, den anderen an die See. Dem
Gberwiegenden Teil unserer werktatigen Beval-
kerung ist heute Gelegenheit gegeben, durch den
Feriendienst unserer Gewerkschaft, den Urlaub
in einem schdnen Ferienheim verbringen zu Liebe Kolleginnen und Kollegen!
kénnen. Und warum ist dies méglich? Weil
habe, hat meine Erwartungen weit iibertroffe>
Im einzelnen auf alle Punkte der Zielsetzun
die Weuscdsheit und Entwicklung einzugehen oder Zahlen des
: Fiinfjahrplanes zu nennen, halte ich hier nicht
fir zweckma@Big. Im groBen und ganzen ge-
sehen, kann der Weg Ungarns ja kein anderer
und den \ Frieden erhalten! sein, als ihn alle idk allaleduendee
Lander beschreiten. In ihrem Kampf um die
Freiheit, wie beim Aufbau des Sozialismus,
wendet das ungarische Volk dic Erfahrungen
; der Sowjetunion an und erhdlt von ihr ge-
durch die grofen Erfolge unseres Wirtschafts- Ihe werdet euch erinnern, dab das Zentrale nau wie wir in der Deutschen Demokratischen Der Wettbewerb nach ee sagen Bedinguegen: iat unbedingt bei oder Minuspunkten bewertet werden
aufbaues in standig steigendem Mabe erheb- Friedenskomitee und die Abteilungsfriedens- Republik die weitgehendste Unterstiitzung. Meistern durchfiihrbar, die direkt fiir dic Produktion arbeiten. Einige 3- Die Senkung der Selbstkosten der Abteilung
liche Mittel fir das Erholungs- und Gesund- komitees unseres _Werkes am 1. Juli eine Unser Urlaubsziel war Balutonlelle. Dort, wo Schwierigkeiten bestehen fiir dic Bewertung des Punkt 1. in Meistercion Die Grundlage dazu bilden die Koste stelle Botriebeot
heitswesen bereitgestellt werden kinnen. Diese GruBadresse an die auBerordentliche Tagung —frither die Bourgeoisie ihre aus den Arbeitern wie: Werkzeugbau, Werkzeugmaschinenreparatur. Aber auch dort rechnun a Die cinzelne P ssi ‘ ania nine ca
Voraussetzung ist aber noch nicht fiir das oe gee yey eden Berlin gesandt herausgeschundenen Reichtiimer verpraBbte, wird es miéglich sein, durch dic Betriebs- oder Abteilungsleiter in vom Botricbsleiter ul don Mais en verteilt. Minhas madectie.
gesamtdeutsche Volk gegeben. Wahrend hier agent os - ei striebsfunk bekanntgege- erholen sich heute ungarische, tschechoslowa- Verbindung mit der Werksleitung das Soll wertmaBig festzulegen. wertung wird derMonatsdur hschnitt des take 61951 gens aon
bei uns in der DDR die Erfolge der Arbeiter en un SW. auf der Titelseite der Nr. 25 kische; rumGnische, bulgarisdhe und deutsche Natiirlich sind wir alle dor Uberzeugung, da die Erfahrungen, die OGieieca. at, tis durch sails wile Ve = , wiuente.
dem ganzen Volke zugute kommen, steckt in bche oe r “Spiegels am 11. Juli veriffent- Arbeiter. Sie verbringen dort gemeinsam ihren jetzt im Monat August bei diesem neuen Wettbewerb gesammelt dingt sind cava vom Betricbsleier sa Bhomenaseeckts ‘it
Westdeutschland noch die Ausbeuterklasse den re t worden. Urlaub und tauschen ihre Gedanken aus. Balu- werden, die Grundlage bilden, um schon im September weitere Vor- dem Werksleiter abgesetzt Far I tsa t . sa cule.
Gewinn in ihre Taschen. Mit Stolz und Freude kénnen wir euch heute tonlelle ist ein kleiner Kurort am Plattensec. besserungen durchzufiihren. Piasditan ie th z atti fig P ney re ier mie hare ee
Selbst die Méglichkeit, seinen Urlaub jenseits _—mitteilen, daB der Weltfriedensrat auf die —_Herrlich gelegen und geradezu ideal, um Wir freuen uns, da sich dj Meiste d fanalichon Gdmeiee: Sccuas en Rovegen wie tir Funkt 1. Auswertung bis 23. jedes
der Zonengrenzen verleben zu kénnen, ist durch GruBadresse unseres Friedenskomitees geant- — sich zu erholen. Dort verbrachten wir wunder- keiten nicht pst ae ~ , 2 uaisin ho oe ona i Schwierig - ——
die Spaltung Deutschiands unméglich. Und _ wortet hat in einem Schreiben, das vom mungen leben, sondern mit gutem Beispiel in der
schéne Tage mit ungarischen und tschechoslo- W : aki ——_ 4. Die Anzahl der personlichen Konten, auf denen im
wer hatte nicht das Verlangen, auch dort wieder Generalsekretar Jean Laffitte unterzeichnet wakischen Freunden. Taglich wurde es uns — “eene gung in unserem Werk vorangehen. Wir winechen wertungsmonat Eintragungen erfolgt sind
einmal seinen Urlaub zu verbringen? ist, welches wie folgt lautet: ONg*
klarer, was es heiBt, internationale Solidaritat Jede Eintragung wird mit 5 P kten bewertet. Die A
hg / ; sos Nachfolgend geben wir gleichzeit fiir alle Kollegen die Wettbow b 5 as ae ee
Meine Freude war darum riesengroB. als ich Auflererdeatiiche Te Berlin 1. bis 5. Juli 195g 74 ~Uben und Freunde zu besitzen, die iiber b , 9 g! °g SV emOaWOrOS- erfolgt durch die Arbeitsdircktion,
am 8. Juni 1952 vom Bundesvorstand des - gung int. bis 5. Juli edingungen bekannt, nach denen jetzt der Meisterwettbewerb durch-
die Grenzen des eigenen Landes hinausgehen. ts ; : »
FDGB, Feriendienststelle. die Mitteilung erhielt, -Liebe Freunde! , Tschechoslowakische Freunde sagten: ,,Schaut gefiihrt wird. Ronneburger 5- Die nachweisbare Senkung der Unfille
daB auf Einladung der ungarischen Gewerk- Eure Botschaft ist uns zugestellt worden, Die Bewertung erfolgt anhand der Statistik, wobei die Anzahl
aad E Wa nicht in euren Riicken, dort stehon Freunde, v
schaften cm 14. Juni 1952 im Rahmen des und ——_ ewegt von re wl linschen die euch immer helfen werden, wenn es not- der Unfalle der Abteilung im ersten Halbjahr 1952 die Grund-
internationalen Urlaubsaustausches eine lar das selingen unserer Arbeit, von den lage bildet. Die Auswertung erfolgt durch den Sicherheits-
’
{ femeinsam werden wir
Unsere Meister haben sich nicht entmutigen lassen. Wenn auch dic
Auswertung auf Grund zu vieler Bedingungen beim Meisterwetthewerb
bisher Schwierigkeiten machte, so wurde doch lang und ausgiebig
diskutiert, um neue Wettbewerbsbedingungen fiir die Meister auszu-
arbeiten, die eine Bewertung leicht und exakt gestatten
. ‘ 2. Die Pfi i a
Zum ,.Tag des Meisters’ am 2. August 1952 wurden die neuen ese der Maschinen und Werkstiitten
Bedingungen einstimmig angenommen und damit beschlossen, ab Die Bewertung erfolgt durch den Kollegen Berthold und das
1. August den Wettbewerb durchzufiihren. Meisteraktiv. Der gute bis schiechte Zustand kann mit 15 Plus-
anderen Abschnitt angehért. Bei Nichterfiillung des Planes
wird vom Meister der Grund mit angegeben, warum er den
Plan nicht erfiillen konnte. Dieser Grund mu8 vom Betriebs-
leiter best&tigt werden.
uswertung
oda Meisterwettbewerb
‘ Verpflichtungen, die thr zur Verteidigung =
Urlaubsdelegation nach der Volksrepublik
des Fridllens Ghernomsnen fais o allen aon P= Shr Bewertet wird: ingenieur, Kollegen Schrader.
, ; : ungen zeigte sich die briiderliche Verbunden- ™ ‘
rersigl aigge pa ele na ey se ——- gee - aus a hei seshadhen den ungarischen, den tschecho- 1. Stand der Planerfiillung iy sd i al |
| der Spaltung nicht maglich ist, ist mighich mit eutschhland an die ufserordentliche slowakischen und deutschen Urlaubern. Wir Bewertet wird nach dem Plan, wie er vom Betriebsieiter auf- ze enkung oder Steigerung der Unfalle = 10 Punkte plus
° Landern, die von dem deutschen Faschismus Tagung des Weltfriedensrates gelangen, haben uns intensiv ber gemeinsame Fragen geschliisselt vorliegt. In gemeinsamer Absprache zwischen den sill
schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Und ae = —- Bg Volos fon = der Produktion unterhalten, und hier machte Meistern und dem Abteilungsleiter wird festgelegt, bis zuwel- 6. Die Bildung und Durchfiihrung von Aktivistenschulen
warum wurde dies maglich? 8 ig > ia a omes jar Gen ith dio mich eche beeindruckende Feststellung, chem Tag die Abteilungen Liefertermin haben. Die Termine auBerhalb der Arbeitszeit
Weil seit 1945 die deutsche Arbeiterklasse in volle Exiatioen gfit un “* ~—_ da das ungarische Volk die Erfolge seince
freundschaftlichen und briiderlichen Bezio-
hungen zur internationalen Arbeiterklasse.
insbesondere aber mit der Sowjetunion und
den volksdemokratischen Landern, lebt.
Der Urlaubsaustausch ist ein wahrer Ausdruck
des proletarischen Internationalismus. Ge-
meinsam kampfen die Vélker unter der Fiih-
rung der groBen Sowjetunion um den Frieden,
gemeinsam schreiten sie von Erfolg zu Erfolg
und verbringen gemeinsam ihren Urlaub.
GroB ist das Vertrauen der internationalen
Arbeiterklasse, gro8 ist darum unsere Ver-
miussen so festgelegt werden, daf Montage und Priiffeld bis
Monatsende ohne Uberstunden ihren Plan erfiillen kénnen.
Art der Bewertung
Wir sind sicher, da Ihr dem verstarkten Rentgrneg ist ion b oo
ee * P — f = yoo der schwierigen Verhaltnissen anfangen muBten,
rde vorbenhaltlos Cure aktive Unterstiit- . ; # .
zung geben werdet, so daft die Beschliisse ihre Wirtschaft aufzubauen. Bei unseren Un
des Weltfriedensrates dem ganzen deut-
schen Volk zur Kenntnis gebradht und in Compe na dus yt med hope igs
Eurem schénen Lande lebendig werden. im Vordergrund
Gemeinsam werden wir die Mensdtheit Was zeigt uns dius? a n Kampf
Fri iy oe bewahren und den als den ihrigen betrachten und in uns cin
one eee om den Weltfried groBes Vertrauen setzen. An uns allen liegt
arden Weltfriedensrat es, jetzt noch fester zuzufassen. Wenn in Un-
Die Aktivistenschulen miissen als solche von der Arbeitsdirek-
tion anerkannt sein. Jede sich tiber eine Stunde erstreckende
Ausbildung in der Aktivistenschule wird mit 5 Punkten bewertet.
Bei Unter- oder Ubererfiillung werden die ersten 5% je Prozent Besteht fur die Aktivistenschulen eine Patenschaft durch Kollegen
der Intelligenz. oder fiihrt der Meister die Aktivistenschule selbst
durch, so wird diese mit 10 Punkten bewertet.
Auswertung in jedem Monat erfolgt durch die Arbeitsdirektion.
Beginn des Wettbewerbes: {. August 1959
terhaltungen steht immer und inuner mtede, mit 5 Punkten bewertet, 6-10% je 10 Punkte, ab 11% mit
je 15 Punkten. Die Auswertung erfolgt bis zum 6. des folgen-
genden Monats durch den Betriebsleiter mit einem Meister des
Abschnittes und einem Meister des Meisteraktivs, der einem
|
:
;
|
pflichtung. Das ungarische Volk, vor 1945 von
den ungarischen Kapitalisten und Grogrund-
besitzern ausgebeutet, von den auslandischen
Imperialisten an seiner selbstandigen natio-
nalen Entwicklung gehindert und bewuft in
Unwissenheit gehalten. wurde im Zuge des
Krieges gegen die Vernichtung des Faschismus
durch die heldenhaft kampfende Sowjetunicn
und durch die eigene freiheitliche Bewegung
vom Faschismus befreit.
Die Arbeiterklasse und die Bauern befreiten
sich nicht nur vom Faschismus. sondern auch
von ihren eigenen Kapitalisten und Ausbeutern.
Darin, liebe Kollegen, ist die groBe Kraft zu
sehen, die das ungarische Volk aufbringt fiir
den Aufbau seiner Heimat. Es hat das Land
aus einem zuriickgebliebenen Agrarland in
ein modernes Industrieland verwandelt.
Alle Werkt&tigen haben die Schmach der
Unterdriickung und Ausbeutung zu spiren
bekommen, deshalb sind sie jetzt gliicklich Gber
ihre jetzige Freiheit und die Entwicklung zum
Sozialismus.
In der ungarischen Volksdemokratie iibt die
Arbeiterklasse die Diktatur des Proletoriats
aus und baut den Sozialismus auf. Die alten
Formen der Herrschaft sind verschwunden. Fs
gibt bei ihnen keine Ausbeutung mehr. Uberall
sieht man neue. groBe und moderne Betriebe
2
jean Laffitte
Generalsekretar”
Kolleginnen und Kollegen!
Der Weltfriedensrat hat beschlossen, zum
5. Dezember 1952 einen groBen Kongre8 der
Volker fiir den Frieden nach Wien einzube-
rufen. Die Rolle, die dieser KongreB fiir dic
Rettung des Friedens spielen wird, die Frage
seines Erfolges oder MiGerfolges, wird von der
Arbeit der Friedensbewegung aller Lander in
den nachsten Monaten abhangen. Das be-
deutet. daB auch wir deutschen Patrioten, die
um den Frieden ringen, eine gewaltige Ver-
antwortung tragen. Der Frieden kann gerettet
werden - der Frieden mu gerettet werden!
Das Zentrale Betriebsfriedenskomitec
entstehen. Jetzt arbeitet das ungarische Volk
an der Erfillung des 1950 begonnenen
Finfjahrplanes. Wie bei uns ist in Ungarn das
Jahr 1952 das Jahr der Investition und des
Aufbaus. Erst nachdem die Investitionen in
der Schwerindustrie richtig angewendet sind,
wird der Aufbau der Leichtindustrie und der
Bedarfsindustrie leichter und schneliler von-
statten gehen.
Das, was ich wahrend meines Urlaubes in
Ungarn gesehen und in Erfahrung gebracht
Declassification Authority: NND 57565
garn und den anderen volksdemokratischen
Landern schon eher die Voraussetzungen zum
Aufbau des Sozialismus gegeben waren, ist
es jetzt am historischen Wendepunkt einer
neuen Epoche in Deutschland, wenn auch nur
vorerst in einem Teil, der DDR, jedes ein-
zelnen Pflicht, sich mit aller Kraft dafir ein-
zusetzen, den Beschlu8 der Il. Parteikonferenz
der SED, der fiihrenden Partei der deutschen
Arbeiterklasse, miglichst schnell in die Tat
umzusetzen. Sinnlos waren aber alle An-
strengungen, wenn wir unsere bisher erarbei-
teten Erfolge durch Sorglosigkeit leichtfertig
aufs Spiel setzen wiirden.
Wenn uns die Sowjetunion. wie alle volks-
demokratischen Lander in jeder Beziehung
Unterstiitzung beim Aufbau gegeben haben
und weiter noch in verstarktem MaBe beim
Aufbau des Sozialismus helfen werden, miis-
sen wir zur Sicherung und Verteidigung der
Heimat gegen die GuBeren Feinde, zum
Kampf gegen den Imperialismus, selbst et-
was beitragen.
Durch Schaffung nationaler Streitkrafte ge-
ben wir nicht nur uns den Schutz, sondern
tragen mit dazu bei. das Weltfriedenslager
zu starken und das in uns gesetzte Vertrauen
unserer Freunde zu erhdhe und zu recht-
fertigen. Gemeinsam mit ihnen werden wir
den Sieg erringen. Ernst Friebel, Af
Mit Recht wart ihr ungehalten dariiber, liebe Kollegen, da in der Woche vom 91.
erschien. Heute geben wir'als teilweise Entschadigung dafiir die Nr. 28 mit 19 Seiten hera
L
M @+
In der Erkenntnis, da dic Erfiillung unseres
Finfjahrplanes eine wesentliche Hebung un-
seres Wohlstandes bedeutet, machten wir uns
Gedanken dariiber, wie wir tatkraftig mit
dazu helfen kénnen. Wir kamen zu dem Ent-
schlu?, daB neben der Ubererfiillung der Norm
auch eine gute Qualitatsarbeit und eine még-
lichst grofe Materialeinsparung die Voraus-
setzungen dazu schaffen. An dem Brigaden-
wettbewerb vom 1. Oktober bis 31. Dezember
1952 nahmen wir unter folgenden Bedingun-
gen teil: Die Norm mit 135% zu erfiillen,
eine ausschuPfreie Arbeit zu liefern und dic
Selbstkosten um 8% zu senken. Am Ende
des Wettbewerbes hatten wir folgendes Ergeb-
nis erzielt: Die Durchschnittsnormerfiillung be-
trug 143%. es wurde eine ausschulfrcic
Arbeit geliefert, und durch freiwillige Norm-
erhdhungen, Verbesserungsvorschlage und
Materialeinsparungen wurde eine Selbst-
kostensenkung von 13 °%, erreicht.
Dieses Ergebnis brachte uns den Titel -Brigade
der ausgezeichneten Qualitat’.
Wir sind bestrebt, in diesom Sinne weiter zu
arbeiten, um noch gréRere Erfolgezu erreichen.
Brigade Haufe
bis 27. Juli d. J. euer - Sachsenwerk-Spiegel” nicht
us. Einverstanden? Das hofft
eure Red aktion
3
8. August 1952 Jahrgang 3 Nr. 28 — 5 Pf.
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CesT Ate
,
\ Q's Betriebszeitung der Belegschatt des Sachsenwerkes. Niedersedlits
‘ Herausgegeben von der SED-Betriebsparteiorganisation
Jeder Tag bis zum 15. August — ein Kampftag der Jugend
zur Starkung der Reihen unserer Volkspolizei!
™
Jugendfreund Armin Pilz
im Ehrenkleid der Volkspolizei
Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
liebe Jugendfreunde!
Drei Wochen sind jetzt vergangen, seitdem
ich meinen Platz in der Produktion mit dem
Ehrendienst in der deu'schen Volkspolizei ver-
tauscht habe. In der Zwischenzeit habe ich
eine ganze Menge neue Eindriicke gesammelt,
die ich euch auf diesem Wege kurz einmal
schildern méchte. Der erste Weg. den ich zu
meinem ersten Wochenendurlaub ging, war
natiirlich ins Sachsenwerk Niedersedlitz; denn
alle Kameraden, die mit mir bei der Volks-
polizei sind, interessieren sich auch weiterhin
sehr stark fiir die Erfolge, aber auch fir die
Sorgen und Néte der Kollegen aus ihren Be-
trieben.
Als ich diesen Schritt unternahm, hatte ich
noch keine klare Vorstellung. wie der Dienst
in der Volkspolizei eigentlich sein kénnte.
Unter dieser Losung trat am 4. August die ZBGL unseres Betriebes zusammen, um
zu beraten, wie wir in unserem Werk den Wettbewerb um die Stalin- und Wilhelms
Pieck-Banner verbessern kénnen. Ziel dieses Wetthbewerbes ist, wie euch allen schon
bekannt sein wird: Die Starkung unserer Volkspolizei, das heift also, das wir den Be-
schluf des IV. Parlaments in Leipzig, in dem es heift: Die FD] dbernimmt die Patenschaft
tiber die Volkspolizei, verwirklihen. Vor uns steht also jetzt die Aufgabe, in verstarktem
Matlie Jugendfreunde zum Ehrendienst in der deutschen Volkspolizei zu gewinnen, um
somit auch zu erreichen, dah} unser Werk, das im Wettbewerb bei der letzten Auswer-
tung an 5. Stelle stand, den ersten Platz bei der Erfallung einer der grdften nationalen
Aufgaben einnimmt. Zur besseren Durchfithrung dieses Wetthewerbes wurde nun folgen-
der BeschluB gefalit:
. Unser Betriebsfunk wird taglich Gber den Stand des Wetthewerbes berichten.
. Unsere Betriebszeitung wird wochentlih die Auswertung verdffentlichen, in der
die jeweils besten Gruppen genannt werden.
. Es wird beim Haupteingang eine Wetbewerbstafel angebracht, an der ebenfalls
der jeweilige Stand der Werbung ru erkennen ist.
. Es wird ein Zelt als Wanderpreis gestiftet, welches gleichzeitig mit unserer Wander-
fahne, die zur Zeit in der Gruppe VP-F ihren ,,Ruheplatz” hat, der jeweils
besten Gruppe in der Woche dberreicht wird.
Das Zelt bleibt Eigentum der Gruppe, die am Ende des Wettbewerbes Sieger ist.
Die ZBGL des Sachsenwerkes Niedersedlitz ruft deshalb alle FDJier des Betriebes auf:
Kampft mit uns verstarkt um die erste Stelle im grofen Wetthewerb, um die Banner mit
dem Bild des geliebten Stalin und unseres Prasidenten Wilhelm Pieck!
Vorw4rts im Kampf um die Erfallung der Beschliisse des IV. Parlaments, damit auch
uns am 16, und 17. August, am Tag der jungen Friedenskampfer, in Halle ein Wilhelm-
Piek-Banner tberreicht wird.
Aber ich kann euch verraten, da ich sehr
angenehm iiberrascht war iiber das Verhaltnis
zwischen unseren Vorgesetzten und uns ,,Neu-
lingen”. Es dauerte zwar eine gewisse Zeit,
bis ich mich eingelebt hatte, aber schon nach
kurzer Zeit konnte ich feststellen, da zwischen
allen VP-Angehdrigen ein gutes kamerad-
schaftliches Verhaltnis besteht. Ich habe selbst
miterlebt, daB zwischen der friiheren faschi-
stischen Armee und unseren heutigen natio-
nalen Streitkraften gar kein Vergleich gezogen
werden kann. In unseren Reihen stehen gute
bewuBPte Freunde, die ihre hohe Verantwortung
gegeniiber dem deutschen Volke kennen.
Der Dienstablauf geht bei uns ganz plan-
maBig vor sich und die vorgesehenen Pausen
werden piinktllich eingehalten, ganz gleich, ob
wir nun gerade im Gelande sind oder Unter-
richht haben. Auch der alte Drill, der bisher
immer ,.den besten Soldaten der Welt’ er-
zogen hat, steht bei uns iiberhaupt nicht auf
der Tagesordnung. AuBerdem sieht uns noch
geniigend Zeit zur Verfiigung, die wir uns
Freundschaft!
ZBGL i. A. Hirche
nach unseren eigenen Wiinschen und Bediirf-
nissen gestalten kénnen. Zum Beispiel habe
ich mich damit beschGftigt, in meiner Freizeit
die Gegend und die Menschen kennenzulernen
und tichtig Sport zu treiben.
Nun liebe Freunde, Kolleginnen und Kollegen,
will ich mich in der Hoffnung, da® ihr aus
meinem kurzen Bericht das herausgenommen
habt, was euch interessiert, verabschieden.
Ich hoffe. daB noch recht viele Freunde aus
dem Sachsenwerk Niedersedlitz meinem Bei-
spiel folgen und den Ehrendienst in der
deutschen Volkspolizei antreten.
»Erhéht die Kampfbereitschaft zur
Verteidigung der Heimat und zum
Schutze unserer demokratischen Er-
rungenschaften.
Vorwarts zum Aufbau des Sozialismus!
Freundschaft!
Armin Pilz
Declassification Authority: NND 57565
8. August 1952 Jahrgang 3 Nr. 28 — 5 Pf.
nooog -
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ecco eecce Sha s4ti
5 Sess tect
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V4, “CLE
*fe.
C4etie
0
Betriebszeitung der Belegschatt des Sachsenwerkes, Niedersedlity
Herausgegeben von der SED-Betriebsparteiorganisation
Jeder Tag bis zum 15. August — ein Kampftag der Jugend
zur Starkung der Reihen unserer Volkspolizei!
ae Unter dieser Losung trat am 4. August die ZBGL unseres Betriebes zusammen, um
zu beraten, wie wir in unserem Werk den Wettbewerb um die Stalin- und Wilhelms
Pieck-Banner verbessern kénnen. Ziel dieses Wettbewerbes ist, wie euch allen schon
bekannt sein wird: Die Starkung unserer Volkspolizei, das heift also, dal wir den Be-
schluf des IV. Parliaments in Leipzig, in dem es heift: Die FD] abernimmt die Patenschaft
tiber die Volkspolizei, verwirklidhhen. Vor uns steht also jetzt die Aufgabe, in verstarktem
Mate Jugendfreunde zum Ehrendienst in der deutschen Volkspolizei zu gewinnen, um
somit auch zu erreichen, da} unser Werk, das im Wettbewerb bei der letzten Auswer-
tung an 5. Stelle stand, den ersten Platz bei der Erfallung einer der grdften nationalen
Aufgaben einnimmt. Zur besseren Durchfithrung dieses Wetthewerbes wurde nun folgen-
der BeschluB gefabt:
. Unser Betriebsfunk wird taglidh Gber den Stand des Wettbewerbes berichten.
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:
Jugendfreund Armin Pilz
im Ehrenkleid der Volkspolizei
Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
liebe Jugendfreunde!
Drei Wochen sind jetzt vergangen, seitdem
ich meinen Platz in der Produktion mit dem
Ehrendienst in der deu'schen Volkspolizei ver-
tauscht habe. In der Zwischenzeit habe ich
eine ganze Menge neue Eindriike gesammelt,
die ich euch auf diesem Wege kurz einmal
schildern méchte. Der erste Weg, den ich zu
meinem ersten Wochenendurlaub ging, war
natiirlich ins Sachsenwerk Niedersedlitz; denn
alle Kameraden, die mit mir bei der Volks-
polizei sind, interessieren sich auch weiterhin
sehr stark fiir die Erfolge, aber auch fiir die
Sorgen und Néte der Kollegen aus ihren Be-
trieben.
Als ich diesen Schritt unternchm, hatte ich
noch keine klare Vorstellung, wie der Dienst
in der Volkspolizei eigentlich sein kénnte.
. Unsere Betriebszeitung wird wochentlih die Auswertung verdffentlichen, in der
die jeweils besten Gruppen genannt werden.
. Es wird beim Haupteingang eine Wettbewerbstafel angebracht, an der ebenfalls
der jeweilige Stand der Werbung zu erkennen ist.
. Es wird ein Zelt als Wanderpreis gestiftet, welches gleichzeitig mit unserer Wander-
fahne, die zur Zeit in der Gruppe VP-F ihren ,,Ruheplatz” hat, der jeweils
besten Gruppe in der Woche Gberreicht wird.
Das Zelt bleibt Eigentum der Gruppe, die am Ende des Wettbewerbes Sieger ist.
Die ZBGL des Sachsenwerkes Niedersedlitz ruft deshalb alle FDJier des Betriebes auf:
Kampft mit uns verstarkt um die erste Stelle im grofen Wetthewerb, um die Banner mit
dem Bild des geliebten Stalin und unseres Prasidenten Wilhelm Pieck!
Vorw4rts im Kampf um die Erfallung der Beschlisse des IV. Parlaments, damit auch
uns am 16. und 17. August, am Tag der jungen Friedenskampfer, in Halle ein Wilhelm-
Piek-Banner tberreicht wird.
Aber ich kann euch verraten, da ich sehr
angenehm iiberrascht war iiber das Verhaltnis
zwischen unseren Vorgesetzten und uns ,,Neu-
lingen”. Es dauerte zwar eine gewisse Zeit,
bis ich mich eingelebt hatte, aber schon nach
kurzer Zeit konnte ich feststellen, da zwischen
allen VP-Angehédrigen ein gutes kamerad-
schaftliches Verhaltnis besteht. Ich habe selbst
miterlebt, daB zwischen der friiheren faschi-
stischen Armee und unseren heutigen natio-
nalen Streitkraften gar kein Vergleich gezogen
werden kann. In unseren Reihen stehen gute
bewuBte Freunde. die ihre hohe Verantwortung
gegeniiber dem deutschen Volke kennen.
Der Dienstablauf geht bei uns ganz plan-
maBig vor sich und die vorgesehenen Pausen
werden pinktllich eingehalten, ganz gleich, ob
wir nun gerade im Gelande sind oder Unter-
richht haben. Auch der alte Drill, der bisher
immer ,,den besten Soldaten der Welt’’ er-
zogen hat, steht bei uns iberhaupt nicht auf
der Tagesordnung. AuBerdem steht uns noch
geniigend Zeit zur Verfiigung, die wir uns
Freundschaft!
ZBGL i. A. Hirche
nach unseren eigenen Wiinschen und Bediirf-
nissen gestalten kénnen. Zum Beispiel habe
ich mich damit beschGftigt, in meiner Freizeit
die Gegend und die Menschen kennenzulernen
und tiichtig Sport zu treiben.
Nun liebe Freunde, Kolleginnen und Kollegen,
will ich mich in der Hoffnung, da® ihr aus
meinem kurzen Bericht das herausgenommen
habt, was euch interessiert, verabschieden.
Ich hoffe. daB noch recht viele Freunde aus
dem Sachsenwerk Niedersedlitz meinem Bei-
spiel folgen und den Ehrendienst in der
deutschen Volkspolizei antreten.
wEthéht die Kampfbereitschaft zur
Verteidigung der Heimat und zum
Schutze unserer demokratischen Er-
rungenschaften.
Vorwarts zum Aufbau des Sozialismus!
Freundschaft!
Armin Pilz
Declassification Authority: NND 57565
Wir sind bereit!
Wir stehen an einem wichtigen Abschnitt der
Weltfriedensfront, und wir werden unsere Auf-
gabe nur erfiillen, wenn wir den Kriegstreibern
nicht nur mit einem klaren unmiverstandlichen
.. Nein’ antworten, sondern alles tun, um unsere
Bereitschaft zur kampferischen Verteidigung
Jes Friedens zu verstarken. Die Erfolge unserer
Arbeit in der DDR gaben den Friedenskampfern
in allen Teilen unseres Vaterlandes starkende
Beispiele fiir den gemeinsamen Kampf um
Frieden, Demokratie und nationale Unab-
hGngigkeit
Wir sind bereit, mit aller Entschiedenheit und
Begeisterung an der Seite der unerschiitter-
lichen und ma&chtigen Sowjetunion, der fiihren-
den Kraft im Lager des Friedens, an der Seite
des neuen China und aller anderen Volksde-
mokratien, an der Seite der Friedenskampfer
aller Kontinente, die Errungenschaften der
Deutschen Demokratischen Republik, den
Frieden in Europa und in der Welt zu vertei-
digen.
Unter diesem grofen Gedanken steht dic
Sportbewegung in der Deutschen Demokra-
tischen Republik. Die demokratische Sport-
bewegung wuchs an und erhielt durch die
Griindung der DDR Maéglich<eiten und Per-
spektiven wie nie zuvor in Deutschland. Das
kommt iiberzeugend in dem Gesetz iiber die
Teilnahme der Jugend am Aufbau der Deut-
schen Demokratischen Republik zum Ausdruck.
Jeder Sportler kann mit Vertrauen auf die
Regierung der Deutschen Demokratischen
Republik blicken, sie ist eine Regierung des
Volkes, weil sie alle Voraussetzungen fiir eine
gute Ausbildung in Schule und Beruf besitzt
Fiir eine gesicherte Zukunft der jungen Men-
schen, fiir ein Leben in Frieden, Wohlstand
und Freundschaft sorgt unsere Regierung, in-
dem sie sich auf die Erfolge der Arbeit unserer
Aktivisten, die Erfolgefriedlichen Aufbausstiitzt.
Sie sind das Ergebnis einer gesellschaftlichen
Ordnung, in der das Volk regiert und nicht
imperialistische Herren.
Die demokratische Sportbewegung sieht ihr
Ziel darin, alle Menschen zu gesunden, kraf-
tigen und patriotischen Kampfern, die bereit
sind zur Arbeit und zur Verteidigung des Frie-
dens, zu erziehen. Das ist auch der Sinn des
Sportleistungsabzeichens, von der deutschen
demokratischen Sportbewegung geschaffen,
fiir jeden, der die Bedingungen des Sport-
leistungsabzeichens erfillt.
Innerhalb unseres Betriebsberufsschulunter-
richtes ist seit 1.MGrz1952 der obligatorische
Sportunterricht eingefiihrt. Damit wurde die
Liicke der einseitigen Ausbildung geschlossen.
Der erste Erfolg dieser sportlichen und kérper-
lichen Ertiichtigung stellte sich am Sonnabend,
dem 14. Juni 1952, beim ersten Sportfest der
Dresdner Berufsschulen ein.
Im Volleyball konnte unsere Mannschaft bis
ins Endspiel verstoBen, unterlag aber leider
der hervorragenden Kollektivieistung einer
griechischen Mannschaft. Im Einzelwettbewerb
iber 1000m konnte der Lehrling Willy Lutzen
in seiner Staffel wohl den 1. Platz belegen,
aber leider langte die gute Zeit von 3:02 Se-
kunden in der Gesamtwertung nur fiir einen
3. Platz; der Lehrling Eberhard Arnold hin-
gegen konnte sich in der Gesamtwertung den
2. Platz in der hervorragenden Zeit von 2:55
Sekunden erkampfen. Die 4 x 100-m-Staffel
wurde ebenfalls von Lutzen, Arnold, Fliglein
und Petzold gewonnen, aber auch hier muB-
ten wir in der Gesamtwertung den 1. Platz den
um eine Sekunde schnelleren griechischen
Freunden iiberlassen und uns mit dem @. Platz
abfinden.
Wer hat Interesse, an einem
KURSUS FUR ELEKTROKARREN FAHRER
teilzunehmen mit dem Ziel, die Fahrerlaubnis Klasse 4 zu erwerben?
Meldungen an Kollegen Richter, Abt (Ruf 209).
Diese erste Probe war somit der erste sporiliche
Erfolg fir unsere Betriebsberufsschule. Die
gesammelten Erfahrungen dieser Veranstal-
tung gilt es nun auszuwerten, um bei fol-
genden Vergleichskampfen mit noch besseren
Ergebnissen aufwarten zu kénnen
Sport frei!
Seffner S ortlehrer
Pp
Hier meldet sich
der Handbalisport der BSG
Wir rufen alle aktivan Handballsportlerinnen
und -sportler und alle diejenigen Interessenten,
weidie das Handbalispiel! erlernen wollen, hier-
mit auf.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, betreibt
in eurer Betriebssportgemeinschaft den
schénen Handballsport!
Kommt alle zu unseren Trainingsaben-
den jeden Dienstag von 16,30 bis 20 Uhr
auf unseren Werkplatz.
Dort steht euch in eurem Sportfreund
Rudi Giebe ein erfahrener Sportfreund
und guter Trainer zur Verfiigung,
Diese Worte sind vor allen Dingen an unsere
Médels und Jungen der Abteilung Lw. gerich-
tet, um eine Frauen- und Jugendmannschaft
wieder spielstark fiir die kommenden Punkt-
spiele melden zu kénnen.
Die Sportlerinnen und Sportler der Deutschen
Demokratischen Republik verfolgen das Ziel,
das ein jeder begreifen soll, da der Breiten-
sport ein Weg zum Erfolg ist im Kampf um
die Einheit Deutschlands und Erfiillung unseres
Fiinfjahrplanes.
Liebe Sportfreunde, nun zeigt euch wiirdig,
da8 ihr zu eurer BSG haltet und kommt zu
ungeren Trainingsabenden, um dort alles
Nahere zu erfahren. Es wird auch jedem
Gelegenheit gegeben, beim Training
sich die Vorbedingungen fiir den Er-
werb des Sportleistungsabzeichens zu
schaffen.
Sport frei!
BSG-Leitung . Motor”
Willer
Rudolf Giebe
Trainer
»Muddelkolonne!”
Diesen Titel gab uns Montagemeister Winkler.
Wir sind der Meinung, daf sich Kollege
Winkler seine Worte besser dberlegen soll.
Worte in dieser Art dienen bestimmt nicht
der Hebung der Arbeitsproduktivitat. Jeder von
uns Kontrolleuren gibt sein bestes und ist
bemiht, die Qualitat standig zu verbessern.
Als Arbeiter sind wir fiir jede helfende Kritik
dankbar: nur dadurch werden wir alle unsere
Arbeit verbessern kénnen. Kollege Winkler, es
ist nicht das erste Mal, daf Arbeiter dir helfen
wollen. Wir wissen, du bist ein sehr guter
Facharbeiter, doch dein Umgang mit den Ar-
beitern 1a2t zu wiinschen iibrig. Uberpriife
auch einmal die Stimmung deiner dir anver-
trauten Arbeiter. Lerne von deiner Umge-
bung, studiere die Literatur deiner Partei,
orbeite an dir selbst und viel Arger wird dir
einmal erspart bleiben
Brigade Bohm. Mfc Il
Was sagt ihr dazu,
Kollegen aus dem Mfc-Priiffeld?
Am 1. 7. 52 muB®te ich folgendes am Tele
fon héren: Ich wahle dio Nummer 392 Mfc-
Priiffeld und verlange héflich den Kollegen
Hellmuth. Ein Kollege erklart mir in héchst
unangenehmem Ton, daB der bewuBte Kollege
nicht da sei. Auf mein Befragen wird mir er
klart, daff er 14 Uhr kame. Auf meine Bitte,
dem Kollegen etwas auszurichten, wird mir
geantwortet, nein, dazu habe er keine Zeit
Das tat mir leid; da es sich um eine widhtige
Sache handelte, dachte ich, gehst gleich mal
nach Mfc und siehst dir den Kollegen mal an
der keine Zeit hat. einem anderen Kollegen
eine Gefalligkeit zu erweisen. Und was muBte
ich dprt erleben ? Ungefahr 8 Kollegen sitzen
gemiitlich beieinander, sogar auf Tischen, und
fihren eine ziemlich angeregte Unterhaltung
Als ich mich pun nach dem Kollegen erkun-
dige, der meinen Anruf abgenommen hat,
will erst keiner etwos davon wissen. Schlief-
lich bekam ich den Kollegen dann doch zu
sehen. Nebenbei bemerkt waren es alles junge
Leute, und ich muBte feststellen, daB bei ihnen
der Anstand viel zu wiinschen ibrig la8t. Das
zeigte sich in dem Benehmen, das sie an den
Tag legten. Ich wiirde mich schamen, einer
Kollegin solche Antworten zu geben, wie ich
es im Priffeid Mfc erfahren muBte. Vielleicht
GuBern sich diese Kollegen einmal im nachsten
SW-Spiegel. Lieselotte Buhn, Afl
Zehn Akkordeons
soliten gekauft werden
Seit reichlich 2 Jahren bin ich bei der Akkor-
deongruppe des Kapellmeisters Voigt gemel-
det, konnte aber an den Ubungsstunden noch
nicht teilnehmen, da ich kein Instrument besitze.
Im Betriebskollektivvertrag 1951 verpflichtete
sich die BGL, 10 Akkordeons zu kaufen. Wann
wird sie dieses Versprechen einlésen?
Miller, Wk
Viele Sachsenwerker,
die mit ihrem Fahrrad zur Arbeit kommen.
sind mit Recht ungehalten dariiber, da® sie
ihr Stahlro8 nicht im Fahrradstander unter-
stellen kénnen. Wie uns die Kollegen von der
Radwache erklarten, liegt das nun nicht etwa
daran, daB wir zu wenig Fahrradstande hat-
ten, sondern daran, da einige Kollegen
{etwa 35) schon seit langem nicht mehr mit
dem Rade kommen, ihre rote Karte mit der
Standnummer aber immer noch behalten, so
da diese Stande also fiir sie freigehalten
bleiben. Gewi8 haben sich diese Kollegen
bisher nicht iberlegt, was das fiir die anderen
fiir unangenehme Folgen hat. Es wird nun
aber erwartet, da die Kollegen, die nicht
mehr die Absicht haben, den Fahrradstand
zu beniitzen, médglichst umgehend ihre roten
Karten in der Abteilung Abt bei Koll. Wunder-
lich abgeben. Die Redaktion
—
Erscheint mite Lizenz des Amtes fiir Information
der Deutschen Demokratischen Republik. Heraus-
gebder: SED Betriebsparteiorganisation des Sach-
senwerkes Niedersedlicz. Redaktion: Grell, Hir-
che, Pfortner, Wagner, Peschke. Druck: Druk-
kerei ,,Berthold Haupt'* Dresden-Niedersedlitz
Declassification Authority: NND 57565